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Nicht genug Messstäbchen

  • Jan

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 10:51:25
    Hi@all

    ich bin 26 und seit meinem 13. Lebensjahr diabetiker. vor einiger zeit bin ich auf die intensivierte konventionell insulintherapie umgeschult worden (ICT). Weitherhin bin ich auch dem DMP-Programm (Disease-Management-Programme) beigetreten. eigentlich funktioniert alles prima bei mir. nur gibt es ein großes problem dass ich seit einiger zeit habe: ich komme einfach nicht mit der anzahlt meiner glucose-messstreifen aus. mein arzt darf mir pro quartal 600 streifen verschreiben. ich messe mindestens am tag 5 mal. morgens, zum frühstück, mittags, abends, spät abend. dies wären 5 messstäbchen pro tag. darin sind aber noch nicht einmal "unterzuckerungen" oder kontrollmessungen inbegriffen. meistens komme ich dann auf über 6-7 (oder mehr) stäbchen pro tag. da ein quartal ca. 90 tage hat und ich 600 stäbchen verschrieben bekomme darf ich maximal 6,5 stäbchen pro tag verwenden. und damit komme ich nicht aus. ich muss dauernd stäbchen aus meiner eigenen kasse zahlen damit ich "über die runden komme". das sehe ich einfach nicht ein. ich habe schon mit meiner krankenkasse (dak) telefoniert und diese sagt, dass sie nichts machen können und ich mir die streifen selber besorgen müsse. da ich im dmp programm bin bekommt die krankenkasse jährlich eine zusätzliche summe aus dem diabetes fond bezahlt die sie bei weitem nicht komplett für mich ausgibt. ich denke dass sie mich deshalb auch unterstützen können. ich finde das einfach nicht gerecht.
    habt ihr eine ahnung wie ich an mehr messstäbchen kommen kann?oder gibt es andere krankenkassen die evtl. die versorgung mit zusätzlichen messstäbchen unterstützen? oder habt ihr evtl. noch andere ideen?
    hoffe ihr könnt mir tips geben :o)

    gruß

    Jan
  • Pia

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 11:33:13
    Lieber Jan,
    was sagt denn Dein Arzt dazu?
    Wenn eine engmaschige Messung erforderlich ist, sollte er Dir auch mehr verordnen können. Ich habe von meiner Ärztin immer mal welche aus der Praxis so bekommen.

    Wieso musst du jetzt im Moment so engmaschig messen? Oder tust du das immer? Das engmaschige Messen ist doch eigentlch nur in der Anfangszeit so?
    Ansonsten müssten doch 5 täglich reichen, oder? von Pia
  • Jan

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 11:53:10
    mein arzt kann mir maximal 600 verschreiben. darüberhinaus muss er die kosten übernehmen. einmal hat er dies gemacht. aber nochmals geht nicht, was ich auch verstehe.
    ich messe eigentlich immer so engmaschig. 5 würden reichen wenn ich nur dann esse und nicht zwischendruch essen/messen würde.also wenn der tag super optimal laufen würde. aber ich will einfach nicht, wenn ich 5 mal am tag messe, dass mein zuckerspiegel zwischendurch hoch wird. dann mache ich lieber zwischendruch testmessungen.

    gruß

    Jan
  • Pia

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 12:49:30
    Wenn der BZ-Verlauf "normal" ist über den Tag und du "nur" von Dir aus so oft misst, kann er sicher nicht mehr verordnen. Das kann ich nachvollziehen.
    Aber, wenn es medizinisch indiziert wäre, wegen BZ-Schwankungen, dann könnte er den Mehrbedarf auch begründen.
    Du schreibst, du hast seit dem 13. Lebensjahr schon Diabetes, dann bist Du doch ein Insulinprofi...Wieviel Mahlzeiten nimmst Du am Tag ein?
    Ich habe bei mir fesgestellt, dass der Blutzucker jeden Tag einen ähnlichen Kurvenverlauf hat, natürlich bei gleichen Esszeiten und keinen Zwischenfällen.

    Aber wart mal, bis Klaus, Jürgen und Haschi da sind, die haben sicher Tipps.
    von Pia
  • Jan

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 14:06:17
    sicherlich habe ich ab und zu schwankungen die ich durch das häufigere messen gut eingedämmt bekomme. da ich die ICT mache esse ich nicht immer zu den gleichen zeiten gleich viel. das ist recht unterschiedlich. und wenn man etwas isst muss ich ja auch messen, denn ich spritze bestimmt nicht blauäugig ein paar einheiten :o)

    gruß

    Jan
  • Pia

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 14:57:11
    Aber wie hast du es dann in den vergangenen Jahren gemacht?
    Ich würde, wäre ich du, einen Antrag an die Krankenkasse schreiben mit der Bitte um eine Einzelfallentscheidung, eine höhere Anzahl an Messstäbchen genehmigt zu bekommen. Ich habe gute Erfahrungen mit solchen Anträgen gemacht. Allerdings muss der Antrag nachvollziehbar den Bedarf begründen. Durch dich UND Deinen Arzt. Und da sehe ich Probleme..... von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 15:27:23
    Moin Jan,

    1. die kranken Kassen zahlen alle anteilig in den Chroniker-Topf und dürfen sich dann für jeden nachgewiesenen Chroniker den Durchschnittsbetrag wieder zurücküberweisen, der mit irgendwo um 5 Mille wenigstens auf den ersten Blick schön groß aussieht. Damit soll ausgeglichen werden, dass manche Krankenkassen mehr Chroniker versorgen müssen, als andere. Aber wenn Du dagegen z.B. nur die Kosten für einen diabetischen Fuß rechnest, ist das Geld schon aufgebraucht. Will sagen, die schwimmen nun nicht plötzlich im Geld und es gibt auch nicht plötzlich mehr davon aus irgendwelchen neuen Quellen, sondern es wird nur unter den Kassen ein bisschen anders und u.U. gerechter verteilt.

    2. die kranken Kassen entscheiden nicht selbst, was sie erstatten, sondern sie richten sich dabei exakt nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschuss, in dem zwischen Ärzten und Kassen entschieden wird, was unter welchen Bedingungen konkret erstattet wird und was nicht. Und wenn wir sehen, dass im europäischen Ausland z.T. 2 Streifen pro Tag bei ICT und Pumpe Standard sind und in USA die kostenfreie Verordnung vom Versicherungsvertrag abhängt, geht es uns mit etwa 5 pro Tag geradezu unverschämt gut. Ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft auch hier bei uns für ICT und Pumpe weniger Streifen gestellt kriegen.

    3. Auch ich habe mal zum Leidwesen meiner Finger jeden Tag wenigstens 8 Löcher gebohrt. Das schien mir bei meinem Rahmen von nach Möglichkeit unter 140/120/100 mg/dl 1/2/3 Stunden nach jedem Essen absolut notwendig und an manchen Tagen noch viel zu wenig. Bis ich angefangen habe, mich vor jedem Messen zu fragen, was ich in der Folge dieser Messung tun werde. Weil ich zu den Mahlzeiten meistens in einem sehr engen Zielbereich ankomme und praktisch nie um 30-50 mg/dl darüber, mit denen eine Korrektur notwendig würde, lasse ich seitdem diese Messungen weg, denn mit ihnen würde ich ja weder anders spritzen noch anders essen. Und weil ich morgens nüchtern in dem Spielraum, den ich da messen könnte, auch meistens nicht anders spritzen und essen würde, lasse ich auch diese Messung weg.

    Wenn am Vormittagsverlauf etwas unregelmäßig war, messe ich stichprobig schon mal zwischen 11 und 12, weil das Mittagessen bei uns meistens erst gegen 14 Uhr stattfindet. Meistens verbinde ich das mit dem Spritzen für 1 Teil Obst, das dann bei 70 weniger und bei 120 mehr Insulin kriegt. Die erste einigermaßen regelmäßige Messung mache ich 1-2 Stunden nach dem Mittagessen.
    Eher 1 Stunde, wenn ich fürchte, zu wenig gespritzt zu haben, und wenn ich meinen BZ dann über seinem grünen Rahmen finde, spritze ich nach. Und wenn ich da nachgespritzt habe, schaue ich selbstverständlich je nach Größenordnung 1-2 Stunden weiter nach dem Erfolg.
    Eher 2 Stunden, wenn ich mehr als passend gespritzt haben und dann zu niedrig kommen könnte - um mir dann noch ein Plätzchen oder ein Bonbon gönnen zu können :-)

    Und so auch abends. Allerdings esse ich nur noch selten BZ-Bewegendes nach 20 Uhr, damit das Apidra dafür ausgewirkt hat, wenn ich so um Mitternacht schlafen gehe. So komme ich an regelmäßigen Tagen mit 3-4 Messungen aus.
    Engmaschiger messe ich immer dann, wenn ich bei den wenigen normalen Messungen auf einen unerwarteten Wert treffe, den ich mir mit den üblichen Toleranzen nicht erklären kann. Dann muss ich selbstverständlich herausfinden, woran das liegt. So schwankt z.B. mein Basalbedarf über die letzten Jahre in mehrmonatigen Wechseln um etwa 30%. Wenn es wieder mal von mehr zu weniger wechselt, fällt mir das daran auf, dass ich immer häufiger am späten Vormittag ein Teil Obst mit weniger Insulin essen kann. Klar schaue ich dann morgens nüchtern nach und auch um 2 bei der Nacht.
    Und mit solchen Sondermessungen komme auch ich dann locker im Durchschnitt auf 5 Piekse pro Tag.

    Bisdann, Jürgen
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 17:21:32
    www.INSULINER.de
    optische teststreifen: betachek für 9,90 euro von thomas2002
  • Jan

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 17:58:51
    vielen dank für die vielen antworten. :o)

    geht das denn wenn ich zu meinem hausarzt gehe und mir dort 2 pakete oder so verschreiben lassen würde.er würde mich dann zu meinem diabetologen überweisen und dort könnte ich dann die maximale menge von 600 stäbchen erhalten? also hätte ich dann ca. 700stk. würde ich damit durchkommen? oder sagt die kasse dann etwas?

    gruß

    Jan

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 18:09:25
    die Kasse meldet sich meines Wissens nur zu Dingen, zu denen sie gefragt wird. Wenn der Arzt Dir verschreibt, meldet sich die Kasse bei Dir eher nicht, sondern via Kontrollstelle/Kassenärztliche Vereinigung eher bei Deinem Dok.

    Konkret auf Deine Frage: probier es aus :-) von Jürgen
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 20:50:03
    hallo an alle, jan
    grundsätzlich sind 600 bei erwachsenen die die ict im griff haben schon spitze, hier oben bekommen pumpis nur 300 und müssen wenn sie wiederkmmen begründen weshalb sie mehr brauchen.
    wenn du wie auch hier schon von anderen beschriebn nach der "einfahrzeit" zur "sicherheit" mißt ist das deine sache.
    bestellst du denn die streifen wenigstens beim dia versand, oder holst du sie aus der apo?. da sparst du deiner kk bei 600st ca 100e. ist im interesse aller.
    die kk zu fragen ist da ziemlich vergebene mühe, die standartantwort ist fast immer - ihr arzt muß entscheiden was sie brauchen, wir bezahlen.
    und bitte nicht vergessen, die mehrstreifen die jemand irgendwie "organisiert" bekommt der nächste weniger. denn das geld das verteilt wird ist "endlich".
    und wenn weniger standartmäßig verschrieben werden. sind die die heute sparen besser dran.
    und das kommt garantiert.
    mfg klaus von klausdn
  • diesel

    Rang: Gast
    am 19.05.2007 00:27:25
    Hallo Jan,
    ich kann dich nur beglückwünschen zu so vielen Teststreifen. Ich als Pumpi bekomme im Quartal gerade mal 400 genehmigt. Und das reicht auch! Ich möchte eigentlich nicht öfter als notwendig messen. So ein Schmerzliebhaber bin ich nämlich nicht. Und etwas Vertrauen in meine Therapie habe ich auch. Das zeigen mir die Werte beim nächsten Messen dann.
    Ich weiß doch wieviel IE ich für die Be´s spritzen muß. Das Messen ist also wirklich nur eine Kontrolle.

    MfG

    Gerd von diesel
  • anjaa

    Rang: Gast
    am 19.05.2007 11:31:31
    Hallihallo jan ,

    da ich genau wie du häufiger als von der krankenkasse vorgesehen messe und mit den streifen nicht auskommen würde , habe ich es von anfang an so gehalten dass ich mir von meiner internistin und von meinem diabetologen rezepte ausstellen lasse . das praktiziere ich seit einem jahr und bis dato muckte die kasse nicht auf . habe also so im quartal locker 1000 streifen . weniger messen kommt für mich nicht in frage , und ich glaube auch kaum dass ich im laufe der jahre davon abweiche . dafür mache ich auch einfach zu viel sport und die tage verlaufen selten annähernd gleich . mein letzter hba1 war 5,3 . also bitte , hätte kaum geklappt wenn ich nicht so engmaschig kontrolliert hätte ...


    lieben gruß an dich ,
    anja von anjaa
  • Jan

    Rang: Gast
    am 19.05.2007 14:28:29
    @anja

    so wie bei dir ist es bei mir auch. ich bin sportverrückt und mache mind. 4 mal die woche sport und bei mir sind, wie bei dir auch, die tage nicht alle gleich. deswegen habe ich auch so einen hohen verbrauch an messstäbchen. ein weiterer punkt ist, da ich vor meiner umstellung zur ict einen HBA1c von 6,5 hatte, mit dem ich super zufrieden war. die umstellung auf ict lief bei mir nicht so prickelnd. während der umstellung ist mein HBA1c auf 7,5 "hochgeschnellt".diesen wert bin ich jetzt auch wieder am abbauen, da es jetzt auch besser läuft. leider geht der HBA1c ja nicht von heut auf morgen runter :o) und dies ist auch ein grund für mich, warum ich so viel messe.

    lg

    Jan
  • diesel

    Rang: Gast
    am 19.05.2007 19:31:57
    Hallo Anja und Jan,

    ich könnte 20 mal am Tag messen, solange ich nicht auf unnormale Werte entsprechend reagiere, macht das keinen Sinn. Was machst du Anja, wenn du Werte über deiner persönlichen Norm feststellst?
    Ein andere Punkt, man soll mindestens zwei Stunden nach dem Essen warten, bevor man mißt. Wenn ich jetzt 10x2 rechne, komme ich auf 20 Stunden. Stellst du dir den Wecker um in der Nacht zu messen, oder mißt du zwei Stunden nach der Mahlzeit, dann nach drei und wieder nach vier Stunden? Dann muß ich fragen: WOZU?Aber wie schon in meinen anderen Beitrag geschrieben, ich messe nicht mehr als notwendig und vertraue auf meine Therapie.

    MfG

    Gerd von diesel
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 19.05.2007 21:27:06
    hallo anja und jan,
    ich sehe das wie gerd, etwas know how gehört natürlich dazu.,
    mich würde nur interessieren bei euch beiden,
    was macht ihr wenn sawicki, und der gba, faststellen
    300 und nicht mehr ? seid ihr bereit die restlichen 400 bzw 700 zu kaufen?
    das sind bei 25e/50 immerhin 200- 400e alle 3 monate.
    mfg klaus
    von klausdn
  • cat

    Rang: Gast
    am 21.05.2007 18:03:47
    Hallo!

    Jürgen:
    „Und wenn wir sehen, dass im europäischen Ausland z.T. 2 Streifen pro Tag bei ICT und Pumpe Standard sind …“

    @ Jürgen:
    Hast du eigentlich Quellen dazu, dass im europäischen Ausland zum Teil nur 2 Teststreifen pro Tag bei CSII Standard sind? Werden von den Krankenkassen dort nur so wenige bezahlt oder messen die Leute dort tatsächlich nicht öfter?
    Eine Umfrage auf: http://www.insulin-pumpers.org/about.shtml (eine amerikanische Seite) ergab dass die Pumpenträger dort durchschnittlich 7,2mal pro Tag messen. Das wäre in der Größenordnung von 650 Stück im Quartal.



    Jan:
    „geht das denn wenn ich zu meinem hausarzt gehe und mir dort 2 pakete oder so verschreiben lassen würde.“

    @ Jan:
    Das müsste auf jeden Fall gehen, es kann nur sein dass du dann aus dem dmp austreten musst, da kenne ich mich nicht so genau aus. Als mal mein Diabetologe meinte, dass der Hausarzt für die Grundversorgung zuständig sei, habe ich mir mein Zeug 3 Quartale lang von 4 verschiedenen Hausärzten zusammen gesammelt (das Budget gab pro Hausarzt nur etwa 100 Streifen her), bis mir das zu dumm wurde und ich mich beim Diabetologen durchgesetzt habe. Bei der Kasse nachgefragt, ob sie mir nicht dabei helfen könne, bekam ich nur Schulterzucken, ich würde doch auf diesem Wege alles bekommen was ich brauche… von cat
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 22.05.2007 01:34:30
    Moin Cat,

    in USA kaufen die Leute ihre Pumpen, und wer das Geld zum Kaufen investieren kann, investiert auch in Streifen. Wer sich keine Krankenversicherung leisten kann, bekommt auch seinen DM nicht behandelt.
    Mehr zu GB in diesem Thread hier http://www.dm-treff.de/forum/thread.php?threadid=2898&sid=b9017f2f1cb23904ae4674201bfa144f

    Bisdann, Jürgen
  • Lisa

    Rang: Gast
    am 22.05.2007 13:05:27
    @ jürgen
    vielen Dank für den ausführlichen Beitrag vom 18.5. er hat mich in vielem so bestätigt. Ich habe jetzt 27 Jahre dm, seit 15 Jahren mit Pumpe, mache alle paar Jahre Kur/ Reha / Schulungsauffrischung und damit auch verbunden eine Neueinstellung. Ein bisschen ändert sich immer, mal an dem Basalbedarf, der ja auch von den Kilos abhängt, mal am Faktor, der sich auch nach der häufigkeit und auch nach der Art der Mahlzeiten richtet. Seit einigen Monaten muss ich mich auch mit dem Thema Zöliakie auseinandersetzen, d.h. die BE und die Häufigkeit der Mahlzeiten hat sich wieder verändert. Ausserdem spüre ich weder eine Hypo noch eine Hyper, ich müsste / könnte/wollte manchmal ach öfter messen. Trotzall dieser Widrigkeiten bekomme ich "nur" 500 Teststreifen von meinem Diabetologen. Wobei er auch auf einem entsprechenden Protokoll besteht, woran er die Häufigkeit der Testst ablesen kann. Das Protokollführen ist zwar lästig, das gebe ich zu, auf der anderen Seite wiederum hilft mir sehr, meinen Blutzuckerverlauf, gerade bei irgendwelchen Änderungen, zu beobachten und zu regeln. Das Protokollformular ist entwickelt von / nach Dr. Teupe, wenn man das mal verinnerlicht hat, kann man gut lachen. Und mit einiger Übung und Beobachtung und Nachdenken, komme ich tatsächlich mit 5 Teststreifen täglich aus. Ich bin ja noch aus der Generation der "visuellen Ablesen mit Farbvergleich" und habe mir die betacheck Teststreifen besorgt ( wie Thomas2002 sie auch empfiehlt ), die lassen sich sogar noch teilen,( man braucht dann weniger Blut.) Damit teste ich mal zwischendurch, wenn ich gar nicht weiss wo ich bin, vor und nach dem dem Sport oder wenn ich mal einen Unerklärlichen Wert habe, um die Weiterentwicklung des BZ zu überprüfen, oder wenn ich mal bei einem asgedehnten Essen am Büffet den Überblick verloren habe.
    Die Krankenkasse bescheissen möchte ich eigentlich nicht, erstens mal fällt es irgenwann mal auf alle zurück, oder irgendwann mal auf den Doc, mit dem ich sehr zufrieden bin. Und im Übrigen bin ich auch der Meinung, dass es uns in der BRD verdammt gut geht. ich zahle auch Höchstbeiträge an KK-Versicherung und ärger mich auch über die fetten Dienstwagen der Vorstände, aber im Laufe meiner Krankheit habe ich, in Zusammenarbeit mit den Ärzten ein Maximum an Therapie und Hilfe bekommen, und das ist nicht mal in den EU Nachbarländern so. Schaut euch mal bei den Diabetikern in England um. Nein danke, da teile ich mir lieber meine 500 Streifen ein. von Lisa
  • kathrin

    Rang: Gast
    am 22.05.2007 17:54:44
    hallo,
    ich habe ein ähnliches problem, bei mir ist die lage nur so, das mein diabetologe mir nie mehr als 100 teststreifen aufschreibt! das ist echt ne unverschämtheit meiner ansicht nach. ich hab sogar gesagt das ich im sommer länger nicht da bin, da ich im ausland bin, da haben die mir beim arzt doch glatt gesagt, ich solle dann vorher teststreifen zurück legen oder müsse jemanden zur praxis schicken, der mir das rezept abholt, die praxis würde nicht mehr als 100 teststreifen aufschreiben! das find ich echt total unglaublich!
    muss dazu sagen, das ich erst seit ca. nem 3/4 Jahr bei diesem diabetologen bein, bedingt durch mein studium und in meiner heimatstadt, kannte ich die debatte mit den teststreifen überhaupt nicht, der artz dort hat mir immer mehr aufgeschrieben!
    gruß kathrin
  • Jan

    Rang: Gast
    am 22.05.2007 18:47:49
    @kathrin

    krass. hast du typ 1?

    @lisa

    denkst du denn nicht, dass wenn du alle paar jahre zur Kur/ Reha usw. fährst, dass die krankenkassen nicht belastet? ;o)

    viele grüße

    Jan
  • kathrin

    Rang: Gast
    am 22.05.2007 19:33:32
    hallo jan,
    ja ich bin typ 1! und das ist gerad das unverschämte, was nicht heißen soll bei typ 2 wär das ok. hab auch schon bei der krankenkasse nachgefragt, an denen liegt das nicht, das ist wirklich nur die entscheidung vom arzt! bin schon am überlegen ob ich wechseln soll, damit ich auch mal weg fahren kann ohne das freunde oder bekannte mir das rezept für die teststreifen nachschicken müssen! bin sonst aber sehr zufrieden......naja!
    lg von kathrin
  • Jan

    Rang: Gast
    am 22.05.2007 23:31:30
    dann würde ich ganz schnell den arzt wechseln. wie du in dem threat lesen kannst bekomme ich 600 pro quartal und komme da schon nicht mit 100% aus.

    gruß

    Jan
  • Lisa

    Rang: Gast
    am 23.05.2007 13:29:02
    @jan
    eine Kur bzw. Neueinstellung mit damit verbundener Schulung in einer Diabetesfachklinik der BfA ist Teil meiner Diabetestherapie und dient der Erhaltung meiner Arbeitskraft, damit ich möglichst lange meine Beiträge bezahle. Ich stehe seit 40 Jahren im Arbeitsprozess und bin ziemlich leistungsfähig. Ich hab keine Diabetesfolgekomplikationen und habe gelernt und lerne immer wieder , dass ich selbst mit Hilfe von Schulung, Information, Protokollführung eine Therapie entwickeln kann, der ich vertraue, die auf mein Leben und meine Bedürfnisse abgestimmt ist und die mich gesund und leistungsfähig erhält, und ich mit dem Material ( Pumpe, Katheter, Insulin ,Teststäbchen, Lanzetten), das mir die Kasse zur Verfügung stellt , wirtschaftlich umgehe und auch damit auskomme. Ich kann eine Kur / Neueinstellung in gewissen Abständen ( die sowieso vorgegeben sind ) jedem nur empfehlen, es bringt sehr viel Routine, Erfahrung und Selbsterkenntnis. Auch ich wundere mich immer wieder über typ1dmler, die sich nicht weiterbilden und selbst nach vielen Jahren Diabetes null Ahnung haben, keinen Weg für sich gefunden haben und sich über Mängel in der Versorgung beklagen.
    von Lisa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 23.05.2007 14:42:54
    Du hast die Langjährigen vergessen, bei denen plötzlich der 1c hoch schnellt ;-) von Jürgen
  • Jan

    Rang: Gast
    am 23.05.2007 15:12:01
    @ juergen

    wen meinst du? haha ;o)

    @lisa

    welche kuren machst du genau und was wird dort gemacht?

    gruß

    Jan
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 23.05.2007 16:00:54
    Moin Jan,

    jeder von uns produziert jeden Tag 24 Stunden seinen BZ-Verlauf, und zwar voll verantwortlich für jedes Stück der Kurve. Und der Durchschnitt der letzten etwa 120 Tageskurven mit den Spitzen nach oben und unten abgeschnitten, die kürzer als 2-3 Stunden angedauert haben, ist der HBA1c-Wert, also auch selbst produziert. Da schnellt nichts einfach so - es sei denn, von der einen zur anderen Messung wurde das Labor gewechselt. Dann kann bei den selben Tagesverläufen ein um 1 bis sogar 2 Prozentpunkte abweichender HBA1c-Wert ausgewiesen werden. Und da würde ich in der Tat die Formulierung, dass er um die Größenordnung geschnellt sei, voll unterstützen :-)

    Bisdann, Jürgen
  • Jan

    Rang: Gast
    am 23.05.2007 16:49:00
    @jürgen

    jau das verstehe ich voll und ganz. aber trotzdem dauert es auch eine weile den wert wieder auf normalo runter zu bekommen. im moment läufts bei mir richtig gut. aber den nächsten wert erhalte ich dann erstmal in 4 monaten. :o)

    gruß

    Jan