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  • Anig

    Rang: Gast
    am 05.12.2007 23:20:27
    Hallo ihr zuckersüßen!

    als ich diabetes bekommen habe war ich 12. wenn ich unterzuckert war habe ich auch im unterricht gemessen. mein alter lehrer hat mich deswegen immer blöd angemacht! er hat mir immer total unfreundlich gesagt, wie sehr ihn das nervt! ich habe dann nichts mehr rausbekommen. meine klase stand aber immer hinter mir und sie haben für mich gesprochen und sind nachher auch unfreundlich geworden! trotzdem hat das verhalten meines lehrers dazu geführt, dass ich mich nicht mehr getraut habe im unterricht zu messen. wenn ich gemerkt habe, dass ich unterzuckert bin habe ich einfach nur was gegessen. ich muss dazu noch sagen, dass es mein alter bio-leher war! eigentlich sollte er selbst wissen, dass ich das machen muss! ich habe bis heute nicht verstanden warum er das gemacht hat! ich traue mich bis heute nicht im unterricht zu messen, weil ich angst habe! ich möchte diese angst gerne überwinden, aber ich weiß nicht wie, vorallem auch weil ich nicht verstehe, wieso er das gemacht hat!

    über ein paar tipss würde ich mich freuen!

    Viele liebe Grüße!
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 06.12.2007 00:35:46
    sachen gibts - die sollte es nicht geben
    bitte ruf mal an bei novo nordisk
    -0800/1115728-
    und laß dir 2 exemplare schicken
    - kinder mit diabetes in der schule -
    ist selbsterklärend.
    - die bedienungsanleitung vom glucagon notfall kit.
    ev gibts einen beim doc-ist verscheibungsfähig-
    und dann zeigst du denen wie der bei hypo angewandt wird mit richtig spritzen usw.
    du wirst sehen, die lehrer haben vor schiß alle tz in der tasche, und bieten an wenn du nur die augen verdrehst..
    ansonsten bei hypoverdacht einen bonbon(harten)
    in dem mund zergehen lassen(nicht lutschen)
    bei falschem alarm, weißt du den korrekturwert,
    mfg. klaus
    von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 06.12.2007 08:57:10
    Lieber Anonymer,

    darf ich fragen, wie alt du bist?
    Davon würde ich abhängig machen, ob du die Geschichte mit deinem Lehrer in einem 4-Augengespräch klären kannst oder die Hilfe deiner Eltern in Anspruch nimmst.
    1. IMMER im Gespräch bleiben.
    2. Falls du es selbst klären möchtest: Bitte deinen Lehrer um ein kurzes Gespräch. (ICH würde sogar noch einen Mitschüler mitnehmen, der im Notfall die Ausage des lehreers bestätigen kann, wenn es sein muss. Du hast vor dem Gespräch Zeit, dir deine Sätze ganz genau zu überlegen und bist dann in der Situation sehr sicher, auch, wenn das Herz klopft.)
    Frage ihn direkt und sachlich z.B. Ich habe gemerkt, dass Sie ein Problem damit haben, dass ich meinen Blutzuckerwert messe, wenn ich das Gefühl habe, ich gerate in eine Unterzuckerung. Ich möchte ganz einfach wissen, worin Ihr Problem dabei besteht.
    ------
    Jetzt ist er erst mal in Erklärungssituation.
    Bekommst du keine oder eine dumme Antwort, schiebst du mit der Frage nach:
    Was meinen Sie? Hätte es Sinn, wenn wir das Problem vielleicht zusammen beim Schuldirektor besprechen oder ich bitte, meinen behandelnden Arzt in die Schule zu kommen?

    Ich garantiere dir, dein Lehrer macht dir keine Probleme mehr.

    von Pia
  • Maria N

    Rang: Gast
    am 06.12.2007 15:05:21
    In deiner Klasse gibt es bestimmt einen Klassenvorstand und einen Klassensprecher. Wenn du mit diesen beiden sprichst, kannst du ihnen dein Problem erklären und sie um Unterstützung bitten. Ich kann kaum glauben, dass ein Lehrer tatsächlich so reagiert wie du es schilderst. Wenn es wirklich so war, dann war dieser Lehrer sicher auch sonst für seinen Beruf nicht geeignet. Gründe für sein Verhalten brauchst du keine zu suchen, es ist unentschuldbar.
    Lieben Gruß
    Maria N
  • ludwig

    Rang: Gast
    am 06.12.2007 20:19:05
    Hallo,
    mit Sicherheit hat deine Schule einen Schularzt. Da gehst du hin und schilderst dein Problem. Der soll dann deinen Lehrer informieren. Lehrer benehmen sich ofrt blöd, wenn sie sich unsicher sind. Ich darf das sagen, weil ich selber einer bin. Wenn alles nix hilft, können deine Eltern beim Direktor/Schulrat eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen. Die kommt dann in seinen Personalbogen. Kopf hoch! von ludwig
  • Pia

    Rang: Gast
    am 07.12.2007 10:12:08
    Aber meint Ihr nicht, er sollte es erst mal im direkten Kontakt zu klären versuchen? Natürlich vorausgesetzt des Alters. Je früher man das im Leben lernt, umso besser.
    Wir kennen ja auch nur die Version des Schülers, die konkrete Situation nicht.
    Ich hab zwei Kinder und hab es selbst früher erlebt, dass man immer beide Seiten erst hören sollte, denn manches stellt sich dann oft etwas anders dar als ursprünglich geschildert. von Pia
  • Anig

    Rang: Gast
    am 07.12.2007 12:20:12
    Hallo Ihr lieben!

    Ich bin´s wieder! vielen dank für die ganzen antworten!

    ich bin 17 jahre alt! aber ich habe diesen lehrer nicht mehr! ich habe nur angst im unterricht zu messen, weil ich angst habe, dass so etwas wieder passiert!

    natürlich kennt ihr jetzt nur meine version des ganzen, aber eine freundin hat ihrer mutter immer erzählt, was der zu mir sagt und da wollte die mutter schon zur schule kommen und mit ihm sprechen. ich glaube ihre mutter war klassenpflegschaftsvorsitzende. ich denke die ganze klasse hat das so empfunden wie ich.

    ich will nur gerne wissen, wie ich meine angst wieder loswerden kann!

    viele liebe grüße!
  • Pia

    Rang: Gast
    am 07.12.2007 13:12:39
    Voab, keiner zweifelt deine Schilderung an, aber, wenn man in der Situation nicht dabei ist, ist es schlecht mit Ferndiagnose.

    OK. Also, ich würde dir vorschlagen, du packst dein Geschwisterlein oder Freundin und übst so eine Situation, die entstehen könnte. Es macht sicher, wenn du im Kopf 2-3 Sätze hast, die du in Situationen verwenden kannst. von Pia
  • mämchen

    Rang: Gast
    am 07.12.2007 14:47:13
    Liebe/lieber Teenie,
    ich kann mir schon vorstellen, dass du nun Hemmungen oder Ängste hast.
    Wir hatten hier mal ein Thema, da war es genau anders rum: die Lehrerin hat angefragt, weil eine Schülerin mit ihrem Diabetes kokettiert hat und eine Schau abgezogen - genau das willst du ja nicht!
    Mein Gedanke ist, geh - nicht während dem Unterricht, sondern vorher oder nachher - zu deinem Klassenlehrer und erzähle in kurzen Worten, dass du schon seit deinem 12. Lj Diabetes hast und damit auch gut zurecht kommst, dass es aber manchmal nötig sein kann, den Bz zu messen u. ggf. etwas zu essen. Dass du nicht vor hast, den Unterricht zu stören, dass das nur ganz kurz dauert und du dann wieder voll dabei bist! Die anderen wird es nicht stören, denn die kennen das ja. Bitte den Klassenlehrer, alle anderen Lehrer, die in deiner Klasse unterrichten, zu informieren. Die von Klaus genannte Broschüre ist sicher hilfreich, auch wenn du schon älter bist. Viele Lehrer hatten halt mit so einer Situation noch nichts zu tun und sind überfordert.
    Wenn du so selbstverständlich und dezent misst und auch spritzt, wie andere z.B. ihre Tabletten nehmen, fällt das den Umsitzenden kaum noch auf. Du könntest ja auch im Restaurant/bei mcD o.ä. mal üben, du wirst sehen, es wird immer leichter.

    Viel Erfolg! von mämchen
  • Maria N

    Rang: Gast
    am 07.12.2007 14:48:12
    Versuch es, in dem du den Stier an den Hörnern packst. Sprich einen Lehrer, zu dem du Vertauen hast, direkt an und sag ihm, dass und weshalb du deinen Blutzucker auch mal während des Unterrichts messen musst. Die Chancen stehen zu 99% gut, dass
    der Lehrer Verständnis zeigt. Wenn es einmal klappt, kannst du damit sicher deine Angst überwinden.
    Alles Gute!
    Maria N
  • EH

    Rang: Gast
    am 08.12.2007 11:00:31
    Hallo junger Mann!
    Meine Schulzeit liegt schon etliche Jahre zurück, aber ich habe nicht vergessen, was Lehrer einem Schüler antun können, deshalb glaube ich dir aufs Wort.

    Ich weiß nicht, wie sehr du unter deiner Angst leidest, aber ich würde an deiner Stelle nicht zögern, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Damit meine ich ein paar Sitzungen bei einem Therapeuten. Man kann sich nicht darauf verlassen, daß du dein Selbstbewußtsein von selbst wiederfindest. Mein Sohn wurde von einem Lehrer - wenn auch aus anderen Gründen - gepiesakt, und das hat ihm geholfen. Es ist schließlich enorm wichtig für dich, daß du deinen Diabetes ohne Hemmungen handhaben kannst.

    Um zu vermeiden, daß dir das wieder passiert, würde ich mich an deiner Stelle an den Vertrauenslehrer oder den Direktor wenden und mit ihm das Problem besprechen. Das muß von oben in der Lehrerrunde geklärt werden.

    Es gibt meines Wissens Infomaterial über diabetische Schüler speziell für Lehrer. Leider weiß ich nicht, woher du das beziehen kannst. Aber ich empfehle dir die Seite http://www.diabetes-kids.de/. Dort kann man dir sicher weiterhelfen.

    Halt die Ohren steif - diesem Lehrer gehört das Handwerk gelegt. von EH
  • Pia

    Rang: Gast
    am 10.12.2007 11:57:58
    Liebe EH,

    Lehrer können grausam sein, Kinder aber auch. Dat Jong ist 17- watt meinste, wenn einer mitbekommt, datt er zum Therapeuten geht - und einer bekommt datt imma raus - ...
    Nee, aber im Ernst. Sollte man nicht SEIN Selbstvertrauen stärken, indem man ihm empfiehlt, seine Situation SELBST zu regeln? Wie viele Situationen wird es im Leben von Kindern noch geben, bei denen Mami und Papi uns Therapeut NICHT helfen können? Der ALLERSTE Ansprechpartner sind die Eltern, sollten sie zumindest sein. Und diese können ihre Kinder schon stark machen. Das ist doch -entschuldigt- aber ein Firlefanzproblem. Messung von BZ im Unterricht. Man sollte ihn stark machen, damit er das SELBST löst. Er steht doch in den Augen seiner Mitschüler als Depp da, wenn er an der Hand des Direktors ankommt.
    von Pia
  • EH

    Rang: Gast
    am 10.12.2007 13:56:13
    @ Pia

    Ich fürchte, du hast das Problem nicht verstanden. Gelaber hilft dem Jungen nicht und mit 17 ist man nicht gerade übermäßig selbstbewußt.
    Ich habe ihm einen Rat gegeben, wie und ob er ihn befolgt ist seine Sache - aber bestimmt nicht die deine. von EH
  • Pia

    Rang: Gast
    am 10.12.2007 15:05:12
    Liebe EH, ich wollte dir doch nicht zu nahe treten, ich hab doch nur meine Meinung gesagt.
    Meine Kinder sind jetzt 23 und 26 und deshalb habe ich es noch in sehr guter Erinnerung, dass die (nicht erst) mit 17 sehr wohl solche Dinge selbst lösen wollten und auch konnten. So haben wir beide eben unterschiedliche Ansichten der Dinge, aber bitte nicht gleich Gift und Galle spucken;-) von Pia
  • EH

    Rang: Gast
    am 10.12.2007 16:01:27
    @ Pia

    Es geht hier nicht um mich, sondern um den jungen Mann.
    Wenn du einen Beitrag kommentierst, dann solltest du ihn vorher schon genau lesen.

    1. Er soll nicht "an der Hand des Direktors ankommen", sondern der Direktor oder der Vertrauenslehrer soll INTERN INNERHALB DES LEHRKÖRPERS dafür sorgen, daß der Schüler wegen seiner Krankheit keine Probleme kriegt. Das ist nämlich Sache des Direktors und nicht des Jungen.
    2. Der Junge ist mit der Situation überfordert, sonst hätte er wohl nicht hier geschrieben und mit dem tollen Rat, er solle das selbst regeln, wird er nicht viel anfangen können. Es mag ja sein, daß deine Kinder das locker hingekriegt hätten, es gibt aber auch sensiblere Naturen.
    Was den Therapeuten betrifft. Warum sollte er sich nicht helfen lassen und warum sollte das "raus" kommen. Der Therapeut wird es bestimmt nicht an die große Glocke hängen und der Junge vermutlich auch nicht. Abgesehen davon ist es keine Schande, sich helfen zu lassen - gerade wenn man als junger Mensch an einer chronischen Krankheit leidet.
    Erst lesen, nachdenken und dann posten!
  • Pia

    Rang: Gast
    am 11.12.2007 08:16:01
    Liebe EH,
    meine Kinder haben das nicht "locker" hinbekommen. Es geht darum, dass Eltern ihre Kinder stark machen, denn, was heute so in den Schulen zum Teil abgeht, ist nicht leicht, aber bitte, liebe EH, ich möchte mich nicht mit dir streiten, wir haben verschiedene Meinungen und ich respektiere deine auf jeden Fall. OK? von Pia