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Einfach schwierig ?!?

  • Hans

    Rang: Gast
    am 10.12.2007 11:02:13
    Hallo Zusammen

    Bin seit einem Monat Diabetiker Typ 2 und spritze Humlog und Lantus.

    Habe aber Schwierigkeiten, den BZ tief zu halten, Wunschziel nüchtern zwischen 5 und 8 mmol.

    Bin immer hungrig, traue kaum noch zu essen und nehme im Moment eher ab.

    Gestern waren wir wieder mal auswärts essen. Rahmschnitzel mit Rösti. Folge: BZ auf 11 mmol (21:45), dann 9 mmol (22:30) und am morgen 7.8 mmol (07:00).

    Möchten jetzt dann eigentlich in die Ferien fahren, habe aber Angst, da immer auswärts gegessen wird.

    Wie löst man das Problem? Bei jedem Essen ein schlechtes Gewissen?

    Weiss irgendwie nicht mehr weiter, essen z.B. generell kein Brot mehr zum Essen. Pommes gibts schon gar nicht mehr, u.v.a.

    Habe nach Bypass auch Probs mit Cholestrin und habe auch eine Schlafapnoe. Reise mit viel medizinischem Material!

    Ich weiss, viele Fragen als Anfänger, aber im Moment habe ich einen Riesen-Frust.

    Grüsse aus der Schweiz

    Hans

    Mail: hans-ch@gmx.ch
  • Erwin Weindl

    Rang: Gast
    am 10.12.2007 11:13:08
    Hallo Hans,
    vorersteinmal hast du alles was es ermöglicht deinen BZ in den Griff zu bekommen. Wann und vieviel Lantus spritzt du eigentlich und wie setzt du das Humalog ein. Hattes du eine Schulung?
    Nimmst du auch Medikamente für den T2?

    Wenn das erst einmal abgeklärt ist wird es vielen T2er hier möglich sein dich zu beraten
    LG Erwin

    von Erwin Weindl
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 10.12.2007 11:37:08
    hallo Hans, ja da hat Erwin recht,man weiß zu wenig
    von Deiner Behandlung. Nun werd mal nicht kopflos.
    Wenn die Einstellung noch nicht so klappt,würde ich
    gleich wieder zu Deinem Arzt gehen und mit ihm das durchsprechen. Bist Du bei einem Diabetologen ?
    Hast Du schon eine Schulung bekommen, das wäre
    mal sehr wichtig. Wichtig ist zu wissen fettarm zu essen . Von den Kohlehydraten steigt der Zucker und fällt. Vielleicht würde ich viel Gemüse,Salate und
    Obst ( muß angerechnet werden) essen. KH sind
    auch wichtig aber begrenzt essen. Wichtig ist auch ,
    daß Du ein Protokollbuch führst bekommst Du in der
    Apotheke. Dein Arzt kann dann verfolgen wie Dein
    Zucker verläuft und was ev. verbessert werden kann.
    Nicht zu vernachlässigen die bewegung soweit Du es kannst.
    Spritzt Du nach der intensivierten Methode ?
    Wenn Du noch Fragen hast,meld Dich einfach
    Gruß barbara











    von Barbara
  • Hans

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 00:28:40
    Hallo Zusammen

    Also, noch einige Hinweise:

    Gewicht 86 kg bei 175 cm, in den letzten 14 Tagen 5 kg abgenommen (vorher 91 kg)

    Ich spritze wie folgt:

    Morgen Humalog 8 Einheiten + Korr.
    Mittag Humalog 8 Einheiten + Korr
    Abend Humalog 8 Einheiten + Korr
    Nachts Lantus 18 Einheiten

    Morgens jeweilt einen BZ zwischen 6.4 und 7.8, am Abend zwischen 8 und 10.

    Möchte mal probieren wie folgt:

    Morgen Humalog 8 Einheiten + Korr
    Mittag Humalog 8 Einheiten + Korr
    Abend Humalog 12 Einheiten + Korr
    Nacht Lantus 20 Einheiten

    Vielleicht kriege ich es so besser eingestellt.

    Aber das Problem mit dem Hunger und den geplanten Ferien habe ich immer noch. Vermutlich verzichte ich auf die Ferien, im Moment macht es keinen Spass und ich habe dauernd ein schlechtes Gewissen.

    Ist mein Vorgehen so richtig geplant, oder liege ich falsch?

    Grüsse aus der Schweiz

    Hans

    Mail: hans-ch@gmx.ch
  • Pia

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 08:31:48
    Lieber Hans,

    eins kann ich dir bestätigen, der BZ sinkt NICHT, wenn du NICHTS isst. Hier wurde schon oft geschrieben von einem Morgenkeks oder ä. oder besser, eine halbe trockene Scheibe Brot, um den BZ-Kreislauf "anzukurbeln.
    Auf jeden Fall NICHT auf die Ferien verzichten. (Dann kommen wir bei dir wegen Ausmecker vorbei;-) Bei Ortwechsel und relaxing sinkt auch oft der BZ. Stress ist Gift für den BZ und jagt ihn nach oben. Futtere fettarm, lass vor allem Panaden weg und geh im Urlaub schön in Ruhe spazieren. Rösti würd ich auch nicht essen, die sind fettig. von Pia
  • Hans

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 10:08:45
    Guten Morgen Pia

    Danke für Deine Antwort. Was Du sagst ist mir schon klar. Ich will auch nicht jammern aber ich bin neu dabei und viele Fragen sind offen. Natürlich sind auch Aengste dabei.

    Ich werde das schon in den Griff kriegen.

    Habe schon viel aus diesem Forum gelernt und habe selbst Arzt und Essberatung verblüfft.

    Ich mache nun diese Woche weiter wie oben beschrieben und gehe dann nächste Woche zum Arzt. Danach entscheide ich mich für oder gegen die Reise.

    Grüsse aus der Schweiz

    Hans

    Mail. hans-ch@gmx.ch
  • Pia

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 10:46:03
    Guten Morgen Hänschen,

    Du schreibst:
    Möchte mal probieren wie folgt:

    Und genau das ist das Zauberwort, lieber Hans. Du probierst aus, was dein Körper veranstaltet, wenn du "Futter" einwirfst. Ich habe z.B. für mich rausgefunden, dass, obwohl bei Humalog ja eigentlich nicht erforderlich, ein Spritz-Essabstand von 30 min. gut tut. In der Zeit mach ich mir mein Essen. Du solltest so essen und spritzen, dass folgende Jürgen-Werte rauskommen:

    Re: 140/120/100 mg/dl 1/2/3 Stunden. Das sind Orientierungswerte, die Jürgen hier mal einstellte.
    Und damit kein Heißhunger oder ne Fressattacke entsteht, zwischendurch bissel Karnickelfutter (Möhrchen, Paprika usw.) essen, Gemüse kannst du fast bis zum Abwinken essen. Ich schneide mir das morgens und dann liegt das neben dem PC für den Tag verteilt. Sozusagen zum Rumfressen.
    Und hab Geduld. Und versuch -auch, wenn das nicht immer möglich ist- bissel Stress abzubauen. Wie war eigentlich dein Klinikaufenthalt? Alles im grünen Bereich jetzt? Und ningeln, Jammern und frustriert sein, das alles darfst du auch.
    Alles Liebe und Gute.
    von Pia
  • Hans

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 11:13:05
    Hallo Pia

    Du machst mir viel Mut. Danke.

    Die OP (Gefässoperation in der Leistengegend) ist eigentlich gut verlaufen, allerdings mit kleinen Komplikationen. Nun geht es mir wieder besser und ich kann wieder normal laufen. Das hat was gebracht!

    Nun kann ich auch mit Laufen die ganze Sache langsam unterstützen, mal sehen, wie dass dann wird.

    Du bestätigst mich in meinem Vorgehen, da ich festgestellt habe, dass man es ausprobieren muss. Bei allen meinen Medikationen habe ich bis heute ein Rezept erhalten und eine Dosis ist verschrieben worden. Bei Insulin habe ich festgestellt, dass der Arzt auf einen Vorschlag meinerseits immer mir "ja richtig, probieren sie mal" reagiert. Und hier wird keine Dosis vorgeschrieben.

    Allerdings hat die ganze Sache für mich als Informatiker einen kleinen Hacken. Es ist keine Logik dahinter, glaube ich jedenfalls.

    Also betrachte ich die Situation nun mal aus der Warte:

    "Schweizer Jugend forscht".

    Ist ein interessantes Thema, besorge mir nun auch noch einiges an Literatur. Das InterNet gibt zwar viel her, aber betrachtet leider viele Dinge etwas isoliert.

    Wünsche Dir einen schönen Tag und Danke für die Unterstützung.

    Grüsse aus der Schweiz

    Hans

    Mail: hans-ch@gmx.ch
  • Molly

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 20:50:17
    Hallo Hans
    Muss als Schweizerin auch meinen Senf dazugeben. Wo wohnst Du in welcher Gegend ? Ich bin von meinem Diabetologen etwas enttäuscht. Ich wohne in Basel und habe ein Spritzprogramm welches ich befolge. Ich habe 6 Jahre Diabetes, und kenne mich nicht aus mit Korrektur etc. Nun war ich bei der Diabetikergesellschaft und die meinten auf meine Fragen nach ICT, ändern auf ICT sei viel zu kompliziert, so weiterfahren wie bis anhin.
    Meine Werte sind teilweise bei 7.6. morgens (eher höher) , 5.6 mittag, 8.5-9.0 am abend. Nach meiner Meinung viel zu hoch. Mein 3 Monatswert ist trotzdem 6.4.% Aber ich hasse diese Bergfahrten. Möchte dem entgegenwirken denn ich habe schon genug Nebenwirkungen. Es nimmt mich jetzt wirklich auch Wunder ob sie Dich mit einem Plan abspeisen. Ich kenne im Raum Basel keine Schulungen wie es in Deutschland gibt. Man will die Leute nicht einige Woche im Spital schulen. Ist wahrscheinlich zu zeitaufwendig und teuer.
    Möchte eigentlich nochmals bei Punkt A = Anfang ansetzen. Neues Schema Begleitung, weniger spritzen etc. Aber eben wo... Schaffe das via Lektüre leider nicht alleine.
    Im ubrigen kann ich Dir das Buch von Prof. Teuscher (Bern) ,auch der Plan dazu sehr empfehlen. Gehe mal ins Internet. Ich kann Dir morgen den Titel durchgeben, aber ich glaube unter Teuscher im google gibt es Literatur.
    En Gruess Molly
  • Hans

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 22:06:02
    Hi Molly

    Schön, hier auch Schweizerinnen zu treffen. Ich lebe in der Innerschweiz, am schönen Vierwaldstättersee.

    Ich habe einen Spritzplan bekommen, aus welchem ich die Spritzeinheiten berechnen kann. Funktioniert eigentlich gut und bereits nach einem Monat habe ich begriffen, wie ich es für mich anpassen kann.

    Wurde durch meinen Hausarzt, notfallmässig, innert Stunden, eingewiesen. Gute Erklärung, gute Hintergrund-Informationen.

    Bei meinem Spital-Aufenthalt wurde das kontrolliert und das Vorgehen auch für gut befunden, vom Diabetologen, wie auch von der Ernährungsberatung aus.

    Mache nun mal so weiter.

    Grüsse der der Innerschweiz

    Hans

    Mail: hans-ch@gmx.ch