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Habt Ihr eine Patientenverfügung?

  • Pia

    Rang: Gast
    am 28.09.2007 09:39:46
    Moin moin,

    eine Patientenverfügung zu hinterlegen, scheint immer wichtiger zu werden.
    Ich habe eine gemacht, sie beim Hausarzt hinterlegt und mit meinen Kindern darüber gesprochen. Anlass war eine Bettnachbarin meiner Oma, die mit ihr im Pflegeheim war, geistig topfit, aber nach einem Schlaganfall komplett gelähmt und nur noch zur Kommunikation mit den Augen fähig. Gefangen im eigenen Körper sozusagen. Ich lese aber inzwischen öfter Dinge, die mich unsicher machen, ob das so ausreicht. Wie handhabt Ihr das? Oder was meint Ihr dazu? von Pia
  • Matthias Widner

    Rang: Gast
    am 28.09.2007 10:31:52
    Naja, noch muss ich das nicht handhaben. Sprich es gibt nichts, über das ich verfügen kann. ;) von Matthias Widner
  • Pia

    Rang: Gast
    am 28.09.2007 11:18:43
    Nana, wir reden nicht darüber, was du mir an Erbmasse hinterlässt...;-)
    Als ich meine Kinder darauf ansprach, dachten sie, ich hätte eine unheilbare Krankheit im Finalstadium. Als wir dann ausführlich geredet hatten, sagten sie (23 und 26), du hast Recht, eigentlich sollte das jeder machen, wenn man es kann.
    Mittlerweile wird die Patientenverfügung im Internet angeboten, allerdings für immer mehr Kohle. Das ausfüllen der Fragen ist gar nicht so leicht. Meine Bedenken sind z.B.: muss man sowas notariell beglaubigen lassen? Reicht die Präsenz des Hausarztes am Ende aus? von Pia
  • Günter

    Rang: Gast
    am 28.09.2007 19:47:48
    Hallo,

    eine Patientenverfügung, die recht brauchbar erscheint, habe ich mir kostenlos von der Ruhr - Universität heruntergeladen. Die Adresse habe ich nicht. Aber ich würde sie weitergeben. Eigentlich ist sie für jeden, nicht nur für Alte, sehr wichtig. Ich habe viele Jahre in einer Uniklinik gearbeitet und selbst Ärzte sagen es. Wenn alles rechtsgültig sein soll, ist natürlich ein Anwalt / Notar (der kostet) besser, aber es geht auch ohne. Literatur zum Thema ist genug im Internet.

    Günter
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.09.2007 21:36:29
    hallo an alle,
    stimme günter voll zu , denn es kann jeden und jederzeit treffen. wer mal miterlebt hat daß familienangehörige kurz vor ihrem tod vom morphium abgesetzt werden - mit der begründung, er soll nicht süchtig werden - nein ist er nicht aber unter qualen gestorben.
    wer miterlebt hat wie jemand völlig ohne bewustsein über jahre stirbt.
    der weiß erst "wie" wichtig eine patientenverfügung ist.
    in guten shgs wird darüber offen gesprochen und auch mal ein rechtsanwalt zur beratung eingeladen.
    vordrucke gibt es auch.
    und zusätzlich zum arzt sollte ein "völlig" unabhängiger
    mensch noch unterschreiben, damit keine zweifel aufkommen.
    achtung! alle zwei jahre solte neu unterschrieben werden(auch um gedanken an willensänderung auszuschließen)
    mfg klaus von klausdn
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 29.09.2007 10:08:11
    Eine Patientenverfügung wird leider von den Ärzten nicht unbedingt respektiert, das habe ich bei meinem Bruder selbst erlebt, der (Diabetiker Typ 2 ) mit 56 Jahren verstorben ist.

    Soweit ich weiß, ist das Thema immer noch in der Diskussion innerhalb der Regierung bzw. des Justizministeriums. Der Bürger wird nicht für mündig gehalten, hier selbst entscheiden zu können. So der Tenor in einer diesbezüglichen Bundestagsdiskussion.
    von Elsbeth
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 29.09.2007 12:40:23
    hallo elsbet,
    leider hast du recht daß, manchmal über den willen des betroffenen hinweg entschieden wird.
    und die argumente die dafür benutzt werden kommen überwiegend aus der glaubensecke.,
    und "wenn" es in deutschland wirklich mal geregelt sein sollte, ist es so formuliert, daß wir betroffene immer noch nicht wissen was denn nun richtig ist.
    denn deutschlands gesetze sind zum größten teil so formuliert, daß niemand sie liest, selbst ra lesen die kommentare dazu.
    dies ales ist aber kein grund auf eine patientenverfügung zu verzichten, denn ohne ist man völlig ausgeliefert.
    mfg klaus von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 01.10.2007 10:26:37
    Eine Patientenverfügung sollte man machen, sobald man 18 ist.
    Und Verwandte 1. Grades einbeziehen.
    Der Satz: Das hat für mich noch Zeit, ist leider Unfug. Ich möchte mit meiner Patientenverfügung einerseits für mich Schmerzfreiheit garantieren im Finalfall UND meine Kinder von Entscheidungen entlasten. Denn in solchen Schockzuständen kann KEINER vernünftige Entscheidungen treffen. Und ich lebe ruhiger, wenn ich mein Sterben organisiert habe. von Pia