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Frage an Anke, ob Tablettentherapie sinnvoll ist
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Pia
Rang: Gastam 22.08.2007 13:34:33
Liebe Anke, es ist schon komisch, eigentlich würde ich eine Ärztin aus dem nötigen Repekt heraus siezen....
Ich habe eine Frage: Ich habe hier im Forum oft gelesen, dass Patientinnen oder Patienten (ich rede nicht von der 80jährigen Frau), die von ihren Hausärzten mit Metformin o.ä. Medikamenten behandelt werden und der BZ eher grenzwertig reagiert, um die Überweisung zum Diabetologen und damit die Insulintherapie hinauszuzögern. IUnd die Jungs hier empfahlen dann meist einen fixen Termin zum Diabetologen. Ich habe mich manches Mal schon gefragt, ob die Tablettenzeit nicht verlorene Zeit ist und eine Überweisung zum Diabetologen nicht oft besser wäre. (Zumal ich oft gelesen habe, das den Leuten gerade mit Metformin häufig über die gesamte Zeit "kotzübel" ist. Ich selbst musste mich auch von Metformin ständig übergeben. Mir scheint gerade Metformin und Siofor kein gutes Medikament zu sein. Wie denkst Du darüber? Was spricht gegen eine früher beginnende Insulintherapie. Vielleicht ist meine Frage auch naiv und doof. von Pia -
Haschi
Rang: Gastam 22.08.2007 13:44:01
@Pia
Siofor (Handelsname) enthält auschließlich den Wirkstoff Metformin. von Haschi -
Rolf
Rang: Gastam 22.08.2007 14:02:02
Hi, Pia,
ich bin nach der Verordnung von Siofor1000, welches ich nicht vertrug und nach meiner Meinung auch nur geringe Wirkung zeigte, sofort zum Diabetologen und es geht mir besser nach mehr Sport und kontrollierter Ernährung ( Siofor liegt im Schrank )
Also m. E. besser gleich !
Gruß
Rolf -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 22.08.2007 17:04:35
Hallo Pia :-))
Wenn mich jetzt einer siezt, fang ich an zu jodeln ... ;-) Aber glücklicherweise sind die Götter in Weiß am Aussterben ... und Kittel auch nicht mehr überall Vorschrift, so dass es in den Gängen statt "Grüß Gott Frau Doktor" dann einfach nur "Hallo" heisst. (Und später im Sprechzimmer: ... äh.... was ... SIE sind Ärztin???? Ja, sind Sie denn schon FERTIG?!)
Eine Tablettentherapie hat verschiedene Ansatzpunkte: manche Mittel verzögern die Kohlenhydrataufnahme, manche erhöhen die Insulinproduktion, erhöhen die Insulinsensibilität, u.a..... das alles sind Maßnahmen, die greifen können, solange noch eine ausreichende Eigenproduktion von der Bauchspeicheldrüse vorliegt.
Der Blutzucker sagt, ob die Bauchspeicheldrüse es mit Hilfe dieser Medikamente noch schafft.
Sobald die Werte immer wieder in den grenzwertigen Bereich abdriften, ist es sinnvoll, auf Insulin umzusteigen. Denn dann ist es nur noch eine Frage der Zeit ... dann ist es z.B. möglich, Tabletten und Insulin zu kombinieren.
Schritt für Schritt wird der Körper so weit erst mit Bewegugn, dann mit Tabletten, dann mit Tabletten und Insulin, vielleicht irgendwann nur noch mit Insulin unterstützt. Ausschlaggebend ist immer der BZ.
Manche Ärzte sagen: möglichst früh auf Insulin umsteigen, um die Restkapazitäten der Bauchspeicheldrüse zu schonen. Manche sagen: Spritzen rauszögern so lange es geht ...
Es scheint sinnvoll, solange mit Tabletten zu arbeiten, wie die Werte gut mitmachen (das kann über sehr viele Jahre gehen!) und bereit zum Umstieg auf´s Spritzen zu sein, wenn die Bauchspeicheldrüse auch mit Medis "erlahmt".
Herzliche Grüße Anke
von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de