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Rosiglitazon
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Karl
Rang: Gastam 29.06.2007 10:07:41
Info:
http://www.diabetes.uni-duesseldorf.de/news/index.html?TextID=3365
von Karl -
Jürgen
Rang: Gastam 29.06.2007 12:22:35
Moinmoin,
irgendwie verstehe ich die ganze Versuchskranickelei nicht. Keine dieser Pillen heilt den DM. Alle taugen nur zum Aufschieben vom Überschreiten irgendwelcher willkürlich definierter Diagnose- oderund Interventionsschwellen. Dabei ist meistens von 3-6 Jahren die Schreibe. Anschließend muss eh für den Rest des Lebens Insulin genommen werden.
Viele, die damit nach der Tablettenversuchskarnickelei nicht mehr gesund umzugehen lernen, wären zu Anfang der Tablettenspielerei noch voll in der Lage dazu gewesen. Und auch bei denen, die den Wechsel gut hinkriegen, hab ich noch nirgendwo auch nur die geringste Überlegung dazu gesehen, ob nicht vielleicht die Pillenschluckerei plus anschließende Insulinbehandlung weniger gesunde Lebensjahre macht, als eine von vornherein gesunde Insulinbehandlung.
Wir wissen bisher nur, dass ne gute Insulinbehandlung die wenigesten bekannten Nebenwirkungen generiert. Warum müssen trotzdem alle 2er zunächst durch diese bis heute in keiner Weise mit belastbaren Erkenntnissen abgesicherten Tablettenversuche? Und warum werden diese Versuche dann nicht in jedem Falle fortlaufend dokumentiert und nicht nur in Studien und da auch nur zu dem Teil, der gerade aus irgend einem speziellen wissenschaftlichen Grund interessant ist?
Bisdann, Jürgen -
rudi
Rang: Gastam 29.06.2007 23:18:20
hallo jürgen,
>>warum müssen trotzdem alle 2er zunächst
durch diese bis heute in keiner weise mit
belastbaren erkenntnissen abgesicherten
tablettenversuche?<<
die frisch erkannten typ 2er reagieren zuerst
mit schock.
sind zu einer ernährungsumstellung mit viel
bewegung nur anfangs bereit.
lassen dann stark nach und die werte steigen.
wertvolle zeit vergeht.
dann verlangen sie vom arzt hilfe in form von
tabletten, weil sie insulin vehement ablehnen.
der tablettenmix steigt mit den werten.
so geschehen mit einem bekannten.
anfangs metformin, amaryl.
nach vier jahren zum diabetologen.
ergebnis morgens metformin, amaryl,
betablocker und actos, abends metformin,
sortis und lantus für die nacht. (habe mir das
bei einem besuch alles zeigen lassen).
das rezept dafür holte er regelmäßig beim
hausarzt an der rezeption.
den arzt hat er seit zwei jahren nicht gesehen
bis er herzbeschwerden bekam und das blut
untersucht wurde. ergebnis hba1c 8,5.
andere blutwerte grenzüberschreitend.
hat nun eine überweisung zum diabetologen,
termin ende juli.
bis dahin soll er so weitermachen.
so läuft das in den meisten fällen ab, bis
einer umkippt und im kh landet.
tendenz steigend.
man kann eben keinen typ 2er zwingen,
insulin zu nehmen, und sich zu bewegen.
diätversuche scheitern kläglich.
es fehlt die motivation seinen bz flach und
niedrig zu steuern.
also geht zur freude der parmaindustrie und
der rentenkasse die versuchsreihe weiter bis
zum sozialverträglichen ableben.
gruss rudi -
Karl
Rang: Gastam 30.06.2007 10:23:34
Hallo Rudi,
ich kann mich Deiner Meinung nur voll und ganz anschließen, das beobachte ich auch in meinem Diabetiker-Umfeld. Ich verstehe bloß nicht, warum die das mit sich machen lassen, wo man sich doch selbst wirklich gut informieren kann.
Ich halte auch manche Ärzte für verantwortunglos, was Pillen-Verschreibung angeht.
von Karl -
Alois
Rang: Gastam 30.06.2007 10:50:25
Rudi und Karl! Ihr scheint mir ja regelrechte Typ2-Hasser zu sein?(solltet ihr vielleicht zum ehemaligen Club der ANONYMEN gejören? :-D )
Wie kommt ihr dazu alle Typ2 so hinzustellen? Ich kenne genügend Typ1 die auf ihren DM scheißen!
Der Typ ist doch unwichtig! Wichtig ist der MENSCH an sich der sich um seine gesungheit kümmert oder auch nicht, unabhängig von der ARt seines DM. von Alois -
rudi
Rang: Gastam 30.06.2007 12:12:03
@ karl,
warum sie das mit sich machen lassen? weil sie erst zum arzt gehen wenn
beschwerden auftreten. dann ihre medikamente nicht regelmässig einnehmen.
keine interesse an einer änderung der ess- und lebensgewohnheiten haben.
die gefährlichkeit der störung wird nicht ernstgenommen, es tut ja nichts weh.
kein arzt kann sie zur regelmässig notwendigen untersuchung zwingen.
@ alois
wir sind keine typ 2er hasser, eher das gegenteil. die mehrheit der diabetiker
ob typ 1 oder 2, kümmert sich sehr wohl um seine gesundheit.
kenne einige in meinem umfeld, die sich eben nicht ausreichend darum kümmern.
erst wenn sie nicht mehr richtig sehen und die füsse kurz vor der op stehen,
dann wird gejammert.
dafür kann man die ärzte nun wirklich nicht verantwortlich machen.
gruss rudi -
Alois
Rang: Gastam 30.06.2007 12:33:29
Ok Rudi, habe das dann false verstanden. I'm so sorry :-|
Ja es ist wohl wahr das manche ihre Krankheit erst nehmen wenn die Ärzte auch nicht mehr viel ausrichten können. Das ist aber kein DM-Phänomän, das findet mach auch bei anderen Krankheitsbildern. von Alois -
LisaO
Rang: Gastam 30.06.2007 13:27:50
Ich habe dazu im Netz einen interessanten Link gefunden.
Stellung dazu nimmt: Prim. Univ.-Prof. Dr. Paul Bratusch-Marrain
Seit Jänner 2007 ist für die Insulinsensitizer Pioglitazon und Rosiglitazon in der Europäischen Union und damit auch in Österreich die Kontraindikation für ihre Kombination mit Insulin gefallen. Pioglitazon erhielt darüber hinaus die Zulassung für diese Kombination – Implikationen für die therapeutische Praxis
mehr dazu:
http://www.oedg.org/diabetesforum/articles/2007/2007%20A2/index.htm
LG Lisa von LisaO -
Hella
Rang: Gastam 01.07.2007 20:56:35
Ich würd's trotzdem nicht schlucken.
Jöhrlich kommen (geschätzt, wahrscheinlich noch mehr) 15 000 Menschen um durch Medikamente.
Vor Jahren kam schon das von einem Arzt geschriebene Buch heraus mit dem Titel: Vorsicht Arzt! von Hella -
Pia
Rang: Gastam 02.07.2007 09:39:45
Ich glaube, hier spielt die Angst vor Spritzen eine große Rolle. Insulin SPRITZEN? Welch grausame gruslige Vorstellung. Ich glaube, wenn man den Tablettennehmern gleich den Pen und die einfache Handhabung zeigen würde, wäre die Angstschwelle nicht so groß. So hat man immer die Vorstellung von der Spritze als solche und dem Schmerz beim Picksen.
Und der Hausarzt möchte ja auch allround Vertrauensarzt sein. Kann es sein, dass für mache Diabetiker die Tabletten-Therapie für immer ausreicht oder ist in den meisten Fällen doch Insulin früher oder später angesagt? Ich weiß es nicht.
Trotzdem wäre ich dafür, jeden Deliquenten gleich zum Diabetologen zu überweisen.
Die Diagnose Diabetes löst ja immer erst mal einen kleinen Schock aus. Dann kann man auch gleich Nägel mit Kopfen machen.
Und der Vorteil des Insulins gegenüber den Tabletten ist doch auch eine zielsichere Dosierung. von Pia -
rudi
Rang: Gastam 02.07.2007 13:30:34
hallo pia
mit der einfachen handhabung des pen's ist es nicht abgetan.
das beherrscht schon die Sprechstundenhilfe.
jedoch den bz richtig mit insulin zeilsicher zu steuern, bedarf
es einer gründlichen schulung.
bei anfangs diabetikern typ 2, gnügt meist eine unterstützung mit
tabletten, wenn die werte nach 1 std. nicht über 140 mg/dl gehen.
sie/er mit disziplin, futterauswahl und bewegung mitmachen.
für immer reicht die tabletten-therapie mit sicherheit nicht aus.
irgend wann ist das ende der fahnenstange abzusehen.
und mit dem titel diabetologe würde ich vorsichtig umgehen.
gruss rudi