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Neuropathie und keine Diabetes
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Malu
Rang: Gastam 29.03.2007 15:34:04
Hallo bin neu hier und grüße zunächst alle.
Vor ca 8 Wochen wurde bei mir ein Wert von 6.8 festgestellt.Glucosetest gemacht usw.3 Wochen lang Blutwerte gemessen, lagen morgens zwischen 90-110, nach dem Essen bis 120 oder weniger. Nach Rücksprache mit Arzt befand er gestörte Glucosetoleranz, bekam keine Medikamente, meinte das mit Essen usw in den Griff zu bekommen. Doch das Schlimmste ist, meine Beine und Füße schmerzen, Neurologe stellte Neuropathie fest.Er meinte, das bei einer vernünftiger Ernährung und Senkung der Diabetes sich die Nerven in ca 4-6 Monaten regenerieren würden, Tabletten brauchte ich keine. Mein Hausarzt verschrieb mir jedoch jetzt Lyrica 75 mg 2 x täglich. Habe diese Tabletten jetzt erst 2 x abends genommen, geschlafen wie ein Bär und war ganz schön meschugge an der Arbeit. Jetzt soll ich die auch noch tmorgens nehmen, wie übersteht man da den Tag??Verstehe alle nicht mehr, wenn ich hier lese: Tabletten dafür ,Medis hierfür, habe ich die falschen Ärzte erwischt oder????
Wäre sehr dankbar für ein wenig Klarheit -
Molly
Rang: Gastam 29.03.2007 17:22:00
Hallo
Lyrica ist sicherlich ein Medi wo man die
Nebenwirkungen nicht unterschätzen darf. Aber welches Medi hat keine NB ? Ich nahm Lyrica und hatte total geschwollene Hände. Aber geholfen hat es, wie Du sagst, schlafen wie ein Bär und hatte viel weniger Schmerzen. Mein Arzt sagte mir, ich könne das Medi bis 120 ! nehmen. Ohne grosse Nebenwirkungen, tja wer's glaubt... Inzwischen habe ich auf Neuromitin umgestelt, dass ist ähnlich aber es scheint mir, das meine Hände weniger geschwollen sind. Meine Schmerzen sind jedenfalls besser. Es wundert mich dass Du ohne DM schon NP hast. Aber habe auch schon davon gehört. Wie alt bist Du denn ? Die Schmerzen sind ätzend, wer es nicht kennt, weiss nicht was es ist, ein Ziehen und Stechen in den Beinen und im Sommer wenn es heiss ist, wird es ganz schlimm. Ich habe auch den Rat bekommen, zu Kneippen, das werde ich auch wieder tun, sobald es etwas waermer ist. Also vielleicht habe ich Dir etwas geholfen, uebrigens leichte Massage ist auch sehr angenehm. Gruss Molly -
malu
Rang: Gastam 29.03.2007 17:49:00
Hallo Molly
vielen Dank für Deine Antwort. Die einzige Nebenwirkung bis jetzt ist das müde sein und einen pelzigen Geschmack im Mund. Übrigens bin 56 Jahre,natürlich übergewichtig und habe nebenbei noch Hashimoto, und Schuppenflechte. Die Tabletten helfen wirklich schon, doch was passiert beim absetzen? Nehme sie noch ein paar Tage, aber nur abends, sonst falle ich im Büro vom Hocker :-))) von malu -
ANONYM
Rang: Gastam 30.03.2007 10:09:28
Kein Diabetes - da irrst du. Ein Langzeitwert von 6.8 ist da wohl eindeutig.
Übrigens: Die Hauptursachen für PNP sind Diabetes und Alkohol.
Geh zu einem Diabetologen. so mancher Hausarzt kennt sich mit Diabetes leider immer noch nicht aus.
Wenn du abspeckst und dich vernünftig ernährst und Sport/Bewegung nicht vernachlässigst, können sich die Werte wieder normalisieeren. Schilddrüsenprobleme machen das aber nicht einfacher. von ANONYM -
Haschi
Rang: Gastam 30.03.2007 12:06:53
Hallo,
ob nun Diabetes oder nicht, die PNP kann viele Ursachen haben. Die häufigsten sind zwar langjähriger Diabetes und/oder Alkoholabusus, aber bei Glukosetoleranzstörungen oder just bei der Manifestation eines Diabetes wird gelegentlich auch PNP festgestellt.
Voraussetzung für eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung ist eine normnahe Blutzuckerführung.
Die Nervengifte Alkohol und Nikotin sind unbedingt zu meiden.
von Haschi -
thomas2002
Rang: Gastam 30.03.2007 19:42:25
die "diabetischen folgekrankheiten" häufen sich schon mit hochnormalen hba1c-werten. der übergang von gesund zu diabetischen werten ist fließend, da es keinen schwellenwert gibt, ab dem z.b. folgekrankheiten oder bz-werte sprunghaft steigen. die definitionsschwelle hat eher gesundheitspolitischen wert, da ab irgendeinem wert ein eingreifen gerechtfertigt werden muß, da die mechanismen im prinziep verstanden werden.
nach aktuellem verständnis bist du halt prädiabetiker. ein verständiger diabetologe wird dir möglicherweise tabletten in niedrigster dosierung verschreiben.
da deine werte "grenzwertig" auffällig sind, ist für dich eine regelmäßigere laboruntersuchung als die vorsorglichen 2-jährigen laboruntersuchungen für über 35-jährigen nötig, also irgendetwas zwischen jedem und je 4 quartale eine labotuntersuchung. wichtige laborwerte sind die fettwerte cholesterin, ldl, hdl und verhältnist zwischen ldl und hdl, sowie eiweiß im urin und blutdruck. damit werden die häufigsten begleitkrankheiten des dm abgedeckt.
btw hast du eine autoimun-krankheit? damit hast du ein erhöhtes risiko, ein dm typ 1 bzw lada-dm zu bekommen. sollte auch abgeklährt werden. von thomas2002 -
Inka
Rang: Gastam 31.03.2007 01:03:14
Hallo!
Ich bin auch Neuling mit Glucosetoleranzstörung. Bei mir waren die Werte allerdings höher, nüchtern über 110 mg/dL und selten höher und nach dem Essen noch im Rahmen bis selten 140 mg/dL. Mein HbA1c-Wert liegt bei 5,7 und ist somit vollkommen ok. Mit Neuropathien oder irgendwelchen anderen Sachen habe ich zum Glück noch keine Probleme, weshalb ich Dir da auch nicht weiterhelfen kann. Das Einzige, was mir so durch den Kopf ging, war ob Du evt. in der zeit, als gemessen wurdest mehr auf Deine Ernährung geachtet hast, weshalb die Werte dann i Rahmen waren und sonst evt. höher sind, was den höheren HbA1c vielleicht erklären könnte.
Ich bekomme übrigens niedrig dosiert Metformin, um die Werte zu senken. Frage doch mal Deinen Diabetologen, ob das evt auch für Dich in Frage käme. Ich kenne mich (noch) zu wenig mit der ganzen Materie aus.
Aber irgendwie finde ich es ganz beruhigend zu wissen, dass es auch andere mit dieser Diagnose gibt.
Weiterhin alles Gute für Dich!
Inka -
Malu
Rang: Gastam 02.04.2007 18:21:52
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Versuche bereits meine Ernährung umzustellen, habe früher sehr vieeeel Süßes gegessen-gestrichen. Nikotin ist bei mir keine Frage und Alkohol ab und zu . Mein Arzt meinte ein Glas Rotwein am Abend könnte nicht schaden, lasse ich auch so gut wie weg.
Die Tabletten Lyrica vertrage ich nicht so gut.Ansonsten werde ich mich wohl doch mal nach einem anderen Arzt umsehen. Kenne nur keinen hier in unsrer Stadt. Gibt es sowea wie ein Arztverzeichnis????
von Malu -
Pia
Rang: Gastam 03.04.2007 15:32:30
Hi Malu,
ich glaube, Lyrica ist kein Schmerzmedikament, dass man MAL nimmt und MAL nicht. Jeder Mensch hat ein Recht auf Schmerzfreiheit. Wichtig bei der Einnahme von Medikamenten wie Lyrica ist, dass man es regelmäßig und möglichst zu gleichen Zeiten nimmt, damit sich ein Schmerzgedächtnis gar nicht erst aufbaut. Und was die Nebenwirkungen angeht. Die Müdigkeit und ein mögliches Schwindelgefühl bei Lyrica vergehen mit der Zeit. Wer sich bei einem Schmerzmedikament, dass ihm verordnet wurde, Gedanken um die Nebenwirkungen macht, hat keine starken Schmerzen. Bitte nicht böse sein, aber das ist einfach so. von Pia -
Elli
Rang: Gastam 04.04.2007 10:18:02
Ein Ärzteverzeichnis gibt's auf den Gelben Seiten des Branchen-Telefonbuchs vorne - geordnet nach Fachbereichen. Auch Diabetologen stehen neuerdings drin.
Eine PNP bekommt man nicht soo schnell, da müssen die Werte schon längere Zeit schlecht sein. Vielleicht hängt es aber auch mit der Schuppenflechte zusammen? von Elli