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Hat jemand Erfahrung mit Diabion?

  • Rosi

    Rang: Gast
    am 27.12.2007 02:34:27
    Hallo,

    letzte Woche hat mir ein Apotheker "Diabion Glucostop" empfohlen. Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel für Diabetiker. Ich habe nun im Internet recherchiert und gefunden, dass es gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Wascher von der Medizinischen Universitätsklinik Graz, Ambulanz für Diabetes und Stoffwechsel, entwickelt worden ist. Es enthält wohl alle derzeit bekannten BZ-Senker wie auch Ginseng, etc..
    Was mich irritiert ist, dass ein Extremsportler (Geri Winkler; ich hatte bislang noch nicht von ihm gehört) dieses Mittel sehr positiv beschreibt. Er ist selbst Diabetiker und hat das Mittel getestet. Aber wie man weiß, brauchen hauptberufliche Sportler immer Geld, um ihren Sport ausüben zu können und er gibt die Fa. Merck auch als Sponsor an. Ob er da denen nicht nach dem Mund redet?? Andererseits kann es aber trotzdem sein, dass das Mittel nicht schlecht ist. Die Monatspackung kostet um die 19.- EUR.

    Ich weiß, viele sehen solche Mittel nur als rausgeworfenes Geld an, aber mich würde trotzdem interessieren, ob es hier jemanden gibt, der selbst Erfahrung damit hat. Ein Uni-Prof riskiert doch auch seinen Namen, wenn er totalen Schrott entwickelt.

    Danke und viele Grüße
    Rosi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 27.12.2007 12:26:55
    da scheint ein irrtum vorzuliegen, egal ob arzt oder prof. mit solchen mitteln zu werben riskirt keiner was sondern kassiert nur,
    --denn - da steht drauf --> dieses mittel "kann" denn bz senken, da steht "nicht" dieses mittel senkt ihren bz.
    das ist ein riesenunterschied, und dieser aufdruck kann auch auf ner flasche wasser stehen.
    und daß ginseng der sowieso völlig überschätzt wird nun auch noch für dmler nützlich sein soll ist ganz neu.
    man überlege al ganz nüchtern : "wenn" dieses mittel
    wirklich eine bz senkende wirkung "hätte" wäre es verschreibungspflichtig und damit auch "verschreibungsfähig".
    da es das nicht ist, ist es nur eins von vielen hundert angebotenen überflüssigen sachen.
    mfg. klaus von klausdn
  • Rosi

    Rang: Gast
    am 27.12.2007 15:05:12
    Hallo Klaus,

    danke für Deine Einschätzung.
    Zu Ginseng soll es aber auch Studien geben. Siehe hier:

    http://www.diabetes-und-insulinresistenz.de/news/2003-07.htm#2

    Meinst Du, das ist alles nur Quatsch? Ich bin unsicher. Vieles ist garantiert nur reine Geschäftemacherei, das ist klar, aber ich habe in anderen Bereichen mit sog. alternativen Mitteln schon richtig gute Ergebnisse erzielt!! (z.B. Schilddrüsenunterfunktion: Hormone fast komplett ausgeschlichen und Neurodermitis ist weg)

    Ich denke, wenn es eine BZ-senkende Wirkung gibt, dann sicher nicht so krass, dass so ein Mittel gleich verschreibungspflichtig sein müsste. Aber wenn es auch nur ein wenig unterstützen würde, wäre es doch zumindest denen, die noch im Übergangsstadium zum diagnosereifen DM stehen, eine Hilfe.

    Viele Grüße
    Rosi
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 27.12.2007 21:35:54
    Hallo, Rosi

    ich könnte jetzt die Augen gen Himmel richten und seufzen: noch ein ZiMTProdukt, welche den Blutzucker senken "kann" !

    Dazu nur soviel: Wenn schon, dann nicht länger als 14 Tage einnehmen, ab dann wird Zimt nämlich "ungesund"!


    Gruß

    Rolf

  • Pia

    Rang: Gast
    am 28.12.2007 11:20:36
    Liebe Rosi,

    meine Vorschreiber haben eigentlich schon alles gesagt. Ich möchte nur ergänzend sagen:
    Nahrungsergänzungsmittel brauchst du nur dann, wenn deine Laborwerte sagen: Hallo Rosi, mir fehlt Selen oder Eisen oder sonstwas, schmeiß mal was ein, sprich, wenn es eine Mangelerscheinung gibt.
    Ansonsten reicht eine gesunde ausgewogene Ernährung aus.
    Und das Prinzip solcher Bewerbungen für Nahrungsergänzungsmittel ist immer ähnlich: Ein Name für einen Arzt, ein angeblicher Proband, der mit dem Zeuchs happy ist. Und fertig ist die Laube.
    Wobei ich mir bei manchen Dingen durchaus vorstellen kann, dass es einen Placeboeffekt gibt. von Pia
  • WUN

    Rang: Gast
    am 03.01.2008 10:58:55
    Also, Geri Winkler ist Typ I Diabetiker und Lehrer (Professor an einem Gymnasium). Er ist KEIN Profisportler.
    Aber er macht gerne extreme Touren, trampt alleine durch Afrika, besteigt 7000-er im Himalaya, etc. Trotz Diabetes!
    Als ich vor 10 Jahren meine Diagnose Typ I bekam, dachte ich, jetzt wäre alles aus. Dann las ich seine Artikel im Web und fasste wieder Mut.
    Google einfach mal nach ihm, er hat auch ein Buch verfasst.

    So weit ich weiß sagt er nur, dass Diabion ihm hilft, mit weniger Insulin als früher auszukommen. Es ist eine Vitaminpille, mit einer für Diabetiker angepassten Dosierung. Du kannst natürlich auch Multibionta forte, Centrum, was-weiß-ich-noch-alles nehmen.

    Ich selbst nehme täglich eine Tablette Diabion, da ich mit meiner normalen Nahrung zuwenig SpurenElemente und Vitamine aufnehme. Eine spezielle Wirkung, anders als z.B. bei Centrum, habe ich nicht gespürt.

    von WUN