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Weshalb werden bei Diabetes Typ 2-Erkrankung sehr häufig Medikamente verschrieben anstatt eine konse

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    am 05.12.2025 02:55:06 | IP (Hash): 848069442
    Weshalb werden bei Diabetes Typ 2-Erkrankung sehr häufig Medikamente verschrieben anstatt eine konsequente Ernährungsumstellung zu empfehlen und zu begleiten?

    Es ist eine wichtige und viel diskutierte Frage: Warum bekommen so viele Menschen mit Typ-2-Diabetes sofort oder relativ früh Medikamente, statt primär intensiv durch Ernährung und Lebensstil betreut zu werden?

    Die kurze Antwort: Lebensstiländerungen wirken sehr gut – aber sie sind schwerer umzusetzen, während Medikamente im Gesundheitssystem einfacher verfügbar, planbarer und erstattungsfähig sind.

    Hier die wichtigsten Gründe im Überblick:

    1. Lebensstiländerungen sind wirksam – aber sehr schwer dauerhaft durchzuhalten

    Eine konsequente Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und Gewichtsreduktion können den Blutzucker häufig genauso gut oder besser verbessern als ein Medikament. Studien zeigen sogar, dass Typ-2-Diabetes bei manchen Menschen dadurch in Remission gehen kann.

    ABER:

    Viele Patient*innen tun sich schwer, diese Umstellung langfristig umzusetzen.

    Stress, Arbeitsbelastung, familiäre Verpflichtungen, psychische Faktoren und alte Gewohnheiten spielen eine große Rolle.

    Ohne intensive, kontinuierliche Betreuung (Ernährungsberatung, Coaching, Bewegungstherapie) gelingt es vielen nicht, dauerhaft dranzubleiben.


    2. Medikamente sind im Gesundheitssystem "einfacher"

    Medikamente wie Metformin sind:

    - schnell verschreibbar
    - kostengünstig
    - sehr wirksam
    - standardisiert einsetzbar
    - leicht über Laborwerte zu kontrollieren

    Lebensstilprogramme dagegen sind:

    - zeitaufwendig
    - oft nicht ausreichend erstattet
    - personalintensiv (Ernährungsberatung, Diabetescoaching, Bewegungstherapie)
    - stark von der Motivation der Patienten abhängig

    Das Gesundheitssystem ist daher strukturell eher auf Medikamente als auf Lebensstilmedizin ausgerichtet.


    3. Ärzt*innen haben oft wenig Zeit

    Hausärztinnen und Hausärzte haben in Deutschland im Durchschnitt 7–10 Minuten pro Patient. Eine ausführliche Lebensstilberatung, regelmäßige Kontrolle und Begleitung brauchen aber deutlich mehr Zeit. Medikamente passen besser in dieses enge Zeitfenster.


    4. Medizinische Leitlinien empfehlen inzwischen beides, nicht "Medikamente statt Ernährung"

    Moderne Leitlinien für Typ-2-Diabetes betonen:

    - Lebensstil ist die Basistherapie.
    - Medikamente kommen zusätzlich oder früher, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen.

    Zu diesen Risikofaktoren gehören z. B.:

    - sehr hohe Blutzuckerwerte
    - hoher BMI
    - Herz-Kreislauf-Risiken
    - frühere Komplikationen
    - geringe Wahrscheinlichkeit, dass eine Lebensstiländerung ausreichend gelingt

    Ärzt*innen verschreiben daher oft Medikamente, um Folgeschäden zu vermeiden, wenn sie einschätzen, dass Ernährung alleine nicht schnell genug oder nicht ausreichend wirksam wäre.


    5. Viele Patient*innen erwarten "etwas, das schnell wirkt"

    Nicht alle wünschen oder akzeptieren eine konsequente Ernährungsumstellung.
    Viele möchten:

    - eine einfache Lösung
    - schnelle Verbesserung der Werte
    - möglichst wenig Eingriff in den Alltag

    Medikamente erfüllen diese Erwartungen leichter.


    6. Fehlende Strukturen für Prävention

    Ein Hauptproblem ist systemisch:

    - Zu wenige kassengeförderte Ernährungsberater*innen
    - Präventionskurse werden kaum oder nur teilweise übernommen
    - Lebensstilmedizin ist im Studium unterrepräsentiert
    - Komplexe Begleittherapien (z. B. Adipositas-Programme) sind lange Wartezeiten und schwer verfügbar

    Dadurch bleibt das "Instrument" Lebensstilmedizin oft untergenutzt, obwohl es sehr effektiv sein kann.


    Zusammenfassung

    Medikamente werden bei Typ-2-Diabetes so häufig verschrieben, weil:

    - Lebensstiländerungen schwer langfristig umzusetzen sind
    - Medikamente schnell, wirksam und gut kontrollierbar sind
    - Ärzt*innen zu wenig Zeit für intensive Lebensstilbegleitung haben
    - Leitlinien beides empfehlen – aber Medikamente oft früher begonnen werden
    - Viele Patient*innen pragmatische Lösungen bevorzugen
    - Das Gesundheitssystem Prävention kaum strukturell unterstützt


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c 5,7% -- Stand: 11/2025
    Bearbeitet von User am 05.12.2025 02:56:00. Grund: Vollständigen Titel in Beitrag eingefügt
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    am 05.12.2025 19:54:43 | IP (Hash): 1622766519
    Krankheiten und ihre Behandlungen sind vielfach historisch gewachsen. Und in den Historien hat es manchmal Stufen gegeben. Eine war z.B. die DCCT, die weltweit erste große Typ 1 Studie, die Ende der 80er Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts in den USA belegte, dass Basal-Bolus mit HbA1c 7 sehr viel gesünder war, als die bis dahin übliche 2mal tägliche Gabe eines Mischinsulins. So viel gesünder, dass die Studie vorzeitig weil unethisch abgebrochen wurde, damit die MischINSULINER auch zu Basal-Bolus wechseln konnten.

    Für Typ 2 kam das Ziel HbA1c 7 erst so langsam ab 1995 mit den Auswertungen und Umsetzungen der Erkenntnisse der UKPDS, der weltweit ersten großen Typ 2 Studie in GB. Bis dahin galten Menschen mit Typ 2 als sehr viel toleranter beim Blutzucker. Denn wo der mit hohem BZ keine Ketoanzidose bekommt, kann der immer deutlich über jeder Unterzucker-Gefahr eingestellt werden. Das gilt praktisch so bis heute.
    Zwar hat auch die DDG inzwischen die Möglichkeit des Zurückdrehens in die komplette Remission in die Typ 2 Behandlung aufgenommen, aber bislang ist das reine Theorie. Denn bislang fehlt es dazu auf unserer höchsten Diabetes-Beratungs-Ebene an nachvollziehbaren Beschreibungen und Anleitungen.

    Und das gilt für ALLE Ernährungsberatung! Ich habe ein paar ansatzweise ausprobiert und brauche bei allen(!) mehr Insulin, wenn ich keinen höheren Blutzucker in Kauf nehmen will. Denn was da beraten wird, wird höchst selten direkt blutzuckermäßig überprüft. Und wenn der HbA1c nicht in der erwartet niedrigen Höhe ausfällt, haben die Betroffenen sich nicht ausreichend eng an die Empfehlungen gehalten.

    Alltäglicher Blutzucker im gesunden Rahmen ist definitiv bislang kein Behandlungsziel!


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    am 10.12.2025 18:10:23 | IP (Hash): 86624916
    Meinung:

    Fast immer besteht kein Erkenntnisproblem (mehr bewegen, Gewicht reduzieren, Kohlenhydrate reduzieren), sondern ein Umsetzungsproblem.
    Beratung ist bei dieser Problematik nur bedingt hilfreich.

    Dass Patienten bei Diabetes-Typ-2-Diagnose zu wenig informiert werden, ist allerdings richtig.
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    am 10.12.2025 21:43:05 | IP (Hash): 1923528985
    Dass es sich um ein "Umsetzungsproblem" handelt würde ich sofort zustimmen.

    Wobei da gern ein "Motivationsproblem" angenommen wird, - das mag ja oftmals auch zutreffen.

    Aber ich möchte hier eher das "Wissenspronlem" ansprechen, das zu unterscheiden ist vom "Erkenntnisproblem". Viele Betroffene wussten längst vor ihrer Diagnose, dass sie was anders machen müssten: "Ich mach doch schon alles. Ich hab so vieles versucht. Es nützt bei mir nix. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll."

    Ich habe damals meine Ärztin gefragt, warum sie mich nicht um Jahre eher zur Seite genommen hat. Die meinte, das nützt üblicherweise nix. Die Leute wüssten doch, was sie falsch machen. Da würden Ratschläge und Reden ins Gewissen abprallen, da es so schwierig sei, sich zu ändern und Menschen doch die einfache Lösung suchen und eh nur nach Tabletten fragen.

    Tatsächlich habe ich lange Zeit mit einer Medizinerin zusammen gelebt. Im Studium hatte ich oft den Eindruck, ärztliche Ausbildung besteht darin, für jedes Symptom einen passenden Medikamentenkatalog abrufen zu können und eine Angst davor zu entwickeln, Patient:innen könnten ihre Medikamente weglassen, sei es durch Ablehnung oder Vergesslichkeit.

    Als Soziologe sehe ich vielmehr einen Zusammenhang von Bildung und Gesundheitszustand. Menschen mit geringem Einkommen (das Resultat ihres Bildunngs"ergebnisses") neigen signifikant eher zu "Volkskrankheiten". Armer Leute Kinder bringen es selten zu höheren Bildungsabschlüssen.

    Tradiertes günstiges oder ungünstiges Gesundheitsverhalten wird familiär weitergegeben. Menschen wachsen mit ganz unterschiedlichem "Normal" auf. Und behalten vieles davon, trotz bester Absichten, als nicht in Frage gestellten Verhaltenrahmen bei.
    Bei mir war es jedenfalls so: erst mal genug haben, um satt zu werden, soweit ich es mir leisten kann, noch was "gesundes" dazu...

    Selbst gut vermitteltes Wissen im Fach Biologie ist nicht genug, wenn Kindern die praktische Erfahrung nicht zuteil wird, und sie letztlich doch nie erfahren, wie das in anderen Familien umgesetzt wird.

    So leben Menschen ihr "normales" Leben.
    Bei den einen Nutella-Brötchen/ bei den anderen Müsli und Möhrchen.
    Bei den einen Burger, Pommes, Coke/ bei den anderen Lachs und Salat.
    Bei den einen Auto und Rolltreppe/ bei den anderen mit dem Auto zum Joggen...

    Soziale Unterschiede, die unser Bildungssystem nicht nur nicht beheben kann, sondern sogar noch verstärkt, wenn die armen Leute ihre Kinder zur Hauptschule, die Reichen zum Gymnasium schicken.

    Gesundheitsverhalten bleibt Distinktion.
    Wer es nicht besser kennt, bleibt ratlos zurück und weiß mit pauschalen Ratschlägen oft nicht das richtige anzufangen.
    "Ich mach doch schon alles. Ich hab so vieles versucht. Es nützt bei mir nix. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll."
    Lebensstilbedingte Erkrankungen sind die Epidemien unserer Zeit.

    ______________________
    ehemaliger Diabetiker
    Bearbeitet von User am 11.12.2025 00:34:36. Grund: rechtschreipunk
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    am 11.12.2025 09:24:16 | IP (Hash): 772279824
    Hape schrieb:
    Fast immer besteht kein Erkenntnisproblem (mehr bewegen, Gewicht reduzieren, Kohlenhydrate reduzieren), sondern ein Umsetzungsproblem.


    Das ist ein bisschen sehr allgemein und weist damit genau auf den wunden Punkt: da fehlt das konkrete Ziel!

    Woran sehe ich, ob ich mich ausreichend bewege? Die Empfehlungen reichen von ner halben Stunde Spaziergang bis zu 10k Schritten am Tag.
    Woran sehe ich, ob ich ausreichend abnehme? Um die Hälfte der Teilnehmenden an der UKPDS, der ersten großen Typ 2 Studie in den 80er Jahren in GB, hatten BMI 25 und weniger.
    Und woran sehe ich, ob ich wie passend esse? Schließlich schwören praktisch alle Ernährungsberatungen in erster Linie auf weniger Fett und bei den KHs auf die vollkörnigen, aber davon besser mehr als von Fett!

    Dass mit der kompletten Remission auch wieder mehr als LowCarb mit dem BZ im völlig gesunden Rahmen bleibt, habe ich bis jetzt nirgendwo gefunden - oder übersehen?


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    am 11.12.2025 19:35:33 | IP (Hash): 848069442
    hjt_Jürgen schrieb:
    Schließlich schwören praktisch alle Ernährungsberatungen in erster Linie auf weniger Fett und bei den KHs auf die vollkörnigen, aber davon besser mehr als von Fett!

    Ernährungsberatungen setzen längst nicht mehr "in erster Linie auf weniger Fett".
    Früher (90er / 2000er) war "low-fat" der Standard.
    Heute ist die Sicht deutlich differenzierter:
    Es geht nicht hauptsächlich um weniger Fett, sondern um welche Art von Fett (ungesättigte Fette gut – Transfette und viel gesättigtes Fett eher ungünstig).
    Viele offiziellen Empfehlungen betonen inzwischen zucker- und stärkearme, nicht hochverarbeitete Ernährung.
    Die absolute Fettmenge ist nicht mehr die wichtigste Stellschraube.

    2. "Vollkorn-Kohlenhydrate – aber davon mehr als Fett" ist ebenfalls zu pauschal
    Ja, Vollkornprodukte werden meist empfohlen, ABER:
    Es heißt nicht, dass man davon besonders viel essen soll.
    Vielmehr: Wenn Kohlenhydrate, dann möglichst Vollkorn.
    Die empfohlene Gesamt-KH-Menge hängt vom Bedarf ab (Bewegung, Gesundheit, Blutzuckerregulation, Stoffwechsel, Gewichtsziel).
    Es gibt heute kein Dogma, dass Kohlenhydrate mengenmäßig "über" Fett stehen müssen.

    3. Moderne Ernährungsempfehlungen sind flexibler
    Die meisten seriösen Beratungen setzen heute auf:
    viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst bzw. Beeren
    unverarbeitete Lebensmittel
    gesunde Fette (Nüsse, Samen, Olivenöl, Fisch)
    moderate Mengen komplexer Kohlenhydrate
    wenig Zucker & stark Verarbeitetes
    ausreichendes Protein

    Viele Konzepte funktionieren: mediterran, vegan, low carb, moderat low fat, etc.
    Es gibt keine Einheitsmeinung, dass Fett generell reduziert und Kohlenhydrate erhöht werden sollen.

    Fazit
    Die Aussage ist verallgemeinernd und nicht mehr zeitgemäß.
    Moderne Ernährungsberatung ist qualitativ, nicht makronährstoff-dogmatisch:
    Gute Fette, hochwertige Kohlenhydrate, ausreichend Proteine und insgesamt weniger hochverarbeitete Lebensmittel.


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 08/2025
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    am 11.12.2025 20:47:54 | IP (Hash): 772279824
    Vielleicht schaust du mal
    https://www.diabetesde.org/teller-methode


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    am 14.12.2025 12:17:58 | IP (Hash): 1927868121
    ]Die Teller-Methode Deines Links ist ja mal nicht grundsätzlich falsch.

    In Deinem Link finden sich tatsächlich mehrere Punkte, die irritieren oder fehlen:
    Zwischen Typ 1 und 2 wird nicht unterschieden.

    Die Methode hat nicht zwangsläufig mit Diabetes zu tun.
    Mit einigen Details beim Ernährungsbeispiel bin ich nicht einverstanden.
    Obst (statt Beeren), Haferflocken, Kartoffeln UND Brot sind zu viel am Tag.
    Hinweise zur KH-Qualität und Fette werden "vergessen".
    Ob diese Angaben in dieser Form "zeitgemäß" sind, kann ich nicht beurteilen.

    Moderates Low-Carb + viel Gemüse + gute Fette + ausreichend Eiweiß ist meines Erachtens für die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes die beste Wahl.

    Ich halte mich zwar meistens dran, aber es war bisher nie Absicht: Die KH sollten über den Tag gleichmäßig verteilt werden.

    KI sagt:
    Kohlenhydrate (reduziert, aber hochwertig)
    - Gemüse (viel!)
    - Hülsenfrüchte in kleinen Mengen
    - Beeren
    - kleine Portionen Vollkorn (z. B. Hafer, Roggen)

    Vermeiden: Zucker, Weißmehl, Säfte, Süßigkeiten

    Eiweiß (stabilisierend für den Blutzucker)
    - Fisch, Eier
    - mageres Fleisch
    - Naturjoghurt,
    - Skyr, Quark
    - Tofu, Hülsenfrüchte

    Fette (Qualität entscheidend!)
    - Olivenöl, Rapsöl
    - Nüsse & Samen
    - Avocado
    - fetter Fisch

    Weniger: stark verarbeitete Fleischwaren, viel Butter, Transfette.


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c 5,7 -- Stand: 11/2025
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    am 14.12.2025 15:50:49 | IP (Hash): 205439455
    Da fehlt noch sehr viel mehr:

    Da bleibt völlig unberücksichtigt, dass viele Betroffene ihren Typ 2 in die komplette Remission zurückdrehen könn(t)en!
    Komplette Remission bedeutet, dass die BZ-Automatik dann keine Low Carb Hilfe mehr braucht und auch mit ganz normalen KH-Portionen im völlig gesunden Bereich bleibt.

    UND ebenso unberücksichtigt bleibt auch, dass beim Typ 2 schon mit dem BZ im prädiabetischen Rahmen eine erhebliche Mehrbelastung durch Blutfette besteht, die sich mit dem BZ in den völlig gesunden Rahmen ebenso voll zurückdrehen lässt!


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    am 15.12.2025 03:20:17 | IP (Hash): 1927868121
    hjt_Jürgen schrieb:
    Da bleibt völlig unberücksichtigt, dass viele Betroffene ihren Typ 2 in die komplette Remission zurückdrehen könn(t)en!
    Komplette Remission bedeutet, dass die BZ-Automatik dann keine Low Carb Hilfe mehr braucht und auch mit ganz normalen KH-Portionen im völlig gesunden Bereich bleibt.

    UND ebenso unberücksichtigt bleibt auch, dass beim Typ 2 schon mit dem BZ im prädiabetischen Rahmen eine erhebliche Mehrbelastung durch Blutfette besteht, die sich mit dem BZ in den völlig gesunden Rahmen ebenso voll zurückdrehen lässt!

    Deine Aussagen enthalten richtige Kerngedanken, sind aber teils zugespitzt und verallgemeinernd formuliert. Im Detail:

    1. "Viele Betroffene können ihren Typ-2-Diabetes in komplette Remission zurückdrehen"

    Im Grundsatz richtig, mit wichtigen Einschränkungen.
    Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass ein Teil der Menschen mit Typ-2-Diabetes eine Remission erreichen kann – besonders durch
    - deutliche Gewichtsreduktion (v. a. viszerales Fett),
    - starke Kalorienreduktion / Ernährungsumstellung,
    - frühes Eingreifen nach Diagnosestellung.

    Studien wie DiRECT zeigen: Ein relevanter Anteil erreicht normale HbA1c-Werte ohne Medikamente.

    Aber:
    "Viele" ist unscharf. Realistisch sind nicht alle und nicht die Mehrheit unter allen Typ-2-Betroffenen, sondern ein bestimmter Teil, abhängig von
    - Diabetesdauer,
    - Rest-Insulinsekretion,
    - genetischer Prädisposition,
    - Lebensstilfaktoren.

    Remission ist kein Heilungszustand, sondern reversibel (Rückfall möglich).

    Korrekt wäre:
    Ein Teil der Menschen mit Typ-2-Diabetes kann unter bestimmten Bedingungen eine vollständige Remission erreichen.


    2. "Komplette Remission bedeutet, dass … auch mit ganz normalen KH-Portionen (der BZ) im völlig gesunden Bereich bleibt"

    Teilweise richtig, aber zu absolut formuliert.
    Medizinisch bedeutet Remission:
    HbA1c größer 6,5 % (oft größer 5,7 %)
    ohne antiDiabetische Medikation

    Viele Menschen in Remission tolerieren wieder moderate Kohlenhydratmengen, ja.

    Aber:
    "Ganz normale KH-Portionen" ist individuell sehr unterschiedlich.
    Auch in Remission bleibt oft eine erhöhte Anfälligkeit für postprandiale BZ-Spitzen, besonders bei stark verarbeiteten KH.
    Dass jede Person in Remission beliebige KH-Mengen problemlos verträgt, ist nicht belegt.

    Präziser wäre:
    In Remission ist die Glukoseregulation deutlich verbessert und erlaubt häufig wieder moderate Kohlenhydratmengen, bleibt jedoch individuell begrenzt.


    3. "Schon im prädiabetischen BZ-Bereich besteht eine erhebliche Mehrbelastung durch Blutfette"

    Im Kern richtig.
    Prädiabetes geht häufig mit Insulinresistenz einher.
    Diese ist eng verbunden mit:
    - erhöhten Triglyzeriden,
    - niedrigem HDL,
    - ungünstigen LDL-Partikeln (klein & dicht),
    - nicht-alkoholischer Fettleber.

    Diese Dyslipidämie-Konstellation erhöht das kardiovaskuläre Risiko bereits vor manifestem Diabetes.

    Das wird in der öffentlichen Diskussion tatsächlich oft unterschätzt.


    4. "… lässt sich mit dem BZ im völlig gesunden Rahmen ebenso voll zurückdrehen"

    Teilweise richtig, aber wieder zu pauschal.
    Verbessert sich die Insulinsensitivität (z. B. durch Gewichtsverlust), verbessern sich oft auch die Blutfette deutlich.
    Triglyzeride und HDL reagieren besonders gut.
    DL kann sich verbessern, muss es aber nicht zwingend (genetische Faktoren!).

    Korrekt wäre:
    Eine Normalisierung der Glukosewerte geht häufig mit einer deutlichen Verbesserung der Blutfette einher, jedoch nicht in jedem Fall vollständig.


    Gesamtbewertung

    Inhaltlich:
    - Wichtige, wissenschaftlich gestützte Punkte
    - Aber: stark vereinfacht, absolut formuliert

    Problematisch sind vor allem:
    - "viele" ohne Einordnung
    - "komplett" und "völlig" ohne individuelle Einschränkungen
    - implizite Erwartung, dass Remission = unbegrenzte metabolische Normalität


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c 5,7 -- Stand: 11/2025
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    am 15.12.2025 14:03:35 | IP (Hash): 86624916
    Buttermilch_14 schrieb:
    ]

    Fette (Qualität entscheidend!)
    - Olivenöl, Rapsöl
    - Nüsse & Samen
    - Avocado
    - fetter Fisch



    Anmerkung:

    Das günstigste Verhältnis ungesättigter Fettsäuren hat Leinöl.
    Bei Nüssen sind in der Hinsicht Walnüsse die beste Wahl.
    Bearbeitet von User am 15.12.2025 18:35:07. Grund: genauer
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    Buttermilch_14 schrieb:
    Remission ist kein Heilungszustand, sondern reversibel (Rückfall möglich)


    Wir mit Typ 2 Diabetes haben den von Geburt an IMMER. Er ist nur die ersten Lebensjahre ausgeschaltet.

    Wir schalten unseren T2D ein, indem wir individuelle Speichergrenzen in Leber und Beta-Zellen überschreiten. Diese Grenzen können unabhängig vom üblichen Gewichtsschema bei der einen bei BMI 20 liegen und beim anderen bei BMI 40.
    Mit dem Überschreiten der Grenze gibt die Leber zunehmend mehr Glukose in den Kreislauf, als darin verbraucht wird. Und damit geben die Beta-Zellen immer verzögerter und schließlich immer weniger Insulin aus.
    Wir schalten unseren T2D aus = Remission, indem wir unsere individuellen Speichergrenzen in Leber und Beta-Zellen unterschreiten = Überfluss verbrauchen.

    Zu den Speicherschwellen in Leber und Pankreas haben wir mit T2D deutlich kleinere Glykogenspeicher in unseren Muskelzellen und deutlich weniger an völlig ungefährlichem Unterhaut-Fettspeicher.

    Alle ärztliche und ernährungsberaterische Hilfe ist nicht auf das Ausschalten des T2D ausgerichtet, sondern auf das “Kleiner-Drehen" des messbaren Symptoms = weniger zu hoher Blutzucker.
    Noch weniger hilfreich ist dabei die Orientierung an den amtlichen Diagnose-Grenzwerten, denn die sind historisch absolut willkürlich gesetzt ohne jeden physiologischen/organischen Bezug.

    Alle Menschen ohne unser T2D-Erbe können sich kugelrund vielfachst krank fressen, aber nie auch nur einen Prädiabetes entwickeln.


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    Bearbeitet von User am 15.12.2025 17:36:48. Grund: .
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    am 16.12.2025 06:50:10 | IP (Hash): 1927868121
    Hape schrieb:
    Das günstigste Verhältnis ungesättigter Fettsäuren hat Leinöl.
    Bei Nüssen sind in der Hinsicht Walnüsse die beste Wahl.

    Sorry @Hape, kurz gesagt: Die Aussage ist so pauschal nicht korrekt.

    Warum?
    Leinöl (Flachsöl) hat zwar ein sehr günstiges Fettsäureprofil, aber nicht das "günstigste Verhältnis ungesättigter Fettsäuren“" in einem eindeutigen Sinn.

    Was an Leinöl besonders ist:
    - sehr hoher Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren (≈ 90 %)
    - extrem viel Omega-3-Fettsäuren (α-Linolensäure, ca. 50–60 %)
    - sehr günstiges Omega-6 : Omega-3-Verhältnis von etwa 0,3 : 1

    Das ist tatsächlich eines der besten unter Speiseölen.

    Warum die Aussage trotzdem problematisch ist:
    Es gibt kein allgemein anerkanntes "günstigstes" Verhältnis, sondern unterschiedliche Bewertungskriterien:
    - Verhältnis Omega-6 zu Omega-3
    - Anteil einfach vs. mehrfach ungesättigter Fettsäuren
    - Oxidationsstabilität

    Andere Öle schneiden je nach Kriterium ebenfalls sehr gut ab:

    Rapsöl: gutes Omega-6 : Omega-3-Verhältnis (ca. 2 : 1) + hitzestabiler
    Walnussöl: ebenfalls sehr omega-3-reich
    Olivenöl: weniger mehrfach ungesättigt, dafür sehr stabil und gesundheitlich gut belegt

    Präziser formuliert wäre z. B.:
    "Leinöl hat eines der günstigsten Omega-6- zu Omega-3-Verhältnisse unter den Speiseölen."


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c 5,7 -- Stand: 11/2025
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    am 16.12.2025 07:17:36 | IP (Hash): 1927868121
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wir mit Typ 2 Diabetes haben den von Geburt an IMMER. Er ist nur die ersten Lebensjahre ausgeschaltet. [...]
    Noch weniger hilfreich ist dabei die Orientierung an den amtlichen Diagnose-Grenzwerten, denn die sind historisch absolut willkürlich gesetzt ohne jeden physiologischen/organischen Bezug.

    Kurzfassung: Die Aussagen enthalten richtige Kerngedanken, sind aber in dieser Absolutheit und Wortwahl teils falsch oder stark verkürzt.
    Ich gehe sie Punkt für Punkt durch und ordne sie medizinisch ein.

    1. "Wir mit Typ-2-Diabetes haben den von Geburt an IMMER. Er ist nur die ersten Lebensjahre ausgeschaltet."

    So nicht korrekt.

    Richtig ist:
    Es gibt eine genetische und epigenetische Veranlagung für Typ-2-Diabetes.
    Diese Veranlagung ist tatsächlich von Geburt an vorhanden.

    Falsch ist:
    Niemand "hat Typ-2-Diabetes von Geburt an".
    Die Krankheit entsteht erst, wenn Stoffwechselregulationen entgleisen.

    Kinder haben keinen "ausgeschalteten T2D", sondern einen normal regulierten Glukose- und Insulinstoffwechsel.

    Korrekte Formulierung:
    "Menschen mit Typ-2-Diabetes haben eine angeborene Stoffwechselanfälligkeit, die sich unter bestimmten Bedingungen manifestieren kann."


    2. "Wir schalten unseren T2D ein, indem wir individuelle Speichergrenzen in Leber und Beta-Zellen überschreiten."

    Teilweise richtig, aber vereinfacht.

    Gut belegt ist:
    Das Konzept der "persönlichen Fett-Speichergrenze" (Roy Taylor, Twin-Cycle-Hypothese).
    Überschüssiges Fett in Leber und Pankreas (Leber: erhöhte Glukoseabgabe, Beta-Zellen: gestörte Insulinsekretion)

    Diese Grenze ist hochindividuell und nicht direkt an den BMI gebunden.

    Problematisch ist:
    Beta-Zellen haben keine relevanten Fettspeicher, sondern werden funktionell geschädigt.
    Typ-2-Diabetes ist kein bewusster Schalter, sondern ein gradueller Prozess.

    Besser:
    "Typ-2-Diabetes entwickelt sich, wenn individuelle metabolische Belastungsgrenzen – insbesondere in Leber und Pankreas – überschritten werden."


    3. "Mit dem Überschreiten der Grenze gibt die Leber zunehmend mehr Glukose ab … Beta-Zellen geben verzögert und weniger Insulin aus."

    Im Kern korrekt.
    Entspricht der aktuellen Pathophysiologie:
    Hepatische Insulinresistenz (erhöhte Glukosefreisetzung)
    Beta-Zell-Dysfunktion (verzögerte und reduzierte Insulinantwor)t

    Ergänzung:
    Auch Muskel-Insulinresistenz spielt eine große Rolle
    Entzündungen, Lipotoxizität, Glukotoxizität verstärken den Prozess


    4. "Wir schalten unseren T2D aus = Remission, indem wir die Speichergrenzen wieder unterschreiten."

    Weitgehend richtig – mit Einschränkung.

    Gut belegt:
    Remission von Typ-2-Diabetes ist möglich

    Besonders durch:
    - deutliche Gewichtsreduktion
    - Reduktion von Leber- und Pankreasfett
    - vor allem früh im Krankheitsverlauf

    Wichtig:
    - Remission ist nicht gleich Heilung
    - Die Veranlagung bleibt bestehen
    - Bei erneuter Überschreitung der Grenze kommt der Diabetes zurück

    Fachlich korrekt:
    "Typ-2-Diabetes kann in Remission gehen, wenn metabolische Belastungen ausreichend reduziert werden."


    5. "Menschen mit T2D haben kleinere Glykogenspeicher in Muskeln und weniger ungefährlichen Unterhautfettspeicher."

    Teilweise korrekt, aber ungenau.

    Richtig:
    Viele Menschen mit T2D haben:
    - eingeschränkte Muskelglykogen-Nutzung
    - geringere Fähigkeit, Fett sicher im Unterhautfett zu speichern
    - Dadurch mehr ektopes Fett (Leber, Pankreas, Muskel)

    Nicht universell:
    - Das gilt nicht für alle mit T2D
    - Trainierte Menschen können trotz T2D große Glykogenspeicher haben


    6. 2Ärztliche und ernährungsberaterische Hilfe ist nicht auf Ausschalten, sondern nur auf Blutzuckersenkung ausgerichtet."

    Teilweise wahr, pauschal falsch.

    Historisch:
    Fokus lag lange auf Blutzuckerwerten und Medikamenten

    Heute:
    Remission ist anerkannt

    Leitlinien beinhalten:
    - Gewichtsreduktion
    - Lebensstilintervention
    - bariatrische Verfahren

    Problem ist eher Umsetzung & Zeitmangel, nicht fehlendes Wissen


    7. "Diagnose-Grenzwerte sind historisch willkürlich und ohne physiologischen Bezug."

    So nicht korrekt.

    Richtig:
    - Grenzwerte sind Kompromisse
    - Es gibt einen Kontinuum-Übergang ohne harte biologische Kante

    Falsch:
    - Sie sind nicht willkürlich
    - Sie basieren auf:
    Risiko für Retinopathie
    Langzeitkomplikationen
    epidemiologischen Daten

    Korrekt wäre:
    "Diagnosegrenzen sind pragmatische Schwellen in einem kontinuierlichen Stoffwechselprozess."

    Fazit
    Die Aussagen sind:
    - inhaltlich nah an moderner Forschung
    - zu absolut formuliert
    - teilweise biologisch unpräzise


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    am 16.12.2025 11:52:36 | IP (Hash): 671289342
    Buttermilch_14 schrieb:
    1. "Wir mit Typ-2-Diabetes haben den von Geburt an IMMER. Er ist nur die ersten Lebensjahre ausgeschaltet."

    So nicht korrekt.

    Richtig ist:
    Es gibt eine genetische und epigenetische Veranlagung für Typ-2-Diabetes.
    Diese Veranlagung ist tatsächlich von Geburt an vorhanden.

    Falsch ist:
    Niemand "hat Typ-2-Diabetes von Geburt an".
    Die Krankheit entsteht erst, wenn Stoffwechselregulationen entgleisen.

    Kinder haben keinen "ausgeschalteten T2D", sondern einen normal regulierten Glukose- und Insulinstoffwechsel.


    Menschen ohne Veranlagung zu = Erbschaft von T2D bekommen mit immer mehr Übergewicht und immer weniger Bewegung viele fiese Krankheiten, aber keinen T2D.
    Und ein erheblicher Anteil an Menschen mit T2D ist völlig normalgewichtig, weil deren persönliche Voraussetzungen für das Einschalten ihres T2D schon im Normalgewichtsbereich erfüllt sind.

    Weil die grundsätzlichen Voraussetzungen für den T2D bei den betroffenen Menschen immer vorhanden sind und für das Einschalten der krankhaften Fehlfunktionen nur entsprechend erfüllt zu werden brauchen, sehe ich den T2D als von Geburt an gesetzt. Nur eben zu Anfang ausgeschaltet (Nachtrag) = mit völlig gesundem Glukose- und Insulin- und Fettstoffwechel.
    Von Anfang an wichtig für das ausgeschaltet Halten des T2D: Ich habe das und muss mich passend danach richten.

    Das gilt selbstverständlich auch für Kinder, wie immer mehr T2D Diagnosen bei Jugendlichen und Kindern zeigen!


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    Bearbeitet von User am 16.12.2025 14:53:59. Grund: Nachtrag
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    am 17.12.2025 10:48:00 | IP (Hash): 1927868121
    Deine Kernaussagen sind in dieser Form nicht korrekt.

    Es stimmt:
    Genetische Veranlagung spielt eine Rolle.
    T2D tritt zunehmend auch bei Jugendlichen auf.

    Falsch oder irreführend:
    T2D sei bei allen Menschen "von Geburt an gesetzt".
    Man "habe" T2D bereits, auch ohne Erkrankung.
    Der Eindruck von biologischer Unvermeidlichkeit – besonders bei Kindern.


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    am 17.12.2025 11:31:05 | IP (Hash): 1331907615
    Buttermilch_14 schrieb:
    Falsch oder irreführend:
    T2D sei bei allen Menschen "von Geburt an gesetzt".
    Man "habe" T2D bereits, auch ohne Erkrankung.
    Der Eindruck von biologischer Unvermeidlichkeit – besonders bei Kindern.


    Von Geburt an sind alle individuellen physiologischen Voraussetzungen für die Krankheit gesetzt.
    Das ist nach meinem Verständnis die ausgeschaltete Krankheit. Damit ist niemand krank. Alle metabolischen Prozesse verlaufen gesund.

    Wenn man die Voraussetzungen für ungesund erfüllt, wird eingeschaltet, was bis dahin ausgeschaltet war. Alle metabolischen Prozesse verlaufen mit den Jahren zunehmend krank und krankmachend.

    Weil ich den T2D als von Geburt an gesetzt sehe, empfehle ich meinem Nachwuchs die regelmäßige BZ-Beobachtung. Denn damit lässt sich das Einschalten lange vor der Diagnosereife erkennen und sehr viel einfacher als später zum Ausschalten umdrehen.


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    am 19.12.2025 12:37:07 | IP (Hash): 1940132132
    Buttermilch_14 schrieb:
    7. "Diagnose-Grenzwerte sind historisch willkürlich und ohne physiologischen Bezug."

    So nicht korrekt.

    Richtig:
    - Grenzwerte sind Kompromisse
    - Es gibt einen Kontinuum-Übergang ohne harte biologische Kante




    Die Diagnose-Grenzwerte beim Diabetes Mellitus sind völlig unabhängig von der Erkrankung gesetzt = willkürlich.

    International hat man sich Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf Werte zur Diagnose geeinigt, von denen an der T1D erträglich behandelt werden konnte. Erträglich heißt, weitgehend ohne direkte Folgen wie schwere Hypos mit viel zu niedrigem und Ketoazidosen mit viel zu hohem BZ.

    Grundlage war dabei die feste Vorgabe von KH- und Insulin-Mengen zu den 3 Mahlzeiten = ärztliche Einstellung mit Basal-Bolus.

    Die so festgelegten Diagnose-Grenzwerte wurden automatisch für T2D übernommen.
    Weil man mit Typ 2 keine Ketoazidose bekommt, gilt der in der üblichen Praxis bis heute als toleranter für die etwas höhere Einstellung möglichst deutlich über jeder Hypo-Gefahr. WEIT ÜBER GESUND!



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