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Ich will raus aus dem Club der T2D
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am 15.02.2026 16:30:56 | IP (Hash): 848356232
Hallo in die Runde,
nun ganz der Reihe nach:
im Oktober 2021 wurde eine große Blutuntersuchung gemacht, da hatte ich einen Langzeitwert von 5,4. Ich hab mich immer gesund gefühlt und bin eigentlich nie zum Arzt.
Im letzten Mai (2025) hab ich dann Wasserkefir für mich entdeckt, iwiehab ich kein Wasser trinken wollen/können. Ich trinke sämliche Getränke ungesüßt und hab eig. nie Schokolade oder Gummibächen gegessen. Und dann kam ich in eine Art Spirale…… Ichhab durch meine Töchter Matcha kennengelerntund war ganz versessen darauf. Nüchtern ein paar Espressi hab ich mir Matcha aus Hafermilch 😵💫und Ahornsirup gemacht und in der Arbeit vormitags getrunken. Heute weiß ich, dass das eine Todsünde ist. Ieann hat das nicht mehr gereicht, nüchtern gabs dann schon1-2 Gläser Orangensaft, dann die Espressiund eben den Matcha. Nachmittags oft auch noch…. Da war es dann schon Sommer. Gassirunden mi den Hunden wurden zu Hause mit einem eisgekühlten alkoholfreien Radler gekürt und dann kam auch noch die Cola, den Rest O-Saft und gegen den schnellen Hunger der Griff zu den veganen Gummibären. (wir essen kein Fleisch usw. ein Teil der Familie ist vegan, der andere vegetarisch, dazu gehöre ich, also Eier von überglücklichen Hühnern und Käse (ohne tierisches Lab) fehört zu meinem Speiseplan. Gesund gegessen hab ich eher weniger, eine Vollkornsemmel mit einem Ei drauf war für mich ausreichend, ich bin also weniger ein begeisterter Koch, noch ein genießender Esser. Vll weil ich lange Zeit in meinem Leben zu dick war und eig. die personifiziere Diät.
Im September wurdeich richtig krank, ich konnte mich für einpaar Tage nicht mehr auf den Beinen halten, meine Kopfhaut, besonders deutlich unter meinem weiß-grauen Haar war fest leuchtend-rot. Und die Augen…. daran hab ich es am meisten gemerkt, ich hab plötzlich ganz schlecht gesehen. Nachts war ich schweißgebadet, den Arzt hab ich bei der Krankschreibung gefragt, was das sein könnte, da wurde nur lapidar geantwortet, vll eine neue Art von Corona. Im Oktober ging es mir nicht viel besser. Enede Oktober hab ich mir dann ein kleines Messgerät gekauft und spaßeshalber meinen Blutzucker gemessen…. er lag über dem messbaren Bereich. Meine Tochter wollte mit mir ins Krankenhaus, aber bei. ir hat es sofoert den Schalter umgelegt. Ab dem Zeitpunkt null Zucker, allerdings hab ich nicht realisiert, dass z.B. Kartoffel anders verstoffwechselt werden und in der Nahrung noch genug Zucker ist. Immerhin - ich habe mir eine Frist von 14 Tagen gesetzt, bis ich zum Arzt bin (hab mir einen neuen gesucht) und in der Zeit meinen Zuckergehalt halbiert. Allerdings war mein Langzeitzucker bei stattlichen 13,7. Ich bekam Metform 500 und eben Insulin. Morgens und abend eine Tablette und am Abend 12 Einheiten Insulin, letzeres konnte ich zeitnah reduzieren und aufhören. Ich hab dann Metformin 1000 bekommen, je 2 am Tag. Mein Speiseplan bestand nur noch aus Salat und Suppen ohneZusätze. Haferflocken usw. ließen meine Werte wieder hochgehen. Mittlerweile backe ich ein Brot ohne Mehl, das ich gu essen kann. Mit Metformin hab ich keine Probleme und schlank bin ich seit längerer Zeit. Nur so schlank wie bei meiner Erkrankung war ich lange nicht mehr. Vor gut 4 Wochen ist plötzlich mein Blutzucker wieder gestiegen, obwohl ich nochts verändert habe, vor allem am Morgen. Vor 2 Wochen hatte ich die letzte Blutuntersuchung, mein Langzeitzucker ist auf 6,6 gesunken. Ich hab keinerlei Folgen vom Zucker, drum meinte der Arzt, dass ich das noch nicht so lange habe. Nun hab ich ein Medikament bekommen, das zusätzlich Zucker über die Nieren ausscheidet, damit der Wert sinkt und ich nicht so oft pieksen muss. (Die Teststreifen bekomme ich nich mehr verschrieben, weil ich nicht mehr insulinpflichtig bin - so der Arzt)
Der Zuckerwert sinkt zwar wieder,in der Früh ist er trotzdem noch zu hoch und drum such ich nach Antworten, was ich ernährungstechnisch falsch mache, ich hab festgestellt, bei Stress und Aufregung steig er manchmal auf über 200. Ich esse kaum, meist nur 1 Mahlzeit und langsam wirds eintönig.
Bin gepannt, was ihr so denkt und freu mich auf einen Austausch. Denn ich will weg von den Tabletten, dabei möchte mir der Arzt nun auch noch Cholesterinsenker aufs Auge drücken. Meine Antwort darauf war, dass ich keine Tablettentonne bin und jedes Medikament Spuren im Körper hinterläßt und ich zumindest die nächste Untersuchung in knapp 3 Monaten abwarten will.
Übrigens bei Erstgespräch wollte er mir gleich eine Impfberatung aufs Auge drücken….- was bitte hat das mit meiner momentanen Erkrankung zu tun?
Übrigens war mein Vater Diabetiker, aber da geb ich nix drauf, der hat gespritzt, wie er lustig war und sich NIE an was gehalten.
Danke fürs Lesen -
am 15.02.2026 21:39:21 | IP (Hash): 109093690
WAU! Gewaltige Schreibe, Respekt!
Aber in unserem Club bist du nun mal ein geborenes Mitglied. Denn ohne die ererbte Veranlagung hättest du noch so viel Zucker usw essen und trinken und doppelt so viel zunehmen können und würdest immer noch mit irgendwo um 60-90 mg/dl aufwachen und auch nach nem Eimer Cola in der Spitze kaum mehr als 140 mg/dl messen.
“Dawn Phänomen” heißt auf Diabetologisch der Morgenanstieg ohne Essen, den du beschreibst. Hatte ich schön ausgeprägt bis vor so um 10 Jahren an Tag 8 meiner “Newcastle Diet".
Konkret hatte ich dafür eben 7 Tage morgens+mittags+abends maximal je 200 kcal pro Mahlzeit gegessen. Vielleicht schaust du mal, ob das bei dir auch funktioniert?
Die Wissenschaft dazu findest du super lesbar bei Roy Taylor in
https://amzn.eu/d/0d8DelXD
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.02.2026 11:23:44 | IP (Hash): 1257585284
Hallo Zuckerpüppie,
die Frage, die mir als erstes einfällt ist: Wurdest du auf Typ1-Diabetes, speziell LADA untersucht? So wie du deine Ernährung beschreibst, kannst du nicht mehr viel besser machen. Mit weiteren Bemühungen bei der Ernährung kannst du wohl kaum noch wesentliche Veränderungen erwarten. Wenn dein BZ-Verlauf sich weiter verschlechtert, dann wirst du um stärkere Diabetesmedikamente wahrscheinlich nicht herum kommen. Vielleicht verbessert er sich doch noch oder bleibt zumindest gleich - ich drück dir dafür die Daumen.
Wie hoch steigen denn deine Nüchternwerte an? Dazu hätte ich, weil du früh wahrscheinlich nichts isst, noch eine praktische Anmerkung. Man kann häufig beobachten, dass der BZ am Morgen weiter ansteigt, bis man etwas isst. Beobachte mal, ob das bei dir auch so ist. Falls ja, dann solltest du zumindest eine Kleinigkeit essen. Ein Stück Käse könnte dabei eventuell ausreichen oder gönn dir gleich ein glückliches Frühstücksei. Keine Angst, auf deine Cholesterinwerte werden die Eier keine negativen Auswirkungen haben, sie verbessern vermutlich sogar dein Lipidprofil.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 16.02.2026 11:26:26. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.02.2026 14:36:38 | IP (Hash): 848356232
Hi Jürgen,
ich war früher immer fast im Unterzuckerbereich. Leider weiß ich nicht mehr, ob mein Vater Typ1 oder 2 war. Alle verstorben und meine Eltern waren getrennt und dann geschieden. Als Teenie hab ich nicht hinterfragt, warum er manchmal mehr gespritzt hat oder wie er lebt. Ich weiß nur, er hat sich an nix gehalten und als er dann an der Dialyse war, schon gar nicht mehr. Allerdings hatte ich die letzten Jahre seinen Lebens keinen Kontakt mehr.
Ich weigere mich, dass ich dieses Schicksal unweigerlich trage und hab wirklich hinterfragt, was diese immense Zuckersucht in diesen 3 Monaten ausgelöst hat. Zuvor war der Wert nicht auffällig, ich hab normal gegessen und wenig Naschzeugs, da war mir meine Figur zu wichtig.
Ich werd gleich mal nachlesen, was du mir empfohlen hast. Das Buch von Jason Fung hab ich.
Auch wenn ich mit dem Risiko leben muss, ich will das Medikament loswerden.
Hier herrscht unfassbares Wissen, dafür bin ich sehr dankbar, der Arzt macht da nicht lang rum….
Danke dir vielmals -
am 16.02.2026 15:49:27 | IP (Hash): 508375685
Zuckerpüppie schrieb:
ich war früher immer fast im Unterzuckerbereich.
Bei welchen Werten?
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 16.02.2026 16:14:10 | IP (Hash): 848356232
Hi Rainer,
auch dir vielen Dank für deine Antwort.
Wenn ich dich richtig verstehe, empfiehlst du mir morgens nach dem Aufstehen einen kleinen Happen zu essen und dann wieder zu messen? Ich habe nach dem Aufstehen einen höheren Wert, der sich dann bis zum Mittag nochmals z.T. deutlich reduziert. Komischerweise habe ich bis vor 4 Wochen auch morgens niedrigere Werte gehabt als aktuell.
Morgens trinke ich ein Glas warmes Wasser,Zitrone und etwas Apfelessig (erst seit 4 Tagen) und dann 2-3 Espressi. Ansonsten trinke ich ausschließlich warmes Wasser, damit die Bauchspeicheldrüse Ruhe hat.
Erst Mittag esse ich etwas, wenn die Werte passen, ansonsten warte ich weiter. Eben waren es 86, also hab ich etwas Weichkäse, griechische Joghurt mit ner Handvoll Blaubeeren gegessen und noch ne Handvoll Nüsse hinterher.
Ich messe dann wieder 2 Stunden später…. und ja, Fehler mache ich bestimmt noch, aber den Zustand mit Metformin will ich nicht haben.
Danke für den Hinweis zum Cholesterin, er hat nämlich iwelche Ablagerungen an der Schlagader im Ultraschall gesehen und will mir gleich Senker verschreiben. Zu meinen Werten hat er mich beglückwünscht, er dachte nicht, dass ich das Insulin so schnell loswerde.
Das Pieksen nervt aber schon, mal abgesehen von den Kosten.
Danke für den Austausch.
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am 16.02.2026 16:20:58 | IP (Hash): 848356232
Eine Freundin Typ 1 hat bei mir gemessen, und sie meinte, ich soll unbedingt Traubenzucker mitnehmen. Ich hatte damals nicht regelmäßig gemessen, der Wert war sehr niedrig, so um die 40. Sie ist jedenfalls erschrocken gwesen. Wie gesagt, damit hatte ich nie im Leben gerechnet. Drum versteh ich die Verkettung der Ereignisse vom letzten Jahr so gar nicht.
Meine Kinder waren entsetzt, dass ich so viel Süßkram verzehrt hatte, wo ich ein Leben lang hinterher war, dass sie wenig bekommen. In den ersten Lebensjahren der 4 Kinder war keine einzige Süßigkeit im Haus.
Warum sprichst du bei einem Bereich von HbA1c 5,5 von Diabetes? Dieser Wert ist doch super oder bin ich falsch informiert?
Liebe Grüße -
am 16.02.2026 17:07:00 | IP (Hash): 508375685
Zuckerpüppie schrieb:
Eine Freundin Typ 1 hat bei mir gemessen, und sie meinte, ich soll unbedingt Traubenzucker mitnehmen. Ich hatte damals nicht regelmäßig gemessen, der Wert war sehr niedrig, so um die 40. Sie ist jedenfalls erschrocken gwesen. Liebe Grüße
Warum hatte sie bei dir gemessen? Irgend ein besonderer Grund oder weil sie bei sich auch gerade gemessen hatte?
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 16.02.2026 17:47:17 | IP (Hash): 924389815
Zuckerpüppie schrieb:
Warum sprichst du bei einem Bereich von HbA1c 5,5 von Diabetes? Dieser Wert ist doch super oder bin ich falsch informiert?
Weil der Verzehr von Kohlenhydraten den Blutzucker prompt in schädliche Höhen treiben und dann der HbA1c sehr schnell steigen würde. Mit all den schädlichen Folgen.
Es ist ja nicht nur der von dir sogenannte Süßkram, es werden alle KH wie Brot und Nudeln (auch Vollkorn!), Kartoffeln, Getreide, Stärke, Süßgetränken usw im Körper in Einfachzucker, also Glukose, aufgespalten. Insofern ist das alles "Süßkram".
Anders Fruchtzucker wie in Fruchtsäften, Smoothies, in hochverarbeiteten industriellen Lebensmitteln mit zugesetztem Fructosesyrup und in Obst, der wird direkt in der Leber zu Fett umgewandelt und ist extra ungesund, weil er die Körpergewebe noch mehr verzuckert (auch wenn sich das nicht im HbA1c ablesen lässt) und auch die Harnsäure hochtreibt, was eng mit Diabetes zusammenhängt.
Es gilt (bei allen Diabetestypen), den HbA1c unter 5,7% zu halten. Das macht man mit einer Ernährung mit mit sehr wenigen KH und entsprechend wenig Insulinbedarf.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 17.02.2026 11:51:06 | IP (Hash): 1089076152
Ergänzung:
Den Diabetes “klein drehen" geht immer. Bis HbA1c 6,5 auch mit ärztlicher Hilfe. Was wir darunter haben wollen, müssen wir selbst machen - je gesünder, desto mehr gegen jeden ärztlichen Rat.
Klein gedreht hält die Auswahl und Portionierung vom Essen und ggf der gezielte Einsatz von Bewegung den Blutzucker im gewünschten Rahmen. Damit wird der Defekt in der Blutzucker-Automatik ausgeglichen.
Im Gegensatz dazu steht die Remission. Da ist der Defekt in der Blutzucker-Automatik ausgeschaltet, und sie funktioniert wieder wie ohne Diabetes:
KH-Portionen, die bei klein gedrehtem Diabetes den BZ auf 200-300 mg/dl ausfliegen lassen, bringen ihn in der Remission kaum an oder gar über 140 mg/dl.
Viele Betroffene setzen Remission und gesundes Kleindrehen gleich. Und in Bezug auf die positiven Auswirkungen auf den Organismus sehe ich das genauso. Denn mit dem Blutzucker halten wir meistens auch unsere Blutfette und den Blutdruck im gesunden Bereich :)
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)