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Verschiedene Meßmethoden und Ergebnisse beim HBA1c
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Frauke Boldt
Rang: Gastam 15.05.2010 12:12:48
Nach einem Quartal hatte ich eine HBA1c Steigerung von 6,5 auf 7,5.
So hoch war ich noch nie.
Ich machte eine Gegenprobe in einer Apotheke. Ergebnis 6,9 HBA1c.
Ein Facharzt hielt von dieser Untersuchung nichts. Sie sei unterschiedlich zu bewerten.
Also 10 Euro in der Apotheke für gar nichts?
Kann man mir helfen, was das bedeuten soll?
Hat der Arzt recht, dürfte die Apotheke die Untersuchung gar nicht machen.
Das müsste ihn stören.
Hat das Labor beim Arzt einen Fehler gemacht? Wäre auch die Frage.
Ich kann ja nichts erkennen.
Die Apotheke weist nicht auf den Unterschied hin. Man beruhigt mich, ich hätte keinen so hohen HBA1c. Man hat sogar eine Werbeschild für verschiedene Blutuntersuchungen ausgehängt vor der Tür.
Bitte um Nachricht. von Frauke Boldt -
Jürgen
Rang: Gastam 15.05.2010 18:44:46
Moin Frauke,
wenn Du jeden Tag zu den selben Zeiten immer die gleichen Blutzucker-Werte messen würdest, könnte ich Deine Entrüstung zu Teil verstehen. Aber davon, dass Du selbst misst, schreibst Du nichts. Und wenn der selbe Arzt den ersten Test und den nach 1 Quartal gemacht hat, wird wohl zutreffen, dass Dein HBA1c-Wert in dieser Zeit so deutlich angestiegen ist.
Mit den verschiedenen Bestimmungsverfahren kann der Wert zwar streuen, also mit dem einen deutlich höher oder niedriger sein, als mit dem anderen. Aber normal bleibt ein Labor bei einem Verfahren und eine Arztpraxis bei einem Labor, so dass die Testergebnisse beim selben Arzt zuverlässig vergleichbar sind.
Zum Vergleich: Gesunde Menschen haben 4,5-5,5
Bisdann, Jürgen -
peter
Rang: Gastam 16.05.2010 13:58:34
1. die bestimmung des hba1c ist mit hplc hochdruckflüssigkeitschromatografie, mit kleinen unsicherheiten verbunden, (werte der referenzlösungen) und fähigkeit der laboranten.
trotzdem ist ein laborwert ein laborwert.
in einer apotheke lassen nur leute sowas machen die zuviel geld haben(die kk bezahlen dafür 4,8¤)
ein entsprechendes gerät(hplc) kostet gebraucht ca 8-10000¤, das tut sich keine apo an also haben sie maximal ein altes dex2000, und das ist eben nicht die standartmethode. sondern was für hausnummern.
dürfen tun die alles, die verkaufen ja auch völlig unwirksame und sinnlose sachen.
vitamine, schüssler zeuch, homöo sachen ...... von peter -
Katja
Rang: Gastam 16.05.2010 17:32:15
Hallo Frauke,
es ist schon richtig, daß Du HbA1c-Bestimmungen von unterschiedlichen Stellen nicht miteinander vergleichen kannst, weil die unterschiedlichen Methoden nicht standardisiert sind. Du kannst allerdings eines machen: laß Dir die jeweiligen Normbereiche (Nb.) geben und vergleiche die Abweichung Deiner Werte vom oberen Normwert. Diese sollten zumindest ähnlich sein - identisch werden sie nie sein.
Ich hatte zu Beginn dieses Jahres ein ähnliches Problem. Ich war beim Diabetologen. Der dort gemessene HbA1c lag bei 5,7% und damit im für mich seit Jahren üblichen Bereich. Einen Tag später kam ich ins Krankenhaus, und dort wurde drei Tage später erneut der HbA1c bestimmt. Das Ergebnis hat mich fast vom Hocker gehauen: 6,7%!!! Ich verglich die Werte dann mit den jeweiligen oberen Normwerten und kam auf folgende Abweichungen: -6,5% (Nb. bis 6,1%) bei meinem Diabetologen und +13,5% (Nb. bis 5,9%) im Krankenhaus - ich lag also bei der ersten Messung klar im Normbereich, während ich bei der zweiten deutlich außerhalb lag. Auf meine wiederholten Nachfragen wurde in der Klinik erneut der HbA1c bestimmt, der 10 Tage nach der ersten Messung mit 5,9% genau auf der oberen Grenze der Klinik lag! Offensichtlich war die erste Messung im Krankenhaus falsch zu hoch gewesen. Mein Diabetologe zeigt mir später ein Diagramm, auf dem die Meßgenauigkeit der HbA1c-Bestimmungen eingetragen war. Es war sehr ernüchternd! Offenbar sind erhebliche Abweichungen völlig normal - MIT Qualitätsmanagement und bei Teilnahme an Ringversuchen!!! Danach wäre auch mein erster Klinikwert "richtig" gewesen...
Viele Grüße
Katja