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Frage zu: 1-2-3 und 140-120-100
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Helga
Rang: Gastam 21.08.2007 16:02:09
Hallo,
danke für die großartige Hilfe, die man hier - gerade als jemand, der sich neu mit dem Thema konfrontiert sieht - bekommt!
Dank an Jürgen, Klaus, Haschi, Anke, LisaO, Thomas, Mette.............
Ich habe gestern Abend noch lange hier im Forum gelesen und auch einige Beiträge über die unterschiedlichen Ergebnisse bei den Messgeräten gelesen.
Ich habe derzeit das Aviva ausgeliehen und darüber hieß es an verschiedenen Stellen, dass es grundsätzlich sehr hoch anzeigen würde. In einem Beitrag habe ich gelesen, dass die Werte beim Aviva IMMER regelmäßig höher lagen und man so bei Aviva nach 2 Stunden z.B. 155 und beim Ascensia Contour aus dem gleichen Bluttropfen 125 angezeigt wurde.
Wenn das so ist, dann würde es ja tatsächlich einen großen Unterschied machen, für welches Gerät man sich entscheidet. Das verunsichert mich jetzt sehr. Ich weiß, dass die Messungen um +/- 15 % schwanken dürfen und dass auch jede Wiederholungsmessung schon nach 10 Sekunden wieder anders ausfallen kann. Aber so wie ich das gelesen und verstanden habe, gab es keine Schwankungen zwischen den Geräten hin und her, sondern das Aviva war konstant höher im Ergebnis und zwar deutlich. (ich glaube 15 - 30%). Auch gegenüber einer Vergleichmessung mit dem Labor lag das Aviva zu hoch.
Ich bekomme -hoffentlich morgen schon - ein Ascensia Contour Testgerät. Ich hatte mich dafür entschieden, weil ich es sehr angenehm in der Handhabung fand und das Aviva auch demnächst zurückgeben muss. Nun bin ich sehr gespannt auf das Gerät.
Da stellt sich tatsächlich auch mir die Frage, wie man die von Jürgen empfohlenen Werte prüfen soll, wenn z.B. Avia sagt 155 und Contour 125. ????????? Ich bin TOTAL verunsichert. Bin nun gerade dabei, mir mal Listen zu machen und meine Ernährung nach Lisas und Jürgens Tipps zu checken, aber das Ergebnis (ob ich nun tatsächlich unter 140 liege) ist doch dann auch nicht klar.
Habt Ihr schon mal über eine längere Zeit 2 Geräte verglichen bzw. auch mit dem Labor abgecheckt?
Danke und liebe Grüße
Helga
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Jürgen
Rang: Gastam 21.08.2007 16:13:23
Moin Helga,
es sind alles Schätzgeräte, und wenn ich ab und zu zwischen 2 wählen muss, nehme ich das mit der größeren Zahl aus dem selben Blutstropfen. Was wäre daran so schlimm, wenn ich damit dann statt meistens < 140 eben meistens < 130 bliebe? Oder gar < 120? Aber die Gefahr ist wirklich nicht so groß, wie ich schon in einigen Selbsthilfegruppen gesehen habe :-)
Bisdann, Jürgen -
Franziska
Rang: Gastam 21.08.2007 17:31:51
Hallo,
kan dem nur zustimmen, sogar bei ein- und dem selben Gerät können die Abweichungen sehr schwanken. Daher werden diese Geräte auch eher als 'BZ-Trendmessgeräte' bezeichnet.
Ist ein teurer Aufwand, aber wenn ich messe, messe ich auch -wenn mir der Wert gerade wichtig ist- mehrmals hintereinander und nehme dann den Mittelwert.
Dann habe ich damals beim OGTT parallel mit meinem Gerät mitgemessen und festgestellt, dass dieses etwas mehr maß als das Labor. Besser als andersrum, sage ich mir...
Wie gesagt: Es geht ums Prinzip...
Gruß
Franziska -
klausdn
Rang: Gastam 21.08.2007 20:15:19
keine angst,
selbst mit dem labor findet man rechts links,
ohrläppchen ,finger, bzw mehrfachmessung , differenzen.
mein diesjähriger vergleich über 3 monater war compact plus/otu2 , und erstaunlich die ergebnisse lagen praktisch gleicht, also immer max 10differenz
in ca 10 fällen bis auf die letzte stelle..
zweimal mit labor kontolle. sehr zufriedenstellend alle beiden geräte.
mfg klaus von klausdn -
Ecki
Rang: Gastam 21.08.2007 21:39:33
Servus Klaus und Jürgen,
Bei meinem oGTT hat die Praxis ein Aviva mitlaufen lassen. Aus demselben Blutstropfen. Horror-Ergebnis:
Nüchternwert Labor 83 – Aviva 131
2 Stunden-Wert Labor 141 – Aviva 180
Daraufhin habe ich mal 25 EUR investiert und 50 Mal eine Doppelmessung mit meinem eigenen Aviva und dem Ascensia Contour meiner Mutter gemacht. Wohlgemerkt es waren keine Wiederholungsmessungen o.ä. (was hier immer wieder angeführt wird), sondern jeweils nur eine Messung und die aus demselben Blutstropfen zur selben Sekunde. Hier Beispielwerte:
Aviva ---- Contour
127 92
126 102
121 95
102 75
110 85
120 90
141 110
129 92
156 116
131 115
125 97
131 108
116 94
129 94
143 116
114 92
126 95
126 100
129 98
110 84
137 114
……
So geht es analog über 50 Messungen immer weiter. Nicht ein einziges Mal waren die Werte etwa gleich oder mal umgekehrt. Diese schlechten Werte, die mir das Aviva bescheinigte, wurden weder vom Laboir, noch von Apothekenmessungen bestätigt. Auch passen sie nicht zu meinem HbA1c. Ich bin dann noch mal in eine Apotheke, die ein Laborgerät hat und auch dort ein ähnliches Ergebnis: Laborgerät (Reflotron) 130, Aviva 161. Ich kann also auch bestätigen, was andere hier schon berichtet haben, dass das Aviva regelmäßig zu hoch liegt und zusammen mit den Werten, die mit dem Labor verglichen worden sind, ist für mich klar: das Aviva gibt keinen annähernd stimmigen Wert. Ich habe das Gerät nicht mehr im Gebrauch!
Ein Bekannter aus der Selbsthilfegruppe testet gerade das Contour und das OneTouch Ultra 2 und bisher liegen beide Geräte ziemlich nah, +/- 10%. (One Touch ist zudem plasma-äquivalent) So soll es sein. Er nimmt sie demnächst auch mal mit zum Arzt.
Hier wird immer wieder darauf hingewiesen, dass diese Home-Geräte eben Schwankungen haben (dürfen) und Mehrfachmessungen, rechtes Ohrläppchen, linkes Ohrläppchen etc unterschiedliche Werte bringen. Ich denke, das weiß jeder. Darum geht es aber hier nicht, sondern dass ein und dasselbe Gerät immer deutlich höher liegt und das bei jeweils einmaliger Messung aus einem Blutstropfen und das ist sicher nicht hilfreich.
@ Helga: Ich würde Dir vom Aviva abraten. Das Gerät macht Dich garantiert zum Diabetiker :-(
Servus
Ecki
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klausdn
Rang: Gastam 21.08.2007 23:29:23
hallo eki,
mein beispiel mit rechts links ect war auf laborgerät bezogen.
auf der anderen seite verstehe ich nicht daß man soo lange mit einem gerät daß allem anschein nach nicht zufriedenstellend arbeitet, rumwerkelt.
-ich kenne sehr insulinempfindliche t1 die mit aviva voll zufrieden sind.
kein mensch kauft sich heutzutage ein bz gerät,
man ruft an und bittet höflich um zusendung,
dauert max 2 tage..
fertig.
nur zur info die genauigkeit der hba1c bestimmung auf die immer gerne verwiesen wird liegt ja auch nur bei +-1, hängt von verschiedenen faktoren ab.
daher soll man langfristig bei einem labor bleiben, und wenn der wert plötzlich ausschießt unbedingt nach gerätewechsel, oder referenzflüssigkeitsänderung fragen.
nur...
1. mit einem zu hoch anzeigenden gerät wird niemand zum diabetiker..
2. habt ihr schon von INSULINERn gehör die über meßprobs berichten? und bei denen kommt es wirklich drauf an. zb 5,5 oder 6ie bolus.
3. weshalb nennt ls ddas otu2 blutzuckerüberwachungsgerät und nicht meßgerät
daher nur ein tip , die wirklichen probleme gehen los , wenn die mengen rationiert werden, auf pipistreifen zurückgeriffen werden muß.
und genau das ist der grund weshalb einige unverständnis äußern, über die ungenauigketen diskussion.
mfg klaus von klausdn -
Ecki
Rang: Gastam 22.08.2007 01:02:16
Servus Klaus,
'''auf der anderen seite verstehe ich nicht daß man soo lange mit einem gerät daß allem anschein nach nicht zufriedenstellend arbeitet, rumwerkelt.""
Ganz einfach, weil ich ein "möglichst gutes Gerät" suche. Ich habe nichts dagegen, dass die auf dem Markt befindlichen Home-Geräte mehr schätzen als messen und Abweichungen drin sind, aber dass sie untereinander soo stark abweichen, müsste sicher nicht sein. Es kann in meinem Beispiel nur ein Gerät von beiden (Aviva/Contour) näher an der Realität liegen. Dass beide "gut und präzise" (Werbeaussagen) sind, ist ja wohl Käse.
""-ich kenne sehr insulinempfindliche t1 die mit aviva voll zufrieden sind""
Wahrscheinlich haben die noch nie näher untersucht, was sie da eigentlich für Werte bekommen und wie sie sich besser fühlen könnten.
""kein mensch kauft sich heutzutage ein bz gerät, man ruft an und bittet höflich um zusendung, dauert max 2 tage.. fertig.""
Kaufen oder nicht kaufen, war doch gar nicht das Thema. Finden! Und zwar das Beste!
""2. habt ihr schon von INSULINERn gehör die über meßprobs berichten? und bei denen kommt es wirklich drauf an. zb 5,5 oder 6ie bolus""
Wahrscheinlich würde es vielen davon (was die Späfolgen angeht), wesentlich besser gehen, wenn sie mal Meßprobs machen würden. :-))
Ich möchte eben möglichst ohne Spätfolgen leben und dazu gehört ein Gerät, dass mit seinen "Schätzungen" möglichst nahe an die Realität ran kommt. Werte wie im obigen Beispiel, wo Du die Wahl hast zwischen150 und 110 ................da kann man wirklich auch wieder zum Pipistreifen greifen.
Servus
Ecki -
Nochmal Ecki
Rang: Gastam 22.08.2007 01:07:03
P.S.:
@ Jürgen
Auf Deine Richtlinie 140, 120, 100 bezogen, kann ich mit diesen beiden Geräten, die ich nun mal für mich getestet habe, nicht sehen, wie man das auf vernüftige Weise kontrollieren sollte.
Servus
Ecki
von Nochmal Ecki -
diotmari
Rang: Gastam 22.08.2007 10:05:05
Guten Morgen!
Ich denke, daß das kein herstellerbezogenes Problem ist, sondern alle Hersteller Geräte mit hoher Meßungenauigkeit unter die Leute bringen. Das eine Gerät "schätzt" relativ gut, ein anderes aus gleicher Produktion weniger. (Vielleicht liegt es ja auch nur an der Charge Teststreifen) Ich habe mal ein FSM getestet, daß mir technisch interessant vorkam. Es zeigte auch immer >40 mg /dl zuviel an - was mich zu einem Korrekturbolus verleitet hat, der mich dann nahe an eine Hypo geführt hat. Aber die hat das Gerät, verglichen mit meinem Standardschätzer, korrekt dargestellt. Von anderen wurde mir berichtet, daß sie sehr zufrieden mit dem FSM sind. War wohl halt ein "Montagsgerät"....(Oder die Testreifen waren vom Montag)
Viele Grüße
diotmari -
Haschi
Rang: Gastam 22.08.2007 12:44:57
Hallo,
ich habe praktisch alle Blutzuckertestgeräte, die seit ca. 10 Jahren marktgängig sind, zumindest einmal getestet. Anfangs haben mich sehr voneinander abweichende Ergebnisse auch verwirrt. Es verwundert aber eigentlich gar nicht so sehr, wenn man die technologisch schwer zu eliminierenden Toleranzen, die unterschiedlichen Messsysteme und alle subjektiven und objektiven Fehlermöglichkeiten bedenkt.
Die Hersteller gewichten auch die Genauigkeit ihrer Geräte unterschiedlich, einigen ist es wichtiger im oberen Bereich den Laborwerten ziemlich nahe zu sein, andere legen mehr Wert darauf, möglichst frühzeitig einen Trend zur Unterzuckerung zu signalisieren.
Die größten Übereinstimmungen stellte ich immer im Bereich 90 bis 120 mg/dl fest.
Wichtig ist, bei der Einstellung und im Diabetikeralltag immer das selbe Testgerät zu benutzen, von dem man selbst überzeugt ist, den eigenen Realwerten am nächsten zu sein. Deshalb ist es auch sinnvoll, in der Arztpraxis ab und zu eine Parallelmessung mit dem eigenen Gerät vornehmen zu lassen. Mit FS-Geräten habe ich dabei noch nie stark abweichende Ergebnisse ( über 10 %) festgestellt bei Beachtung von Plasma- oder Vollblutäquivalenz.
Bevor ich zur Korrektur schreite bei einem unerwartet hohen oder niedrigen Blutzuckertest, wiederhole ich den Test mit demselben Gerät und einem Teststreifen aus derselben Charge. Weichen beide Tests erheblich voneinander ab, teste ich auch schon mal ein 3.Mal.
Allzeit gute(!) Werte.
von Haschi