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Abnehmen möglich bei Diabetes Typ 2 und Insulinresistenz

  • Bettina Z.

    Rang: Gast
    am 25.09.2007 19:41:42
    Hallo liebe Community,

    ich selber habe seit geraumer Zeit Typ 2 Diabetes und auch eine Insulinresistenz. Ich treibe allerdings relativ viel Sport (Jogging) und habe meine Ernährung stark eingeschränkt. (Vermeide nahezu alle Kohlenhydrate.)

    Mein Problem ist, dass ich trotz dieser Maßnahmen nicht wirklich abnehme, bzw. nur relativ beschränkt.

    Kann es wirklich unmöglich sein, dass ich mein Gewicht reduziere? Was habt ihr noch für Tipps, die mir helfen könnten. Ich bin zu nahezu allem bereit.

    Viele Grüße,

    Bettina von Bettina Z.
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 25.09.2007 21:04:29
    Hallo Bettina,

    wenn du nahezu keine KH zu dir nimmst und viel Sport treibst, aber nicht abnimmst,
    ist zu vermuten, dass vielleicht ein nicht unerheblicher Anteil deines Inputs aus kalorienreichen, fetten Speisen besteht. Das ist bei den meisten Menschen vor allem langfristig suboptimal bzgl. Normalisierung des Körpergewichts.

    Am besten:
    Nicht zu viel, nicht zu fett und nicht zu süß,
    also ausgewogen.

    Abklären, ob keine andere Erkrankung vorliegt, zB. der Schilddrüse! von Haschi
  • EH

    Rang: Gast
    am 25.09.2007 22:30:17
    Mit zunehmender Dauer des Diabetes nimmt die Insulinresistenz zu und es wird immer schwerer abzunehmen. Die Ernährung spielt dabei eine untergeordnete Rolle, auch wenn ständig das Gegenteil behauptet wird. Meistens von Leuten, die Typ 1 haben.
    Die Gewichtszunahme ist ein Symptom der Krankheit - leider. von EH
  • Bettina Z.

    Rang: Gast
    am 25.09.2007 23:50:36
    Danke für eure Antworten.

    @Haschi:

    Ich esse weder viel, noch fett, noch süß. All das habe ich verbannt.

    @EH:

    Sprich also es ist einfach so und man kann da nicht wirklich was gegen tun? Das kann es ja eigentlich nicht sein. Ich meine, wo kommt denn das was sich anlagert her? Ich ernähre mich ja wirklich nun bald von nichts mehr. Sehr deprimierend? von Bettina Z.
  • EH

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 01:05:13
    Ja, ich weiß, daß es eigentlich nicht sein kann, deswegen glaubt einem das ja auch keiner, der es nicht selbst erlebt. Warum, das weiß man noch nicht, aber ich denke, man wird noch dahinterkommen. Allmählich scheint sich ja doch die Erkenntnis durchzusetzten, daß nicht alle Typ2 Diabetiker Vielfraße sind und da fast alle Typ2er dick sind, muß es einen anderen Grund dafür geben.
    Meine Insulinresistenz ist im Laufe der Jahre sehr sehr stark geworden und ich bin froh, wenn ich mit dem wenigen Essen mein Gewicht halten kann. Ich frage mich allerdings manchmal schon, wie das weitergehen soll. von EH
  • Molly

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 09:57:28
    Hallo an alle
    ich konnte anfang Jahr mit einer strengen Obstdiät über 3 Monate mein Gewicht um 7 kg reduzieren.. Zudem hatte ich traumhafte Zuckerwerte, die Kur empfahl mir eine Naturheilärztin. Ich fühlte mich super fit und aufgestellt. Nach 3 Monaten geht man wieder langsam auf ausgewogene Kost über. Zuerst Gemüse und leichte Kohlenhydrate. Ich kenne X-Leute die damit schön abgenommen haben und das Gewicht halten konnten. Es sei denn man frisst sich wieder voll. Ich kann nun mein Gewicht bis auf 1-2 kg halten. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Man isst nur Obst, zuerst etwas mehr, da man natürlich mehr Lust hat und nach dem 4. Tag kommt man mit 3 x täglich "Obst nach Lust und Laune" wunderbar aus. Von Trauben bis zu Datteln, Bananen etc. einfach alles ws der Markt hergibt und die Zuckerwerte sind zwischen 5 + 6. Unglaublich. Insulin braucht man nur noch die Hälfte. Mein Diabetologe war paff, und ich werde diese Kur wieder einmal machen wenn ich den nötigen Elan habe.
    Schönen Tag
    Molly
  • EH

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 11:33:28
    @Molly
    Bist du sicher, daß du Diabetikerin bist?
    Eine "Diät" mit Trauben und Bananen würde meine Zuckerwerte in ungeahnte Höhen treiben.
    Dabei will ich jetzt nicht mal drauf eingehen, wie man mit einer solchen "Diät" einen Arbeitstag durchstehen soll, abgesehen davon, daß man mit solchen "Diäten" seinen Grundumsatz derart ruiniert, daß man später, wenn man sich ernährt wie ein normaler Mensch es tun sollte, sofort wieder zunimmt. von EH
  • Bettina Z.

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 12:16:14
    Also süßes Obst kann ich mir auf Grund meiner Werte auch nicht wirklich erlauben.

    Ich wundere mich noch immer, warum es dagegen kein Medikament gibt. Bzw. warum das Abnehmen so eine Unmöglichkeit sein kann. von Bettina Z.
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 12:31:56
    hallo bettina,
    dein problem ist doch du hast eigeninsulin , resistenz und spritzt noch insulin drauf.
    damit ist das abnehmen praktisch blockiert.
    möglichkeit:
    1. versuchen in eine rezeptor up regulation zu kommen(im netz unter chrostek nachlesen)
    2. insulin mit zb actos kombinieren, was bei vielen inzwischen zur halbierung der dosis geführt hat und dann geht abnehmen(natürlich gaaanz langsam, und nicht übertreiben)
    3. versuchsweise für eine zeit von zb 3 monaten mal das byetta probieren.
    -----
    ob das obst süß ist oder sauer sagt nichts über den zuckergehalt aus, sondern über den säuregehalt!
    beisp. zitonen haben mehr zucker als erdbeeren.
    wer drei monate nur obst ißt hat sich in einen vitaminmangel ! der fettlöslichen vitamine gebracht,
    und wird dies mit haut und haarproblemen , und noch mehr "bezahlen" müssen. daher sind solche ratschläge garnicht nützlich, abgesehen davon daß man für "viel" obst unmengen an insulin braucht, und nicht weniger.
    mfg klaus von klausdn
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 14:00:26
    Hallo, Bettina,

    du sagst, Du machst viel Sport ( Joggen ) hast aber die Kohlehydrate sehr eingeschränkt. Ich glaube nicht, das dieses der richtige Ansatz ist, denn beim Joggen ( wie schnell, wie lange wie oft in der Woche ?) werden Kohlehydrate verbraucht.
    Ich habe allein mit einer Umstellung der Ernährung und Sport meinen Typ 2 in den Griff bekommen. Also:
    am Tag etwa 13 KE, fettarm!!, aber keine light-Produkte ( da ist in der Regel auch Zucker drin) , wenig bis keine zuckerfreien! Süßigkeiten ( da sind mehrwertige Alkohole drin ) andere zuckerenthaltende Nahrungsmittel meiden und Bewegung 3 - 4 x die Woche ( Joggen, Radfahren, Nordic Walking etc. ). Damit habe ich mein Gewicht von 80 kg auf 67 kg reduziert. Erfreulicher Nebeneffekt: mein Nüchternblutzucker ( vor Umstellung zwischen 140 und 160 ) liegt jetzt zwischen 120 und 90.

    Versuche es mal und der alte Spruch gilt, bezogen auf das Essen auch heute noch:

    Morgens wie ein Edelmann, mittags wie ein Bauer, abends wie ein Bettler ( aber die Spätmahlzeit ( 1 - 1,5 KE ) nicht vergessen.

    Gruß

    Rolf
  • Pia

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 14:03:04
    NICHTS Essen trägt NICHT zum Abnehmen bei. Im Gegenteil. Wenn du isst, musst du weniger Insulin spritzen, als wenn du nichts isst. Und Insulin ist ein Hormon, dass die Gewichtszunahme fördert, vor allem die Einlagerung von Bauchfett. Gibt deiner Leber was zu tun und dem Insulin. Du wirst überrascht sein. Und alles, was über 10E ist, auf eine andere Spritzstelle spritzen.
    Konnte ich alles HIER lernen und mit den eigenen Erfahrungen kombinieren.
    Eine NUR-Obstdiät birgt z.B. die Gefahr des kritischen Absenkens des Eisenmangels. Denn Eisen befindet sich nicht - wie man glaubt- gutdosiert im Spinat - sondern in Wurst und Fleisch. Und ein schöner heftiger Eisenmagel haut richtig um: Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Deshalb immer mal den GFe-Spiegel prüfen lassen. von Pia
  • Molly

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 14:51:46
    ja versucht es mal 2 Tage NUR Obst und ihr werdet sofort das Resultat sehen. Habe es auch nicht geglaubt, aber es funktioniert natürlich nur mit Disziplin, keine Ausrutscher, oder Naschereien. Mal hier und da ein Stück Brot oder so, wirklich nur Obst. Der Zucker geht runter. Ich bin seit 7 Jahren Typ II.
    Die Kur ist nicht von mir erfunden, hat mir auch nicht geschadet, im Gegenteil, was stimmt, das ich nachher etwas Eisenmangel hatte. Das koennte von dem gewesen sein, aber jetzt wieder Ok. Ich wäre auch für normal weniger Essen, aber die Kilos purzeln dann aber eben nur ganz ganz langsam, wenn überhaupt.

    Gruss Molly
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.09.2007 22:53:56
    hallo molly,
    weißt du weshalb gefragt wurde ob du diabetikerin bist?
    du bist nämlich die einzige die ich kenne bei der mit obst der bz runtergeht, nicht ohne grund wird gegen hypo obstsaft, oder obst wie trauben oder bananen
    genommen.
    also bei allen anderen geht mit obst der bz hoch, und wird mit insulin abgedeckt, denn auch wir essen obst aber in den maßen sonst geht unser insulinverbrauch hoch nicht runter.
    und selbst wenn obst gesund ist , nur obst ist mangelernährung. und wenn ich zurückdenke hattest du mit hautproblemem zu tun, also ohne nebenwirkungen ist es nicht was du da machst.
    mfg klaus von klausdn
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 27.09.2007 12:25:28
    Hallo, Molly,

    da gebe ich Klaus recht, nur mit Obst geht mein BZ nicht! nach unten!. Folgendes Beispiel: Habe am Sonntag an einem Sommerbiathlon ( 3 x 1500 Meter laufen, zwischendurch schießen) teilgenommenh, habe vorher meinen BZ gemessen ( 102 ) habe dann die drei Runden mit zwischendurch Schiessen absolviert, wieder gemessen ( 72 ) habe dann eine ! Banane gegessen und eine halbe Stunde später gemessen, der Wert war dann 123 !
    Bei mir steigt der BZ bei Obst und Säftem immer und zwar zeimlich heftig bei einer grösseren Menge

    Gruß Rolf
  • Pia

    Rang: Gast
    am 27.09.2007 13:04:59
    Moinmoin,

    ich bin mir sicher, dass Molly für das Obst natürlich auch Insulin spritzt. Aber für das Obst muss sie vielleicht nicht soviel spritzen wie für "feste Fressalien". von Pia
  • Molly

    Rang: Gast
    am 30.09.2007 00:48:44
    Hi Pia
    stimmt, konnte mind. 1/3 weniger spritzen.
    Gruss Molly

    @klaus
    Hautausschläge hatte ich auch vor der Obstkur.

    Ich glaue nicht dass es geschadet hat. Fühlte mich jedenfalls fit.
    Aber natürlich keine Ernährung für's ganze Leben.

    Aber gut getan hat's.

    Jetzt kämpfen wir weiter...

  • Haschi

    Rang: Gast
    am 30.09.2007 13:01:06
    Hallo Bettina,

    dein Problem ist also nicht die Ernährung, sondern eine ausgeprägte Insulinresistenz,
    verstärkt durch die Hyperinsulinämie,
    herrührend vom Eigeninsulin und dem extern zugeführten.

    Die Resistenz lässt sich in der Tat verbessern mit rezeptor up regulation.
    Im Diabetesdorf Althausen kann man dies auch halbstationär unter Aufsicht eines Spezialisten erlernen.

    Insulinsensitizer, die Glitazone, greifen an diesem Punkt der gesundheitlichen Störung oft sehr erfolgreich an. Das Medikament Actos ist auch zugelassen bei Insulintherapie. Aus SHG weiß ich, dass die Blutzuckerwerte bei dieser Kombination spontan sinken und der Insulinbedarf ebenfalls. Vorsicht ist allerdings geboten bei Herzinsuffizienz und bereits bestehenden Ödemen. Meistens ist eine gleichzeitige Diuretikabehandlung notwendig, weil große externe Insulinmengen und Glitazone zu einer höheren Wasseransammlung im Gewebe beitragen. Die Kombination hat diesbzgl. einen gewissen Synergieeffekt.

    Über Byetta in Kombination mit Insulin liegen nur spärliche Erfahrungen vor.
    Deshalb noch nicht zugelassen.

    Bei einem BMI > 30 kann der Wirkstoff Rimonabant –Handelsname Acomplia-
    effizient zur Normalisierung des Körpergewichtes führen. Leider hat der
    GB-A das verschreibungspflichtige Medikament auf die Liste der nicht zu Lasten der GKV rezeptierbaren Präparate gesetzt.
    von Haschi
  • EH

    Rang: Gast
    am 30.09.2007 17:54:53
    Bei einem seit langem bestehenden Diabetes mit hoher Insulinresistenz (und bei Typ 2 ist das eine ohne das andere kaum denkbar) funktioniert eine rezeptor-up regulation nicht. Wer das einem Typ2 Diabetiker empfiehlt, der hat die Problematik nicht verstanden.
    Ich frage mich, wann sich endlich rumsprechen wird, daß Typ1 und Typ2 zwei völlig verschiedene Krankheiten sind, die lediglich ein (!) Symptom gemeinsam haben.
    Und auch wenn sich manche Typ1er davon persönlich beleidigt fühlen mögen, so bin ich der festen, aus Erfahrung gewonnenen Überzeugung, daß der Typ2 wesentlich schwieriger zu handhaben ist als der Typ1. von EH
  • Pia

    Rang: Gast
    am 01.10.2007 10:39:08
    Die Actos-Wirkung kann ich bestätigen. Da rappelt es wirklkich im Karton. Mir wurde gesagt: Actos und Tabletten: nach 6 Wochen einsetzende Wirkung, Actos mit Insulin nach 3 Wochen einsetzende Wirkung. von Pia
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 01.10.2007 12:56:32
    Die "rezptor up regulation" zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit funktioniert auch bei Typ2-Diabetes, dessen Ursache eine angeborene oder erworbene Insulinresistenz ist.

    Die Diabetesklinik in Althausen kann unzählige Erfolge bei hoch resistenten, übergewichtigen Typ2-Diabetikern
    ( Kennzeichen: Relativer Insulinmangel)
    vorweisen.

    von Haschi
  • EH

    Rang: Gast
    am 01.10.2007 13:20:27
    Bei mir funktioniert es nicht. Vielleicht bei Diabetikern, die wirklich zu viel essen. Die Frage ist außerdem, wie lange es anhält.
    Im übrigen ist mir neu, daß in Althausen so sehr viel Typ2 Diabetiker sind. Bis vor ganz kurzer Zeit wurden doch nur Typ1er aufgenommen. von EH
  • Karin Gorzolla

    Rang: Gast
    am 01.03.2010 18:55:09
    vielleicht mal mit auslasstagen versuchen. also nur gemüse...
    und 3 mahlzeiten am tag, damit insulinpausen entstehen von Karin Gorzolla
  • Karin Gorzolla

    Rang: Gast
    am 12.11.2010 15:52:58
    Jetzt reset aller Überlegungen:
    1. wie hoch ist der Hba1c
    2. Ernährungsprotokoll anlegen
    3. Alter und Anamnese
    4. Therapie
    5. Ausschluss-Kriterien Typ 1

    Tendenziell ist es sinnvoller sich an KH satt zu essen statt auf sie zu verzichten, denn wer z-B. seinen Kalorienverbrauch drastisch reduziert, wird erleben, dass der sogenannte JOJO-Effekt sehr extrem wird. Das hat damit zu tun, dass der Körper auf Kriegszeiten umstellt und jedes Kalörichen dreimal umdreht.
    Regelmässigkeit würde ich auch als Massnahme betrachten.
    Manche Menschen haben aber eine ausgeprägte Insulinresistenz, gegen die man herzlich wenig machen kann, ausser sie mit Sport und richtigen KH in Schach zu halten von Karin Gorzolla