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BZ viel zu hoch trotz pumpe

  • Franzi

    Rang: Gast
    am 28.07.2010 00:52:20
    Hallo Zusammen,

    habe seit 2 Jahren meine Insulinpumpe, bin am Anfang super zurecht gekommen aber seit einiger Zeit läut gar nichts mehr.
    Habe seit 15 Jahren meinen Zucker..
    Mein Partner und spielen mit den gedanken ein Kind zu bekommen, aber das mit einem Hb1c von 9.1??
    habe vieles versucht, von Dieten, höhere Basalraten.. , anderes Insulin...Sport, ständiges rennen zum Diabetologen..
    Leider alles ohne Erfolg!! Vielleicht könnt Ihr mir helfen!
    Um tipps wäre ich sehr dankbar!

    Grüße Franzi
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 28.07.2010 11:20:21
    Hallo,

    am Ende wirst Du nicht daran vorbeikommen, Dir von einem fähigen Diabetologen oder einer Pumpenklinik helfen zu lassen.

    Führst Du Tagebuch? Wann treten denn die schlechten Werte auf? Über 9 ist schon heftig - 6 bis maximal 7 sollten es sein.

    Wie ist Dein Nüchternwert morgens? Wie oft misst Du? Welche Gesamtbasalrate hast Du? Wie gehst Du abends schlafen? Welches Körpergewicht hast Du? Welches Insulin?

    Grüße...

    Fuchs
  • Franzi

    Rang: Gast
    am 28.07.2010 17:52:15

    Hallo Fuchs,

    ja ich führe Tagebuch allerdings nicht regelmäßig.
    Das mit dem Nüchternwert ist wirklich schwer zu sagen, manchmal wache ich auf mit 60mg/dl manchmal mit 300!!
    ich korrigiere jede 2Std. meinen BZ, messe wie eine Blöde und trotzdem bekomme ich es nicht hin auf einem "normalen" Wert zu kommen!
    Ich habe das Insulin Apidra und Gesamtbasalrate ist 35,6 (habe einem mega Insulinbedarf)!
    Gewicht bin ich mit Erfolg am reduzieren! =)
    Ich bin vor 5Wochen ausgewandert aus D. noch gehe ich schlafen je nach Müdigkeit. Also habe noch keinen geregelten Alltag!

    Grüßle Franzi
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 29.07.2010 12:26:44
    Franzi,

    aus eigener Erfahrung (12 Jahre Pumpe) weiß ich, dass es keine schicksalhaften oder zufälligen Entgleisungen oder miese Werte gibt.

    Als Ursachen kommen in Betracht:

    - Mess- und Berechnungsfehler
    - "unsteter Lebenswandel",
    - zu viel Süßigkeiten und zu viel Alkohol,
    - andere Erkrankungen (Schilddrüse??)
    - Schläuche und Kanülen zu lange benutzt,
    - falscher Umgang mit der Pumpe (bei mir z.B. kann ich nicht mehr als 20 bis 25 IE als Bolus über die Pumpe geben, da ansonsten das Insulin am Pflaser heraustritt. Also gebe ich solche großen Mengen mit der Einwegspritze. Das Pflastermaterial solltest Du wirklich nach 3 Tagen wechseln - die Einstichstellen vielleicht öfter mal wechseln.

    Oder anders gesagt: Gebe ich mir sehr viel Mühe und bin mal eine Weile richtig konsequent, dann sind auch die Werte viel besser.

    Vielleicht solltest Du mal einen halben Tag "hungern" und versuchen auf einer Flatline zu bleiben, also bis max. 120/130. Ernähre Dich mal ein paar Tage nahezu KH-frei mit entsprechendem Salat, Gemüse und Fleisch, um den enormen Insulinbedarf zu brechen und Dich für die Wirkung des Insulins neu zu sensibilisieren. Das hat bei mir schon mal geklappt.

    Der gute Einstieg in den Tag ist schon mal die halbe Miete. Am besten längere Zeit vor dem Schlafengehen nichts essen oder trinken (aus Wasser natürlich) . Wenn es Dir gelingt morgens mit einem guten Wert rauszukommen, dann klappt alles andere meist viel leichter.

    Stell nicht zuviel an der Pumpe rum - das bringt nichts. Meine Tagesgesamtmenge Humalog beträgt i.ü. ca. 100 IE, die Basalrate ca. 40 IE, allerdings bin ich 1,96 Meter groß und wiege gut 100 kg.

    Ansonsten: Suche eine Praxis/Klinik auf.

    Fuchs
  • Franzi

    Rang: Gast
    am 29.07.2010 15:17:58
    hey,

    ja damit kanst du recht haben!
    ich muss zugeben das ich mich in der ernährung super gesund halte. ich war auch beim diabetologen (allerdings in schottland) und ich weiß einfach nicht ob ich denen so trauen kann wie denen ärzten in deutschland! z.z ist einfach alles bissle zu viel!
    mit dem gedanke an ein kind, sollte ich vielleicht noch ein wenig warten bis sich mein bz-spiegel einigermaßen erholt hat!
    was ich aber mal überhaupt nicht verstehe ist..z.B. heute morgen bin ich mit einem Nüchternwert von 48 aufgewacht habe 1 scheibe toast gegessen(nicht gespr.) 1 std später habe ich 354?????? warum??

    wie du gesagt hast werde ich wohl oder übel einen "hungertag" einlegen und beobachten was mein BZ so treibt.
    und vielleicht sollte ich wieder starten meine KH zu wiegen um schlimmeres zu verhindern.
    grüße Franzi
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 29.07.2010 15:37:21
    Franzi,

    von 48 auf über 350 in nur einer Stunde? Das kann eigentlich nur ein Messfehler sein.

    Ich behaupte jetzt mal, dass die maximale Verschiebung nach oben nach dem Genuss von 1 Liter Cola vielleicht 100 Einheiten betragen kann, sicherlich nicht 300 Einheiten.

    Alles Gute!

    Fuchs
  • Joa

    Rang: Gast
    am 30.07.2010 01:12:21
    > von 48 auf über 350 in nur einer Stunde?
    > Das kann eigentlich nur ein Messfehler sein.

    Oder eine massive hormonelle Gegenregulation, vlt. waren es vor den 48 auch 20 oder so was?

    Folgen:
    Blockierung der Insulinwirkung
    Blockierung des Glucosetransportes in die Zellen
    Ankurbelung der Glucosefreisetzung aus der Leber/Niere.

    > Ich behaupte jetzt mal, dass die maximale
    > Verschiebung nach oben nach dem Genuss
    > von 1 Liter Cola vielleicht 100 Einheiten betragen
    > kann, sicherlich nicht 300 Einheiten.

    Also 1 Liter Cola = ca. 10 BE.
    1 BE = max. +80 mg/dl

    Dann wäre ein Liter Cola max. + 800 mg/dl.

    Ich glaub, da ist was nicht so recht geglückt im Beispiel?

    @ Franzi: Mir scheint, dass Du bislang noch keine vernünftige Schulung gemacht hast?

    Vielleicht arbeitest Du mal die Seiten "chrostek.de" durch?

    Gruß
    Joa
  • fuchs

    Rang: Gast
    am 30.07.2010 01:49:04
    @Joa

    "Also 1 Liter Cola = ca. 10 BE.
    1 BE = max. +80 mg/dl

    Dann wäre ein Liter Cola max. + 800 mg/dl.

    Ich glaub, da ist was nicht so recht geglückt im Beispiel?"


    Doch, wohl geglückt. Mag sein, dass der BZ-Wert so hoch ansteigt - aber nicht in 1 Stunde,
    von fuchs
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 30.07.2010 14:03:24
    Hallo Franzi

    zitat

    was ich aber mal überhaupt nicht verstehe ist..z.B. heute morgen bin ich mit einem Nüchternwert von 48 aufgewacht habe 1 scheibe toast gegessen(nicht gespr.) 1 std später habe ich 354?????? warum??


    1 Scheibe Toast is maximal 2BE

    Wenn dein Basal auf der Pumpe richtig eingestellt is dan haben 2BE 312 erhöhung ausgelöst, dieses ist unwahrscheinlich.

    Ich denke stelle dein Basal erst richtig ein, versuche dann deine Bolus Faktoren zu finden.

    Jede 2 Stunden am Pump zu korrigieren it auch nicht Sinnvoll.

    Bei deine Pumpe Hersteller bekommst du bestimmt Schemas wie Basal einzustellen ist, und wie mann seine Bolusfaktoren finden kann.

    MfG

    Hajo Janse
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 01.08.2010 03:03:47
    als ich das mit dem frühstück gelesen habe, war mein erster gedanke der aufwach- und/oder aufstehphenomen also hormonursache. ob das zu solchen werten führt? keine ahnung.

    ein basalratentest währe auch interessant. basalratentest bitte jeweils morgens, mittags und abends an einem anderen tag, da sonnst die verdauung auf eine ketosen umstellt, die eine insulinresistenz umstellt.

    neben der bereits genannten seite evtl diabetesinfo.de zum einlesen. die andere seite ist gut als ideengeber für probleme, vorallem auch für 1er, auch wenn die orginalschulung mit 100 ue etwas intensiever ist.

    als randgebiet ist ggf die glykkämische last von interesse.

    oh dannyboy, the pipes, the pipes ;-) von thomas2002
  • Helmut

    Rang: Gast
    am 01.08.2010 16:05:03
    Hallo Franzi,
    denke auch wie die anderen hier, daß nur Basalratentests Aufschluß darüber geben können, warum diese Schwankungen so massiv sind. Ich kann mir auch nur vorstellen, daß die Insulinwirkung morgens nicht ausreichend war. Die Muskelzellen signalisieren das natürlich sofort an die Leber, die dann mit zucker aushilft. Das kann dann einen dramatischen BZ-Anstieg hervorrufen. Da bringt aber wirklich nur mal ein Basalratentest Klarheit rein. Schulung ist natürlich genau so wichtig. Da musst auf jeden Fall wissen, wie Du die Basalrate nach einem Basalratentest nachregulierst. Wenn Du das nicht weißt, mache bitte vor dem Nachregulieren eine Schulung und sprich Dich mit erfahrenen Leuten (Diabetologen) ab. Nicht, daß alles noch schlimmer wird.

    Gruß

    Helmut
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 02.08.2010 02:13:22
    Hallo Franzi,

    ich kenne nur einen Diabetologen, der Dir da helfen kann und der heisst Teupe.

    Beeil Dich, der ist nicht ewig "verfügbar". Die Schulungen sind auf hohem Niveau, d.h. Grips einsetzen, mitschreiben, nachschlagen. Die Einstellung ist heftig, er holt Dich auch von Deinem Megainsulinbedarf hinunter.

    Mit einem Hba1c von > 9 is nix mit Kind also handeln!

    LG, Daniela
  • Nachtrag v. Daniela

    Rang: Gast
    am 02.08.2010 02:22:56
    Zu den Vorrednern:
    Wer keine Ahnung hat, der möge bitte schweigen.
    NATÜRLICH GEHT SO EIN INSULINANSTIEG, Joa hat absolut Recht!
    Würden Messgeräte solche Fehler aufweisen, dürften Diabetiker gar nichts mehr machen, was evtl. gefährlich sein könnte ^^

    Hier liegt eine Stoffwechsellage vor, die mit normalen Methoden wahrscheinlich nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Da geht ohne kompetente ärztliche Hilfe nichts.
    Teupe holt die Leute aus derart ungünstigen Stoffwechsellagen heraus und sorgt dafür, dass der Insulinbedarf dann wieder im Rahmen ist, ich kenne leider keinen anderen Diabetologen, der das macht. von Nachtrag v. Daniela
  • Nochn Nactrag v. Daniela

    Rang: Gast
    am 02.08.2010 02:30:25
    Hungertag = schlechte Idee - da, dann noch weniger Insulin, weil nix essen = nix zum Essen spritzen.
    Das Insulin fehlt dann auch wieder und es kommt zu weiterer Leberausschüttung, Fettsäureverstoffwechselung.
    von Nochn Nactrag v. Daniela
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 02.08.2010 16:35:43
    @Daniela

    "Zu den Vorrednern:
    Wer keine Ahnung hat, der möge bitte schweigen. NATÜRLICH GEHT SO EIN INSULINANSTIEG,..."

    Das ist ganz schön frech, anderen mit einer anderen Ansicht pauschal zu unterstellen, Sie hätten keine Ahnung.

    Nochmal zum Mitschreiben: Sicher geht so ein Anstieg - nicht aber durch 2 BE in einer Stunde. Entweder war es mehr als 2 BE, es war vorher/hinterher ein anderer Wert oder es war mehr als eine Stunde.

    Und dass Du "nur einen Diabetologen" kennst, der hier angeblich weiterhelfen kann, zeigt Deine eigene Unkenntnis und Naivität. Nix gegen diesen Dr. Teupe, von dem ich in der Tat schon einiges gehört habe. Aber in unserem Lande gibt es sicherlich viele Dutzende gut ausgebildeter, engagierter und fähiger Diabetologen.

    Also, schalte mal einen Gang zurück...


    Fuchs
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 02.08.2010 18:46:35
    Hallo Fuchs,

    mag sein, dass es noch weitere gute Diabetologen gibt - ich kenne keinen anderen, der da was anständiges draus macht. Du könntest für diesen Fall ja als echte Hilfe mal einige Adressen nennen, das hälfe dann auch.
    Anstatt sowas zu tun, gehen hier die Diskussionen los, wieviele BE 1l Cola hat..
    Man kann so hoch ansteigen, der Zucker kommt dann nicht unbedingt von den BE's, die Leber gibts ja auch noch ^^
    Also, da ich kein Arzt bin, werde ich mich hier hüten Therapievorschläge zu machen und raten einen Diabetologen aufzusuchen, ich rate dann zu dem Diabetologen, von dem ich meine, dass er da helfen wird.
    Einen Hungertag einzulegen würde ich nicht empfehlen, denn falls wirklich ein Insulinmangel besteht, weshalb auch immer, dann haut man mit Hungern (= kein Bolusinsulin) noch richtig einen drauf und macht das Ganze eher schlimmer als besser.

    Erstmal sehen was für eine Stoffwechsellage vorliegt, dann Therapieratschläge einholen und das bitteschön von einem Arzt!
    Das mit dem Nichtwissen muss ja nicht Dein Geschreibsel betreffen..
    LG, Daniela
  • Helmut

    Rang: Gast
    am 03.08.2010 15:01:54
    Hallo Ihr zwei Streithähne,
    was ich insgesamt in diesem Forum nicht so gut finde, ist das die Sachlichkeit fehlt. Warum muss man denn immer mit Beleidigungen und Unterstellungen arbeiten, warum geht das nicht mit einer sachlichen Diskussion. Ich finde, wenn man sich hier herumstreitet, wird der Franzi bestimmt nicht geholfen, Dann würde dieses Forum nur die eigene Streitlust befriedigen. Vielleicht solltet Ihr darüber mal nachdenken.

    Helmut
  • Anna

    Rang: Gast
    am 03.08.2010 23:48:51
    Hallo Franzi, versuch es mal mit großzügigem Wechseln der Einstichstellen(hast Du Verhärtungen?)z.b. überm PO, über der Flanke, evtl. längeren oder kürzeren Kath., je nach Lage. , tgl.Wechsel des Kath.,
    Gruß Anne von Anna
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 04.08.2010 10:50:58
    Hallo Helmut,

    wer streitet hier?
    Ich bemühe mich um Sachlichkeit, denke aber auch, dass man jemanden, der sich im Wald verirrt hat und von dem man nicht weiß wo er/sie sich befindet keine Anweisungen geben kann wie er/sie wieder nachhause findet.

    Also, erstma schaun wo man ist und dann den Weg aus dem Wald posten.

    Ich bin kein Arzt, aber wie sich das da oben liest, liegt möglicherweise eine Entgleisung vor, die ein Laie nicht in den Griff bekommt. Was ist dann zu tun - einen Arzt fragen, der sich damit auskennt.

    LG, Daniela
  • Helmut

    Rang: Gast
    am 04.08.2010 13:20:01
    Hallo Daniela,

    ... aber der ton macht die Musik. Vielleicht ist Dir selber ja nicht aufgefallen, wie dieses Streitgespräch auf andere wirkt.

    Will Dich auch nicht persönlich angreifen, nur etwas zur sachlichkeit anhalten. Eine Entgleisung liegt evtl. ja nicht vor. Jeder kann mal mit solchen Werten herumlaufen. Mensch ist ja leine Maschine, die immer gleich tickt. Sehe das bei mir und höre das von anderen. Bin selber Hobbiesportler und auch da spielen die Werte schon mal verrückt. Wenn man das dann wieder in den Griff bekommt, ist doch alles i.O. Man kann versuchen, dann nachzuvollziehen, warum das so war. Findet man es heraus, kann man es das nächste Mal vielleicht ändern. Wenn nicht, muss man es evtl. als gegeben hinnehmen können.

    Bin Dir aber wirklich nicht böse.

    Liebe Grüße

    Helmut
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 04.08.2010 18:35:32
    Hallo Helmut,

    "Eine Entgleisung liegt evtl. ja nicht vor. Jeder kann mal mit solchen Werten herumlaufen. "

    Naja, wer einen Hba1c > 9, 1h-pp-Werte von >200 mg/dl nach 2 BE nach Hypoglykämie, mit 2h-Korrekturen nichts erreicht wird wohl ohne ´kompetente ärztliche Hilfe nicht mehr weiter kommen.

    Mal erhöhte Werte machen nicht einen solchen Hba1c!

    Bin ja auch nicht böse, hab halt versucht auf den Ernst der Lage hinzuweisen ^^

    LG, Daniela
  • Nachtrag v. Daniela

    Rang: Gast
    am 06.08.2010 10:28:25
    Es sollte natürlich nicht Insulinanstieg, sondern Blutzuckeranstieg heissen ^^ von Nachtrag v. Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 06.08.2010 12:18:12
    Moinmoin,

    48mg/dl sagen, dass pro Liter Blut 0,48g Glukose umlaufen, bei durchschnittlich 5 Litern Gesamtmenge also 2,4g Glukose.
    350mg/dl sagen, dass pro Liter Blut 3,5g Glukose umlaufen, bei durchschnittlich 5 Litern Gesamtmenge also 17,5g Glukose.
    Da je nach interner Steuer-Anforderung intern von Leber und Nieren alles zwischen Null und 120g und mehr Glukose pro Stunde ausgegeben werden können und eingefüllte 2 BEs zusätzliche 24g Glukose sind, kann ich nicht verstehen, wieso mit dem Einfüllen von 2 BEs im Rahmen einer Stunde kein Anstieg auf von 48 auf 350 möglich sein soll.

    Allerdings kann ich auch nicht verstehen, wie jemand mit ner Pumpe statt ICT die Erwartung gesünderer BZ-Werte verbinden kann. Denn die Systeme, die so etwas schaffen, sind einstweilen noch in den verschiedenen Erprobungsphasen. Sie müssen nämlich u.a. programmmäßig lernen, den BZ und den KH- und Insulininput der wenigstens vorausgegangenen 5 Stunden passend zu berücksichtigen. Und wer das bis dahin nicht selbst passend macht, kann sich halt einstweilen nur über miese Werte beklagen - oder sich kleinklein daran machen und lernen, den eigenen BZ selbst zu steuern. Mit gesund Essen allein wird das nicht getan sein, und ein Basalraten-Test wäre da auch bloß einer von vielen Schritten :-(

    Bisdann Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 07.08.2010 01:30:24
    Ja Jürgen,

    und da dies für den recht ungeschulten Diabetiker eine große Herausforderung darstellt, rate ich einfach dazu, sich die passende Einstellung und Schulung abzuholen.

    Basalratentest ist heutzutage auch kein Hungertag mehr, die Ergebnisse in einer solchen Stoffwechsellage (Leberzuckerfreisetzung) machen keinen Sinn, die Basalrate wird dann nur noch mehr unphysiologisch verunstaltet.
    Selbst wenn es gelingt die Werte erstmal etwas zu stabilisieren, kommen die möglichen technischen Probleme als Ursache (Katheter) für die nächste Entgleisung immer wieder dazu, die fallen übrigens nicht auf wenn man solche Werte hat.

    Aber es gibt ja soviele prima Diabetologen hier, leider haben die meisten die Möglichkeiten nicht, da was draus zu machen...

    LG, Daniela
  • Joa

    Rang: Gast
    am 07.08.2010 02:15:04
    Hallo Daniela,

    ich kann ja Deine Begeisterung für Dr. Teupe gut verstehen und auch durchaus teilen.

    Aber wir müssen es nicht übertreiben und unsere jungen Auswanderer, die nun knapp fast schon in den Highlands Schottlands leben, mit Macht nach Bad Mergentheim jagen wollen.

    Die Seiten zum Selbststudium sind genannt, der Rest ist Sache von Franzi.

    Fragen kann sie immer hier, oder vielleicht besser noch in anderen Foren.

    Und falls sie ein Krankenversicherung in Schottland hat, die eine Schulung in Althausen zahlt, ok. Wenn nicht, dann muss sie die Schulungs- und Aufenthaltskosten wohl selber aufbringen können.

    Aber da es zum Glück ja schon seit vielen Jahren
    www.chrostek.de
    gibt, kann sich auch jeder versuchen selber weiterzubilden.

    Gruß
    Joa