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Metfin/Metformin: BlutzuckerSTEIGERNDE Wirkung?

  • Gogi

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 02:01:32
    Hallo Miteinander.

    Als ich Anfang August im Millitär war zur Aushebung, wurde mir Blut abgenommen und einen sehr hohen Blutzucker festgestellt: 27mmol war es etwa. Ich war da auch schon übergewichtig. Da bin ich ins Spital gegangen und man diagnostizierte mir den Diabetes Typ 2. Der HbA1c lag bei 13%. Man verschrieb mir Metformin. Ich weigerte mich aber die Tabletten zu nehmen, denn ich wollte es mit Sport wieder in Ordnung bringen. Ich ging jeden Tag joggen (mind. 5km). Nach dem joggen fiel der BZ jedesmal unter 6 mmol, einmal sogar unter 4! Und das alles habe ich geschafft ohne Tabletten und fremdes Insulin. Zu dieser Zeit war ich etwa 102kg schwer und 1.83m gross. Der HbA1c sank nach 2 Wochen unter 9%. Nach fünf Monaten insgesamt war mein Hb1Ac ca 7% und ich war nur noch 80kg schwer, dank Sport (5-6 mal in der Woche). 2 Monate später stieg er aber wieder auf 9% und das trotz regelmässigem Sport und gesunder Ernährung (möglichst fettfrei, da Fett Insulinresistenz fördert und statt Zucker, Süssstoffe, an die ich jetzt gewöhnt bin :-)) Das war im April dieses Jahres. Da habe ich angefangen 1 mal täglich morgens Metformin zu nehmen. Am Anfang sank der Hb1Ac unter 7%, danach steig er wieder auf 8%. Und das immer abwechslungsweise. rauf, runter, rauf, runter....Da habe ich mich gefragt ob ich etwas falsch mache? Mitte August 2007 lag mein Hb1Ac bei 7.5% und 2 Wochen später sprang er auf 8.9%! Häää??? Ich hatte das Gefühl, dass die Tabletten daran schuld waren und habe diese seit ca 5 Tagen abgesetzt. Seit ich keine Tabletten mehr nehme stieg der BZ nie über 11mmol 2h nach dem essen. Nach 3h - natürlich mit Bewegung - war er wieder bei 5. Ist doch ganz normal oder? Das beste kommt jetzt: Habe mir mal vorgenommen einfach ein ganz grosses Stück pizza zu essen. Werte nach 2h: 7.6mmol.....häää??? hallooo?....nach 3h: 5.1mmol.......ich glaub mich tritt ein Pferd! Als ich die Tabletten damals nahm, war er fast nie bei 5 und vorallem sprang der BZ immer wieder über 11mmol 2h nach gesunder Mahlzeit. Und trotz Bewegung kam der BZ nicht mal unter 7, ausser ich würde joggen, und das 6km mindestens. Komisch oder? Ich war bei einer Diabetologin und die zweifelt eher, dass ich ein Typ 2 Diabetiker bin. Vor allem da ich seit 2 Monaten eine gute Figur habe und eigentlich kein Diabetes haben sollte.....(72kg schwer und 1.83m gross BMI ist 21. Körperfett: 10%). Bei ihr habe ich auch gleich den HbA1c gemessen und siehe da, 8.3%. Vor 5 Tagen war er noch 8.9%! Also ich glaube, dass diese Tabletten eher meinen BZ anheben als ihn zu senken. Ich werde in 2 Wochen erfahren ob sich in mir Antikörper befinden, die meine schönen Inseln angreiffen und ich Typ 1 Diabetes habe und nicht Typ 2!

    Ich bin jetzt theoretisch seit 1 Jahr Diabetiker. Seit diesen 5 Tagen habe ich aber nicht mehr das Gefühl ein Diabetiker zu sein, sondern ein Kern-gesunder Mensch mit vielleicht Glukosetoleranzstärungen.

    Also kann mir das vielleicht jemand freundlicherweise erklären?

    MfG
    Gogi


  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 09:25:14
    Moin Gogi,

    von 13,0% auf unter 9% in 2 Wochen? Ich weiß nicht, WAS du hast, aber nur mit Sport ist das unglaublich, dass der HBA1C-Wert in so kurzer Zeit so stark sinken könnte. (Ich will deine Aussagen um Gottes Willen nicht anzweifeln.) Ich bin auf die Antworten der Profis echt gespannt.
    Aber großen Respekt vor Deiner Super-Gewichtsabnahme und der Sport-Tortour und Disziplin dazu. Herzlichen Glückwunsch!
    Weibliche Laienfrage: Was ist eine Aushebung? von Pia
  • Enno

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 10:04:35
    Metformin senkt nicht den BZ wie Insulin, sondern manipuliert die Verdauung, daher auch NW wie Blähungen, Durchfall, schlimmstenfalls gefährliche Übersäuerung des Blutes. von Enno
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 11:26:25
    Moin Gogi,

    Deine Leistungen sind absolute Spitze. Du hast bewiesen, was man mit Diabetes rein physisch erreichen kann. Aber Deine Blutzucker-Automatik ist nun einmal defekt. Das haben schon Deine ersten Blutwerte belegt, und
    1. so einen Defekt kann man bis heute nicht heilen, egal mit welchem Typ der bezeichnet wird, und
    2. so einen Defekt kann man als Betroffener nur jeden Tag möglichst gesund ausgleichen.

    Zum Vergleich: Eine gesunde Automatik sorgt dafür, dass der Mensch morgens eher mit 3,5-4 mmol/l aufwacht, den Tag über zwischen 4 und 5 misst und 30-60 Minuten nach dem Essen von viel Stärke=Zucker mal für max ne halbe Stunde über 6-7 ansteigt, aber praktisch nie über 8 und nach 2 Stunden sicher wieder unter 5-6 zurück ist. Macht einen gesunden HBA1c um 5.

    Bitte jetzt nicht missverstehen! Das sind gesunde Werte zum Vergleichen und Orientieren und nicht dazu, dass Du die jetzt auf Biegen und Brechen umsetzen und erreichen musst!
    Aber es gibt eine wachsende Handvoll proaktiver Betroffener, die sie mit Beharrlichkeit anstreben und mit viel Übung immer häufiger erreichen.

    Dein Fall zeigt einmal mehr, dass wir Betroffene uns dringend selbst schlau machen müssen - sehr gut z.B. auf diabetesinfo.de - und dass wir selbst genau beobachten müssen, wie gut eine Medikation uns dabei hilft, unsere Blutzuckerschwankungen und -anstiege gesund auszugleichen. So ist z.B. die Hauptwirkung von Metformin, dass es die Leber daran hindert, Zucker auszugeben.
    Gesund tut gibt die Leber nur Zucker aus, wenn zu wenig Glukose für einen Blutzucker von 3,5-4 gegessen wird, und mit dem Essen von neuer Stärke=Zucker wird diese Ausgabe automatisch ausgeschaltet, weil sie ja dann überflüssig ist. Aber mit einer defekten Automatik schaltet da nichts mehr aus. Das macht man dann halt z.B. mit Metformin.

    Aber mit Metformin kann man den Blutzucker nun mal praktisch gar nicht beeinflussen, der mit dem Essen von Stärke=Zucker ansteigt und auch nicht den, den Deine eigene Insulinproduktion generell nicht mehr schafft, vor allem wenn die Inselzellen mit Blutzuckerkonzentrationen > 8 gelähmt bis vergiftet werden (nicht weiter schlimm für die, die eh schon hin sind). Da wirst Du mit Deinem Arzt dringend über andere Medis sprechen müssen.

    Bisdann, Jürgen
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 11:31:45
    hallo gogi,
    wie schon pia schrieb so schnell ändert sich nicht der hba1c, ist also eine typische laborverfälschung,
    ein verläßlicher hba1c wird "immer" im gleichen labor mit den "gleichen" referenzlösungen, mit dem "gleichen" gerät gemacht.. am besten mit dem modernsten hplc gerät, am schlechtesten mit bayer dex(das ist würfeln)
    und nur zur anmerkung hier schreiben "untergewichtige" t 2 dmler, denn man muß nicht dick sein für einen t2..(da scheinen deine docs noch hinterm mond)
    und da jetzt auf t1 zu tippen ist auch recht absurd,
    denn wenn du ti wärst, mit insulinmangel wärst du bei deinem spotlichen einsatz lange mit ner keto danebengelegen..
    auch der schluß mit dem fett und der resistenz ist schief, denn das bezieht sich "nicht" auf das essen,
    nicht auf das sichtbare bauchfett, sondern auf das viscerale fett zwischen den inneren organen welches gar nicht sichtbar ist.
    nur zur info trotz dreitägiger bz entgleisung nach oben eine woche vor der blutabnahme hat sich mein hba1c icht verschlechtert, so schnell änder der sich nicht.
    mfg klaus von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 12:13:03
    Der Diadoc sagte, den HBA1C in kürzeren Abständen zu messen als 6 Wochen ist nicht sinnvoll. MIT actos UND Insulin erwartet man eine Senkung ab der 3. Woche, mit Actos OHNE Insulin frühestens ab der 6. Woche. von Pia
  • Gogi

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 13:42:06
    Guten Morgen miteinander

    Vielen Dank für eure Antworten und Glückwünsche:-). Zum Glück habe ich das Medikament abgesetzt obwohl es mir der Arzt abgeraten hatte....tztztz :-)...ich werde jetzt weiterhin so weitermachen wie früher, als ich keine Tabletten genommen hatte...

    @Pia

    Aushebung = Prüfung ob man für das Millitär geeignet ist oder nicht.

    @klaus
    also irgendwie verstehe ich das mit dem Fett jetzt nicht. Heisst das, ich darf so viel fettiges Zeug essen wie ich will - vorausgesetzt ich bewege ich nachher - ohne negativen Einfluss auf meine BZ-werte? Denn es gäbe da so einiges, das fettig ist und ich gerne essen würde :).....bin ja nur 72kg und 1.83m gross.

    Ach ja und noch eine kleine Ergänzung die ich vergessen habe. Ich hatte auch einen Nierentest und Urintest im Spital gemacht und man sagte mir, dass meine Nieren kerngesund sind und im Urin sich keine Eiweisse oder Glukose befinden.
    von Gogi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 13.09.2007 14:48:38
    hallo,
    wer zuviel fett und auch alles andere ißt nimmt zu,
    das ist alles. auf den bz hat das fettessen keinen einfluß(eiweiß ja aber sehr langsam und eigentlich nur zu merken bei extremer insulinempfindlichkeit.)
    der urintest auf eiweiß ist in d im alle drei monatspaket drin(und wichtig)
    der urintest auf glucose ist unsinnig, denn er sagt nur aus daß du vom letztenmal pinkeln bis zur probe nicht über 180mg/=10mmol/l warst.
    ev solltest du mal einen kompetenten diabetologen aufsuchen. der auch weiß was er tut (auch zur diagnose). der dich richtig berät, der dir auch wenn nötig richtige medis verschreibt.
    selbt wenn du mit sport jetzt den bz im rahmen hälst, deine tw extremen schwankungsbreiten im bz sind gerade für die augen nicht günstig..
    mfg klaus von klausdn
  • gego

    Rang: Gast
    am 06.10.2007 18:50:37
    Hallo Jogi, ich habe seit ca. 4 Wochen
    erhöhte BZ, ganz zufällig entdeckt (7,4) und in einer Apotheke gemessen. Danach zum
    Arzt, Chefarzt, der einen BZ von 7,9 und einen Langzeitwert von 5,9 feststellte.
    Trotzdem verschrieb er mir Metformin 500mg
    2x und Januvia(neu). Da ich eine Nierenschwäche habe, hätte er eigentlich doch noch mal überlegen müssen.
    Ich habe seit März 6kg zugenommen,
    bewege mich aber nicht so viel. Nur ab und zu mit dem Hometrainer.
    Mein internistischer Hausarzt warnte mich
    vor Metformin, da ich sehr oft übersäuert bin.
    Nun habe ich mich, auf grund meiner med.
    Vorbildung mit dem Thema intensiver beschäftigt und tatsächlich eine Lösung
    gefunden: 1. Entgiftung, 2. keine Transfette,
    3. viel Rohkost in form von Obst und Gemüse. etwas Fisch und auch mal Hähnchen. Ansonsten Vollkornprodukte.
    Der Stoff Inulin wirkt sehr positiv aus.
    Dann habe ich einen Naturheilmed. konsultiert, der mir noch Harongan empfohlen hat.
    Ich habe morgens jetzt Nüchternwerte von 5,2- 5,4, 2 Stn. nach dem Frühstück 6,0-6,8
    Da kann ich doch ganz zufrieden sein, oder!?
    Ich tippe auch auf eine Autoimmunerkrankung, weil ich in dieser Beziehung schon sehr viele Titer habe.
    Allerdings war ich schon sehr erschüttert, daß es jetzt auch noch meine Bauchspeicheldrüse treffen könnte.
    In Erwartung einer kurzen Nachricht, verbleibe ich mfG Gego