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Wie oft stecht Ihr?

  • Maria

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 13:16:13
    Ich war heute zum ersten Mal seit meiner Umstellung auf Insulin / ICT beim Hausarzt. Der hat zusammengezählt, wie oft ich täglich steche ( 7 bis 8 mal BZ messen, 6 bis 7 mal Insulin) und hat gemeint, das sei einfach zu viel, zu aufwendig, auf Dauer nicht durchzuhalten. Wie handhabt Ihr das? von Maria
  • Molly

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 14:20:30
    3 x im Tag, Spritzen 4 x (1 x vor Bettruhe)
    wenn ich mich schlecht fühle und denke mein Zucker sei oben, dann messe ich evt. nochmals.
    Schönen Tag.
    von Molly
  • Pia

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 15:01:16
    Liebe Maria, am Anfang zu Beginn der Insulinbehandlung muss man schon sehr diszipliniert messen.
    1 mal nüchtern
    1 mal vor dem Frühstück
    1 mal 2h nach dem Frühstück
    1 mal vor dem MIttagessen
    1 mal 2h nach dem Mittagessen
    1 mal 15:00 Uhr (damit man 1 Mess. am Nachmittag hat
    1 mal vor dem Abendessen
    1 mal 2h nach dem Abendessen
    1 mal gegen 22 Uhr

    Sind 9 Mal, so war es bei mir zumindest solange, bis das Insulin so dosiert war, dass es vernünftige Werte brachte. Das waren mehrere Wochen. Klingt zwar stressig, hat aber den Vorteil, dass man selbst seinen Insulinhaushalt kennenlernt, die Werte werden täglich ähnlich sein. Und du weißt, wann dein Blutzucker in der Regel am tiefsten ist und wann am höchsten. Weißt, wann du essen solltest, um keine Unterzuckerung ztu riskieren.
    von Pia
  • WUn

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 18:26:19
    Messe mich etwa 5 mal am Tag und spritze:
    1x Lantus
    ca. 6x Humalog - ja nach Essen

    LG
    von WUn
  • diesel

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 21:51:47
    <<<hallo Maria,

    ich denke auch, du mißt zu viel. Du bist scheinbar Typ II, ich als Typ I mit Pumpe teste nur 4 mal (normalerweise). Und das reicht auchaus.
    Soviel Teststreifen bekommt man auch garnicht von der Kasse bezahlt.

    MfG

    Gerd
  • Maria

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 22:32:57
    Ich bin Lada und bekomme die Teststreifen ohne Probleme von der Kassa. Wenn ich mir der Reaktionen meines Körpers sicherer bin, hoffe ich sehr, mit weniger Messungen auszukommen. Mein Hausarzt steht übrigens ICT ziemlich hilflos gegenüber. Bei meiner Schulung wurde auch deutlich gesagt, dass ich selber für meine Theraphie und ev. Veränderungen verantwortlich bin und das bedeutet für mich derzeit eben häufig kontrollieren. von Maria
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 22:52:54
    hallo,
    die anzahl der streifen ist überall anders-hängt viel an den docs, zt auch an der kasse(aok)
    trotzdem bitte mal drüber nachdenken.
    die anzahl der finger zum picken ist begrenzt, irgendwann tut es weh , irgendwann reicht die stechtiefe nicht mehr.
    wieso spritzt jemand mehr als dreimal analog?
    dreimal essen reicht doch aus(ohne mast)
    wenn man relativ das gleiche ißt weiß man nach drei tagen wie der bz verlauf nach dem essen ist, das kann man in abständen kontrollieren.
    im allgemeinen kommt man so mit 5 messungen aus.
    auch messungen nur um etwas ins buch zu schreiben, also ohne daraus folgerungen zu ziehen,
    sind nicht sinnvoll.
    (sinnvoll zb vom aufteilen des essens, über spritzmenge, bis auf mal essensverzicht , ua)
    mfg klaus von klausdn
  • Maria

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 23:30:43
    Da ich keine großen Essensmengen auf einmal schaffe, brauche ich 2 kleine Zwischenmahlzeiten. Und meine Ärztin bei der Rehab hat festgestellt, dass ich auch dafür Novorapid spritzen muss. (1E pro BE). Natürlich ziehe ich meine Schlüsse aus meinen Werten!
    (Wirkung von Sport, habe ich die BE Menge richtig eingeschätzt,
    brauche ich bei einem niedrigen Ausgangswert tatsächlich Insulin,....). Klaus, hat sich Dein Messverhalten gegenüber Deiner Anfangszeit nicht verändert? Warst Du Dir sofort in allem und jedem sicher? Pia, Du scheinst es so wie ich gehandhabt zu haben.
    Und, ehrlich, ich werde es durchaus genießen, wenn ich weniger oft messen muss, weil ich mich sicher fühle. von Maria
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 09.03.2007 09:25:25
    Moin Maria,

    weil sich das besonders einprägt, was man in einer neuen Sache zu Anfang macht, wird Dein grundsätzliches Ziel Deine Entscheidung bestimmen, wie aufwändig Du Deinen Einstieg gestaltest. Grundsätzlich kannst Du wählen zwischen einer guten und von der Handhabung relativ routinemäßigen Einstellung und der direkt am gesunden Blutzucker-Verlauf orientierten Blutzucker-Steuerung.

    Mit der Einstellung wird als gutes Ergebnis ein HBA1c von etwa 7 erreicht. Wer ohne nervige Hypos darunter kommt, nutzt schon öfter steuernde Elemente. Mit der gezielten Steuerung kenne ich Typ1 und Typ2, die hypofrei seit Jahren einen völlig gesunden HBA1c von 4,8-5.5 erreichen.

    In der alltäglichen Umsetzung unterscheiden sich beide nicht so sehr im Umfang der praktischen Verrichtungen, aber eindeutig in der mentalen Ausrichtung. Während die Einstellung praktisch nur zu den Mahlzeiten eben morgens-mittags-abends und zu größeren Ess- und Belastungs-Ereignissen zwischendurch Aufmerksamkeit erfordert, läuft bei Steuermenschen das Zuckerprogramm immer im Hintergrund mit und poppt praktisch mit Pen oder Messgerät ganz automatisch auf, wenn die Situation eine Änderung erwarten lässt oder fordert. So automatisch, wie ich ohne jedes Nachdenken nach meinem Stock greife, wenn ich von diesem Stuhl hier aufstehe.

    Bisdann, Jürgen
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 09.03.2007 17:30:24
    hallo maria und pia,
    ich will euch auf keinen fall verunsichern, mir war nur der gegensatz aufgefallen.
    ihr meßt ca 9-10 mal, der doc mosert, auf diab world ist eine frau in eurer situation(auch völlig neu)
    der hat der doc alle streifen gestrichen, und gesagt
    "einmal" in der woche messen reicht.
    der gegensatz war absurd, daher mein appell nicht sinnlos zu messen nur um zahlen aufs papier zu bringen.
    ja maria ich habe zu anfang auch öfters gemessen,
    aber wenn es sich dreimal bestätigt hat(zb beim faktor) dann hab ichs gelassen. war auch foh daß ich meine linie gefunden hatte.
    -nur zur info, es gibt diabetische schwerpunkzpraxen die selbst für pumpenträger nur 300streifen pro quartal verordnen.-(ob ich das gut finde oder nicht, den doc schert es nicht)
    mfg klaus
    von klausdn
  • diesel

    Rang: Gast
    am 10.03.2007 09:07:57
    Hallo Klaus,
    ich messe schon "immer" etwa 4 mal am Tag - nüchtern, vor dem Mittag, vor dem Abendessen und vor der Nachtruhe. In deinem ersten Beitrag meinst du, es reicht doch aus, dreimal am Tag zu essen. Mag ja alles sein, mir reicht es nicht aus. Ich esse lieber dafür diese Menge der drei Mahlzeiten auf fünf kleine verteilt. Für die Zwischenmahlzeiten wird aber nicht gemessen. In der Anfangzeit habe ich das schon gemacht. Aber irgendwann sollte ich meine Therapie soweit im Griff haben und ihr vertrauen. Wenn ich weiß, wie mein BE-Faktor ist, und ich die BE&#180;s abschätzen gelernt habe, wäre das ja auch sonnlos. Würde ich keine Zwischenmahlzeit einnehmen, würde ich doch auch nicht messen. Eben weil ich meiner Therapie vertraue. Sollte ich mal Hypo-symtome haben, messe ich natürlich auch einmal öfter!

    Viele Grüße


    Gerd
  • Pia

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 08:53:38
    Lieber Klaus, liebe Maria,

    jetzt messe ich nur 3 mal am Tag, weil ich weiß, wie der BZ sich so ungefähr am Tag "benimmt."
    Zu Beginn der Insulinbehandlung habe cih so oft gemessen.

    Die Gewichtszunahme würde mich so nicht stören, aber jedes Kilo mehr als Last auf mein amputiertes Bein ist nicht gut.
    Ich komme mir immer so dumm und unwissend vor, wenn ich das alles lese, was Ihr wisst. Ich glaube, ich muss viel mehr wissen. Aber als erstes werde ich meine 2 Mahlzeiten, die ich am Tag zu mir nehme (7 ODER 9 Uhr und 19 Uhr )konsequent halbieren.

    Und ich habe begonnen, mich durch die Seite zu lesen, die du, Klaus mir genannt hast. chrostek. Aber, wenn ich da lese, stehen die Äußerungen der Diadoc als Absurdum da. Ich glaube, ich muss mich in Sachen Diabetes ebenso wissend machen, wie ich das bezüglich meiner Schmerztherapie gemacht habe. Auf der chrostek-Seit steht zum Beispiel, ganz trivial gesagt; dass es absolut unsinnig ist, eine Insulinresistenz mit immer höheren Insulindosen zu durchbrechen, weil eben nur soundsoviel Rezeptoren da sind....
    Ichbin auf jeden Fall völlig verwirrt im Moment. Und mir graut schon vor dem nächsten Diadoc-Termin. von Pia
  • Maria

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 15:04:37
    Liebe Pia!

    Die leidvolle Erfahrung, dass Ärzte nicht unbedingt viel von Diabetes verstehen, habe ich auch schon gemacht und daher versucht, mir möglichst viel eigenes Wissen anzueignen. Diabetes- Foren finde ich toll, hier hat man es mit Spezialisten in eigener Sache zu tun.
    Liebe Pia, das Essen gleich zu halbieren erscheint mir ein allzu großer Schritt zu sein. Etwas reduzieren, etwas bewusster essen ist sicher zielführender. Ich habe mal irgendwo gehört, einem Patienten mit hohem Cholesterinspiegel, der 7 Eier pro Tag isst, die Eier zu verbieten, führt zu Frust. Ihm zu raten, ein Ei weniger pro Tag zu essen, bringt auch schon was und fällt ihm leichter. Er kann ja nach und nach auf weitere Eier verzichten. Also lieber kleinweise etwas verändern!
    Ich wünsche Dir alles Gute!
    Maria
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 16:10:29
    Moin Maria,

    dass Eier das Cholesterin im Blut erhöhen, wird immer wieder behauptet. Aber belegt ist trotz wahnsinnig vieler Beweisversuche in dieser Richtung lediglich, dass bei einigen Menschen gegessenes Cholesterin den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen KANN. Einfach 7 Eier essen und anschließend einen deutlich höheren Chaoleserinspiegel messen funktioniert bei den meisten Menschen ebenso wie anders rum weniger essen und weniger messen auch nicht.

    Einfach 7 Scheiben Brot essen und danach einen besonders hohen Blutzucker messen, funktioniert dagegen bei allen Diabetikern. Denn Brot ist wie alles mit Mehl und Kartoffeln und Reis stoffwechselmäßig nahezu reiner Zucker. Und Zucker wird nun mal via Magen und Darm direkt in den Blutkreislauf gegeben. Und statt der 7 Scheiben nur 3 macht absolut sicher schon einen deutlich niedrigeren Blutzucker, wie wir auch wieder ne Stunde weiter direkt nachmessen können.

    Damit sind wir ganz klar im Vorteil: wir können messen, was uns belastet, und auch, was wir mit welchem Nutzen weglassen. Wir müssen diesen Vorteil allerdings nutzen :-)

    Bisdann, Jürgen
  • Maria

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 16:23:11
    Lieber Jürgen!

    Dass es umstritten ist, wie und ob überhaupt Eier den Cholesterinspiegel erhöhen, weiß ich. Es war von mir auch nur als Beispiel erwähnt, denn ich weiß, wie vielen Menschen es schwer fällt, zu streng gefasste gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Bist Du nicht auch der Meinung, dass eine "Politik der kleinen Schritte", die zu positiven Ergebnissen führt und dadurch die Motivation verstärkt, mehr bringt als der Vorsatz: "Ab heute esse ich nur mehr die Hälfte!", was sehr schwer durchzuhalten ist und deshalb frustriert?
    Liebe Grüße
    Maria
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 17:50:22
    hallo maria,
    was du beschreibst sind methoden zum abnehmen,
    was pia beabsichtigt ist , die insulinresistenz zu reduzieren, das sind völlig verschiedene schuhe.
    die standartmeinung ist wenn 20ie nicht helfen nimmt man 30ie und das geht so weiter bis wie schon beschrieben menschen 300 und mehrie pro tag spritzen und das noch ohne großen erfolg.
    das sind die fälle wo dann der diadoc sagt "bei ihnen weiß ich auch nicht weiter" na prima !
    und bevor es soweit kommt kann jeder egal ob t1 oder t2 , in regelmäßigen abständen die up regulation durchführen, (nur zur info das machen inzwischen tausende die dort geschult wurden, "und"
    mit erfolg) - alle anderen ohne erfolg , außer mit zusätzlichen pillen.(auch ne möglichkeit)
    mfg klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 17:57:05
    Moin Maria,

    jeder Schritt ist so gut, wie er gegangen wird. Große machen manchmal einen sehr abrupten Wandel, aber manche unter uns kriegen das besser hin als viele kleine - und eben auch umgekehrt.

    Bei allen erfolgreichen Versuchen von Menschen mit Diabetes, ihr Gewicht zu halten oder sogar ab zu nehmen, von denen ich bisher erfahren habe, haben weniger Kohlenhydrate und weniger Insulin und ein ablesbar niedrigerer alltäglicher BZ-Verlauf eine wesentliche Rolle gespielt. Mental der ablebare Wert sogar die Hauptrolle. Denn daran können wir direkt jeden Tag aufs neue ablesen, wie wir unsere defekte Blutzucker-Automatik als Grundvoraussetzung für jede Verbesserung immer besser ersetzen :-)

    Bisdann, Jürgen
  • nessa

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 18:18:28
    ielleicht ist es ne dumme frage aber was ist eine " up-regulation"

    LIebe grüße
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 19:02:11
    schauma
    http://www.chrostek.de/wb/pages/startseite/diabetesdorf/curriculum/up-down-regulation.php von Jürgen
  • LisaO

    Rang: Gast
    am 18.03.2007 19:32:59
    Die Seite ist sehr interessant, allerdings auch sehr wissenschaftlich abgehandelt. Vieles ist verwertbar - allerdings mit schnellem Drüberlesen geht gar nix.

    LG Lisa von LisaO