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Diabetes und Endosopie
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Elmar Becker
Rang: Gastam 19.08.2007 14:17:56
Meine Frage betrifft das Verhalten vor einer Endoskopie( Magenspiegelung, Darmspiegelung usw.). Welche Empfehlungen können gegeben werden bezogen auf BZ-Messung, Insulingabe, bei Sulfuylharnstoffen Verhalten am Vortag usw? Wer kann mir Rat geben? Wer hat als Patient hiemit Erfahrungen gemacht und wie waren diese? Ich arbeite als Krankenpfleger im Krankenhaus und erlebe den Umgang von Ärzten mit Menschen in dieser Situation als sehr unsicher und beschäftige mich deshalb in einer Hausarbeit mit diesem Thema um eine gut Lösung zu finden. Vielen Dank im voraus
Elmar Becker -
Haschi
Rang: Gastam 19.08.2007 16:50:59
Hallo Elmar Becker,
die Gastroskopie wird bei leerem Magen, die Kolposkopie erst nach der Spülung des Verdauungstraktes durch Zuführung einer Flüssigkeit durchgeführt.
D.h. bei der Darmspiegelung alleine kann man kurz davor sogar etwas essen, da die Nahrung eine gewisse Zeit benötigt, um in den Darm transportiert zu werden.
Sulfonylharnstoff-Präparate oder Glinide sollten ohne Nahrungszufuhr nicht eingenommen werden wegen der Unterzuckerungsgefahr.
INSULINER nehmen ihre Baslversorgung genau so vor wie ohne Endoskopie.
Bolus entfällt entsprechend Nahrungskarenz.
von Haschi -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 19.08.2007 23:20:31
Hallo Elmar,
da die Endoskopie i.a.R. nüchtern durchgeführt wird, sollten die oralen Medikamente nur bis zum Vorabend gegeben werden, im Fall einer Insulintherapie sollte man den Basalbedarf weiterhin spritzen wie bisher, aber am Untersuchungstag keinen Bolus mehr geben, da ja auch keine Mahlzeit mehr eingenommen wird.
Gerade bei Diabetikern, die spritzen müssen (alle Typ 1 und viele Typ2) wäre es gut, die Untersuchung möglichst früh anzusetzen. Denn lange Nahrungskarenz fürht zu einer Änderung der Stoffwechsellage, die insulin-unsensibel macht. Trotz fortlaufender Basalinsulingabe kann es deshalb zu einer Erhöhung der BZ-Lage kommen. Um so mehr, je länger die Nahrungskarenz dauert. Und wer spritzt schon gern vor einer Endsokopie, bei der er einen Unterzucker nicht bemerken würde, einen Korrekturbolus ....?! Diese Portion Extra-Streß ließe sich schon mal durch den Zeitpunkt beheben.
Da ja keine gänzliche Vollnarkose samt erforerlicher Anästhesie verwendet wird und die Dauer meist deutlich unter einer Stunde bleiben dürfte, scheint es sinnvoll, Pumpenträgern die Pumpe liegen und weiter laufen zu lassen. sie sind meist so gut geschult, dass sie die entsprechenden Anweisungen vor der Untersuchung selber geben können ;-)
Wichtig ist natürlich immer: ein guter Ausgangs-BZ. Vor allem darf er nicht zu niedrig sein, Fachliteratur nennt Werte bis 80 mg/dl in Ordnung, ich persönlich würde lieber auf Nummer sicher gehen und nicht unter 120 mg/dl in die Untersuchung starten.
Wichtig ist auch eine Messung nach der Untersuchung. Da das Beruhigungsmittel ja mitunter noch eine Zeitlang nachwirkt, sollte sich jemand, der geschult ist oder sich vorher durch den Patienten in die Handhabung des BZ-Meßgerätes hat einweisen lassen, darum kümmern und dem Pat ggf. assistieren.
Einen guten Fachartikel findest du auch auf diabetes-world.net, Fachportal, Lebenssituationen, OPs.
Herzliche Grüße Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
Fuchs
Rang: Gastam 21.08.2007 18:54:04
Hallo,
habe als Pumpenträger Anfgang des Jahres die Spiegelung gemacht. Ist nix Besonderes zu beachten. Bei niedrigen Werten einfach hellen Sprudel hinzugeben (Sprite, Fanta), zur Not auch Traubenzucker.
Wird schon...
Fuchs