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  • Diana

    Rang: Gast
    am 07.09.2006 11:17:47
    Hallo!

    Ich bin seit 5 Jahren Typ 1 Diabetiker und bin eigentlich gut geschult und durch einen Diabetologen im letzten Jahr sorgfältig eingestellt worden. Dabei wurde meine Insulinrate korrigiert und wenn ich mich fürchterlich anstrenge, mein Tagebuch gewissenhaft führe und jedes Fisselchen Essen genau abschätze, wobei jegliche Bewegung mit berücksichtigt wird, dann, aber nur dann schaffe ich es vielleicht, annähernd gute Werte beständig zu haben.

    Das schaffe ich aber nicht. Ich weiß nicht, wie es euch geht? Wie kann man sich ständig so auf seine Krenkheit konzentrieren?
    Ich habe zwei Kinder und was sonst noch so auf dem Programm steht, ist auch nicht ohne. Ich habe einfach keine Zeit, mich so nur um mich zu kümmern.
    Es ist nicht so, dass ich es nicht immer wieder versuche, aber spätesten nach zwei Wochen liegt das Tagebuch wieder vergessen unter dem Brotkorb oder ähnliches.
    Es ist auch nicht so, dass ich mich wirklich gehenlasse. Ich messe vor jeder Mahlzeit und spritze entsprechend.
    Trotzdem schaffe ich es einfach nicht, dieses ganze so in den Alltag zu intregieren, dass man mit den Werten zufrieden sein könnte (Werte schwanken zwischen 300 un Unterzuckerung).

    In der Schulung wurde damals gesagt, es soll ausreichen, wenn man schätzt und nicht jedes bißchen abwiegt usw. Mittlerweile glaube ich aber doch an das Gegenteil.

    Wie geht es euch? Ist es bei euch einfacher? Wie schafft ihr es, euch immer wieder so zu motivieren, dass man solchen Aufwand um sich selbst kontinuierlich betreibt?

    Mein Diabetologe ist zum Glück geduldig, meckert zwar aber unterstützt mich immer wieder mit neuen Tips. Nur leider scheint das ja auch nicht zu funktionieren.

    Ich hoffe auf einen guten Rat von euch!

    Liebe Grüße

    Diana
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 07.09.2006 14:41:12
    hallo diana,
    eine "gute" schulung, und ein "genaues einstellen"
    durch den doc, schließen sich gegenseitig aus.
    (nur meine meinung)
    eine wirklich gute schulung gibt dir das know how an die hand , daß "du" dich gut einstellst , und zwar auf das tägliche leben.
    dazu gehört basalratentest,faktortest, sea feststellung. ohne das grundwissen dazu würde ich es mir aber nicht zutrauen an den schrauben zu drehen.
    daher mein tip: grundlagen irgendwie ergattern,
    (richtige schulung, gute shg, da findet man erfahrung) und dann fragen.
    die schätzung der be/khe die du erwähnst reicht deshalb aus, weil wenn die waage zwar genau ist, die tabellen(kh austauschtab) eine schwankungsbreite von+-30% haben, denn lebensmittel sind nicht immer und überall gleich.
    mfg klaus von klausdn
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 08.09.2006 02:05:44
    Ich empfinde es überhaupt nicht als Belastung, das messen, spritzen, und aufschreiben in den Alltag zu integrieren. Es gehört für mich einfach dazu. Es würde mir auch nicht passieren, dass mein Tagebuch unter dem Brotkorb landet. Im Gegenteil: Alle Familienmitglieder wissen, dass ich "allergisch" reagiere, wenn jemand sich mal meinen Stift ausbrogt und nicht zurück bringt. Meine "Zuckersachen" liegen immer am gleichen Ort und sind für alle anderen "tabu". (Dieses könnte auch ein Tipp für Dich sein.)

    Es ist für mich selbstverständlich, dass ich erst messe und spritze, bevor ich mich an den Tisch setze zum Essen. Habe ich es vergessen stehe ich nochmal auf, auch wenn alle anderen schon essen.

    Das Problem der Schwankungen (zwischen 300 und UZ) hatte ich früher auch jahrelang. Heute weiß ich, dass es damals an fehlender Schulung gelegen hat und an falschem Insulin. Ich konnte mit NPH und Actrapid einfach keine Gleichmäßigkeit erreichen. Nach der Umstellung auf Glargin und Lispro waren von einem Tag auf den anderen sämtliche "unerklärlichen" Schwankungen beseitigt. Eine straffe, gute Schulung hat den Rest erledigt.

    Motivation brauche ich keine, denn ich MUSS mich nicht um meinen Zucker kümmern, sondern ich WILL es, weil es mir dann einfach besser geht.

    Ich hoffe, Du kannst etwas aus meinen Zeilen für Dich selbst "mitnehmen". von Lovely
  • klär

    Rang: Gast
    am 18.09.2006 19:11:09
    Hallo,
    man brauch kein Tagebuch, du darfst nur nicht vergessen soviel wie möglich zu messen - und ggf. entsprechend den gemessenen werten zu handeln.

    Wenn mit den häufigen Messen und ggf. Anpassungen dein Langzeitwert normalisiert ist (< 7) wird auch kein Arzt das Tagebuch sehen wollen. von klär