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Oft schwindelig! Doch Diabetes?
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Michaela
Rang: Gastam 30.12.2006 17:49:36
Hallo,
möchte mich mal kurz vorstellen. Ich bin 29 Jahre alt und wiege 59kg bei 1,53m.
Ich habe Anfang des Jahres meine Ernährung umgestellt und gehe seit dem jeden Tag mit dem Hund raus. Wenn ich es schaffe gehe ich zusätzlich noch schwimmen. Seit dem habe ich schon 9 Kilo abgenommen.
In der letzten Zeit fühle ich mich oft schlapp und müde. Hinzukommt das mir sehr oft schwindelig ist. Mein Hausarzt hat mir Blut abgenommen mit dem Ergebnis:
Glukose im Serum 143 mg/dl
und der HbA1c 7,3.
Danach habe ich zur Kontrolle ein paar Messungen selber durchgeführt. Sie schwanken am Tag verteilt so zwischen 134 und153 mg/ dl und nüchtern so zwischen 119 und 154 mg/dl. Wo bei mir aufgefallen ist das mir schwindelig war wenn der Wert über 150 mg/dl lag.
Kann ich davon ausgehen das ich Diabetes habe? Kommt Das Schwindelgefühl von zu hohem Zucker? Und was kann ich dagegen machen bis ich beim Doc war? Ich habe leider erst am 08.01.07 einen Termin beim Diabetesarzt.
Über Antworten würde ich mich freuen.
LG
Michaela
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Haschi
Rang: Gastam 30.12.2006 18:16:17
Hallo Michaela,
deine Bz-Werte (nüchtern) sprechen eindeutig für einen Diabetes.
Aber Gratulation zu deiner erfolgreichen Gewichtskontrolle. Nur weiter so!
Der Diabetologe wird vielleicht zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend körperlicher Bewegung eine medikamentöse Therapie empfehlen.
Zucker ist zwar noch nicht heilbar, aber
beherrschbar. Deshalb keine Angst vor großen Tieren!
von Haschi -
Michaela
Rang: Gastam 30.12.2006 18:26:58
Hallo,
danke für die schnelle Antwort. Wie wird denn eine medikamentöse Behandlung aussehen? Was kommt da noch auf mich zu? Meine Ernährung habe ich ja schon umgeschtellt muss wohl noch ein wenig mehr auf Kohlenhydrate achten, oder?
Wie sieht es aus mit dem schwindelig sein? Kommt das davon und was mach ich dagegen?
LG
Michaela -
Haschi
Rang: Gastam 30.12.2006 19:57:18
Hallo Manuela,
Ja, auf Kohlenhydrate solltest du schon achten, aber nicht ganz auf Obst und Gemüse verzichten.
Komplexe KH, d.h. solche, die langsam ins Blut übergehen zB. Naturreis, Vollkornprodukte usw. bevorzugen.
Ein guter Leitspruch bzgl. Essen ist vielleicht
der Slogan: Nicht zu viel, nicht zu fett und nicht zu süß.
Schwindel?
Kann sein, muss aber nicht von hohen Zuckerwerten herrühren.
Das sollte ärztlich abgeklärt werden, z.B. auch Blutdruck und HNO-Bereich.
Medikamentös heißt in der Regel beim Typ2-Diabetes zu Beginn Tabletten schlucken.
Übergewichtige erhalten in der Regel zunächst Metformin. Hilft auch beim Abnehmen.
Es gibt auch moderne Wirkstoffe, die die Insulinempfindlichkeit deutlicher verbessern oder die Bauchspeicheldrüse nicht „ausquetschen“, allenfalls stimulieren, gezielt zu den Mahlzeiten Insulin abzugeben.
Dein Arzt sollte dich aufklären über die unterschiedlichen Möglichkeiten sowie Neben- oder Wechselwirkungen.
Keinesfalls heißt eine medikamentöse Behandlung, dass du nun mit deinen bereits erfolgreichen Maßnahmen aufhören könntest.
von Haschi -
Michaela
Rang: Gastam 31.12.2006 11:06:16
Hallo Haschi,
danke für dein ausführliches Kommentar.
Ich habe nicht vor meine gesündere Lebensweise wieder zu ändern. Man merkt, bis auf die Tatsache das es mir im Moment nicht so gut geht, schon das man viel besser drauf ist und sich gut fühlt wenn man sein Gewicht reduziert und sich mehr bewegt!
Ich wünsche allen ein guten Rutsch ins neue Jahr 2007!
LG
Michaela
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thomas2002
Rang: Gastam 31.12.2006 12:17:16
hallo michaela,
da du eigentlich schon normalgewicht hast, sehe ich keinen nutzen in pillen schlucken. bolusinsulin, also insulingabe in abhängigkeit von der kohlenhydrateinnahme könnte ziehlfürender sein. die grundversorgung an insulin scheint ja deine bauchspeicheldrüse noch zu leisten. von thomas2002 -
Michaela
Rang: Gastam 31.12.2006 12:29:49
Hallo Thomas,
würde das heißen das ich Insulin spritzen müsste? Dachte eigentlich das man das nicht von Anfang an machen muss. So wie es ausschaut gibt es wohl mehrere Behandlungmöglichkeiten. Ich hoffe das ich an einen guten Diabetologen überwiesen worden bin.
LG
Michaela
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Susanne
Rang: Gastam 31.12.2006 12:35:16
Hallo Michaela!
Ob Du Insulin bekomsmt oder nciht ist ermessenssache. Eigentlich ist insulin gescheiter, wenn man eh schon normalgewichtig ist.
die gängigen tabletten sind eben nicht optimal: Metformin lässt Dich weiter abnehmen, teilweise richtig abmagern, und hat beim manchen menschen heftige Nebenwirkungen - solltest Du das bekommen halte Dich die ersten Tage in der Nähe einer toilette auf. Wirklich, das ist ein wertvoller Tipp.
Dann hätten wir noch die Mittel die die körpereigene Insulinproduktion ankurbeln: teils schwierig.die die man direkt vorm essen nimmt sind recht brauchbar, allerdings hat man immer die gefahr,d ass man eben doch weniger isst, und dann kann man ggf. unterzuckern.
Und die die man einmal am tag nimmt strapazieren die Bauchspeicheldrüse sehr stark,w as heißt,d ass man insgesamt deutlich früher deutlich mehr insulin braucht - die körpereigene insulinproduktion ist aber etwas,was man sich möglichst lange erhalten sollte.
das spritzen mag zwar unangenehmer sein und auch eien größere Hemmschwelle haben, aber es hat entschieden die wenigsten Nebenwirkungen. Natürlich kannes Dir auch mit tabletten gut gehen, und viele kommen auch super damit zurecht, Insgesamt istes eien frage womit Du Dich am besten fühlst. Soltlest Du zu den glücklichen gehören, die mit MEtformin nur wenig abnehmen oder ihr GEwicht halten, und keine Verdauungsprobleme oder eien blöden Geschmack im Mund bekommen,d ann kanndas die Optimale Lösung für Dich sein. Muss man eben ausprobieren und alles mit dem Arzt besprechen.
Susanne -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 31.12.2006 12:36:15
Hallo Michaela :-))
Gratulation zur Gewichtsabnahme, tolle Leistung!
Die Werte, du du nennst, sprechen jedoch leider eindeutig für einen Diabetes mellitus, auch die von dir geschilderten Symptome passen dazu.
Im nächsten Schritt müsste man erst einmal abklären, ob bei dir ein Typ-1 oder Typ-2 Diabetes vorliegt (das geht mit einer Blutuntersuchung), was bei deinen Daten prinzipiell beides möglich wäre, wenn es auch ein klein wenig mehr nach Typ-1 klingt.
Je nach der Diagnose würde das für dich im Fall eines Typ-1 bedeuten, dass du mit einer Insulin-Therapie anfangen müsstest. Im Falle eines Typ-2-Diabetes kämen erst einmal Tabletten in Betracht, vielleicht ließen sie sich durch weiterhin konsequente Bewegung sogar auch noch einmal reduzieren, das müsste man abwarten.
Auf alle Fälle nicht den Kopf hängen lassen - die Therapien sind heute so gut, dass man sich sein Leben nach einer anfänglichen Eingewöhnugnsphase auch mit Diabetes wieder sehr gut und schön managen kann! Einschränkungen gibt es nur bedingt.
Die von dir genannten Werte sind per se nicht so dramatisch, dass du ihretwegen umgehend einen Arzt aufsuchen musst. Wenn die Symptome mit Schwindel und Schwäche jedoch ausgeprägt sind, würde ich nicht bis zum 08.01. warten, sondern je nach Beschwerden lieber gleich eine Klinik (nach Möglichkeit eine mit angegliederter Diabetologie!) oder wahlweise am 02.01. den Hausarzt kontaktieren, damit das weitere Vorgehen besprochen werden kann.
Alles Gute und herzliche Grüße! Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
Michaela
Rang: Gastam 31.12.2006 13:26:44
Hallo alle zusammen!
Das ist ja mal ein tolles Forum wo man soviele ausführliche und nette Antworten bekommt. Hier fühlt man sich direkt gut aufgehoben.
Ich habe da aber noch ne Frage bezüglich des Diabetes Typs. Ich dachte das man Typ 1 schon als Kind bekommt und das man dann nicht übergewichtig ist? Mein Hausarzt hat mir auch nur Broschüren über Typ2 mitgegegen.
Wenn ich das Ergebnis von meinem Diabetologen habe kann ich es euch ja mal mitteilen.
LG
Michaela