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  • Molly

    Rang: Gast
    am 07.03.2007 11:23:48
    Guten Tag
    Ist da jemand der auch ein stechen, kribbeln am ganzen Körper hat, einmal ausgeprägter, einmal weniger, aber vor allem in den Beinen aber mehr und mehr auch an Händen, Füssen etc. Für Nähere Infos wäre ich dankbar. von Molly
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 07.03.2007 16:09:09
    Hallo Molly,

    diese lästigen Empfindungsstörungen in der Peripherie des Körpers kenne ich aus eigener Erfahrung nun schon fast 10 Jahre.
    Zugrunde liegt die periphäre Polyneuropathie, die fast jeden 3.Diabetiker im Laufe seiner Diabeteskarriere trifft. Manche sehr früh, schon bei der Manifestation des Diabetes, andere später. Die Krankheit ist noch nicht heilbar und fortschreitend.

    Voraussetzung für eine Ausbremsung der
    Symptome und Linderung der Schmerzen, die meistens in den Extremitäten
    beginnen, ist eine gute, normnahe Blutzuckerführung, regelhaft < 140 mg/dl.
    Außerdem sollten die Nervengifte Alkohol und Nikotin tabu sein.

    Es gibt eine große Palette von Medikamenten, die gegen diese Empfindungsstörungen mehr oder weniger versuchsweise mit unterschiedlichen Erfolgen eingesetzt werden. Teilweise sind diese Medikamente auch nicht erstattungsfähig. Diadoc fragen! von Haschi
  • Mollyss

    Rang: Gast
    am 08.03.2007 14:14:52
    Danke für Dein Bericht. Ja mich hat es nun erwischt. Ich habe Zuckerwerte von ca. 5.3-6.1 ab und zu einen Schwenker. Umsomehr verstehe ich das ganze nicht. Seit 4 Jahren
    habe ich erkannten Diabetes, vorher immer etwas Grenze. Seit 2 Wochen kribbelt es im ganzen Körper, nahm Lyrica aber ich hatte geschwollene Hände, nun versuche ich es mit Neurometin 100 3x1 in den Griff zu bekommen. Nehme auch Tramal 150. Meine Leber/Nieren werden es mir danken.
    Bin schon etwas verzweifelt, was kommt denn noch, wird es schlimmer, bessert es einmal, oder geht es ganz weg. Vor allem sind es meine Füsse/Beine die mir zu schaffen machen. Und die braucht man halt täglich....
    Schönen Tag.
    Molly von Mollyss
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 10.03.2007 18:47:52
    Hallo Molly,

    es sollte neurologisch abgeklärt werden, ob es sich tatsächlich um eine Polyneuropathie
    handelt. Wird dies bestätigt, kann man
    zu deiner Mediaktion nur die Daumen drücken, ob sie dauerhaft deine Empfindungsstörungen lindert.

    Mit Tramal long retard 150 mg mache ich persönlich seit einigen Jahren gute Erfahrung.

    Die neuesten Medikamente sind Lyrica und
    Cymbalta. Es wird über unterschiedliche Verträglichkeiten und Erfolge berichtet.
    von Haschi
  • Molly

    Rang: Gast
    am 11.03.2007 11:16:56
    Hallo Haschi
    Darf ich Dich fragen, nimmst Du Tramal 150 schon länger ? ich weigere mich ein bisschen nehme es nur wenn ich es nicht mehr aushalte, aber mein Doc sagt ich solle es 2 x täglich über einen langen Zeitraum nehmen, die hätten keine Nebenwirkungen. Nun wer's glaubt wirkt selig. Aber sicher ist, dass es mir viel besser geht wenn ich die Tab nehme.
    Danke
    Schönen Tag
    Molly
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 11.03.2007 12:50:03
    Hallo Molly,

    ja, ich nehme Tramal in dieser retardierten Form und Stärke bereits über 4 Jahre und werde diese aus heutiger Sicht bis an mein Lebensende nehmen.

    Dein Arzt hat Recht und nicht Recht.
    Sinnvoll ist nur die kontinuierliche Behandlung mit diesem leichten Opioid, das jedoch auch wie alle Medikamente Nebenwirkungen hat. Die häufigste ist eine Verstopfung. Lässt sich jedoch gut gegensteuern. Engmaschige Überprüfung der Leberwerte sollte erfolgen. Ängste bzgl. abhängig werden, sind jedoch unbegründet.

    Mehrere Absetz- und Ersatzversuche mit anderen Wirkstoffen zur Linderung meiner Beschwerden waren bisher erfolglos.
    Somit habe ich mich mit dieser Therapie
    ( 2 x 150 mg/dl alle 12 Stunden)abgefunden und kann ganz gut damit leben. von Haschi
  • Molly

    Rang: Gast
    am 11.03.2007 19:10:02
    Hallo Haschi
    Koennte mich auch damit einverstanden erklären, aber leider nehme ich noch einige Medis dazu. Glucophage 3x, Eutyrox f. Schilddrüse, für Cholesterin und für Blutdruck. Insgesamt ca. 15 Tabletten. Zum Glück habe ich einen guten Magen, ich schlucke das alles ohne Probleme. Ich bin 59 und habe ca. 15 kg Uebergewicht aber ich hoffe, dass ich es nun endlich schaffe, mit igend welcher Früchte/Mischdiät.
    Mein 3 Monatszucker ist um die 6.5.
    Bin aber äusserst schwer einzustellen, denn sobald ich mir irgend etwas leiste,
    schnellt mein Zucker in die Höhe.
    Nun beruhigst Du mich ein bisschen und vielleicht kann ich mich überwinden etwas mehr Tramal zu nehmen und weniger Schmerzen zu haben.
    Für welche Beschwerden nimmst du den Tramal ?.
    Schönen Abend
    Molly

  • Pia

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 09:28:28
    Zur Schmerztherapie kann ich Einiges sagen: Lyrica ist ein tolles Medikament, das bekomme ich gegen meine Phantomschmerzen. Und auch Tramal long Retard kenne ich, das habe ich auch bekommen, es wirkte nur plötzlich ncht mehr. Heute nehme ich seit längerer Zeit Tramadol AL 200mg, 2 mal täglich, das hat den Vorteil, das man nichts zuzahlen muss.
    Und es wirkt zuverlässiger.

    Keine Angst vor Opiaten, die haben weniger Nebenwirkungen als die herkömmlichen Schmerzmedikamente. Aspirin ist auf Dauer gefährlicher.
    Die Argumentation, dass man davon abhängig werden kann, beantworte ich immer damit: Es gibt einen Unterschied zwischen Abhängigkeit oder Sucht. Ein Bluthochdruckpatient ist auch von seinen Medikamenten abhängig. Und wenn ich dafür schmerzfrei sein darf, ich war es 20 Jahre nicht, dann nehme ich das gern in Kauf. von Pia
  • Molly

    Rang: Gast
    am 12.03.2007 12:15:52
    Liebe Pia
    Da hast Du auch wieder recht. Ich habe Lyrica auch genommen aber meine Hände sind sehr stark angeschwollen. Jetzt nehme ich Neuromitin, ist zwar auch nicht gerade viel besser aber dafür die Schmerzen weniger. Hie und da nehme ich dann auch noch Tramal 150. Nun meine Lebenserwartung wird so oder so nicht die längste sein. Machen wir das Beste daraus.
    Schön's Tägli aus der Schweiz
    Molly

  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.03.2007 08:20:02
    Hast du denn ständige Schmerzen? Dann würde ich dir unbedingt empfehlen, in eine Schmerzambulanz/Schmerzsprechsstunde zu gehen. Die sind oft da, wo die Tumorsprechsstunden sind. Oft in Universitätskliniken. Die machen einen guten Job. Bei chronischen Schmerzen ist es wichtig, regelmäßig Schmerzmedikamente zu nehmen, die dazu vorgesehen sind, dass man sie nicht nur im Bedarfsfall nimmt. Oft kommen hier auch, gerade bei Neuropathien Antiepileptika erfolgreich zum Einsatz.
    Oder Geräte wie das TENS oder EMS-Gerät.
    Gerade bei uns Diabetikern ist es auch wichtig, schmerzfrei zu sein, denn Schmerzen treiben den Blutdruck UND den Blutzucker in die Höhe. Ich habe mich bei akuten Schmerzschüben bei einem Blutdruckwert von 200:110 und BZ bei 20 mmol/l wiedergefunden.
    Das Allerschlimmste Phänomen bei Schmerzpatienten ist, dass sie erst von Arzt zu Arzt geschickt werden, dort mit herkömmlichen , vor allenm Codeinhaltigen präparaten bedient werden. Nach spätestens 3 Monaten ist man Codeinabhängig. Und das wissen die Ärzte. Und die Entzugserscheinungen sind grausam. Kommt man dann endlich in ein Schmerztherapiezentrum, beginnt die Behandlung erst mal mit einem Entzug. Ich durfte den gottseidank ambulant machen. Das ist jetzt 3 Jahre her....Im Moment bin ich schmerzfrei.

    Was meine Insulinresistenz angeht, so habe ich gestern mal an Novartis und Lilly geschrieben......;-)) Mal sehen, was die mir so antworten.... von Pia
  • Molly

    Rang: Gast
    am 13.03.2007 12:30:45
    Hallo Pia,
    Ja habe Dauerschmerzen. Zuerst hiess es es sei Fibromyalgie, dann eine leichte gemessene Neurophatie. Vor allem in den Beinen habe ich extreme Schmerzen die mich Tag und Nacht plagen. Mit diesen Tabletten habe ich es mehr oder weniger im Griff. Ein Tens Gerät habe ich auch und noch nicht versucht das werde ich aber auch nachholen.
    Schönen Tag
    Molly
  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.03.2007 16:01:31
    Aufr jeden Fall, Mollylein: Es gilt: Niemend muss in der heutigen zeit Schmerzen aushalten und hat ein Recht auf Schmerzfreiheit. DAS solltest du dir immer wieder sagen. Bei der Schmerzmedikation ist es so, dass die sich auch wieder ändern kann, das heißt, das Medikament, dass dich gestern noch schmerzfrei gemacht hat, kann übermorgen völlig unwirksam sein. Dann kann es sein, die Dosis muss erhöht werden oder das Medikament völlig gewechselt.
    Ich hatte ne Zeit lang T-long, 1 mal täglich, wunderbar, dann plötzlich Null Wirkung mehr.
    Lyrica ist jetzt bei morgens 150, abends 300 mg. Und die Schmerzärztiin sagte, damit sind wir noch im unteren Bereich der Medikation.
    T-long wurde getauscht durch Tramadol 200 mg, früh und abends eine. Ich hatte zwar vor 3 Wochen wieder eine heftige Attacke, aber rund um den Schub war und bin ich wieder schmerzfrei.
    Diabetiker sind ja eigentlich auch medikamentenabhängig, aber eben nicht medikamentensüchtig.

    Molly, bei Schmerzen melden!! Nicht aushalten! Bei Dauerschmerzen ist es ganz wichtig, dass du ein Medikament dagegen regelmäßig nimmst, damit sich der Schmerz nicht erst ausfbauen kann.


    von Pia
  • Molly

    Rang: Gast
    am 13.03.2007 18:02:46
    Ja, danke für Deine Hilfe. Werde Dir folgen. Merke auch dass es mir viel besser geht mit den Schmerztablettem.
    Solches Beinziehen und/stechen möchte ich nicht mehr aushalten müssen.
    Ich bin noch relativ jung und denke, dass ich die nächsten 10 Jahre noch mehr oder weniger gut durchbringen möchte, was später ist, werden wir weitersehen.
    So g'tt wil.
    Danke für alle Infos.
    Gruss
    Molly
  • Andreas Keck

    Rang: Gast
    am 18.05.2007 17:01:28
    Hallo,

    hat es einer schon mal mit der Hochtontherapie probiert?

    Es gibbt mittlerweile Untersuchungen aus dem Deutschen Diabetes Zentrum und von der Uni Heidelberg.

    Unetr folgendem Link habe ich darüber gelesen:

    http://www.max1003.com/forum/viewtopic.php?t=726

    Danke

    Andreas