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hab ein Problem.
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Yessica
Rang: Gastam 31.05.2007 14:59:36
Hallo,
Ich bin erst 21 jahre jung und habe ein etwas anstregendes Problem.
Ich habe selbst kein Diabetes und muss und will mich damit beschäftigen weil mein Partner seit seinem 12 Lebensjahr Diabetes Typ 1 hat.Jetzt habe ich folgendes Problem innerhalb eines dreiviertel Jahres musste mein Freund nun schon zum 3 mal ins krankenhaus.der Grund dafür ist bissher jedesmal ein totaler zusammenbruch seines Zuckers gewesen aufgrund dessen da er weder regelmäßig sein Blutzucker misst , weder ein Tagebuch darüber führt , weder sich dementsprechend ernährt. Das soll so viel heißen wie er möchte -wie er immer sagt "NORMAL" sein.Er verdrängt die ganze sache und möchte davon nix wissen.
Wir haben eine gemeinsame Tochter und ich möchte das sie noch lange was von ihrem Papa hat.
Leider nimmt er mich nicht für voll wenn ich mich mit ihm darüber unterhalten will.Er möchte das leider mit sich selber ausmachen. Es ist auch nicht abschreckend genug das er seine tochter früher alleine lässt wenn er so weiterlebt. Andere Menschen machen mir vorwürfe und mich dafür verantwortlich was passiert ist weil ich mit ihm zusammenlebe. Jetzt ist die Frage : Gibt es Diabetiker die dies genauso machen und denken sie seien deswegen unnormal und schämen sich dafür??? Gibt es möglichkeiten solche Leute "wach zu rütteln"?Ich möchte selber gerne etwas mehr wissen wie ich ihn unterstüzen kann ohne ihn dabei das Gefühl zu geben in bevormunden zu wollen oder zu unterdrücken.Denn ich liebe diesen Menschen sehr und mache mir Sorgen wenn es ihm so schlecht geht.
Auch e-mail austausch über dieses Thema ist erwünscht!!!
Danke für eure Antworten im vorraus.
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Fuchs
Rang: Gastam 31.05.2007 15:29:20
Das ist in der Tat ein schwieriges Problem, wenn der Patient die Krankheit total schleifen lässt und deshalb immer öfter kollabiert. Ich denke, dass man mit guten Worten hier nicht weiterkommen wird.
Du müsstest Deinen Partner zur Annahme professioneller Hilfe, z.B. in einer Fachklinik oder bei einem Psychiologen überreden, obei Du als Partnerin ebenfalls dort aktiv teilnehmen solltest. Nur dort wird an ihm wahrscheinlich wirklich helfen können.
Mach es ihm nicht zu einfach. Leiste Widerstand, inden Du z.B. bei gemeinsamen Autofahrten auf einen kurzen BZ-Test bestehst (wenn ER fährt).
Fuchs -
dmler
Rang: Gastam 31.05.2007 15:53:53
hallo,
also meinen zucker so schleifen lassen habe ich nicht, aber die phasen, dass man so sein will wie ein normaler = gesunder kenne ich. weiß auch nicht, ob ein forum eine geeignete hilfe ist. aus eigener erfahrung: psychologe kann helfen. das problem für euch wird aber sein, deinen partner soweit zu bringen. -
Pia
Rang: Gastam 31.05.2007 15:57:18
Andere Menschen machen mir vorwürfe und mich dafür verantwortlich was passiert ist weil ich mit ihm zusammenlebe.
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Na das ist ja wohl eine Unverschämtheit!
Denen soltlest du antworten, dass du 1 Kind hast und nicht 2. Und Klugscheißer schick direkt zu deinem Partner, wenn die der Meinung sind, dass sie ihn besser überzeugen können als DU. In welchem Verhältnis stehen die zu ihm? Eltern, Freunde, Nachbarn?
Dass das absolut nervig ist, so einen Partner an seiner Seite zu haben, kann ich sehr gut verstehen. Und wenns schlimm kommt, macht das die Liebe einfach kaputt.
Was heißt konkret "Zusammengebrochen"?
Das mit dem Sterben geht leider nicht so schnell. Hat dein Partner keine Angst vor Erblindung oder Amputation oder Dialyse? Ich habe davor eine Heidenangst. Was ist mit seiner Verantwortung gegenüber seinem Kind, die er trägt? Verantwortung zu tragen ist ein Zeichen von Erwachsensein.
Ich glaube, hier kommst du nur mit harten Bandagen weiter. von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 31.05.2007 15:58:41
Moinmoin,
Dein Problem ist vielleicht ganz klein, wenn Dein Freund sich in letzter Zeit schon mal in einer anderen Sache sehr weit bewegt hat, die Dir für Euch beide sehr am Herzen gelegen hat. Dann brauchst Du nur zurück zu überlegen, wie Du das angestellt hast, und das mit dem Zucker genau so zu machen. Schwieriger wird's schon ohne so ein selbst erlebtes Beispiel.
Zuerst solltest Du dich dafür selbst schlau machen, z.B. bei diabetesinfo.de. Dann hättest Du schon mal ne Basis-Vorbereitung für den Fall, dass Euer Töchterchen auch zu den INSULINERn einberufen wird. Für den Fall wäre natürlich auch ein Vater, der seinen Diabetes als leichte und leicht völlig gesund ausgleichbare Behinderung (machen so erstaunlich viele!) vorlebt, ein super Lebensbeispiel. Und damit kann der Vater nie zu früh anfangen, weil Kinder die Grundsätze, nach denen sie einmal selbständig leben werden, schon als Kleinkinder am Beispiel ihrer Eltern aufzubauen beginnen.
Ein Beispiel ähnlich Deinem hab ich zuletzt im Forum im insulinclub.de gelesen. Vielleicht schaust Du da mal rüber. Und wenn Du gemailt haben magst, musst Du Deine Adresse schon angeben ;-)
Bisdann, Jürgen -
Nora
Rang: Gastam 31.05.2007 20:06:41
Hallo!!
Ja, das hört sich wirklich ziemlich kompliziert an. Ich bin auch 21 und habe Diabetes seit ich 14 bin.
Ist das bei deinem Freund schon immer so, dass er sich nicht richtig um den Diabetes kümmert? Ich kenne das von mir, dass es Phasen gibt, in denen einen alles nur noch nervt (also BZ messen, zu hohe Werte korrigieren, Tagebuch führen, BE ausrechnen bzw. schätzen).
Wenn es bei deinem Freund allerdings schon länger so ist, würde ich mich auch mal nach professioneller Hilfe umschauen (wahrscheinlich wird er darauf aber auch nicht eingehen, oder?).
Was mir sehr geholfen hat, war der Kontakt zu anderen Diabetikern. Man merkt dann, dass man nicht alleine ist und die anderen auch ein ganz normales Leben führen, in das sie den Diabetes halt so gut wie möglich gelernt haben zu integrieren.. der Austausch ist meiner Meinung nach ziemlich wichtig.. auch wenn es nur ist, um mal den ganzen Frust abzulassen. Und wer weiß, vielleicht wird er dadurch auch eher motiviert (war bei mir so)??
Ich denke auch, dass die leute, die dir Vorwürfe machen, einfach keine Ahnung haben!! Ignorier sowas einfach. Letzendlich muss dein Freund die Sache selbst in den Griff kriegen,das einzige, was du machen kannst, ist ihm zu zeigen, dass du für ihn da bist..
Mailkontakt fände ich auch interessant, kannst ja mal deine Adresse angeben ;)
Liebe Grüße und viel Glück schonmal!! von Nora -
Jessica
Rang: Gastam 31.05.2007 21:35:23
informiert hab ich mich darüber schon alleine deswegen da ich ja mit ihm zusammen ein Kind bekommen hab.Leider sind die kritiker darüber nicht einfach nur freunde sondern kommen aus der Familie.
Ich hoffe das ich ihn mal überreden kann zu einem psyschologen zu gehen.Das wäre ja mal eine möglichkeit.
Was denkt ihr eine Kur wäre vieleicht quatsch oder eher das Gegenteil??
Hab meine e-mail jetzt mit drin ;)
von Jessica -
Pia
Rang: Gastam 31.05.2007 21:45:50
Ich kann das verstehen. Ich bin selbst Diabetikerin seit meinem 4. Lebensjahr, jetzt bin ich 21. Hatte auch lange Zeit keinen Bock. Bei mir war es so, dass ich mich sehr gut auskannte mit meinem Diabetes, allerdings hatte ich halt nie Lust zur richtigen Zeit zu spritzen, messen usw. Hab teilweise auch tagelang nicht Blutzuckergemessen. Was mir sehr geholfen hat, war das CAMP-D in Bad Segeberg. Hier waren ca. 600 Diabetiker auf einem Haufen, und ich hab auch sehr nette Freunde gefunden. Einer dieser neuen Freunde, hatte die Insulinpumpe. Die wollte ich auch! Naja, und seitdem ich sie habe bin ich sehr glücklich. Ich denke, dass jeder für sich seine Vorlieben u. Wünsche hat, und die sollte er auch verwirklichen. Aus meiner Sicht war die Pumpe eine sehr gute Entscheidung. Und man sieht auch, wenn die Blutzuckereinstellung gut läuft, (natürlich gibts auch weiterhin mal hohe Werte, aber das ist normal) dann hat man auch keine Probleme mehr Diabetiker zu sein. Ich bin gerne Diabetiker, u. bin stolz meinen BZ so gut im Griff zu haben. Wir sind halt was Besonderes!! :))
Ganz viele liebe Grüße
Pia -
thomas2002
Rang: Gastam 01.06.2007 04:33:24
hm. diese thema habe ich im netz schon öfters erlebt.
das erste, was du verstehen mußt, ist, daß der schlüssel der kerl ist. solange nicht der wille da ist, veränderungen durchzuführen oder sich helfen zu lassen, wird keiner was ändern. zur frage daumenschrauben, sie wirken nur solange, wie sie wehtuen, irgendwann halt nicht mehr. und sie sind gegen §1 gg.
was ggf helfen würde, währe der austausch unter gleichen. und dir bleibt nur übrig, zu warten, bis er bereit ist - zu was auch immer. von thomas2002 -
Mike
Rang: Gastam 01.06.2007 15:41:45
Hallo Jessica (?),
wie ein Vorschreiber schon erwähnt hat, daß der passende Schlüssel fehlt um an Deinen Partner heranzukommen.
Diabetes kann für Deinen Partner ein Klotz am Bein sein, weshalb er so damit umgeht.
Oder etwas Anderes, was ihn ständig beschäftigt, weshalb er mit dem Diabetes so umgeht.
Z.B. Partnerschaftsprobleme oder Probleme mit der Arbeit oder Familie etc.
Psychologische Hilfe ist nicht verkehrt.
Aber nicht jedermanns Sache.
Wahrscheinlich ist Dein Partner aus dem Gleichgewicht. Da sollte man ansetzen.
Partnerschaft ist ein Geben und Nehmen.
Dein Partner kann nur geben, wenn er auf sich selbst achtet. Dann haben beide was davon.
Was sich Dein Partner dabei denkt, kann man schwer sagen.
Er braucht auf jeden Fall Hilfe.
Gruß
Mike