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Neuropathie
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Ferdinand
Rang: Gastam 09.10.2007 20:00:59
Zuerst einmal ein freundliches Grüß Gott!
Ich bin Typ II seit etwa 8 Jahren. Bisher ging es mir mit einem HbA1c von 7,5 relativ gut. Ab und zu trinke ich auch ein Bierchen. Plötzlich traten furchtbare Schmerzen auf. Mittels CT wurde meine Wirbelsäule angeschaut, der Befund ist dementsprechend schlecht. Ischias wurde diagnostiziert, die verordneten Schmerzmittel brachten keine Linderung. Nun hat mir mein Arzt die Mitteilung gemacht, dass ich an Neuropathie leide. Die Schmerzmittel bringen nicht wirklich Besserung.
Ich wende mich mit der Frage an euch, was in diesem Zusammenhang die beste Therapie wäre.
Ferdinand -
klausdn
Rang: Gastam 09.10.2007 20:13:01
hallo ,
als erstes würde ich den doc mal fragen für welche diagnose er sich denn nun entscheidet, denn ischias und pnp ist was absolut unterschiedliches,
und werden daher auch unterschiedlich behandelt.
bei pnp hat sich die hochtohtherapie als grundlage inzwischen bewährt.
die folgenden medikamente, von einfachen bis gabapentin--lyrika-morfin, morfinanaloga, müssen von schmerzspezialisten angepasst werden.
dafür gibt es spezielle diabetologen, neurologen und schmerzkliniken.
von klausdn -
Molly
Rang: Gastam 09.10.2007 23:13:07
Hallo Ferdinand
Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe PNP
vorwiegend in den Beinen sehr starke Schmerzen. Die sind zur Zeit erträglich mit Neurontin 2 x 300 mg, morgens und abends.
Auch mich plagt der Ischias Nerv, welche ich mit Theraphie und Tramal-Tropfen behandle. So kann ich meine 2x 8 Stunden Büroarbeit aushalten. Ich nehme Tramal Tropfen aber nur wenn es unbedingt sein muss, da ich weiss wie schnell man abhängig wird. Besser ist bei einem Physioth. vorbei, der sollte das hinbringen.
Das eine hat aber sicher nichts mit dem anderen zu tun.
Schönen Abend und auch grüss Gott
Molly -
Pia
Rang: Gastam 10.10.2007 10:22:48
Moin Ferdinand,
darf ich frage, welcher Arzt dich behandelt? Der Hausarzt? Welche Medikamente hast du denn bekommen?
Bei einem Ischias handelt es sich um eine Entzündung des Ischiasnerves, die ERST völlig abklingen muss. Danach wirken Segmentmassagen sehr gut und langzeitlich.
Schmerzmedikamente sind nicht gleich Schmerzmedikamente. Oftmals ist ein mehrfacher Wechsel der Medikation und eine mehrwöchige Schmerzdistanzierung erforderlich, bis man Schmerzfreiheit erreicht-
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Liebe Molly,
ich kann das nicht mehr hören: Schmerzmedikation und die Gefahr der Abhängigkeit. Das ist völliger Quatsch. Abhängig von einem Medikament bin ich, weil die Diagnose und Therapie es erfordert.
So bin ich z.B. auch vom Insulin abhängig.
Und ich bin gern von einem Schmerzmedikament abhängig, wenn ich Schmerzfreiheit erlange. Meist ist eine Grundmedikation sehr sinnvoll und zusätzlich ein Medikament gegen akute Schmerzustände. Schmerzmedikamente bei solchen Geschichten wie Neuropathie zu nehmen, nur dann, wenn man Schmerzen hat, schadet dir eher.
Nimmst du Tramal oder Tramadol-Tropfen?
Du bräuchtest dum Neurontin auf jeden Fall noch was Anderes, z.B. ein Opiat. Ich habe vorige Woche erst wieder gelesen:
Opiate haben keine Nebenwirkungen auf Organe. Punkt. Zwischen Tramal und Tramadol ist ein Unterschied in der Wirkung.
von Pia -
Molly
Rang: Gastam 10.10.2007 11:37:20
Hallo Pia
Ich nehme Neurontin 2 x 300 mg und Tramal Tropfen wenn's schlimm ist 3 x 25 Tropfen, je nach Schmerzpegel.
Gruss Molly -
Pia
Rang: Gastam 10.10.2007 12:03:24
300mg? Dann könnt ich dir die Neurontin doch jetzt schicken? Deine Adresse habe ich mir extra auf den Schreibtisch gepinnt.Ich habe fast noch 100 St. in der Dosierung, erinnerst du dich?
Wirst du von dem Tramal nicht furchtbar müde? Bist du dann auch richtig schmerzfrei? von Pia -
Haschi
Rang: Gastam 10.10.2007 16:06:16
Hallo,
ich darf mal ein wenig korrigieren bzw. ergänzen:
Das Ischiassyndrom bedarf einer anderen Behandlung als eine diabetische Neuropathie. Es ist geradezu ein klassischer Kunstfehler, wenn entzündungshemmende Schmerzmittel, die bei Ischialgie sehr hilfreich sind, bei PNP eingesetzt werden. Als Analgetika kommen bei PNP, wenn andere Wirkstoffe aus der Gruppe der Antiepileptika oder Antidepressiva auf die Empfindungsstörungen nicht ansprechen, Opioide (obsolet Opiate) in Frage. Bei entsprechender Dosierung und nicht suchtkranken Patienten besteht keine Gefahr der Abhängigkeit. Übrigens, der Wirkstoff eines probaten Opioids heißt Tramadol. Unter Tramal verbirgt sich der Handelsname verschiedener Medikamente mit diesem Wirkstoff Tramadol.
Die Therapie der diabetischen PNP ist nur erfolgreich bei einer guten, normnahen Blutzuckerführung, regelhaft unter 140 mg/dl und der Abstinenz der Nervengifte Alkohol und Nikotin. Selbst kleinste Mengen Alkohol, regelmäßig genossen, verschlimmern die Beschwerden der PNP.
Die Hochtontherapie verspricht nach Studienlage gute Erfolgszahlen (ca.80%) bei übergewichtigem Typ2-Diabetes und PNP. Die physikalische Therapie gilt jedoch keineswegs als allgemeingültige, grundlegende Therapie bei der PNP und Diabetes. Die Behandlung ist nicht erstattungsfähig.
von Haschi -
Barbara
Rang: Gastam 11.10.2007 13:23:34
habt ihr mal darangedacht ,daß die Ischiasbeschwerden von der Bandscheibe herrühren.
Das gehört in die Behandlung eines Neurologen ,denn der Orthopäde hat mit Knochen zu tun. Ich bin an der Bandscheibe von einem Neurologen operiert
worden. Die Schmerzen zogen vom Rücken inden
Oberschenkel bis in den Fuß . Ich würde das mal abklären lassen,bevor man ständig Schmerzmittel nimmt.
Mfg. Barbara -
Molly
Rang: Gastam 11.10.2007 15:14:32
@pia
ich erinnere mich, nehme die Tabletten nun gerne. Sagen wir mal, ich bin zu 85% schmerzfrei PNP. Ich trinke gar kein Alkohol, habe aber Blutzuckerspitzen, gebe ich zu.
Morgens mittags meistens Durschnitt, zwischen 6.1-6.9, abends eher erhöht manchmal bis 8.9. Müde bin ich eigentlich nicht mehr als sonst, seit ich Tramal-Tropfen einnehme, fahre ich keine langen Strecken mit dem Auto. Schmerzen habe ich trotzdem aber sagen wir mal, es ist auszuhalten.
Tramadol Tabletten, wurden mir empfohlen und verschrieben vom Arzt, aber ich habe Abneigung schon wieder eine solche Tablette einzunehmen. Sollte sie 3 x täglich nehmen, damit es meinem Lendenwirbel/Ischias und den allgemeinen Schmerzen besser geht, aber ich nehme schon 14 Tabletten im Tag, (Blutdruck, Schilddrüse, Zucker, Cholestrin, Blutverdünner) , sodass es mir fast abstellt, nochmals was einzuwerfen, so nehme ich nur ein Tramadol Retard 150 wenn ich es nicht mehr aushalte und schmerze meistens so vor mich hin....
Würde gerne eine Lösung finden, evt. einen Schmerzarzt aufsuchen oder weisst du Rat Barbara ?
Schönen Nachmittag
Molly -
Pia
Rang: Gastam 11.10.2007 16:13:00
Liebe Molly,
Tramadol ist kein Schmerzmedikament für akute Situationen. Tramadol ist eines der besten und wirksamsten Schmerzmedikamente, das du bekommen kannst. Es macht absolut schmerzfrei. Und Opiate haben KEINE Nebenwirkungen auf Organe.
Und in Kombination mit Neurontin oder Lyrica ist es GENAU die Kombination, die auch jede Schmerzambulanz empfiehlt.
Was Besseres kannst du gar nicht bekommen. Du musst deinem Arzt einfach mal vertrauen. Und wenn es die 13. Tablette ist, pfeif doch drauf. Die Aussicht auf 24h Schmerzfreiheit. Also sei mir nicht böse, aber ich versteh dich wirklich nicht. Wenn du dir noch Gedanken machen kannst, ob das die 13. oder 14. Tablette am Tag ist, hast du noch keine Schmerzen erlebt, die die Lebensqualität wirklich so kaputt machen, dass man anstatt in die Zukunft nur noch an die Erlösung durch den Tod denkt. Nicht böse sein. Aber du lehnst die beste und wirksamste Therapie damit ab.
von Pia -
Haschi
Rang: Gastam 11.10.2007 18:13:22
Hallo Pia,
hallo all,
"Tramal long retard " 100/150 oder 200 mg heißt ein Langzeitopioid, das regelmäßig, z.B. alle 12 Stunden, eingenommen werden muss, um erfolgreich und dauerhaft Schmerzen, auch Empfindungsstörungen infolge PNP, zu bekämpfen. Zur akuten Behandlung von Schmerzen nimmt man gut dosierbare Tramadol Tropfen.
von Haschi -
Molly
Rang: Gastam 11.10.2007 21:16:06
Hallo Pia
Du täuscht Dich gewaltig, meine Schmerzen sind oder waren oder sagen wir immer wieder fast nicht zum aushalten. Ich hatte dabei vielfach den Todeswunsch, einfach liegen bleiben und einschlafen, aber ich bin eine ganz starke Person und irgendwo her kann ich mich immer wieder aufraffen, da ich sonst eine glückliche Person, in äusserst glücklicher Situation und ein schönes Umfeld habe. Vielleicht hilft mir das immer wieder. Aber ich gehe manchmal auch durch die Hölle.
Also ich versuch's jetzt einmal mit der 3 x ligen Einnahme von Tramadol retard,
und verzichte jedoch auf die dauernde Einnahme von Tramal Tropfen, da ich dann etwas belämmert bin und doch noch meine Aufgabe im Büro bewältigen muss. Von den vielen Medis bin ich nämlich sehr vergesslich geworden, ich schreibe es einmal denen zu.
Ich habe während 2 Jahren Antidepressiva genommen, da ich tagelang schlimme Träume hatte, nicht schlafen konnte. Mit diesen Medis ging es mir auch besser, habe dann aber alles wieder abgesetzt und nun bin ich wieder am einschleichen und vielleicht hat das dann auch seinen Erfolg, dass ich nicht mehr den Wunsch habe, in die nächste Wand zu fahren. Also ich werde es anpacken. Du magst ja recht haben.
Schönen Abend Molly -
Pia
Rang: Gastam 12.10.2007 09:33:42
Moinmoin, Haschi und Molly,
Haschi, ich bin ja nun sehr lange schon in der Schmerzambulanz und da bekommt man die Tendenzen ja auch mit. Tramal long-Kapseln haben einen komischen Verlauf. Ich erinnere mich an gespräche im Wartezimmer, dass wir (wir saßen zu fünft) "lustigerweise" alle 5 Tramal long hatten und alle auf Tramadol AL retard umgestellt wurden, weil die Wirkung von Tramal long nicht zuverlässig war und anhielt und der Schmerz nicht ausgeschaltet wird.. Ich habe noch Kontakt zu einigen von denen. Es gibt auch wirklich Unterschiede in den Herstellerfirmen. Es gibt den gleichen Wirkstoff z.B. von betapharm, zu dem die häufigsten Rabattverträge der Kassen laufen. Das ist eine fette große ungeglättete Tablette, deren Wirkstofff sich bereits im Hals löst.
Tramadol retard von AL (ALUID) wird 2 mal täglich genommen und ich bin wirklich mit Lyrica zusammen 24h schmerzfrei (bis auf einige aber sehr selten gewordene Attacken)
Tramadol Al 200 mg je morgens und abends, LYrica, morgens 50, abends 200 mg. Aber es ist genauso, wie du es sagst. Man muss ein Schmerzmedikament haben, dass wirklich regelmäßig genommen wird und ein Akutmedikament. Hier habe ich Valoron bekommen. Tramaltropfen habe ich in Erinnerung, wie sie Molly beschreibt, da is was drinne, was unheimlich müde macht, aber eben NICHT den Schmerz ausreichend bekämpft.
Liebe Molly,
lass die Tramal-Tropfen weg und lass dir Tramadol-Tropfen verschreiben. Und ich bin wirklich fast sicher, dass du mit 3 mal täglich Tramadol retard wirklich schmerzfrei wirst. Aber lass dir wirklich Tramadol AL aut idem verschreiben, auf keinen Fall betapharm. (Ist nur eine Empfehlung)
Die Todesgedanken, wenn die Schmerzen die Lebensqualität auf Null setzen, ist völlig Normal. Das haben alle Schmerzpatienten so erlebt. Aber ich garantiere dir hier und jetzt auch, ab der Zeit, wenn du wieder schmerzfrei bist, rücken die Gedanken sehr weit weit weg. Und plötzlich muss man nicht mehr rumliegen sondern kann wieder was tun, was unternehmen...das war unglaublich, als wäre man wachgeknutscht worden aus einem langen Alptraum.
Und: Du musst keine Schmerzen aushalten.
Ganz liebe Grüße
von Pia -
Molly
Rang: Gastam 12.10.2007 14:01:41
Hallo Pia
Danke für Deine lieben Ausführungen da kann man auch wieder etwas Mut schöpfen.
Das Tramadol Retard welches ich habe ist von der Helvepharm. Sonst steht gar nichts auf der Packung. (Schweizer Produkt)
Hatte in der Nacht leichtes Kopfweh und konnte sehr schlecht schlafen nach der gestrigen Einnahme, könnte aber auch von etwas anderem sein.
Werde Deinen Rat jedenfalls befolgen.
Liebe Grüsse
Molly -
Haschi
Rang: Gastam 12.10.2007 16:41:24
Hallo Pia,
der Wirkstoff dieser zahlreichen Generika ist immer Tramadol, unabhängig wie der pharmazeutische Hersteller heißt und welcher Handelsname, z.B. Tramal benutzt wird. Sie unterscheiden sich allenfalls in den Zusatzstoffen.
Bei diabetischer Polyneuropathie ist "Tramal long retard" zur Linderung der Empfindungsstörungen und Schmerzen ein sehr erfolgreiches Präparat.
Mitunter wird es zu schwach dosiert. Es steht in Tablettenform mit 100, 150 und 200 mg/dl zur Verfügung. Reicht die Langzeittherapie, alle 12 Stunden, nicht aus, ist ein zusätzliches Feintuning möglich mit Tramadol-Tropfen.
von Haschi -
patricia byers
Rang: Gastam 13.10.2007 13:17:53
Hallo an Alle,
seit 30 jahren leide ich an diapetes.Habe eigendlich relativ gute werte. meine frage aber lautet. ich habe mit 35 jahren karpaltunnelsyndrom mit op.gehabt. mit die 40 andere hand auch. mit 45 bandscheibenop.3 halswirbel. mit 46 froozen shoulder rechts. wahnsinnige schmerzen trotz tramal in höchstdosis.nach ob, fast schmerzfrei. mit 48 froozenschoulder links aber 10x so schlimm, keiner wollte die op machen. ich war nah trann,mir eine ampulle insulin zu spritzen damit ich keine schmerzen mehr habe. aber zum glück habe ich einen prof. gefunden der mich operiert. nun habe ich in beiden oberschenkel die schmerzen nich so schlimm, aber ich bin in der bewegung eigeschrenkt. mein diabetologe meinte, das käme vom insulin. meine frage lautet, hat jemand erfahrung mit diesen syndromen???
tschüß
pat von patricia byers -
Haschi
Rang: Gastam 14.10.2007 13:24:05
Hallo,
ich finde die Aussage des Arztes, deine Schmerzen auf das extern zugeführte Hormon Insulin zurückzuführen, ein wenig befremdlich. Zur Bestätigung dieser Vermutung wären zudem sehr viele Untersuchungen nötig.
Tramadol ist ein relativ leichtes Opioid.
Bei sehr starken Schmerzen bedarf es u.U. eines stärkeren Analgetikums.
Arzt fragen! von Haschi -
patricia byers
Rang: Gastam 14.10.2007 14:59:04
hi haschi, du kannst dir gar nicht vorstellen in wieviel kliniken ich war, sie führten es alle auf meinen db zurück. ich bin aufgrund der starken schmerzen zu allen was mit med. zu tun hat. opiate wurde an mir ausprobiert. das einzige was ich bekam war ein wahnsinniger brechreiz. die schmerzen aber waren da. also erhöhten sie die dosis. ich war dadurch gar nicht mehr ich selbst, als ob ich gesoffen hätte. mein kopf sagte mir,aufhören damit, denn ich fühlte mich wie in einem anderen körper. aber das ist ja im moment vorbei. durch die op`s bin ich in den schultern nur bewegungseingeschrenkt, aber einigermaßen schmerzfrei. nur seit 1 jahr fängt es halt in den beinen an. die schmerzen sind auszuhalten , ohne medikamenten. aber glaub mir haschi, ich hab wirklich alles damals versucht.! ich hab halt große angst das alles wieder von vorne beginnt.mein diabetologe plus andere ärzte u. profs, sagten halt nur, es käme vom insulin-kablagerungen in den gelenken. ich bin kein mediziner.
LG pat von patricia byers -
Pia
Rang: Gastam 16.10.2007 17:41:03
Haschi, ich habe Karpaltunnelsyndrom genau 6 Wochen nach Beginn des Insulinspritzens bekommen. Ich konnte beide Hände nicht mehr benutzen, Schmerzen bis über die Ellenbogengelenke hinaus. Meine Diabetologin hat mir eindeutig gesagt, dass KTS vom Insulin kommt. Hand-OP habe ich auch hinter mir. von Pia -
Pia
Rang: Gastam 17.10.2007 11:50:10
Hi Pat, darf ich einige Fragen stellen?
Zuvor, ich bin Schmerzpatientin.
1. Welche Dosierung hattest du denn? Du schreibst: Höchstdosis.
2. Wer hat denn dir die Schmerzmedikamente verordnet? Der Hausarzt der Orthopäde, Neurologe?
3. Hast du andere Schmerzmedikamente erhalten, wurden die Medikamente gewechselt?
4. Wieso bist du jetzt ohne Schmerzmedikamente?
5. Warst du schon mal in einer Schmerzambulanz? Wenn nicht, warum nicht?
Eine Schmerztherapie ist kein Kindergeburtstag, das heißt, Opiate sind sehr gute wirksame Schmerzmedikamente, aber eine Schmerztherapie ist eben auch mit etwas Geduld verbunden. Der Organismus muss langsam daran gewöhnt werden. Einige Patienten nehmen Schmerzmedikamente und meine, dann den Garten umgraben zu können und wundern sich, wenn es Ihnen schlecht wird und sie sich übergeben müssen. So ist der Einsatz von Opiaten z.B. nicht gedacht. Schmerzmedikamente benötigen einen ruhigen Körper, um angemessen wirken zu können.
Zum Schluss, liebe Pat, Du hast ein Recht auf Schmerzfreiheit. Schmerzen auszuhalten sollte man nie, denn sie belasten auf Dauer Physis und Psyche. Wer von sich sagt, dass er Schmerzen aushält, hat keine echten Schmerzen, vielleicht Missempfindungen. Sorry.
von Pia -
Haschi
Rang: Gastam 17.10.2007 16:38:15
Hallo Pat, hallo Pia,
es ist unstrittig, dass sowohl das KTS und die "froozen shoulder" entsetzliche, schwer behandelbare Schmerzen den betroffenen Patienten bereiten können. Ebenso ist es Fakt, dass Stoffwechselstörungen
wie Diabetes ursächlich sein können für die besonders schädlichen Ablagerungen an der Engstelle des Karpaltunnels oder in den Schultergelenken. Frauen mittleren Alters sind zudem häufiger betroffen.
Mich würde interessieren, worauf die betreffenden Diabetologen sich stützen, wenn sie sagen, diese Störungen seien auf externes Insulin zurückzuführen. Mir ist dies nicht bekannt. Mit Diabetes assoziiert, keine Frage, insbesondere bei schlechter Blutzuckerführung und langer Diabetesdauer. Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass extrem hohe Dosen an Insulin einen selbstständigen Anteil an Gefäßschäden haben könnten.
von Haschi -
Pia
Rang: Gastam 17.10.2007 17:04:33
Moin Haschi,
Gute Frage. Komischerweise trat das Karpaltunnelsyndrom erst auf, als ich eine Weile Insulin spritzte. Ich musste aber mit ziemlichen hohen Dosen einsteigen, die waren weit über 20 je Mahlzeit. Und relativ plötzlich. Wenn es nur die Schmerzen gewesen wären, hätte ich gesagt, ich warte ab, ob sich mit Verbesserung der BZ-Situation auch die KTS bessert. Aber die Hände funktionierten nicht mehr und das bedeutet: Job-Aus.
Und: Der Chirurg riet zur baldigen OP, weil sonst die Gefahr bestünde, dass die Nerven im Karpatunnel bleibend geschädigt werden. Ich stand zu der Zeit schon unter Tramadol und Lyrica und trotzdem wurde ich von starken Schmerzen nachts geweckt.
Direkt nach der OP waren die Beschwerden weg. UND. Die gplante OP der rechten Hand konnte ich weglassen, weil die mit der OP der linken Hand weg waren. Bis heute ist nichts wieder aufgetreten, nicht der Anschein. Meine Hypothese ist, dass Insulin das Anschwellen bestimmter Gewebszellen anregt, so wie auch am Bauch plus die Frage, ob die KTS-Patienten benutzer von Unteramstützen sind, die das Ganze noch forcieren. Kannst du mit den Informationen was anfangen? von Pia -
pat byers
Rang: Gastam 17.10.2007 22:22:44
Hallo pia,
also, ich fing an mit tramal und novalgien tropfen. je 40 tr,3-4x/tg. aber es half null. dann bekam ich tramaldol 200 mg da wurde es mir nur schlecht u.nicht schmerzfrei. klar, du hast recht keiner muß schmerzen aushalten. aber ich bin alleinerziehend von einem jetzt 19 jährigem sohn. bin berustätig als heilerziehungspfleger in einer behinderten werkstatt. konnte und wollte nicht k geschrieben werden, da ich blöde kuh angst hatte evtl. den job zu verlieren,was aber eigendlich nicht passieren kann (bin 60%).also hab ich mich auf die arbeit gequält. selbst schuld! habe mich dann operieren lassen. und die schmerzen waren 4 wochen später weg. nur eine bewegungseinbuhse hab ich. aber es ist ok. die schmerzen in den beinen sind noch nicht so schlimm. brauch kein schmerzmittel.laß es dir (euch) gut gehen bis dann
LG Pat von pat byers -
Pia
Rang: Gastam 18.10.2007 09:21:41
Liebe Pat,
als ich meine Schmerztherapie begann, wurde ich nicht arbeitsunfähig geschrieben, ich SOLLTE weiterhin arbeiten gehen.
Tramadol retard 200mg. Du hättest mir niedriger Dosierung beginnen sollen, dann wöchentlich steigern, dann gewöhnt sich der Körper dran und es wird dir auch nicht schlecht. Ich kann dir das nachvollziehen: Schmerzen+Job.
Aber lass dir nie einreden, dass man Schmerzen aushalten muss. Sollte es schlimmer werden, suche dir eine Schmerzambulanz, die sind meist in den Universitäten angesiedelt.
Es gibt viele viele gute Schmerzmedikamente, manche verträgt man nicht, dann muss ein anderes ausprobiert werden. Und die Schmerzambulanzen sind sehr gut ausgerüstet mit dem Wissen darum. von Pia -
Dr.Michael Karle
Rang: Gastam 26.10.2007 21:45:16
Bei Neuropathie ist Thioctsäure angezeigt.
Mit freundlichen Grüßen Michael von Dr.Michael Karle