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  • Siggi

    Rang: Gast
    am 25.10.2007 15:33:44
    Hallo in die Runde,

    wer von Euch hat denn heute Morgen im Radio den Kurzbericht über die beiden englischen Forscher gehört, die an einer Studie gearbeitet haben wo es um Folgeschäden bei DM ging?

    In dieser Studie ist festgestellt worden, dass bei Diabetikern ein erheblicher Mangel an Vitamin B1 herrschen soll und dieser Mangel wohl einer der Ursachen für spätere Folgeschäden sei. In Tierversuchen wurde es eindeutig nachgewiesen.

    Wer von Euch hat denn weitere Informationen zu diesem Thema? Ist Vitamin B1 wirklich so wichtig für uns?

    Lg Siggi
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 25.10.2007 16:41:32
    Hallo Siggi,

    ich habe die Radiosendung nicht gehört.

    Es ist jedoch schon länger bekannt, dass Diabetiker häufiger einen Vitamin B1-Mangel aufweisen als Stoffwechselgesunde.
    Ebenso wurde festgestellt, dass bei etlichen Patienten mit einer Neuropathie
    sich die Empfindungsstörungen (Taubheit, Kribbeln, Ameisenlaufen, Brennen usw. in den Extremitäten) mit der Gabe von hochdosiertem Benfotiamin- ein fettlösliches Prodrug von Vitamin B1- bessern. Ich persönlich kann dies bestätigen, da ich seit über fünf Jahren
    Benfotiamin regelmäßig einnehme.
    Aussetzversuche belegen meine Feststellung, da sich dabei die Störungen jedesmal verschlimmerten. von Haschi
  • Siggi

    Rang: Gast
    am 25.10.2007 19:08:32
    Hallo Haschi,

    danke für Deinen Beitrag.

    Im Klartext heisst das also, dass es durchaus Sinn macht im Rahmen der Vorsorge, Vitamin B1 Produkte einzunehmen. Zumindest hast Du selbst damit positive Erfahrungen machen können.

    Dann scheint es ja so zu sein, dass die Studie in England und die damit verbunden Ergebnisse offensichtlich richtig sind.

    Lg

    Siggi
  • klaga

    Rang: Gast
    am 25.10.2007 22:11:30
    Hallo Siggi,

    lt. Dr. Brucker braucht der Körper für den Kohlenhydrahtstoffwechsel die B - Vitamine ( B1, B6, B12 ). Sie sind in der Schale und im Keim des Getreides enthalten. Bei Weißmehl fehlen sie. Mit Vollkornprodukten, viel Rohkost, Frischkornbrei und gekeimten Samen hat mein keinen Mangel an B - Vitaminen.

    Viele Grüße

    Klaus von klaga
  • Siggi

    Rang: Gast
    am 27.10.2007 17:19:11
    Hier noch ein paar genauere Info zu diesem Thema :

    Vitamin B1-Mangel bei Diabetikern treibt Gefäßverkalkung voran

    Verleihung des Fritz-Wörwag-Forschungspreises

    Bei der Entstehung der gefürchteten Folgeerkrankungen des Diabetes an Blutgefäßen, Nerven und Organen wie Herz, Nieren und Augen scheint ein Mangel an Vitamin B1 eine Schlüsselrolle zu spielen: Wie ein britisches Forscherteam um Professor Paul Thornalley von der Universität Warwick herausfand, verlieren Diabetiker viel Vitamin B1 (Thiamin) über die Nieren. In der Folge leiden sie häufig an einem ausgeprägten Mangel an diesem für den Zuckerstoffwechsel so wichtigen Vitamin.

    Wie Thornalley in seiner Studie beobachtete, war der Thiamin-Gehalt im Blutplasma bei Typ-1-Diabetikern um durchschnittlich 76% und bei Typ-2-Diabetikern um 75% erniedrigt. Der extreme Vitamin-Mangel scheint wiederum im Zusammenhang mit der Adernverkalkung und ihren Folgen wie Herzinfarkt, Nieren-, Nerven und Augenschäden zu stehen. Denn nach Thornalleys Untersuchungen war der Vitamin B1-Mangel mit einem Anstieg eines Markers für Arteriosklerose verbunden. "Ein Ausgleich von Vitamin B1-Defiziten könnte möglicherweise das Risiko für diabetische Folgekomplikationen senken", schlussfolgert Thornalley, der für seine bedeutungsvollen Erkenntnisse an 24. Oktober 2007 in Frankfurt am Main mit dem Fritz-Wörwag-Forschungspreis ausgezeichnet wurde.

    Warum wurde der extreme Vitamin B1-Mangel bei Diabetikern erst jetzt erkannt? Auch dafür fand Thornalley eine Erklärung: In seiner Studie stellte er fest, dass die konventionelle Nachweismethode eines Vitamin B1-Mangels ungeeignet ist. Bisher wurde eine Messgröße in den roten Blutkörperchen zur Vitamin B1-Bestimmung herangezogen. Den neuen Erkenntnissen zufolge können die roten Blutkörperchen den Mangel aber kompensieren, indem sie mehr Thiamin in ihr Inneres schleusen.

    Um Vitamin B1-Defizite schnell und effektiv zu beheben, wird in der Praxis Vitamin B1 in Form der Vorstufe Benfotiamin verabreicht. Benfotiamin ist im Gegensatz zu normalem Vitamin B1 fettlöslich und wird dadurch nach oraler Gabe in wesentlich höheren Konzentrationen vom Körper und den Geweben aufgenommen.

    Dass eine hoch dosierte Vitamin B1-Behandlung, wie sie mit Benfotiamin oral erzielt werden kann, eine wirksame Strategie gegen die zerstörerischen Auswirkungen des erhöhten Blutzuckers sein könnte, belegen auch die Erfahrungen mit der Vitamin-Vorstufe: Benfotiamin wird seit vielen Jahren erfolgreich in der Therapie und Prävention diabetischer Nervenschäden (Neuropathien) angewendet (z.B. milgamma® protekt). Experimentell konnten mit dem Vitaminabkömmling darüber hinaus Nierenversagen und Erblindungen bei diabetischen Tieren verhindert werden.

    Der mit 10.000,- EUR dotierte Fritz-Wörwag-Forschungspreis wurde in diesem Jahr zum 6. Mal von dem mittelständischen Familienunternehmen Wörwag Pharma aus Böblingen verliehen.

    Pressemitteilung: Wörwag Pharma GmbH & Co.KG.

    http://www.diabsite.de/aktuelles/nachric...007/071025.html von Siggi