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Behandlung mit Actos

  • Mark

    Rang: Gast
    am 04.05.2007 12:58:30
    Hallo,
    ich möcht mal wissen, wer mit Insulin und Actos behandelt wird, un wie Eure Erfahrungen damit sind.
    Ich nehme 30mg Actos und Novorapid.Nachts Levemir und zusätzlich Metformin morgens und abends. Ich finde das alles ganz schön viel.Allerdings muss ich sagen, dass ich jetzt aufgrund von Actos weniger Novorapid und Levemir benötige.
    Mittags spritze ich zum Teil nicht mehr.
    Normalerweise spritze ich 20-12-18 Einheiten Novorapid. Nach ca. 6 Wochen Actos 16-(0-12)-18 Novo.
    Wer hat Erfahrungen und wer kann mir sagen, ob es besser ist Actos zu nehmen oder Insulin zu spritzen.

    mfg
    Mark
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 04.05.2007 23:52:37
    Ich habe auch ca. 4 Wochen Actos genommen, bekam starke Ödeme in den Füßen ,damit verbunden eine Gewichtszunahme. Es hatte einige Zeit gedauert bis ich es wieder im Lot hatte. Der Zucker ging zwar runter, aber die unerwünschten nebenwirkungen war nicht akzeptabel. Ich spritze und nehme jetzt morgens und abends 1/2 Metformin ,damit komme ich ohne Ne
    benwirkungen gut zurecht.
    Mfg.
    Barbara
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 05.05.2007 15:25:37
    Hallo Mark,

    dein Beitrag erweckt wie so oft zwei Aspekte einer Medikation.
    Zum einen den nützlichen, zum anderen den schädlichen. Oder, etwas poetisch, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!

    Gerade die erst seit Anfang diesen Jahres zulässige Kombinationstherapie Actos/Insulin ist in dieser Hinsicht ein Paradebeispiel. Das orale Medikament greift den Typ2-Diabetes erfolgreich an seiner Wurzel(Insulinresistenz) an und das externe Insulin senkt probat den Blutzucker sogar mit deutlich geringeren Mengen. Die Kombinationstherapie hat jedoch den Nachteil, dass sie viel deutlicher als die Monogaben die Entstehung von Ödemen und Herzinsuffizienz fördert.

    Im Grunde genommen kann dir niemand deine ureigenste Entscheidung abnehmen, was dir nun lieber ist, eine gute Blutzuckerführung mit niedrigen Risiken chronischer Diabeteskomplikationen oder höhere Risken eventueller Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten.
    von Haschi
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 06.05.2007 22:43:07
    Hi Mark,

    mit deinem Med.-Cocktail können drei Diabetiker behandelt werden. Ich persönlich würde Actos nicht schlucken. von ANONYM
  • Mark

    Rang: Gast
    am 07.05.2007 13:15:38
    Hallo,
    erst mal Danke für die Antworten.

    Also ich werde alle 2 Wochen blutmäßig vom Arzt untersucht. Danach soll alles ok sein.
    Ich benötige in der Tat viel weniger Insulin ( welches ja auch wohl Nebenwirkungen haben soll). Dennoch habe ich ja selber ein mulmiges Gefühl. Ich denke, dass der Arzt bei mir eventuell eigene Forschungen bzgl. Actos betreiben möchte, zumal ich privat versichert bin und meine Kasse alles zahlt. Ich persönlich kennen niemanden der gleichfalls mit Actos , Insulin und Metformin behandelt wird. Und deshalb frage ich mich, warum wurde Actos früher nicht in Kobination mit Insulin zugelassen und welche Gefahren drohen bei Actos?

    Übrigens ich bin Typ 2, 40 Jahre und seit 2 Jahren ist mein Diabetes bekannt. Muss ihn aber schon länger gehabt haben. Habe sofort mit Insulin angefangen.

    mfg
    Mark
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 07.05.2007 13:58:26
    Hallo Mark,

    zufällig kenne ich eine ältere Dame mit Diabetes Typ2, die die gleiche Medikation erhält. Sie wurde bis vor wenigen Monaten, jedoch bereits seit Jahren mit Metformin und Insulin durchweg recht unbefriedigend und trotz mehrmaligen Insulinhoppings und hohen Insulindosen behandelt. Ihr HbA1c regelmäßig > 8 %.

    Seit einigen Wochen berichtet sie freudestrahlend von ihren guten Blutzuckerwerten und wartet gespannt auf das Ergebnis ihres nächsten Langzeitwertes. Was ist geschehen? Sie bekam Actos verordnet. Gleich nach Beginn der Einnahme konnte die Seniorin ihre Insulingaben stark drosseln und erlebte eine echte Renaissance
    einmal in früheren jahren erlebter guter Blutzuckerwerte. Inzwischen war sie hochgradig insulinresistent geworden. Dagegen wirkt nun das Pioglitazon Actos.

    Nebenwirkungen? Oh ja! Ödeme und Gewichtszunahme. Die Ödeme bekämpft der doc mit der Gabe eines Diuretikums, das Übergewicht baut sie langsam bereits wieder ab, nachdem ich ihr erklärte, wie sie ihre Kost anpassen soll, da ja jetzt nicht mehr soviel Energiestoffe mit dem Urin ausgeschieden werden infolge einer besseren Blutzuckerführung gegenüber früher.

    Glitazone haben wie alle AntiDiabetika ihre spezifischen Neben- und Wechselwirkungen. Sie sind also keineswegs für jeden geeignet und für manche sogar kontraindiziert, d.h. verboten.

    Das Kombinationsverbot mit Insulin in der EU erfolgte, als nach der Einführung der Glitazone vermehrt bei solchen Patienten Herzinsuffizienz auftrat und sich Wasseransammlungen in dem Gewebe verstärkten. Der Arzt sollte also vor jeder Behandlung eine gewissenhafte Schaden/Nutzenabwägung vornehmen.

    Neueste Warnhinweise musste ein Hersteller herausgeben bzgl. vermehrtem Auftreten von Osteoporose nach der Behandlung beim weiblichen Geschlecht.

    Vielleicht lässt sich bei dir Actos auch wieder absetzen, wenn deine Insulinempfindlichkeit sich gebessert hat und diese auf natürliche Art und Weise z.B. mit Sport erhalten lässt.
    von Haschi
  • burkhardr

    Rang: Gast
    am 28.07.2007 16:56:25
    Dein Beitrag hört sich aber prima an.
    Er könnte von einem professionellen Pharmaberater der Firma Takeda, die dieses Medikament vertreibt, stammen.
    Oder stehst Du da sogar in Brot? von burkhardr
  • Mark

    Rang: Gast
    am 30.07.2007 12:28:57
    Hallo,
    gute Vermutung ! Stimmt aber nicht. Im Gegenteil ich bin immer sehr skeptisch, da ich Privatpatient bin und dadurch natürlich meist die teuren und neuen Medikamente bekomme. Ich habe einfach Angst, dass ich als Forschungsobjekt behandelt werde. Ich nehme sehr ungern das Actos, da ich nicht genau weiß, was es genau im Körper bewirkt und was mit Spätfolgen ist. Tatsache ist aber, dass ich mittags nun kein Insulin oder nur sehr wenig brauche. Es stellt sich aber die Frage was denn nun besser sei. Persönlich würde es mich nicht stören etwas mehr Insulin zu spritzen, da ich ja sowieso spritze. Mein Doc sagt, je weniger ich spritze um so besser außerdem habe das Actos auch noch andere positive Auswirkungen ( habe ich aber nicht genau verstanden),
    Auffällig war für mich eben die Tatsache, dass die Kombination von Actos und Insulin früher verboten war. Deshalb wollte ich wissen, ob sich jemand mit dem Thema auskennt. Zur Zeit nehme ich das Actos mit dem Medikament Competact ein ( Eine Tablette enthält Actos und Metformin).


    mfg
    Mark
  • karin

    Rang: Gast
    am 15.09.2007 09:18:05
    Ich nehme auch seid ca 6 Wochen Actos 15mg. Und das einzigste was ich davon habe sind noch mal 4 kg mehr auf der Waage. Ansonsten ist alles gleich. Insulin muss ich wie immer spritzen.
    Nachdem ich jetzt mal bewusst die Nebenwirkungen gelesen habe, ist mir Himmelangst. Ich denke Insulin alleine reicht auch. Werde es absetzten. von karin
  • Hannah

    Rang: Gast
    am 11.10.2007 12:54:01
    Hallo,
    habe von meinem Arzt zusätzlich zu INovoRapid Actos verschrieben bekommen.
    Actos wirkte sehr schnell und ich konnte schon nach einigen Tagen Insulin gänzlich absetzen und meine Blutzuckerwerte waren optimal, wie lange nicht mehr.
    Ich hatte zunächst keine Nebenwirkungen bemerkt, doch es folgte Gewichtszunahme und Atembeschwerden.
    Ich setzte Actos sofort ab und spritzte wieder Insulin, aber die Beschwerden blieben.
    Wenn man die Gebrauchshinweise von
    Novo Rapid und anderen zuckersenkenden
    Medikamenten sich ansieht, stellt man fest, dass fast alle die gleichen Beschwerden hervorrufen können.
    Früher bekam ich zusätzlich noch Metformin, dieses Medikament jedoch verursachte starke Magenbeschwerden und ich setzte dieses Medikament ab.
    Fazit: Da meine Beschwerden auch mit NovoRapid nicht verschwinden, werde ich künftig wieder Actos nehmen, denn die
    Nebenwirkungen sind überall fast gleich, aber Actos senkte meine Blutzuckerwerte optimal und die Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zu der positiven
    Wirkung.
    Das ist meine persönliche Meinung zu Actos
    Hannah
  • elfi gorsler

    Rang: Gast
    am 13.11.2007 22:55:54
    ich bin auch typ2 diabetiker habe seit 30 jahren diabetes. je älter ich werde desto höher werden meine werte.vor ca 5jahre bekam ich actos mit insulin und siofor850mg. 2004 bekam ich einen herzimfarkt im krankenhaus wurde mir actos weggenommen obwohl ich damit sehr gute werte hatte. es war eben verb oten insulin und einnahme von actos.obwohl es in der ganzen welt erlaubt war nur nicht in deutschland warum?? jetzt ist es wieder erlaubt und ich habe wieder sehr gute werte und muß weniger insulin spritzen. nun muß ich nur sehen,das ich mit meinem gewicht etwas runter komme.mein gewicht hat sich alles am bauch verlagert.aber was solls ich bin doch keine 20 mehr und wie der zucker jerztz läuft bin ich zufrieden habe gespritzt novorapid 30 28 32 levemir nachts 38 jetzt habe ich alles um die hälfte reduziert. morgens und abends eine 850mg siofor morgens eine 45mg actos und nun ist die welt in ordnung. von elfi gorsler
  • Josef Rankl

    Rang: Gast
    am 04.10.2010 21:16:46
    Ich habe vor 4 Monaten Actos und xelevia zusätzlich zum Methformin (2 x Glukophage 1000) becommen, die Zuckerwerte klettereten rapide nac oben, Nüchternzucker zueltzt um die 160, er Hba1c fast 9.
    und mein Zuckerwerte wurden innerhalb von 3 Wochen sehr gut, ohne die Medikamente zu ändern.
    Das ganze wurde von einem Diabetologen verabreicht.

    Nun hat mein Hausarzt das Actos abgesetzt, mit der Begründung dasses verboten sein soll?
    Ich bin neugierig wie sich mein Zucker nun entwickelt.
    Das Gewicht wurde erheblich mehr, ansonsten keine Nebenwirkungen.