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berufliche Schwierigkeiten-Schwerhörigkeit-Typ I Diabetes-Depressionen!
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V.
Rang: Gastam 07.08.2007 17:58:00
Wo soll ich anfangen?
Ich bin seit meinem 13. Lebenjahr Typ I Diabetikerin (mittlerweile 22 Jahre). Diese Krankheit habe ich wohl nie als einen Bestandteil meiner Persönlcihkeit wahrgenommen. Das was andere konnten, konnte ich auch. Es ist mir im beruflichen Alttag (Schule) schon all zu häufig passiert, dass ich vergessen habe eine Krankheit zu haben. In den Pausen ruft ständig ein Ausbildungsbetrieb an, ein Kollege will was, es muss was kopiert werden, es finden in der Pause Konferenzen statt, ein Schüler steht vor der Tür etc.
Sprich, Unterzuckerungen sind an der Tagesordnung. Mein morgendliches Insulin (6 E. für 4 BE) will ich aber nicht reduzieren, da ich sonst trotz Bolus-Abstand zum Frühstück erhebliche Blutzuckerspitzen weit über 200 mg/dl habe. Was micht als Kind geprägt hat, war die Fotografie eines nicht mehr richtig durchbluteten großen Zehs, der schwar geworden war. Dieses Foto diente damals zur Abschreckung vor hohen BZ-Werten.
Meine Krankheiten scheinen mich einzuholen. Ich funktioniere nicht mehr. Zwar habe ich keine Spätschäden, Nerven, Augen und sonstige Gefäße scheinen in Ordnung zu sein, aber neben dem Diabets habe ich seit jeher hormonelle Probleme (bin mit 47 kg aber nicht übergewichtig), mittlerweile einen leicht erhöhten Blutdruck und was das Schlimmste ist, ich bin seit einiger Zeit schwerhörig.
Das mein Gehör nicht das allerbeste ist habe ich schon vor ca. 8 Jahren gemerkt, aber es war noch im sozialen Hörbereich. Seit 2 Jahren trage ich jedoch ein Hörgerät und das berietet mir erhebliche Probleme. Ich habe seit einem 1/2 Jahr das Gefühl gehabt trotz Gerät nicht immer gut zu hören. Dadurch habe ich manchmal wohl einen komischen Eindruck bei Schüler hinterlassen. Ach ich weiß nicht mehr, ob ich Dinge einfach nicht verstanden habe oder ob sie ein normal Hörender auch nicht verstanden hätte.
Ich bin verzweifelt. Wegen Depressionen zur Zeit nicht arbeitsfähig und suche nach neuen Wegen mein Leben wieder zu meistern. Ich habe immer funktioniert, bin besessen davon alles zu meistern und kann mit den tatsächlichen Wahrheiten wohl nicht adäquat umgehen.
Ich trage übrigens seit 10 Jahren eine Insulinpumpe mit Insuman-Infusat. Novorapid hatte ich such mal in der Punpe. Doch indeisem Zusammenhang gab es eine schwere Unterzuckerung bei der ich bewußtlos vom Treibtischstuhl gefallen bin.
Gibt es Typ I Diabtiker die noch nicht das 40. Lebensjahr erreicht haben und die unter ähnlichen Schwierigkeiten leiden?
Würde mich über Antworten sehr freuen.
V. -
Jürgen
Rang: Gastam 07.08.2007 18:33:10
Moin V,
da hast Du ja ne ganze Menge an Deinem Hals angesammelt. Aus welcher Art Schule nimmst Du denn gerade Deine Auszeit? Und was würdest Du wie anders machen, wenn Du ab sofort keinen Diabetes mehr hättest? Was Du hier nicht ausbreiten magst, darfst Du mir auch mailen.
Hey, und wenn Du nicht von mir altem Typ2 angequatscht werden magst, der halt schon reichlich gesehen hat, dann schau doch mal in Dirks insulinclub.de. Da seid Ihr 1er unter Euch ;-)
Bisdann, Jürgen -
V.
Rang: Gastam 08.08.2007 02:04:25
Hallo Jürgen!
Danke für Deine Antwort. Typ II oder Typ I - das spielt keine Rolle. Von anderen Menschen, vor allem mit mehr Lebenerfahrung kann man immer viel Lernen. Wenn Du bereit bist, mir Deine E-Mail-Adresse mitzuteilen, schreibe ich Dir gerne eine Mail.
Gruß V. -
Jürgen
Rang: Gastam 08.08.2007 08:56:30
Moin V,
wenn im Beitragskopf hier die Email aktiviert ist, brauchst Du nur an zu klicken :-)
hjt@gmx.com
Bisdann, Jürgen -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 14.08.2007 16:03:15
Hallo V :-))
Hut ab vor dem, was du bislang gemeistert hast, das ist eine ganz tolle Leistung!
Ich hoffe doch sehr, es kommt nicht überraschend, dass die Reserven irgendwann auslaufen und die Stimmung vom Keller unter den Gefrierpunkt sinkt, wenn so viel bewältigt werden will ... auf Dauer und ohne Pause?!
Wenn die Depressionen eine Arbeit aktuell unmöglich machen, ist es wichtig, sich diese Pause auch zu gönnen. Es ist wichtig, sich IN dieser Pause auch zu gönnen, was einem ganz persönlich gut tut - ohne dabei bereits wieder den vollen Leistungsanspruch an sich zu stellen.
Sobald die Kräfte wieder da sind (das ist, falls man es schafft, abzuschalten, keine Frage des Ob, sondern nur eine Frage des Wann), werden sich für die Alltagsprobleme auch wieder die Lösungen finden, die man braucht.
Hm. Diabetes und Schwerhörigkeit in Kombination können auch schon mal bei einer genetischen Veranlagung gemeinsam auftreten. Falls dich diese Richtung interessiert, könnte man den Hausarzt vielleicht daraufhin ansprechen, ob er eine Überweisung an den Genetiker für sinnvoll hält. Allerdings weniger in Hinsicht auf Konsequenzen für die Therapie (die richtet sich weiterhin nach den Symptomen) als vielmehr aus Interesse, falls das besteht. Schlagwort "Mitochondriopathie", aber Vorsicht, nicht googeln und erschlagen sein, denn das gibt es in den verschiedensten "Ausführungen", da darf man sich von allgemeinen Infos nicht madig machen lassen.
Ich wünsche eine gute Erholung und viel Kraft!
herzliche Grüße Anke
von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
V.
Rang: Gastam 17.08.2007 15:42:51
Hallo Anke!
Ich danke Dir ganz herzlich für deinen Kommentar. Ich werde den von dir skizzierten Erholungstrip wahrnehmen. Bin dabei, es braucht seine Zeit!
Zwar finde ich es nicht uninteressant,ob es sich um eine gemeinsame Erbanlage bei meinem Diabetes und der Schwerhörigkeit handelt, doch da ein solches Wissen nicht wirklich weiter hilft, sollte es mir egal sein.
Liebe Grüße
V. -
anonym_m
Rang: Gastam 18.08.2007 15:38:47
hallo V.,
bist du per mail erreichbar? ich bin typ1, 29, hatte erhebliche berufliche probleme wg. diabetes, akut depressive phase, bin rückfällig geworden und sortiere mein leben mit prof. hilfe gerade neu. von anonym_m -
Susanne
Rang: Gastam 25.08.2007 16:43:46
Hallo,
ich würde gerne bezüglich der Depressionen noch mehr Infos bekommen. Überall kann ich mich informieren wie man Depressionen erkennt, ect. aber nirgends steht was man tun kann, wenn der Betroffene jegliche Hilfe ablehnt. Mein Freund (Typ 1 seit über 20 Jahren) zeigt deutliche Symptome für depressive Phasen (er war schon in Behandlung deswegen). Und ich weiß oft nicht ob ich mich richtig verhalte. Habe so den Eindruck, dass man eigentlich machen kann was man will, es ist irgendwie immer falsch.
Im Extremfall ist er dann für niemanden erreichbar und verweigert jeden Kontakt.
Ich akzeptiere dann in der Regel, dass er seine Ruhe haben will. Und so wie ich hier lese, ist das wohl auch richtig, dass man abwarten muss. Auf der anderen Seite möchte ich ihm aber auch helfen sich schneller besser zu fühlen.
Und ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Depressionen nicht im herkömmlichen Sinne zu verstehen sind. Kann es sein, dass die Werte eine Depression auslösen können, oder ist es eher die Depression die schwankende Werte auslöst?
Würde mich freuen wenn mir jemand weiter helfen könnte.
Grüße und Kompliment an dieses Forum