Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Hat man Chancen im Beruf mit Diabetes?

  • anett

    Rang: Gast
    am 21.05.2010 17:44:27
    Hallo,
    ich schreibe zur zeit für meine Fachoberschule an einem Artikel mit dem schwerpunkt "Berufschancen mit diabetes" Ich möchte speziell darauf eingehen wie es bei der Lehrstellensuche aussieht, aber natürlich auch im "normalen Berufsleben". Ich habe selbst im Verwandten und Bekanntenkreis erlebt dass es mitunter nicht immer leicht ist und mein oft auf unverständnis oder ablehnung beim arbeitgeber stößt. Vielleicht könnt ihr mir hier eure Erfahrungen kurz schildern positiv wie negativ.
    Auf anderen einschlägigen seiten sieht man immer für dieabetiker seien nur Berufe geeignet bei denen es keine schichten gibt, die regelmäßiges arbeiten erlauben und und und...dabei wird von den Arbeitgeben immer voller einsatz und Flexibilität verlangt... Ich würde mich freuen wenn ich nicht nur aus den Erfahrungen meiner Familie schöpfen müsste!

    LG und danke im Vorraus!
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 21.05.2010 19:03:48
    >>Auf anderen einschlägigen Seiten sieht man immer, für Diabetiker seien nur Berufe geeignet,bei denen es keine Schichten gibt, die regelmäßiges Arbeiten erlauben und und und...dabei wird von den Arbeitgeben immer voller Einsatz und Flexibilität verlangt...<<
    Vergiss die einschlägigen Seiten! Reden wir mal von Zeiten, als es noch Arbeit für alle gab: ich wüsste nicht, dass da einem Diabetiker ein Beruf versagt gewesen wäre (klar gab/gibt es immer "erfundene" Einschränkungen). Ich habe weder bei der Berufswahl, noch bei Einstellung und/oder im Beruf wegen des DM je Probleme gehabt (man muss sich allerdings überlegen, ob man den DM sofort angibt, denn eigenartiger Weise schreckt das immer ab). Wenn man dann gezeigt hat, dass man den Anforderungen gerecht geworden ist, nicht mehr "krankmacht" als andere und vllt. sogar noch etwas mehr bringt, sind die anderen immer sehr verwundert, dass man DM hat. Das trägt auch zur Verbesserung der Einstellung zu Diabetikern bei. Heute, wo es genug Auswahl gibt, wird sich logischer Weise jeder verkneifen, einen mit DM einzustellen (aus Angst, dass der ständig ausfällt, die Leistung nicht bringt und und und), aber genau das gilt es zu berichtigen. Diabetiker, also wir, sind ganz normale Menschen, mit einem kleinen Fehler im Stoffwechsel, unterscheiden uns aber in nichts vom Gesunden, was für die Arbeit oder den Beruf wichtig wäre. von Rudi
  • anett

    Rang: Gast
    am 22.05.2010 19:37:42
    es stimmt schon, man ist nicht verpflichtet seinen DM gleich "zu offfenbaren", aber viele haben nunmal einen Behinderungsstatus von 40-60% und gerade diesen muss man angeben! Anderenfalls droht eine fristlose Kündigung. Auch Diabetiker mit 50% iger Behinderung sind keine schlechteren Arbeiter...aber wird man sie einstellen? Wahrscheinlich nicht, denn der Arbeitgeber muss mit der Einstellung eines Behinderten immer befürchten diesen "nie wieder loszuwerden"...
  • peter

    Rang: Gast
    am 22.05.2010 20:07:16
    ein behindertenstatus= gdb ist nicht unveränderlich,
    daher steht im schreiben daß der betroffene verpflichtet ist, -änderungen- dem entsprechenden amt mitzuteilen. und genauso wie man einen verschlechterungsantrag stellen kann kann man auch einen verbesserungsantrag stellen, dem recht zügig entsprochen wird.
    nur muß man wissen was man will.
    die geschichte mit der unkündbarkeit ist ein absolutes märchen, es besteht eine zustimmungspflicht des integrationsamtes zu einer kündigung, und dieser wird in der weit überwiegenden zahl der fälle entsprochen(ca98%)
    fazit: man sollte sich gut überlegen am besten vor antragstellung -was- man denn will.
    ansonsten ist änderung möglich, nach einem verbesserungsantrag, diesen wieder umzukehren ist natürlich sehr problematisch. unglaubwürdig. von peter
  • Meinung

    Rang: Gast
    am 25.05.2010 15:15:26
    Also ICH würde dir raten, ein Ausbildungs-Forum zu googeln und dort nachzufragen.

    Ich bin nicht der Meinung, dass man mit dem Diabetes "hausieren" geht, aber der Chef und der nahe Mitarbeiter sollte es schon wissen....

    Und ich würde es auch nicht in die Bewerbungsunterlagen schreiben.

    Allerdings gibt es wohl einige Berufe, die man mit DM nicht ausführen darf?

  • yxcyxc

    Rang: Gast
    am 29.05.2010 19:13:52
    Die Möglichkeit, als Diabetiker einen Schwerbehindertenausweis zu kriegen, find ich sowieso etwas schwer zu verstehn.

    Sofern keine Folgen der Krankheit aufgetreten sind.
  • mad

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 17:02:11
    ich habe mal gehört, das man als Diabeteker keinen Personenbeförderungsschein und/oder Gefahrguttransporte machen darf. Auch so Rettungsdienste wären grenzwertig, wobei es da bestimmt Abteilungen gibt, wo das möglich ist.
    Hängt viel von der inneren Einstellung ab.
    Die Agentur für Arbeit meinte mal bei mir, mein Leidensdruck wäre nicht groß genug, um mir eine Schulung zu gewähren. Tja, bin ich also weiterhin optimistisch zum Vorstellungsgespräch hin und hatte nach 2 Wochen neuen Job.
    DM hin oder her.... von mad