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Bin seit dem 8 Oktober diabetiker

  • Sela Keskin

    Rang: Gast
    am 22.10.2007 17:14:30
    Hallo!

    Am 8 Oktober hat sich mein Leben extrem verändert. Hatte an diesem tag extrem Durst und mußte dauernd auf die Toilette. War dann an diesem Tag um 16 Uhr beim Hausarzt und hat sich rausgestellt, dass ich einen Zuckerwert von 570 hatte. Danach ab ins Krankenhaus und lag 10 Tage lang in Ludwigsburg. Bin 23 jahre alt, hab kein Übergewicht, hab nicht geraucht, nicht getrunken. Dann passiert sowas. Wollt von euch wissen, wie es sich als Diabetiker Typ-1 leben läßt. Ist man im Alltag damit benachteiligt?
    Ich benutze Apidra und Lantus. momentan bin ich der Remissionsphse.

    MFG
    Sela
  • Mario

    Rang: Gast
    am 22.10.2007 18:58:22
    Hallo

    und herzlich willkommen im Klub der "Süssen"!

    Seh´s bitte nicht so verbisse, denn das Leben geht weiter; wie für rund 4 Mio. andere Diabetiker auch.
    Die Erstdiagnose ist für alle ein Schreck ...
    ...aber das legt sich bald. Denn du kannst dein ganz normales Leben weiterführen, bist ja nicht Krank, sondern hast ´nen veränderten Gesundheitszustand. Halte dir dies immer vor Augen und du wirst seh´n alles wird nicht so heiß gegessen wie´s gekocht wird.
    Ein bekannter dt. Fußballtrainer sage ein mal "Lebbe geht weiter", . . .auch mit Diabetes.

    Mit Typ 1 kann man sehr gut leben.
    Sport treiben, Party´s feiern, beruflich gibts nur wenige Einschränkungen. Und dank der mdernen Medizin können Folgeerkrankungen weit hinaus geschoben werden. Ach übrigens hast du als Diabetiker die gleiche Lebenserwartung wie ein Nicht-Diabetiker.


    Suche immer den Kontakt zu betroffenen und stell dir ein Team deines Vertrauens zusammen. Ich habe mich anfangs mit ´ner unbekannten "Netzfreundschaft" als Diabeteslotse ausgetauscht (per eMail und Telefon). War ´ne tolle Sache und hat mir sehr geholfen. Kann ich dir nur Raten.

    Gruß Mario
    upssalla@freenet.de


  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 22.10.2007 20:13:22
    jo. ziehe dir jede menge input rein.
    1. .diabetesinfo.de als einstieg
    2. .chrostek.de als wage ahnung, was therapeutisch geht
    3. .mendosa.com/
    mit jeweils www davor.
    wenn du das alles verstanden hast, kanst du fragen stellen. und das würde ich auch jo. ziehe dir jede menge input rein.
    1. .diabetesinfo.de als einstieg
    2. .chrostek.de als wage ahnung, was therapeutisch geht
    3. .mendosa.com/ <-englisch
    mit www davor
    wenn du das alles verstanden hast, kanst du fragen stellen, was du auch janz janz dolle machen solltest. von thomas2002
  • Nora

    Rang: Gast
    am 25.10.2007 14:36:34
    Hallo!!

    Klar, das ist erstmal ein Schock, war sicher bei uns allen so.. aber du wirst sehn, man gewöhnt sich recht schnell an das Ganze.
    Ich hab mit 14 Diabetes gekriegt, jetzt schon fast 8 Jahre her. Und der Diabetes gehört für mich jetzt schon wirklich richtig dazu, ich kann mir schon garnicht mehr vorstellen, wie es ohne war. Natürlich hat man auch mal Phasen, in denen einen alles nur noch ankotzt (vor allem, wenn die Werte einfach mal nicht runterzukriegen sind oder man dauernd unterzuckert..). Aber ich denke, wenn du dich gut informierst, ne gute Schulung hast und dir ein bisschen Zeit nimmst, um den Diabetes in dein Leben zu "integrieren" (hört sich doof an, ist aber so... ), wirst du gut damit klarkommen...
    Du kannst echt ein ganz normales Leben führen, musst halt nur manchmal ein bisschen vorsichtiger sein als andere. Ich studiere, gehe auf Partys (hier musst du z.B. einfach mehr auf dich achten als "Gesunde"), wohne mit meinem Freund zusammen, mache also alles, was andere auch machen.. und mit der Zeit wirst du auch wissen, wieviel BE dein Essen hat, ohne abwiegen zu müssen usw. Wenn du also jetzt am Anfang denkst "Oh Gott, ist das alles aufwendig": das geht vorbei!!
    Ich wünsche dir schonmal viel Glück und alles Gute!!
    Viele Grüße, Nora
  • Gesa

    Rang: Gast
    am 26.10.2007 17:08:35
    Huhu Sela,

    ich bin auch noch relativ neu im Verein (Diagnose vor 2 Monaten), wenn du magst kannst du mir ja mailen. Bin zwar noch nicht so informiert wie die "alten Hasen" hier, aber ich kann mir gut vorstellen, wie es dir grade geht. Lass den Kopf nicht hängen! von Gesa
  • Peter

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 01:48:22
    Hi @ all!

    Ich will ja keine schlechte Stimmung hier verbreiten, aber man muss sich ja auch nicht selber anlügen! Ich habe auch seit ungefähr einem Jahr Typ 1 Diabetes und damals war ich 20...
    Vielleicht wäre es besser, ich hätte ihn schon mit 10 bekommen oder erst mit 40 oder 50 aber mit 20 hat man andere Probleme, als sich um den lästigen Diabetes zu kümmern. Naja, vielleicht denke ich nur so, aber mein Leben hat es total verändert. Folgenden Artikel kann ich nur unterstützen:

    http://www.curado.de/diabetes/diabetes/ich-habe-diabetes/haeufig-depressiv-durch-diabetes/ von Peter
  • Ojima

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 02:57:07
    Hi, Du hörst/liest Dich ja mal gar nicht so toll.....Egal in welchem Alter Dir DM über den Weg läuft und an Dir hängen bleibt: es ist nie das passende Alter und nie die richtige Zeit dafür! Aber, meine Vorposter haben volkommen recht....lesen, fragen, probieren, nie verzagen, mal kräftig fluchen....so geht das Leben weiter! Und wenn man mal nicht weiterweiß, gar keinen Bock mehr auf DM hat...hier einloggen und "schreien", hört garantiert einer und reicht Dir virtuell die Hand....trau Dich!
    Gruß Ojima
  • Pia

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 08:58:55
    Hi Peter,

    man darf die Relationen nicht verlieren. Diabetes ist etwas, was man eigentlich nicht bräuchte, aber es ist ne Stoffwechselstörung, als Krankheit würde ich andere Diagnosen bezeichnen wollen.
    Und Diabetes ist ein Thema, an dessen Verbesserung aber so richtig herumgeschraubt wird wie in andern medizinischen Gebieten nicht. Die Zeit, in der man Spritzen auskochen musste, ist wie lange her? Ich glaube, die Firmen machen hier wirklich einen sehr guten Job. von Pia
  • Nora

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 12:24:57
    Hi Peter,

    dass sich das Leben durch den Diabetes grundlegend verändert ist ja klar.. dem wird wohl keiner widersprechen.
    Trotzdem denke ich, dass man gut damit leben kann. Und ich halte es für nicht so gut, jemandem, der gerade erst Diabetes bekommen hat und der noch nicht wissen kann, wie das Leben mit dem Diabetes sein wird, erstmal nen Artikel über Diabetes und Depressionen zu schicken.. naja, vielleicht ist das nur meine Meinung.
    Außerdem denke ich nicht, dass es irgendein Alter gibt, in dem es weniger schlimm ist, Diabetes zu bekommen... du sagst, mit 10 wäre es vielleicht einfacher.. das bezweifle ich doch sehr.. erklär mal nem 10-jährigen Kind, dass es von jetzt an darauf achten muss, wieviel es isst, dass es messen und spritzen muss, drauf achten, dass er sich nicht zu arg anstrengt, ohne auf den Zucker zu achten... naja, das ist wohl auch nciht so leicht. Ich hab den Diabetes mit 14 bekommen, mitten in der Pubertät. Da ist das auch nciht gerade prickelnd..
    Auf jeden Fall wollte ich nur nochmal sagen, dass man wirklich gut mit Diabetes klarkommen kann, wenn man versucht, sich damit zu arrangieren. Ändern kann man ja eh nichts mehr, ist halt einfach blöd, dass wir alle die Krankheit haben. Aber mit guten Werten, um die man sich halt bemühen muss, kann man echt ganz normal leben und genauso viel Spaß am Leben haben, wie Leute ohne Diabetes.

    Gruß, Nora
  • Gesa

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 13:29:54
    Also ich muss sagen, dass es mir zeitweise auch so geht wie Peter, aber man sollte sich nicht allzu sehr und vor allem nicht allzu lange von diesen Gedanken runterziehen lassen (und ein bißchen fies finde ich es schon, Sela jetzt diesen Artikel zu posten, wo er grade erst die Diagnose bekommen hat). Klar "darf" man hin und wieder noch traurig sein, wenn die Diagnose noch so frisch ist (und ein Jahr zählt für mich auch noch dazu, jeder Jeck ist anders und verarbeitet Dinge in seinem eigenen Tempo), aber letzten Endes schadet man sich mit einer negativen Haltung auf Dauer nur selbst.

    @Peter: Ich gehe mal davon aus, dass du grade nur einen Durchhänger hast, dann ist das einzige, was hilft: gradeaus schauen, sich informieren, mit dem Diabetes klarkommen lernen, sich immer wieder selbst motivieren und die Spatzen pfeifen lassen. Eine andere Sache sind natürlich richtige Depressionen - falls du welche hast, hilft "zusammenreißen" natürlich nicht, dann such dir bitte schnell professionelle Hilfe!


    von Gesa