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dmp ja oder nein??
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vanessa
Rang: Gastam 22.06.2007 22:29:23
hallo
ich habe vor kurzem den diabetologen gewechselt und gleich am anfang hat mein neuer mich gefragt, ob ich dem dmp beitreten will. da ich davon noch nicht allzuviel gutes und sinnvolles gehört habe, habe ich erstmal abgelehnt um mich zu informieren.
also was haltet ihr davon??
Noch was zu mir: ich bin 16 und habe seit 2,5 jahren eine insulinpumpe
danke im vorraus schon
von vanessa -
Jürgen
Rang: Gastam 23.06.2007 02:11:49
Moin Vanessa,
DMP ist die Standardisierung von Behandlung. Das Prinzip wird sich in den nächsten Jahren über alle Krankheitsbereiche ausbreiten. Es macht die Medizinleistung kalkulierbarer als bisher.
Auf der anderen Seite nivelliert so ein Standard. Teurere als die durchschnittlichen Behandlungen müssen aufwändig extra gerechtfertigt werden und werden weniger geleistet. erheblich miesere als durchschnittliche Behandlungen werden mit der Widerspenstigkeit der Betroffenen gerechtfertigt, und senken den Durchschnitt.
Ob DMP oder nicht, ist also nicht die Frage, sondern wann? Und wir werden immer weniger ärztliche Hilfe dabei erfahren, unseren BZ gesund flach & niedrig zu halten, denn das Institut für Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hält etwas besser als den INSULINER-Durchschnitt in D, nämlich 8 für einen völlig ausreichenden HBA1c.
Bisdann, Jürgen Tilsner -
Mathes
Rang: Gastam 23.06.2007 13:57:22
Also ich sehe es so, die Anforderungen die das DMP an mich stellt sind eher gering, das heißt alle
Notwendigen Untersuchungen lasse ich eh
durchführen als informierter Diabetiker bei 4 Arztbesuchen im Jahr. Also hat das DMP für mich
eigendlich keinen Nutzen, andereseits wird die
Teilnahme mit Geld von der Krankenkasse vergütet
und warum soll ich das nicht mitnehmen.
Wieviel ist abhängig, von der Krankenkasse.
Mathes -
Pia
Rang: Gastam 25.06.2007 11:09:13
Ich bin bei der AOK und hier bekommt man 40 Euro, wenn man dem Programm beitritt. Das hängt vielleicht von der Kasse ab? Wie sind Eure Erfahrungen dazu? Ich habe wasa gehört von Zuzahlungsbefreiungen, aber nur gehört. Ich habe bei der AOK nachgefragt, was das Programm eigentlich umfasst und die MA hat gesagt, es würden durch das Programm u.a. die Ärzte untereinander über Befunde informiert.
Und immer, wenn etwas angeblich automatisch gehen soll, werde ich stutzig.
Die Kassen verschenken doch nix und sind auch keine Gutmenschen. Ich denke, das Ganze hat einen ganz anderen Hintergrund, den wir heute noch nicht kennen. Aber irgendwann wird man die Katze schon aus dem Sack lassen.
Ich habe meine Befunde gern am Mann und wenn ich den zur Hausärztin bringe, dann weiß ich wenigstens, dass er auch da ankommt. von Pia -
Barbara
Rang: Gastam 25.06.2007 17:18:00
Aleine durch den Fragebogen muß man sich offenbaren und das mache ich nicht . Ich bin da nicht beigetreten, mein Arzt hat mir versichert,daß ich genauso meine Untersuchungen bekomme wie diejenigen die bei dem DMP Programm mitmachen
ich hätte keine Nachteile. Ich glaube ,die gut inform
miert und geschult sind bringt es nicht viel. Für diejenigen die noch nicht viel Ahnung haben,mach das sehr gut sein. Mir bringt es nichts. Hauptsächlich verdient die Krankenkasse daran Pro Patient
ca. ( 3,000 ) Euro vom Länderstrukturausgleich. Der Arzt bekommt etwas hat die ganze Arbeit jedes Quartal Berichte schreiben usw. Also,das sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Barbara -
Sigi
Rang: Gastam 25.06.2007 19:06:41
Hallo Barbara,
Du sagtest eingangs : "Allein durch den Fragebogen muß man sich offenbaren..."
Genau das waren auch meine Bedenken, als mir der Beitritt zum DMP nahegelegt wurde. Und prompt war es passiert: Die Datenverarbeitungsstelle - ein privater Dienstleister - hat die Bögen in Vietnam(!) auswerten lassen! Das nennt sich dann Datenschutz. Bevor das geschah, war ich dem DPM trotz Bedenken schon beigetreten.... Es bleibt ein mulmiges Gefühl!
Ich meine, dass Du es richtig machst!
MfG Sigi -
Barbara
Rang: Gastam 26.06.2007 01:19:14
hallo Sigi,
das hatte ich schon vergessen, das stimmt ,daß die Unterlagen in Vietnam ausgewertet wurden. Das habe ich auch der TK gesagt. das hatte sie daraufhin auch zugegeben und sagte ,das wäre mal gewesen,das würden sie nicht mehr machen. Ich finde das eine tolles Stück. Mein Arzt hat mir auch beigepfichtet und gab mir recht. Solange ich die Behandlung bekomme und keine Nachteile habe mache all solche Sachen nicht. Aber Du kennst kündigen daß Du da nicht mehr daran teilnehmen willst. Natürlich hat die Kasse diverse Angaben von Dir.Man muß heute sehr vorsichtig und skeptisch sein. Seid auch vorsichtig,wenn die elektronische Krankenkarte kommt. Wenn es Zwang wird,lasse ich nur das aller wichtigste darauf vermerken.
Guten Abend
Barbara -
Pia
Rang: Gastam 27.06.2007 14:24:58
Ich glaube, es ist egal, ob du dem Programm beitrittst oder nicht, liebe Barbara. In Deutschland werden inzwischen ganz sicher deine Daten ausgewertet, auch, wenn du deine Einwilligung nicht gegeben hast. Daten werden nicht nur ausgewertet, sondern auch verkauft, ohne dass man dich davon informiert.
Ich finde es amüsant, dass oft die sich aufregen, die dann aber bei jedem Preisrätsel und Gewinnspiel mitmachen...(Nicht auf Euch bezogen.) von Pia -
Sigi
Rang: Gastam 27.06.2007 16:35:18
Hallo Barbara,
danke für die Erinnerung an die Kündigungsmöglichkeit beim DPM.
Im übrigen teile ich uneingeschränkt Deine Bedenken auch hinsichtlich der elektronischen Gesundheitskarte. Ein Teil der Angaben wird zwar freiwillig sein bzw. eine Weitrergabe nur durch Freigabe per PIN durch den Patienten möglich sein, aber dennoch ist hier äußerste Zurückhaltung geboten. Schnell wird der Patient "gläsern".
Viele Grüße
Sigi -
Pia
Rang: Gastam 28.06.2007 14:05:33
Lieber Sigi, der Patient ist bereits gläsern, er weiß es nur noch nicht. von Pia