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  • andy drechsle

    Rang: Gast
    am 11.11.2007 18:06:41
    Grüezi allerseits

    Seit drei Wochen weiss ich, dass ich Diabetes habe. Natürlich hat mit diese Diagnose nicht sehr erheitert. Dennoch wurde ich mir relativ schnell bewusst, dass ich nicht der einzige Mensch mit diesem Problem bin. Erstaunlicherweise hält sich meine Traurigkeit ob des neuen Lebens, das nun für mich zum Alltag werden soll, in Grenzen. Manchmal, vor allem in den späten Abendstunden bahnen sich «schlechte Gefühle» den Weg vom Bauch in den Kopf und wahrscheinlich wird sich das ja noch ein wenig verstärken ? schaun wir mal.

    Was mich im Moment am meisten beschäftigt, ist, den Alltag strukurieren zu können. Die Insulinspritzerei finde ich extrem aufwendig, und die Angst vor Unterzuckerungen veranlasst mich zum dauernden Messen meines Blutzuckers. Kennt ihr diese Angst? Legt sich das mit der Zeit? Ich hoffe es doch sehr.

    Im weiteren frage ich mich, wie meine Zukunft bezüglich Sport aussehen wird. Ich bin angefressener Mountainbiker, gehe wöchentlich 3-4 Mal ins Fitnesscenter (allerdings seit der Diagnose nicht mehr so regelmässig), und das, was ich am liebsten tue, nämlich skifahren, wird wahrscheinlich auch ein wenig komplizierter.

    Hat jemand Erfahrungen aus diesen Bereichen, die für mich nützlich sein könnten?

    Süsse Grüsse
    Andy
    von andy drechsle
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 11.11.2007 22:14:19
    die lösung deines problems ist ein strukturiertes herangehen. schreibe auf, was du gegessen hast bzw was du gerade machst und notiere die werte vorher und nachher, am anfang auch zwischendurch. du wirst irgendwann eine gewisse gesetzmäßigkeit erkennen. bei sport immer etwas süßes dabeihaben, wie limo. von thomas2002
  • Pia

    Rang: Gast
    am 12.11.2007 08:29:04
    Lieber Andy,
    ich finds gut, dass du dich nicht entmutigen lässt, ich schätze mal, du bist ein lebensbejaender Mensch. ich sehe Diabetes nicht als Krankheit sondern nur als Stoffwechselstörung angesichts von Krankheiten, die wirklich schlimme Auswirkungen und Begleiterscheinungen haben. Mit Diabetes muss man sich nicht krank fühlen.

    Die Messerei und Stecherei sind anfangs wirklich richtig nervig, werden dann aber zu gewohnten Handgriffen in Routine.
    Alles Gute und Liebe.

    von Pia
  • Erwin Weindl

    Rang: Gast
    am 12.11.2007 18:31:06
    Hallo und willkommen im Club lieber Andy!

    Als alter Hase rate ich - langsam und nicht alles auf einmal!

    Vorweg ein mal - wird es nichts geben was du heute oder morgen nicht mehr kannst was früher dir Freude bereitet hat.
    Es wird bewußter ablaufen aber alles, wirklich alles ist möglich.
    Wenn du darüber nachdenkts ob dir das Händling am Nerv geht weil es aufwendig ist
    Heute ja - morgen fliegt das Zeug vielleicht aus dem Fenster und übermorgen hast du deinen Pen in der Hand und fragst dich ob du schon gepritzt hast oder nicht.

    Versuche erst einmal einen normalen Tagesablauf ohne besonderen Ereignissen in den Griff zu bekommen. Wenn das auch in besonderen Situationen funktioniert wirst du auch schon das Wissen haben wie du es mit - ersteinmal etwas Sport und vielleicht später mit mehr Sport aussieht.
    Wenn das alles klappt hast du das Wissen und die Erfahrung um mit deinem Rad auch in die Wälder ausreiten zu können.

    Alles liebe auf deinem Weg - und bei Fragen melden. Hier gibt es genung Erfahrung in allen Bereichen.

    LG Erwin

    von Erwin Weindl