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War heute morgen beim Arzt....
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Sandra
Rang: Gastam 19.10.2007 15:45:09
Hallo zusammen,
ersteinmal möchte ich mich für die vielen Antworten bedanken. Ich war dann heute morgen beim Doc. Habe einen Blutzuckerspiegel (nüchtern) von 256.
Der Arzt hat mir dann Blut abnehmen lassen für ein Blutbild...wo er wohl sehen kann wie mein Zuckerwert in den letzten zwei bis drei Monaten war...
Da er heute noch keine Ergbnisse bekommt hab ich fürs Wochenende zum Senken des Zuckerspiegels Siofor 500 mitbekommen. Er meinte das wäre das schwächste Medikament, aber er wolle halt Montag abwarten um mich richtig einstellen zu können und um zu erfahren welcher diabetes typ ich bin....
Sollte es mir am Wochenende jetzt schlechter gehen soll ich ins Krankenhaus.
SChlecht geht es mir, vor allem seelisch. Bin echt mega traurig das ich diese Krankheit habe.
Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr das alles akzeptiert habt? Wie funktioniert das einstellen? muß ich evt ins Krankenhaus?
lg eine wirklich geknickte Sandra -
Kalo
Rang: Gastam 19.10.2007 16:05:51
Hallo Sandra,
nur den Kopf nicht hängen lassen!
Mit Diabetes lässt sich heutzutage gut leben. Lass Dich erst mal richtig einstellen und dann sieh weiter!
Wenn Du auf Insulin eingestellt wirst, würde ich Dir sogar dringend raten, ins KH zu gehen und Dich dort stationär einstellen zu lassen - mit Schulung und allem, was dazu gehört. von Kalo -
Jürgen
Rang: Gastam 19.10.2007 17:07:41
Moin Sandra,
dann mal Willkommen im Club! Wenn Du erstmal ein paar Wochen hier warst, wirst Du sehen, so schlimm sind wir gar nicht ;-)
Jetzt mal im Ernst: auch wenn es als solche gilt, hast Du ja zum Glück wohl noch keine richtige Krankheit. Deine Blutzucker-Automatik funktioniert nicht mehr. Na und? Was die macht, wenn die gesund funktioniert, kannst Du lernen und dann selbst dafür sorgen, dass Dein Blutzucker jeden Tag nach jedem Essen immer schön passt. Liest sich jetzt nach etwas Aufwand und ist zugegeben mehr als nix.
Aber richtig aufwändig wird die Geschichte erst, wenn man diesen kleinen Aufwand schlabbert oder nur so lala erledigt und irgendwann nach Jahren anschließend nicht mehr richtig sehen und nicht mehr richtig gehen und nicht mehr richtig pinkeln kann. Dann ist man in der Tat krank.
Du brauchst jetzt keine Panik zu bekommen. Von heute auf morgen ändert sich an Deiner Gesundheit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts, jedenfalls nichts, was mit dem Zucker zusammenhängen könnte. Jetzt kannst Du z.B. das WE diabetesinfo lesen und in diesem und anderen Foren surfen und schauen, welche Fragen andere vor Dir gestellt haben und wie die beantwortet worden sind. Ja, geh einfach mal ein bisschen auf Entdeckungsreise! Was anderes denken kannste doch wahrscheinlich eh nicht ;-(
Bisdann, Jürgen -
Maria
Rang: Gastam 19.10.2007 19:58:53
Liebe Sandra!
Mich hat die Diagnose Diabetes fürs erste auch aus der Bahn geworfen. Es hat Monate gedauert, bis der Gedanke daran mich nicht mehr fast ständig begleitet hat. Irgendwann kann man aber
den Diabetes "in den Schrank stellen" und nur dann hervorholen,wenn er gerade einer gründlicheren Betrachtung bedarf.
Du durchlebst jetzt eine Trauerphase. Ich zitiere mal aus einem
Buch ("Erste Hilfe für die Seele" ), gekürzt und zusammengefasst:
Im allgemeinen löst die negative Nachricht wie die Diagnose einer chronischen Krankheit beim Betroffenen einen seelischen Schock aus. Es entsteht der Wunsch, die Realität zu verleugnen.
Der psychische Schock steht am Anfang eines längeren Prozesses der Verarbeitung.
Du siehst also, so wie du reagieren auch andere. Es braucht einfach seine Zeit.
Ich wünsche dir alles Gute
Maria -
Gesa
Rang: Gastam 19.10.2007 23:37:51
Oh weh :-( kann dich sehr gut verstehen, die Nachricht ist erstmal ein Schock, und jeder Jeck ist anders und verarbeitet es auf seine eigene Art. Was ich wichtig finde: es nicht in dich reinzufressen, sondern mit lieben Menschen darüber reden, wie es dir mit der Diagnose geht. Dich auch mal auszuweinen. Aber hinterher dann auch mit frischer Kraft sich dranmachen, möglichst gut mit der Krankheit leben zu lernen. Sich von Rückschlägen nicht allzu sehr runterziehen zu lassen, schlechte Tage wird es immer wieder mal geben, sondern immer nach vorn zu sehen. von Gesa -
Erwin Weindl
Rang: Gastam 20.10.2007 02:37:43
Liebe Sandra,
Zuerst einmal möchte dich ganz herzlich im Club der Diabetikerinnen und Diabetiker begrüßen. Die sind ganz ok und werden dir mit Rat, wenn du einen benötigts zur Seite stehen.
Ich möchte den ersten Teil deiner Frage bezüglich wie lange es dauert bis man seinen Diabetes akzeptiert hat etwas umschreiben.
Nicht das Spritzen, Messen wird es sein was zu bewältigen ist, auch wenn viele dies als Vordergründige Einschränkung sehen. Es ist eher das Kopfmäßige Buchführen. Wenn irgend jemandem ein Schwindelgefühl trifft ist ihm halt schwindlich, wir rufen dann unseren Speicher ab. Was habe ich gegessen, wo könnte ich mich verschätzt haben, ist es ein Hypo.... Irgend wann einmal hat man den Wunsch das Zeug aus dem Fenster zu werfen. Der Abstand dieses Wunsches wird immer länger und nach einigen Jahren hat man es dann als zu mir gehörend akzeptiert.
Ich bin seit mehr als 30 Jahren Diabetiker und komme noch aus der Stahlzeit. Spritzen auskochen, 1 mal monatlich nürchtern im Spital zur Kontrolle und nur Harnstreifen zur Blutzuckermessung. Eine Mathematik fur eine optimalen Einstellung gab es damals auch noch nicht wirklich. NIS, BBIT oder FIT gibt es erst seit 1985 mit der Möglichkeit Insulin mittels Pen spritzen zu können. Eine wirklich strenge Diät war zu meiner Zeit noch Standard. 10 BE pro Tag.(Ich war damals ca 17 Jahre alt) 2 zum Frühstück 2 zum Gabelfrühstück, 3 zu Mittag 1 am Nachmittag und 2 zum Abendessen. Maximal noch 1 BE als Spätmahlzeit. Ich hatte so etwas nur ganz kurze Zeit.
Diät brauchst du heute keine mehr halten.
Wie DU deinen Diabetes behandelst wirst du hoffentlich bald, und wenn möglich in einem dafür spezialisierten Spital erfahren.
Sei nicht traurig, man lebt mit Diabetes genau so gut und intensiev wie andere. Etwas bewußter was eine Chance für uns darstellt.
Eigne dir Wissen über deinen Diabetes an wo immer du kannst, du wirst ihn behandeln und kein Arzt der Welt. Die können dich nur unterstützen.
Kopf hoch und alles liebe
Erwin
von Erwin Weindl -
klausdn
Rang: Gastam 20.10.2007 12:59:43
hallo sandra,
les die paar zweilen die dir georg auf world geantwortet hat. es ist das einzig sinnvolle.
dein doc kann kein diabetologe bzw internist sein.
denn sonst hätte er dir ein bz gerät mitgegeben(die liegen dort zu stapeln rum)+streifen.
hätte keton geprüft, wäre garantiert fündig geworden.
und hätte dir dann auf keinen fall metformin gegeben
denn das ist bei t1 sinnlos und schädlich.
weil du nicht mehr unterscheiden kannst zwischen überlkeit wegen keto und übelkeit wegen metformin.
genau so wie georg schreibt ist es richtig, zuerst sogenannte einstellung mit spritzplan, so schnell wie möglich kompetente schulung auf ict,
viel glück, mfg klaus -
Mario
Rang: Gastam 22.10.2007 10:42:31
Hallo
und herzlich willkommen im Klub der "Süssen"!
Seh´s bitte nicht so verbisse, denn das Leben geht weiter; wie für rund 4 Mio. andere Diabetiker auch.
Die Erstdiagnose ist für alle ein Schreck ...
...aber das legt sich bald. Denn du kannst dein ganz normales Leben weiterführen, bist ja nicht Krank, sondern hast ´nen veränderten Gesundheitszustand. Halte dir dies immer vor Augen und du wirst seh´n alles wird nicht so heiß gegessen wies gekocht wird.
Ein bekannter dt. Fußballtrainer sage ein mal "Lebbe geht weiter", . . .auch mit Diabetes.
Suche immer den Kontakt zu betroffenen und stell dir ein Team deines Vertrauens zusammen. Ich habe mich anfangs mit ´ner unbekannten "Netzfreundschaft" als Diabeteslotse ausgetauscht (per eMail und Telefon). War ´ne tolle Sache und hat mir sehr geholfen. Kann ich dir nur Raten.
Gruß Mario -
Pia
Rang: Gastam 22.10.2007 11:08:10
Liebe Sandra,
bei welchem Arzt warst du denn? Hausarzt? Wenn ja, lass dich bitte schnell zu einem Diabetologen überweisen.
Der Hausarzt ist nicht unbedingt der geeigenete Arzt für Diabetes. von Pia