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Fortsetzung 1-Stunden-Wert mit neuem Themenschwerpunkt

  • Pia

    Rang: Gast
    am 23.08.2007 15:52:53
    Liebe Helga,

    Zitat: Sich auch mal anschauen, wenn man über neue Forschungsstudienergebnisse berichtet wird, WER diese Studie in Auftrag gegeben und WER sie bezahlt hat! Zitatende.

    Das is wohl wahr. Von einigen Studien mag man gar nicht glauben, dass sie überhaupt an Patienten gemacht wurden und nicht nur am PC geschrieben.
    Und wie du bereits sagtest, hinter der Schulmedizin und auch hinter den alternativen Heilmethoden stehen mehr oder weniger engagierte Menschen.
    Dass man als Patient sich selbst informieren muss, ist auch nicht alltäglich. Der "brave" Patient oder der mit Respekt vor der Diagnose wird alles das tun, was der Arzt sagt. Sogar ich Dussel haben brave jede verordnete Einheit Insulin gespritzt und artig wieder 8 Wochen gewartet bis im nächsten Termin die Diadoc das Basal 2 E. höherschraubt. Und manches mal bin ich mir nicht recht sicher, ob der Arzt mir gegenüber einen informierten Patienten überhaupt möchte, denn der könnte unbequehm sein und anstrengend, weil er Arbeit macht, aber er könnte auch besser kooperieren. Ich habe in manchen Facharztrichtungen zeitlang auf eher die "alten weisen Doktoren" geschworen, z.B. aber letztens mich bewusst für die "Jugend" entschieden (Hautarzt) und war ziemlich begeistert, weil sich ne Menge getan hat. Es kommt eben immer auf das "gerüttelt Maß" an. von Pia
  • Der Zuckerschlumpf

    Rang: Gast
    am 23.08.2007 17:00:41

    Nur mal ein Gedanke:

    Wenn die Pharmaforschung eine Pille gefunden hätte, die jeder Diabetiker nur ein einziges Mal einnehmen müsste und er wäre seinen Diabetes los....................

    Glaubt Ihr wirklich, diese Pille würde auf den Markt kommen???????????

    Es geht um Milliarden, die durch DM-Tabletten, Insulin, Spritzen, Pumpen und nicht zuletzt die teuren BZ-Messtreifen in die Kassen kommen!

    Profit spielt eine unverschämte Rolle in einem Bereich, in den Profit nicht hingehört: in der Medizin. Leider geht der Trend dahin, dass Schulmedizin ein Geschäft ist, munter weiter. Krankenhäuser müssen nun ihre OP-Zahlen veröffentlichen, damit Patienten sich ein Urteil über deren Routine machen können. Schön und gut. Zu was führt das?? Zu Unmengen unnötiger OPs, damit man stattliche Zahlen vorweisen kann und das Konkurrenzkrankenhaus aussticht.

    In der Schulmedizin geht es leider nicht in 1. Linie um das Wohl des Patienten.

    Auch ich bin für aufgeklärte Patienten, die sich selbst entscheiden, was - wann - wo. Auch manchmal ohne die Schulmedizin, auch manchmal mit.

    Der Zuckerschlumpf
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 23.08.2007 17:08:22
    also schulmedizin vs traditionelle medizin. wenn ich mitten im busch bin, und ein problem habe, muß ich zur kräuterfrau gehen, in der hoffnung, daß sie etwas mehr als voodo kann, und zwar soviel mehr, daß ich das nächste hospital erreiche. für mich der große nachteil der kräutermedizin ist, daß die wirkstoffe sehr abhängig von jahreszeit und ort des wachsens abhängig ist. bei einer pille/ampulle weiß ich, wieviel drinnen ist. ich weiß aber auch, daß ich mich mit einem pfefferminztee etwas beruhigen kann.

    die sache mit dem essig. laboressig ist so um die 100%, haushaltsessig solide unter 10 %, also bitte vorm zusammenmischen etwas den taschenrechner quälen.

    der behandelnde arzt und der mündige patient ist auch so ein thema. ein patient, der sich in ein thema eingelesen hat, kann bei einem verständigen arzt offne türen einrennen. oder er glit sehr schnell als querulant. den menschen geht es wie den leuten, wer suchet der findet.

    wann soll wie behandelt werden et al.
    da sehe ich es genau so wie jürgen. wenn man erkannt hat, daß man auf den besten weg ist, zu erkranken, kann man warten, bis die gesündesten auch erkrankt währen, oder man versucht so früh wie möglich gegenzusteuern. da hilft es m.m nach nicht, zu sagen, die werte sind zwar auffällig, aber sie haben ja noch kein dm. aber es hat sich keiner die mühe gemacht, eine gegenrechnung aufzumachen, wieviel dm mit einer blutwäsche hätte verhindert werden können. statt dessen kleben wir dank unser aller ulla noch fester am staatsfetischismus.

    gruß von thomas2002
  • Pia

    Rang: Gast
    am 23.08.2007 17:41:29
    Genau, Thomas,

    wennich zum Arzt gehe und habe Magenschmerzen und frage: Könnte daran liegen, das ich...
    bringe ich den Arzt möglicherweise in eine Richtung, die möglich wäre, aber am Ende nicht die Ursache meiner Beschwerden ist.
    Am besten ist es, sich so weit es geht, zu informieren, dann den untertanen Patienten zu geben und hie und da in einem Nebensatz ein Fräglein einzuwerfen, sich aber den Laienstatus tunlichst zu erhalten.
    Ich gehe auch gern mit einem Zettel in die Praxis, auf dem ich mir meine Fragen notiere und sage dann: Das muss ich tun, damit ich nix vergesse. So erwecke ich den senilen Patienten;-) Nee, aber das ist wirklich so. Aus der Praxis raus, Mensch, du wolltest doch noch das und das fragen..
    Bei meiner Hausärztin und im Schmerzzentrum ist das anders, da habe ich den Eíndruck, wir bewegen uns auf gleicher Augenhöhe.
    Aber bei einem Arztbesuch in neuen Sphären sollte man doch erst mal sondieren. Und den Arzt suchen lassen... von Pia
  • Bernd B.

    Rang: Gast
    am 24.08.2007 01:13:13
    Hi Pia und andere,

    *wennich zum Arzt gehe und habe Magenschmerzen und frage: Könnte daran liegen, das ich...
    bringe ich den Arzt möglicherweise in eine Richtung, die möglich wäre, aber am Ende nicht die Ursache meiner Beschwerden ist.*

    So beeinflussbar sollte ein guter Arzt nicht sein. Auch wenn man ihm die eigenen Vermutungen sagt (was oft wirklich auch wichtig sein kann), wird er trotzdem seine fachliche Diagnostik machen. Außer er ist wirklich nicht sehr zuverlässig und korrekt, spart sich gerne Arbeit und eigenes Nachdenken. So einen Arzt würde ich wechseln.
    ---------------------------------------------
    Zum Thema "Alternative Medizin":

    Ich habe in einem älteren Thread gelesen, dass z.B. Hans Lauber als Spinner betitelt worden ist. So etwas finde ich allerdings auch nicht gut. Was ist daran "Spinner", wenn sich jemand so aktiv mittels Sport, Ernährung und Kräutern etc.. darum bemüht, seinen BZ im guten Bereich zu halten?? Wer maßt sich an, Versuche anderer zu verurteilen? Lauber ist zudem bisher ja wohl sehr erfolgreich mit seinem Weg und ohne Medis. Jeder Mensch hat seinen Weg und alleine das sich um seine eigene Gesunderhaltung zu bemühen ist schon besser als sich nur dem Onkel Diadoc "auf die Liege zu legen" und Rezepte in Empfang zu nehmen. Also, warum Lauber als Spinner hinstellen? Es gibt auch andere als den ureignen (schulmedizinischen) Weg.

    Ich plädiere auch für mehr Toleranz und gegenseitigen Respekt vor den jeweils individuellen Wegen!!

    Bernd
    von Bernd B.
  • LisaO

    Rang: Gast
    am 24.08.2007 06:09:51
    Liebe Helga!

    Alles was von Dir in diesem Tread bisher gesagt wurde, findet meine Zustimmung. Ich wollte mich schon einigemale in die Diskussion einbringen, aber ehrlich gesagt fehlt mir im Moment die Zeit dazu.

    Bernd B bringt es auf den Punkt. Toleranz und gegenseitiger Resekt für den jeweils individuellen Weg sind angesagt.

    Mit lieben Grüßen
    LisaO