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Diabetischer Fuß und nun MRSA
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Ramona
Rang: Gastam 22.05.2007 00:37:46
Hallo zusammen,
ich hoffe ich kann von Euch ein paar sinnvolle Tipps bekommen, weiß langsam nicht mehr weiter.
Bei meiner Mutter (wird dieses Jahr 50) wurde letztes Jahr im August Diabetes Typ 2 festgestellt. Auslöser war, ihr offener Fuß, der nach dem Besuch von drei Ärzten!!! als Diabetischer Fuß diagnostiziert wurde und sie in Krankenhaus bei uns kam. Dort lag sie gute vier Wochen , durch das Spritzen von Insulin bekam sie ihre Werte recht schnell in den Griff allerdings wollte der Fuß nicht heilen. Befallen ist der große Fußzeh und der Fußballen. Nekotisches Gewebe wurde bei zwei Op´s abgetragen. Nach gut vier Wochen wurde sie nach Hause geschickt und wird seit diesem Tag von einem ambulanten Pflegedienst betreut. Meine Mutter pilgerte von Arzt zu Arzt, Diabetologe, Orthopäde, Venenarzt, Chirurg und der Hausarzt! Langsam aber sicher ging es voran. Vor ca. 10 Wochen war die Wunde am Fuß so gut wie abgeheilt - plötzlich entzündete sich die Wunde wieder - die Ärzte konnten sich nicht erklären woher das kam - also ging sie auf drängen von uns zum Hautarzt. Hier wurde ein Abstich gemacht und ein Bakterienbefall festgestellt - also bekam sie ein Antibiotika. Nach einem Routinebesuch beim Diabetologen wurde sie aufgrund des Fußes (die Wunde war wieder etwas größer und entzündet) nach Bad Mergenheim überwiesen. Tja dort ist sie jetzt seit Mittwoch und kam berichtet heute, dass die Wunde eine MRSA-Befall aufweist!!! Sie wurde sofort isoliert. Infos, ob der Knochen befallen ist und wie die Behandlung jetzt weiter geht weiß sie nicht.
Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen? Wie sieht es für uns aus? Können wir uns auch angesteckt haben? Mein Vater hatte vor ca. fünf Jahren Krebs im Mundunterboden - geht ihm mittlerweile wieder gut - er war aber die ganze Zeit mit meiner Mutter zusammen, hat auch die Wunde mal frisch verbunden. Mache mir jetzt wahnsinnige Sorgen, dass er sich evtl. auch angesteckt hat.
Vielen Dank vorab für Eure Hilfe. von Ramona -
klausdn
Rang: Gastam 22.05.2007 19:26:34
hallo,
das wichtigste sollte eigentlich eine beratung durch die klinik sein. irgendwie fehlt mir da immer das verständnis, von patienten wird verlangt daß sie alles tun, mittdenken usw,(compliance) zeigen, und wenns dicke kommt werden angehörige im regen stehen gelassen.
deine mutter hat sich einen typischen kh keim eingefangen.
inzwischen gibt es wirksame medikamente dagegen.
wenn dann läßt er sich bei euch nachweisen(nase)
nicht immunschwache haben damit eigentlich kaum probleme.
daß alle wäsche (spez bettwäsche) einmal 95°
durchhaben sollte , mit anschließendem heißmangeln, dampfbügeln. haben sie bestimmt gesagt.
wenn deine mutter wieder da ist, unterstütze sie bitte in der dm therapie, sie oder du können hier fragen stellen bis zum erbrechen. aber der bz ist nun mal das a+o bei dem diabetischen fuß und seiner heilung. danach den augendoc nicht vergessen.!!!
alle halbe jahr zum durchblutungscheck,
alles gute , mfg klaus von klausdn -
Pia
Rang: Gastam 31.05.2007 15:42:47
Ich komme noch mal mit dem Hinweis auf Hyperbarmedizin.
Hier ein link mit Fotos, damit man sich das mal vorstellen kann.
http://hbo.meduniwien.ac.at/pictures.htm
Die Kliniken gibt auch in Deutschland.
Inwieweit die Kassen die Behandlung übernehmen, weiß ich nicht, aber ich habe in der Kammer 14 Tage täglich 4h gesessen in einer OP-Vorbereitung gemeinsam mit DMlern mit Wundheilungsstörungen an den Füßen und Brandverletzten.
Die Therapie ist sehr erfolgreich, denn der Sauerstoff kommt unter dem Druck der Kammer in jeden letzten Winkel der Zelle.
Du solltest bei Ablehnung Widerspruch einlegen, um die Therapie kämpfen bzw. oder mit dem Klinikarzt jetzt darüber sprechen. von Pia -
Sabine
Rang: Gastam 18.06.2007 18:03:41
Hallo Pia,
mein Vater laboriert seit 2 Jahren an einem diabetischen Fuß herum. Er ist seit 25 Jahren Diabetiker , Werte gut eingestellt. Derzeit chronische, tiefe Wunde an der Ferse. Nach einem erneut vierteljährlichen KKHaufenthalt (mit zweimaliger Fliegenlarvenbehandlung) ist wieder einmal Heilungsstillstand. Wir wissen nicht mehr weiter. Wo gibt es (in Bayern?) diese MRSA - an wen könnten wir uns wenden?
Kann jemand mit Adressen in Süddtl. weiterhelfen, die auf chron. Wundheilbehandlungen aufgrund von Diabetes spezialisiert sind?
Vielen Dank, Sabine -
rudi
Rang: Gastam 18.06.2007 22:28:43
hallo sabine,
in münchen, krankenhaus schwabing gibt es
ein wundzentrum.
einem bekannten hat man seinen fuss vor der
aputation dort gerettet.
die haben beachtliche erfolge in dem gebiet diabetische füsse.
gruss rudi -
Pia
Rang: Gastam 19.06.2007 15:54:02
Sorry, da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Du solltest Rudis Tipp folgen.
Alles Gute für die Heilung. von Pia -
Sabine
Rang: Gastam 25.06.2007 00:34:33
Danke Rudi und Pia,
die Amputation schwebt über uns wie ein Damoklesschwert. Danke für den Schwabing Tipp - werden es versuchen!!! Gruß Sabine -
kisch
Rang: Gastam 22.07.2007 16:08:15
Hallo, meine Mutter hat auch den diabetischen Fuß, der Arzt meint, der Knochen am Zehen wäre entzündet, er hatte vorgeschlagen den halben Zehen abzuschneiden, wir sind gegen eine Operation, und nehmen Mutter morgen nach Hause, bitte helfen sie uns, was könnte denn jetzt einer Heilung des Fußes helfen, ich danke im voraus. -
Gast
Rang: Gastam 03.01.2013 19:41:49
Meiner Mutter wurde 2011 der Unterschenkel amputiert, die Durchblutung funktionierte nich mehr. Nun hat sie eine Wunde am anderen Fuß, die nicht mehr heilt, weil sie sich im KKH mit MRSA infiziert hat. Im Pflegeheim wurde sie sofort isoliert, aber mehr als Verbinden des Fußes macht man dort nicht.....so ist doch der Wunde nicht beizukommen.....meine Mutter ist Diabetikerin.
Mein Schwiegervater sitzt seit 8 Jahren im Rollstuhl, weil man diesen Keim nicht beseitigen konnte und er so keine Hüfte eingesetzt bekommen konnte. Ich hab Angst, dass meine Mutter ihr 2 Bein noch verliert, oder den Fuß....welche Behandlungen sind möglich...hier in Thüringen hinkt die Medizin möglicherweise noch etwas hinterher.... -
Gast
Rang: Gastam 03.01.2013 20:18:10
es gibt antibiotika die einzeln oder als kombination wirksam sind,
immer auf der grundlage der vorherigen analyse der wirksamkeit.
nach ca 3 monaten sollte das erreicht sein und die prothese wird wieder eingesetzt.
beim diabetischen fuß ist natürlich an allererster stelle gute normale bz führung das a+o,
in die wunde kommt 2 mal/d mull getränkt mit 0,2%lavasept in ringerlösung, fängt die wunde an sich zu schließen, erst zweimal dann einmal/d lavaseptgel 0,2% , und abdecken mit oleo tüll oder silikonwundabdeckung, um ein wiederaufreißen zu verhindern.
dringend auf durchblutung achten (farbcodierte us kontrolle) ev ballonkatheter,
ev infusionen bei ständiger kontrolle. es gibt spezialisierte durchblutungskliniken.