Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Eure Werte zum Vergleich

  • Richard

    Rang: Gast
    am 08.01.2008 13:51:11
    Mich würden mal (zum Vergleich) Eure BZ-Werte eines typischen Tages interessieren. Besonders von Typ1 Diabetikeren mit einem gutem (oder einem weniger gutem)Hba1c Wert.
    MfG und vielen Dank

    von Richard
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.01.2008 15:10:39
    Moin Richard,

    ich kenne ne ganze Reihe Typ1 und Typ2 mit nem HBA1c um 5, die ihren BZ recht zuverlässig so steuern, dass er 1/2/3 Stunden nach dem Essen im Rahmen von max 140/120/100 und immer > 70 bleibt.

    Zum Einrichten haben wir tatsächlich alle die 3 und noch mehr Male vor und eben vor allem nach jedem Essen gemessen.
    Aber nach dem Einrichten reicht uns allen max 1 Messung irgendwann nach dem Essen. Wenn sie zeitlich und höhenmäßig in den beabsichtigten Verlauf passt, sind wir zufrieden.

    Warum willst Du vergleichen? Deine Gesundheit kann nicht von meinem BZ-Verlauf profitieren, sondern nur von dem, den Du dir machst.

    Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen
  • Nora

    Rang: Gast
    am 08.01.2008 17:22:04
    Hallo,

    ich weiß zwar nicht genau, was du dir unter "Werte eines typischen Tages" vorstellst, aber wenn du willst schreib ich dir meine Werte von gestern, war ein "recht typischer" Tag, wobei es das bei mir eigentlich nicht gibt. Mein letzter HbA1c war bei 5,8.

    Okay, also gestern:

    7:04 BZ 79
    12:31 BZ 144
    15:17 BZ 42
    18:45 BZ 124
    20:39 BZ 88
    23:03 BZ 116

    Na gut, ob das jetzt typisch war, weiß ich auch nicht...die Hypo hab ich z.B. nicht jeden Tag ;) und Werte wie den 144er vor dem Essen versuch ich auch zu vermeiden...
    keine Ahnung, warum willst du das denn eigentlich wissen? Wie sind denn deine Werte so?
    Gruß, Nora
  • dipa

    Rang: Gast
    am 08.01.2008 20:12:31
    Hallo Richard,

    mein HbA1c ist z.Z. 5,6.
    Mein BZ-Verlauf hängt vom Nüchternwert ab.
    Nüchtern/Tagesdurchschnitt
    140/120
    130/110
    120/100
    110/90
    100/80
    Am häufigsten ist z.Z bei mir
    125, 120, 115, 110, 90 und 95.

    Anm.: Das ganze ohne Insulin oder Medis!

    Der von Jürgen beschriebene Verlauf halte ich für am besten.
    Extrem schwierig, aber möglich.

    mfg dipa



  • Nora

    Rang: Gast
    am 09.01.2008 12:50:47
    Hey!!

    Den von Jürgen beschriebenen Verlauf finde ich auch am besten, vor allem, weil gerade BZ-Spitzen nach dem Essen ne Belastung für die Gefäße darstellen.
    Allerdings hab ich ne Frage dazu: es stimmt doch, dass sich gerade diese BZ-Spitzen nicht auf den HbA1c auswirken, oder? Ich habe z.B. auch oft mal 200er oder 300er Werte, merke diese aber eigentlich recht gut, messe, korrigiere schnell, sodass die Werte dann in den meisten Fällen schnell wieder runtergehen. Und diese hohen Werte gehen ja nicht in den HbA1c mit ein, weil sie nur zu kurz erhöht sind.
    Das ist dann doch mit den BZ-Spitzen nach dem Essen das Gleiche, oder? Wie lange müssen die Werte eigentlich hoch sein, damit sie in den HbA1c mit eingehen?

    Gruß, Nora
  • Richard

    Rang: Gast
    am 09.01.2008 14:10:01
    Hallo, vielen Dank erstmal das Du und die anderen sich die die Mühe gemacht haben ihre Werte zu posten.
    Ich wollte bloß mal sehen wie ein BZ Tagesverlauf (ungefähr) auszuschauen hat, bei einem gutem Hba1c Wert.

    Imübrigen kann ich auch bei mir immer einen BZ Anstieg um die Mittagszeit beobachten.

    Donnerstag 3.1.08

    7.00 - 165
    12.00 - 99
    1500 - 170
    19.00 - 52
    22.00 - 101
    3.00 - 68

    Mein letzter Hba1c lag bei 7,9. Versuche aber jetzt meinen Diabetes besser in den Griff zu bekommen und mein BZ Profil an dem eines gut eingestellten Diabetikers auszrichten von Richard
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 09.01.2008 14:34:59
    Moin Nora,

    wie lange es konkret dauert, bis zu hoher BZ mehr Blutkörperchen dauerhaft verzuckert, muss wohl bei verschiedenen Menschen auch ein bisschen unterschiedlich sein. Aber wichtig ist das eigentlich nur so lange für uns Betroffene, wie wir nicht dran denken, dass die Verzuckerung von Eiweißen die Hauptstraße zu diabetischen Folgeschäden ist und dass vielleicht im ganzen Körper keine anderen außer diesen Blutkörperchen diese Möglichkeit haben, ihre kurzzeitige Verzuckerung mit sinkendem BZ wieder zu lösen.

    Bei den meisten anderen und zwar nahezu instantan bis in die Haut reicht wohl der einmalige Zuckerkontakt zu behindernden bis verändernden Verzuckerung zu den berühmten AGEs.

    Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen
  • dipa

    Rang: Gast
    am 09.01.2008 19:42:58
    Hallo Richard,

    ich dachte eigentlich wegen deiner Frage, dass du T1 bist. Dein Verlauf deutet aber mehr auf einen T2 hin. Bist du ein Frischling bzw. noch keine Schulung?
    Allgemein wird ein Verlauf empfohlen 120 nüchtern und 120 Tagesdurchschnitt, 140 wird toleriert. Entspricht ca. HbA1c von 6,0 bzw. 6,5.

    An Nora:
    Lt. Literatur haben kurzzeitige Spitzen keinen Einfluss. Meiner Meinung stimmt das für normale Diabetiker, denn dort sind sie vernachlässigbar.
    Bei einem HbA1c < 6 sind sie zu berücksichtigen!
    Beweis?
    Sollte ich richtig liegen, sollte mein HbA1c Mitte Mai bei 5,2 liegen.

    mfg dipa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 09.01.2008 20:34:19
    moin dipa,

    wie willst Du von einem behandelten BZ-Verlauf auf den Typ schließen?

    Und dann findest Du hier ein Stück Bestätigung, dass die Spitzen nach dem Essen für den ersten HBA1c-Anstieg sorgen, wenn der Nüchtern zucker noch völlig unauffällig bleibt.
    http://www.cardiovasc.de/hefte/2007/06/48.html
    In einer Studie mit USA-Jugendlichen und kontinuierlicher BZ-Messung wurde entdeckt, dass selbst noch mit einem 1c von 6,3 über 8 Stunden pro Tag über 180 verbracht wurden.

    Der BZ verzuckert immer Eiweiße, auch der gesunde. Verzuckerte Eiweiße=AGEs (Advanced Glycemic Endproducts= Fortgeschrittene Verzuckerte Endprodukte) werden in ihrer normalen Funktion immer behindert bis verkehrt, und unser Organismus besteht nun einmal zu einem großen Teil aus Eiweißen. Und im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen reicht den meisten übrigen Eiweißen ein kurzer einmaliger Kontakt zur bleibenden Verzuckerung. Deswegen ist die Verzuckerung der Haut auch ein sehr viel besserer Indikator für die gesamte zurückliegende Zuckerbelastung, als das HBA1.

    Weitgehend ohne Folgen bleibt der auch gesund beständige Verzuckerungsprozess, so lange die Verzuckerungsrate ausreichend weit unter der Erneuerungsrate liegt. Denn in unserem Organismus findet ja so lange wir leben ein beständiger Ab- und Aufbau statt. Die Grenze dafür bestimmt allein der individuelle Organismus. Studien aus Herzzentren legen aber nahe, dass mit einem Anstieg des HBA1c von 5 nach 6 ein um das 2 bis 4fache erhöhtes Risiko von Gefäßkomplikationen verbunden ist. Und ebenso fallen Prädiabetiker, die ja wesentlich nur postprandiale BZ-Spitzen haben, besonders häufig mit Gefäßkomplikationen auf.

    Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen
  • dipa

    Rang: Gast
    am 09.01.2008 22:20:14
    Hallo Jürgen,

    das mit der Typ-Zuordnung ist nur vermutet.
    Aber so einen Verlauf mit starken Schwankungen kenn ich bei Nichtfrischlingen nur bei Typ2.
    Natürlich ist das auch bei Typ1 möglich.

    mfg dipa
  • Richard

    Rang: Gast
    am 12.01.2008 15:55:55
    Bin Typ1 Diabetiker, nehme aber jetzt noch zusätzlich Metformin, was die Schwankungen noch verstärkt. von Richard
  • Nora

    Rang: Gast
    am 12.01.2008 19:32:38
    warum nimmst du zusätzlich noch Metformin? Wirkt das nicht eigentlich nur bei Typ 2? Wie lange hast du denn schon Diabetes?
    Gruß, Nora
  • Richard

    Rang: Gast
    am 12.01.2008 22:41:33
    Zum Abnehmen und wegen einer Insulinresistenz (habe außerdem das Gefühl, das damit die BZ Schwankungen weniger geworden sind) Habe TYP 1 seit fast 10 Jahren, mich aber nie wirklich darum gekümmert.
    Der körperliche Verfall macht sich aber nun deutlich bermerkbar (vor allem in den letzten Monaten) von Richard