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  • Wolllle

    Rang: Gast
    am 28.12.2007 11:14:55
    Hallo an alle
    Gibt es eine Möglichkeit mit schlecht einstellbarem Typ 2
    sich von der Schichtarbeit befreien zu lasse.
    Hat jemand Erfahrung damit?
    Vielen Dank im Voraus
    Wolllle
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 28.12.2007 15:03:07
    Hallo

    Ich denke, erst eine richtig gute Schulung machen.

    Notfalls Pumpe beantragen wegens Schichtarbeit.

    Befreien von Arbeit ist meines achtens dass letzte, Diabetes ist kein vorwand (ist leider etwas wat man hat oder nicht).

    Ich habe eine Pumpe, arbeite sehr unregelmäßig und lebe in eine Monat meistens in 3 verschiedene zeitzone mit 9 bis 11 Stunde Flug.
    Habe eine Hba1C von 5,5 bis 5,7 - esse stehts lecker - seit Jahren, setzt aber einige Dizipline voraus.

    LG

    Hajo von Hajo Janse
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 28.12.2007 19:43:50
    Moin Hajo,

    Du missverstehst da was: Da will jemand nicht wissen, wie er mit seinem DM in seinem alltäglichen Leben am besten zurecht kommt, sondern wie er sich mit dem DM am besten vor den Anforderungen seines alltäglichen Lebens drücken kann :-(

    Guten Rutsch! Jürgen
  • Maria N

    Rang: Gast
    am 29.12.2007 19:29:06
    Hallo Jürgen!
    Deine Antwort finde ich ausgesprochen hart. Ich denke, in diesem Forum muss jede Frage erlaubt sein, ohne dass gewertet wird.
    Wenn Wolllle sich der Schichtarbeit nicht mehr gewachsen sieht, ist das allein seine Angelegenheit. Wird hier nicht immer betont, dass jeder Diabetiker/ jeder Diabetes etwas Individuelles ist?
    Trotzdem einen guten Rutsch!
    Maria N
  • Wolllle

    Rang: Gast
    am 30.12.2007 12:14:41
    Hallo
    Jürgen müßte mal 30 Jahre Schichtarbeit
    leisten, und auser Diabetes nicht mehr so
    bei bester Gesundheit sein,würde er mich vieleicht verstehen.
    Trozdem vielen Dank
    Wolllle
  • Duttolino

    Rang: Gast
    am 30.12.2007 16:55:37
    Ja bei Diabetes T 2 eine Pumpe, das wird wohl nix werden, das Problem mit der Schichtarbeit ist ganz schön hart. Da kannste dich nur mal bei der zuständigen Berufsgenossenschaft schlau machen.
    Nach 30 Jahren Schichtarbeit, ist ja nicht bloß der Zucker ein Problem, da wird fast alles durcheinander sein. von Duttolino
  • EH

    Rang: Gast
    am 30.12.2007 18:58:53
    Hallo Wolllle,
    manche Leute, die den Diabetes zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben, scheinen zu vergessen, daß auch die Mehrzahl der Diabetiker ihren Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen muß. Ich weiß, was das für eine Belastung sein kann, aber dumm dahergeredet ist schnell. Kümmere dich nicht drum!
    Bei Schichtarbeit und schwer einstellbarem Diabetes dürfte eine Pumpe auch für einen Typ2 kein Problem sein. Ich denke allerdings. daß du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit Schichtarbeit belastet werden solltest.
    Erkundige dich doch mal beim VdK, die sind meistens sehr gut informiert und können dir vielleicht weiterhelfen.
    http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=de7197 von EH
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 30.12.2007 19:50:42
    Hallo an Allen,

    Ich kann verstehen das mann nach 30 Jahr Schichtarbeit aus gepowered ist.

    Ich kann auch verstehen das den Körper nach 30 jahre ärger macht und mann weniger Kraft hat.

    Ich kann NICHT verstehen dass mann Diabetes nach vorne schiebt um was zu ändern.

    Diabetes als vorwand ist meines achtens FALSCH, da mann dann wieder Vorurteilen schürrt und Arbeitgeber stutzig macht um andere die wohl wollen den Weg zu versperren.

    Vorweg ich denke ich habe ein bisschen recht um so zu sprechen:

    Bin 62 Jahre, habe T2 und eine Pumpe da ich oft 24 bis 26 Stunden auf den Beinen bin. 18 Stunde Reise dan 6 Stunden Besprechung (inklusive 9 Stunde Zeitunterschied) und 2 Tage später wieder zurück. Mache dies seit Jahzehnte.

    Mache durchschnittlich mehr als 55 Arbeitstunden die Woche.

    Wenn mann den Arbeitsbedingungen nicht mehr richtig gewachsen ist soll mann dass sagen aber nicht Diabetes vorschieben.

    LG/

    Hajo



    von Hajo Janse
  • EH

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 12:12:34
    @hajo

    Ich glaube nicht, daß du ein Recht hast, irgendwelche Urteile über andere Leute zu fällen.
    30 Jahre Schichtdienst gehen an die Substanz und Diabetes ist eine zusätzliche Belastung. Wenn du das nicht wahrhaben willst, ist das deine Sache, aber über andere zu urteilen, steht dir nicht zu, zumal du deine Arbeit kaum mit einem 30jährigen Schichtdienst vergleichen kannst. Du magst unregelmäßig leben, aber körperliche Arbeit leistest du nicht.

    von EH
  • Wolllle

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 13:33:17
    Hallo
    Ich danke EH für die Unterstüzung.
    Ich möchte mich nicht vor der Arbeit drücken, aber es fällt mir immer schwerer
    mit der Schichtarbeit.
    Gruß Wolllle
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 15:51:19
    hallo wolle, und alle,
    ich glaube nicht daß dir irgendjemand faulheit vorwerfen wollte, nur sollten wir alle mit klagen über einschränkungen durch den dm sehr vorsichtig sein.
    denn vorurteile uns gegenüber gibt es schon reichlich. und es werden statt weniger mehr.
    --> behörden suchen nach beschäftigung,
    da werden alle zwei jahre gutachten gefordert, da genügt der diadoc nicht mehr , es muß ein fremder sein, alle zwei jahre der augen arzt, ....und alles kostet geld.
    ist eigentlich bekannt daß der alte 3er führerschein,
    "allen" INSULINERn(sogar sh ,nn-nehmern) probleme machen kann??
    dann wird da und dort was geknabbert.
    ein attest gefordert, bei der arbeit streß gemacht,usw. alles kostet, und schränkt ein.
    und wenn solche sorgen im hintergrund stehen, kann jeder seine meinung sagen, denn es betrifft uns alle.
    mfg. und guten rutsch klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 16:56:08
    Moin Wolllle,

    sorry, wenn ich Dich getroffen hab. Aber Du hast mich auch getroffen. Denn jeder, der mit der allgemeinen Begründung Diabetes mellitus eine Einschränkung seiner Leistungsfähigkeit anerkannt haben will, schränkt damit vollautomatisch die Leistungsfähigkeit aller Diabetiker in den Augen der Öffentlichkeit und der Arbeitgeber ein.

    Schau, ich weiß von ner Diabetikerin, die froh ist, nen Job zu haben, und die mit ner Beinprothese jeden Tag auch Treppen steigt und wahrscheinlich nie auf die Idee käme, ihren Diabetes als besondere Behinderung anzumelden.
    Ich weiß von nem Bundespolizisten, der Himmel und Hölle dafür in Bewegung gesetzt hat, seinen aktiven Dienst mit allen Beförderungs- und Waffenscheinen und mit seinem Diabetes ohne Einschränkung ausüben zu dürfen, im konkreten Einsatz auch rund um die Uhr. Übrigens wie die meisten von uns einfacher Penner.
    Und Hajo hat Dir seinen Alltag skizziert. Ok, er hat ne Pumpe, aber die kann nicht zaubern, sondern damit muss man das Insulin genau so passend zum Essen abgeben, wie mit dem Pen. Nur dass man sich da nicht für jede Abgabe neu stechen muss.

    Ich kenne aus sehr persönlicher Anschauung die Situation, dass die letzten Berufsjahre besonders belasten können. Selbstverständlich sucht man da nach Möglichkeiten der Entlastung. Aber wie schwer einem Behinderten - ich kann nur an 2 Stöcken gehen - das Entlastungs-Verhalten anderer Behinderter anhängt, die sich mit Hinweis auf ihre Behinderung Vorteile verschaffen wollen, habe ich bei der eigenen Jobsuche oft genug erlebt. Und ich weiß auch von ner Reihe Diabetiker, die ihren Diabetes in ihren Jobs verheimlichen, weil sie die sonst los wären, weil *man ja mit Diabetes eben nicht so leistungsfähig sei*. Selbstverständlich nicht offen, aber wo ein Wille ist, ist auch ein legal funktionierender Entlassungs- oder wenigstens Versetzungsgrund.

    Guten Rutsch! Jürgen
  • Wolllle

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 18:50:44
    Hallo an alle
    So wie Ihr das schreibt habe ich es noch nicht betrachtet,Ich möchte niemand schaden.
    Gruß Wolllle
  • EH

    Rang: Gast
    am 31.12.2007 21:08:55
    @ Wollie

    Laß dich nicht verunsichern. Es ist ganz allein deine Entscheidung, inwieweit du deine Arbeit noch machen kannst. Du mußt dich von niemandem als Drückeberger hinstellen lassen, so wie in den ersten Reaktionen auf dein Posting. Ich denke, Schichtarbeit und Diabetes sind keine gute Verbindung, besonders wenn man aufgrund 30jähriger Schichtarbeit schon gesundheitlich angeschlagen ist.

    Außerdem bist du nicht verantwortlich für das Bild "des Diabetikers" in der Öffentlichkeit. Da sollten sich lieber mal die sog. "Berufsdiabetiker" an die eigene Nase fassen, die immer und überall ihren Diabetes vor sich hertragen wie den heiligen Gral. Ich habe seit über 30 Jahren Diabetes und außer meiner Familie hat das nie jemand gemerkt, aber jetzt merke ich, daß es nicht mehr geht und ich frage mich allen ernstes ob ich das letzte Jahr bis zur Rente noch durchhalten kann. Ich kann dir deine Situation nachfühlen und ich möchte dich ermuntern, dir jede Erleichterung zu verschaffen, die du erreichen kannst. Um sein "Ansehen" muß sich jeder Diabetiker selbst sorgen, ich halte eine "Sippenhaft" für unsinnig.
    Ich finde die Reaktionen auf deine Frage zum größten Teil einfach nur unverschämt. von EH