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Pumpe ja oder nein??

  • Minimali

    Rang: Gast
    am 25.07.2007 21:56:47
    Hallo!
    Ich bin seit 17 Jahren Typ 1 Diabetiker und habe bis jetzt immer die intensivierte Insulintherapie gemacht. Leider ist mein HBA1C Wert nicht so toll und mein Arzt hat mir schon des öfteren die Pumpentherapie empfohlen. Ich kann mir vorstellen, dass ich dadurch bessere Werte erzielen kann, nur ich denke auch das es mir nicht gefallen wird den ganze Tag die Pumpe an mir zu haben und ich mich sehr dafür schämen würde. Es wäre schön, wenn mir einige Pumpenträger mal ihre Erfahrungen mit der Pumpe schildern würden und wie es sich damit so lebt. von Minimali
  • Pueppi

    Rang: Gast
    am 26.07.2007 00:42:32
    Also ich trage seit meinem 13. Lebensjahr eine Insulinpumpe und bin jetzt 23 Jahre alt

    Ich hatte vor kurzem mal 2 Monate eine Pumpenpause gemacht und da habe ich erst gemerkt wie sehr mir doch die Pumpe fehlt .... für jede Kleinigkeit die ich essen wollte musste ich spritzen da überlegt man sich das manchmal 2 mal ob man noch was isst. Und dann erst die Langzeit abends spät um 23 Uhr morgens auch wieder früh aufstehen und erst spritzen. Ich war zu einem geburtstag eingeladen auch da merkte ich dass de Pumpe mir fehlte konnte ich sonst immer einfach knopf abdrücken nun hatte ich mich amabend 3 mal kurzzeit weil ich doch immer wieder hunger bekam und dann die langzeit noch macht am abend 4 aber das war ja nur ne ausnahme lol . im ganzen kann ich nur für die Pumpentherapie sprechen weil sie einfach flexibler ist als die ict .... aber jeder individuell muss entscheiden wie bei jeder therapie die or und nachteile von sich selber.

    ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen

    gruss pueppi von Pueppi
  • Günter

    Rang: Gast
    am 26.07.2007 09:43:17
    Guten Morgen,
    frage einen Bäcker ob sein Kuchen schmeckt.
    Es ist schon Geschmacksache!
    Natürlich trägt keiner die Pumpe gerne, aber die Vorteile sind so gewaltig, wer jetzt eine Pumpe trägt wird sie nicht wieder ablegen.
    Ich trage Pumpen ab 1985, lege sie auch gelegentlich für einige Zeit ab. Badeurlaub oder in den Tropen. Nach 4 -5 Wochen werden meine Werte aber rapide schlechter.
    Um die Werte muss sich jeder kümmern.
    Ob Pumpe oder nicht. Die Pumpe wird mit der Zeit zu einem Körperteil und wird nicht mehr als lästig empfunden. Beim Sex, Schwimmen, Sport usw. kann sie abgenommen werden.
    Natürlich muss mann sich kümern!
    Ich kann essen wann ich will, was ich will,
    natürlich in meinem Pers. Rahmen.
    Ohne Spätfolgen fürchten zu müssen.
    Ich habe nach 36 Jahren keinerlei Schäden und auch keine zu fürchten. Bei fast normalem Leben.
    Dieses alles sind meine Gründe für eine Pumpe. Entscheiden muss sich aber jeder selbst.
    MfG Günter

  • Andreas

    Rang: Gast
    am 27.07.2007 17:56:08
    Hallo Minimali,

    einfach machen. Probiere es doch aus. Dein Arzt kann Dir bestimmt eine Pumpe ausborgen und Du probierst es.

    Ich habe meine Pumpe seit 12 Jahren und möchte sie nicht missen.
    Sie fällt nicht auf, man muß sich nicht verstecken und das Hemd aufknöpfen, um sich in den Bauch zu spritzen. Man drückt nur den knopf mehrmals und kann direkt essen.
    Die BZ Werte sind wesentlich besser, man ist flexibel. Da ich häufig umherfliege, kann ich mir eine Intensive Therapie nicht vorstellen. 7 Stunden Zeitumstellung mit dem Pen? Da müßte ich schon Tage vorher meinen Rhythmus ändern...
    Und ich kann ausschlafen, Essen ausfallen lassen oder einschieben, wie ich will.

    Fazit: Machen!!

    Grüße
    Andreas
  • Minimali

    Rang: Gast
    am 27.07.2007 19:37:23
    Danke an alle die mir einen Kommentar geschrieben haben. Ihr habt mir sehr geholfen und ich werde es jetzt auf alle Fälle probieren. von Minimali
  • Mad

    Rang: Gast
    am 29.07.2007 14:44:05
    Hi Minimali!
    Pumpe ja oder nein? Die Frage stellt sich immer wieder neu hier.
    Mach dir mal ne Liste.
    Pro, Contra.
    Pumpe die ganze Zeit am Körper, Pflaster ständig dran, vielleicht noch Pflasterallergie?, man reagiert sensibler weil nur noch Kurzzeitinsulin gegeben wird, man muß aktiver kontrollieren (mehr kontrollieren),man kann nicht damit schwimmen, Tauchen oder in die Sauna,...

    An das Tragen der Pumpe kann man sich gewöhnen (mir ist das Teil in der ersten Zeit so oft hingeknallt, weil ich nicht daran gedacht habe, bis mich das Zupfen am Pflaster dran erinnert hat, was ich aber auch überlebt habe),
    es gibt mehrere Schutzfilm- Möglichkeiten bei Pflasterallergie,
    es gibt Stahl und Teflon- Nadel (ich bevorzuge Teflon, ist flexibler),
    man muß sich nur noch alle zwei Tage den Zugang legen,
    bei Dawn- Phänomen oder anderen Schwankungen hilfreich,
    man kann flexibler reagieren,
    man "spritzt" sich dezenter.
    Wieso will dein Diabetologe, das du Pumpe machst?
    Schau Dir doch mal so eine Schulung an, wo eine Pumpe vorgestellt wird.
    Ich mag meine Pumpe.
    Sie ist hilfreich.
    Sie wird dir die Auseinandersetzung mit deinem Diabetes aber auch nicht abnehmen.

    Gruß Mad
  • Erwin Weindl

    Rang: Gast
    am 01.08.2007 02:49:57
    Hallo,
    ich bin seit fast 30 Jahen Diabetiker und es hat bei mir fast ebensolange gedauert bis ich mich für eine Pumpe entscheiden konnte. Leider... Natürlich gibt es einige Nachteile aber die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach. Du bist mit der Pumpe in allen Lebenslagen viel flexibler. Du muss nicht am Vorabend schon wissen ob du morgen Sport betreibst um die Basis zu reduziern, du hast nie mehr einen Pen in der Hand und weist nicht ob du schon gespritzt hast oder nicht. Wenn dein Basalprofil passt hast du jede Freiheit um wirklich alles machen zu können. Funktionen wie Combobolus kann man kaum händisch spritzen aber die Pumpe kann es. Und wenn das Ding wirklich nervt, mach halt Pause von der Pumpe. Für 1 Stunde eienen Tag oder den gesamten Urlaub. Du wirst kaum jemanden finden der die Pumpe wieder zurückgegeben hat aber jede Menge Menschen die einen wesentlich besseren HBA1C haben.

    lg erwin von Erwin Weindl
  • naninine

    Rang: Gast
    am 01.08.2007 11:49:29
    hallo,

    ich habe seit fast vier jahren die pumpe.
    und ich würde sie nicht mehr hergeben wollen. ich habe dadurch viel bessere werte und ich finde sie einfach nur praktisch und super handlich.
    und man ist noch mehr flexibler wie mit eine spritzenterapie.
    ich sage mal jeder muss aber für sich selber wissen was er möchte und was er nciht möchte. in meiner familie (vater45 , und nichte 2 und ich 25) sind auch dia´s aber sie würden keine pumpe wollen. obwohl beide typ 1 haben.

    also alles liebe weiter hin von naninine
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 08.08.2007 19:59:55
    Hallo,

    ich trage im 3.Jahr eine Insulinpumpe (Spirit) und würde mein "Tamagottchen" freiwillig nie mehr hergeben.
    HbA1c immer um die 5 %.

    An den "Fremdkörper" habe ich mich genau so gewöhnt wie an eine Brille und finde die Pumpe samt Infusionsset auch nicht störender. Manchmal muss ich Pumpine suchen, da ich mitunter nicht mehr genau weiß, an welcher Stelle sie oder der Katheter sich befindet. Ganz zu schweigen von dem Vorteil in der Öffentlichkeit.
    Manch ein Begleiter meinte schon,
    du hast aber ein sehr schickes Handy, wenn ich die Spirit hervorzückte und bediente. von Haschi