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kein Semilente mehr!

  • Brigitte

    Rang: Gast
    am 22.12.2006 13:30:17
    Hallöchen,
    ich habe ein riesen Problem (eigentlich mein Sohn). Er ist ein Patient , der schwer einzustellen ist. Aber mit Hilfe von Semilente (nachst) hat es sich gut eingespielt. Nun gibt es ja kein "Semilente" mehr bei uns , weil es "zu teuer" ist. Ein ähnliches Insulin gibt es nicht! Er spritzt Alt- und Basal , und für die Nacht Semilente. Drei Ärzte haben uns gesagt , dass es kein ähnliches gibt. Hat jemand Erfahrung und ein ähnliches Problem? Gibt es Semilente im Ausland? Was macht ihr, wenn ihr auch vorher Semilente hattet?

    Freue mich über jede Antwort

    LB Gruss Brigitte
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.12.2006 23:30:27
    hallo brigitte,
    seit juni 06 wird semilente nicht mehr hergestellt.
    wer öfters in den foren liest wußte das und hat sich für zwei jahre im voraus eingedeckt.
    die begründung deiner ärzte ist falsch, es war nicht zu teuer.
    die zulassung dafür war eine altzulassung, und die sind für viele medis ausgelaufen. hatten neu zugelassen werden müssen mit nem riesen kostenaufwand, und das hat das umsatzvolumen nicht hergegeben, genauso sind ultratard und monotard weg.
    alternativ gibt es von cp pharma in der schweiz, noch ein schweineinsulin als nph mit aber nicht dem gleichen wirkverlauf.
    novo nordisk setzt auf levemir als ausweichsorte.
    wenn es damit nicht geht solltet ihr eine pumpe beantragen, dies sobald wie möglich, denn die bearbeitungszeiten werden länger, und die bewilligungen selten.
    mfg klaus von klausdn
  • Brigitte

    Rang: Gast
    am 23.12.2006 13:33:42
    Hallo Klausdn

    erst mal herzlichen Dank für Deine Antwort! Leider habe ich nicht regelmäßig im Forum gelesen, daher wußte ich das nicht :(( . Aber es ist schon interessant, dass die Ärzte uns da nicht richtig beraten haben. Ich finde das traurig. Wir haben nun drei Möglichkeiten laut unseren Ärzten. Wir würden sofort eine Pumpe bekommen, aber die war schon früher mal im Gespräch und ist definitiv nichts für meinen Sohn. Er rasselt sehr sehr schnell in eine Hypo. Die zweite Möglichkeit wäre, dass er sich Nachts den Wecker stellen soll und spritzen soll, denn er steigt immer gegen 4 Uhr an. Die dritte Möglichkeit ist spät am Abend mehr Basal zu spritzen, was aber bei ihm Gefahren einer Hypo birdt. Im Moment versucht er es mit dem Basal. Nur ist das selbst bei Klinikaufenthalten in Bad Oeynhausen nicht gelungen.
    Mich würde interessieren, wie andere Patienten damit umgehen und was sie nun machen, denn selbst wenn man sich eingedeckt hat, ist es irgendwann verbraucht. Aber ich find es sehr nett, dass Du mir geantwortet hast, vielleicht hilft es uns. ich werde auf jeden Fall berichten.

    Ich wünsche ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr mit VIEL Gesundheit!

    Lieben Gruß Brigitte
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 26.12.2006 18:34:09
    Hallo Brigitte,

    zum Schweineinsulin NovoSemilente mit einem Wirkgipfel gegen Ende der Wirkdauer
    gibt es für schwer einstellbare Patienten wirklich keinen gleichwertigen Spritzersatz.
    Versuchsweise das Insulinanalogon Levemir.

    Aber, eine Pumpentherapie ( Alt- oder kurz wirksame Insulinanaloga ) ist gerade bei
    solchen Problemen - wie von dir beschrieben - mit einem tiefen Tal irgendwann in der Nacht oder einem Berg am frühen Morgen anderen Therapien überlegen und meistens mit guter Schulung auch zielführend.
    von Haschi
  • Reiner

    Rang: Gast
    am 27.12.2006 23:02:16
    Hallo Brigitte.

    Dsa Thema das Du hier ansprichst betrifft mich auch . Nur , ich habe mich mit Semilente eingebunkert das ich bis zum Ende 2007 damit auskomme . Nur was dann kommt weiß ich auch noch nicht so recht . Mein Diabetologe meint mit Hilfe des Beipackzettels könne man was ähnliches finden , was ich aber nicht so ganz glaube.
    Sonst wären nämlich die Fragen zu Semilente nicht so zahlreich. Eine Pumpe lehne ich für mich ab , da ich nicht mit einer Maschine am Leib schlafen kann , nicht schwimmen gehen kann , und auch sonst Bedenken habe . Ich werde mich irgendwann nächstes Jahr intensiv erkundigen welche Alternative mir gegeben wird . Ich werde das auch hier bekanntgeben. von Reiner
  • Brigitte

    Rang: Gast
    am 28.12.2006 10:32:19
    Hallo Reiner,

    ja das ist nicht so schön, dass Semilente nicht mehr zur Verfügung steht! Wenn Du Deine Reserven verbraucht hast, musst Du ja auch etwas anderes finden. Ich habe mich schon im Ausland erkundigt, aber das ist auch nicht wirklich was für uns. Eine Pumpe haben wir nie in Betracht gezogen, aber ich glaube, da müssen wir umdenken. Mir scheint es auf Dauer die einzigste Lösung zu sein, zumal es da gute Erfolge gibt. Ich bin soweit, meinem Sohn die Pumpe nahezulegen, denn etwas anderes gibt es zur Zeit leider nicht.
    Dir wünsche ich alles Gute und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2007!

    Ganz lieben Gruß Brigitte
  • sylvia

    Rang: Gast
    am 28.12.2006 15:03:54
    Hallo Rainer,

    du sagst du möchtest keine Pumpe, da du nichts an dir haben willst.
    Schlafen, ich merke die pumpe nicht, weil sie neben mir leigt. (sie schnarcht nicht, und ist auch sonst ganz lieb)
    Schwimmen gehen kannst du auch weiter,, da man die Pumpe ja abkoppeln kann.
    Ich will dich hier nicht überreden, aber halt nur Tips geben, denn es ist zwar noch ein Jahr hin, aber dann sind deine Reserven aufgebraucht.
    In der Zeit, trag doch eine Pumpe nur mal so zur Probe, (mit oder ohne Insulin) dann hast du zeit zu überlegen, ob es nicht vielleicht doch Vorteile gibt.

    Gruß Sylvia von sylvia
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 28.12.2006 15:46:44
    Hallo,

    ich kann mich Sylvia nur anschließen.
    Mir macht die Pumpe beim Schlafen auch garnichts aus. Zum Schwimmen legst du sie einfach ab. Mit abkoppelbarem Katheter überhaupt kein Problem. von Haschi
  • www.diabetes-in-frage-und-antwort.de

    Rang: Gast
    am 30.12.2006 12:39:55
    Hallo Brigitte :-))

    Das klingt nach viel Streß :-(
    Wenn es mit Basal nicht klappt, besteht noch die Möglichkeit, einmal Lantus oder Levemir als Verzögerungsinsulin auszuprobieren, die beide problemlos zu bekommen sind.
    Alternativ bietet sich natürlich als aussichtsreichste Möglichkeit eine Pumpentherapie an. Gerade bei Patienten, die leicht unterzuckern, ist es ein großer Vorteil, überhaupt kein Verzögerungsinsulin im Blut zu haben, sondern die Vorteile der wesentlich flexibleren Pumpentherapie zu nutzen.
    Bei Interesse besteht ja die Möglichkeit, sich über die Krankenkasse eine Pumpe "auszuleihen", um den Erfolg einfach mal "unverbindlich" zu testen.

    Viel Erfolg und herzliche Grüße! Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 18.06.2007 15:02:20
    hallo erst mal ,muss auch meinen senf dazugeben .habe schon seit 20jahren diabetes typ 1 und ziehmliche schwierigkeiten habe es bis vor kurzen selber auch genommen bis nov.06 und das seit etwa 8 jahren und in den 6 monaten wo ich es nicht mehr nehme habe ich keinen heisshunger mehr auf schokolade und ich war eine richtige naschkatze, hab aber auch 10 kg abgenommen war schon beim arzt und habe alles durch ckecken lassen ist alles i.o sagt er ,also kann es nur an diesem insulin liegen das ich auch abends gespritzt habe .sonst weis ich auch nicht mehr weiter woran es liegen kann.zusätzlich spritze ich mir morgens acrapid und prothafanund prothanfan auch spät jetzt .und den rest auch acrapid.wäre sehr nett wenn jemand antwortet .danke im voraus