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Hilfe! Mache mir Sorgen um meinen Vater!!!!
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martina
Rang: Gastam 29.08.2006 01:17:40
Hallo!
Ich weiß einfach nicht mehr weiter....
Mein Vater, Jahrgang ´52 hat Diabetes. Er sprizt schon seit Jahren und leidet sehr unter der Krankheit. Leider kann man mit ihm überhaupt nicht über die Krankheit sprechen, er ist sehr stur. :-( Er wird immer schwächer und seine Nerven sterben langsam in den Füßen ab. Was kann man dagegen tun, bzw. was können wir ihm als Kinder raten? Wie ist das eigentlich mit Schuhen? Er kann sehr schlecht laufen. Wir Kinder möchten ihm gern zu Weihnachten was gutes tun und ihm ein vernünftiges paar Schuhe kaufen, egal wie teuer! Bekommt man etwas von der KK dazu? Ich musste leider letztes mal feststellen, dass er sehr sehr dünn geworden ist und seine Ellebogen sind irgendwie total blau. Was ist das?????
Ich bin wirklich ratlos und mache mir große Sorgen! Was kann ich tun?
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dirk
Rang: Gastam 29.08.2006 04:04:56
hi
nimm dein vater und gehe nächst möglichen Diabetologie Praxis die helfen weiter. -
thomas2002
Rang: Gastam 29.08.2006 11:42:46
wenn jemand über etwas nicht reden will, hilft alles nichts.
schuhe.
es gibt spezielle schuhmacher, die schuhe auch auf rezept anfertigen. die sind kk-fähig.
abmagerung.
das _könnte_ auf eine schlechte einstellung hindeuten. wenn er ein gespräch darüber zulässt, könntet ihr erfahren woran das liegt. ein guter arzt im hintergrund ist nicht verkehrt. von thomas2002 -
^Marina
Rang: Gastam 03.09.2006 03:18:10
Hallo,
wenn Dein Vater nicht will, dann lasst ihn doch. Ich verstehe nicht warum man Menschen zwingen muss etwas zu tun was sie nicht wollen.
Mit Schuhen wirst Du auch nichts erreichen, ich denke, es wird höchstens ins Gegenteil gehn, indem er sich noch mehr zurück zieht.
Zeig ihm lieber, dass Du ihn lieb hast, wenn es denn so ist.
Oder ist Deine Sorge rein egoistisch, so wie viele "Sorgen" sind, denn warum sorgt man sich um ihn? Weil man ihn sonst verliert. Also ist da von Liebe nichts zu spüren.
FINDE ICH.
von ^Marina -
Seibel
Rang: Gastam 03.09.2006 17:10:28
Hallo!
Vielen Dank für Deinen Kommentar!
Also ich finde wenn man jemanden lieb hat, macht man sich nun mal Sorgen! Das ist das normalste von der Welt. Viele Menschen brauchen eben etwas länger um mit einer Krankheit umgehen zu können und ich denke, dass Du auch froh wärst, wenn Du dann jemanden hast, der sich erkundigt, Dir Tips gibt und einfach nur für Dich da ist. Oder etwa nicht? Von Egoismus kann keine Rede sein, denn dann würde ich mich nicht um sämtliche Sachen kümmern und mich schlau machen. Aber jeder Mensch sieht es anders.
Ciao -
Marina
Rang: Gastam 04.09.2006 02:34:47
Ich bin in der gleichen Situation wie Dein Vater und alle um mich herum haben nur genervt weil sie sich "Sorgen" machten. Ich hab sie alle rausgeschmissen.
Man kann Menschen auch mit "Sorgen" erdrücken. Willst du das?
Frag ihn doch erst mal ob er das alles überhaupt will. Vielleicht will er dich nicht verletzen und sagt nichts. Aber wie er sich verhält sagt doch wohl alles. Schade, daß Du das nicht erkennst.
Ich hab endlich meine Ruhe und bin froh, kann tun und lassen was ich will.
Keiner kann mich noch nerven. Herrlich!!!Endlich bin ich FREI !!!
Schade, daß es Dein Vater nicht sein darf. von Marina -
Sabine
Rang: Gastam 04.09.2006 13:29:17
Hallo,
ich kann deine Sorge verstehen. Mein Vater war genau so. Und wenn auch andere sagen, es wäre seine Sache, konnte ich das nie so sehen. Mein Vater ist an den Spätfolgen des Diabetes gestorben, war an der Dialyse und man hat ihm sein rechtes Bein abgenommen. Später kam dann die allgemeine schlechte Durchblutung dazu, sodas kurz vor seinem Tod das Herz nur noch zu 40% gearbeitet hat. Mein Vater wollte sicher nicht so sterben, er hatte sogar angst vor dem Sterben, aber leider hat sein Hausarzt ihm nicht bei seinen schlechten Werten auf die Spätfolgen hingewiesen. Und wir waren damals auch noch nicht sogut darüber informiert. Das Problem der Spätfolgen ist doch, das es der Person jetzt gut geht, und man ja auch nichts merkt, wenn man aber sieht, wie schlecht es den Personen später geht, kann ich deine Sorge völlig verstehen. Ich habe selber seit 6 Jahren Diabetes Typ 1 und weiß seitdem erst richtig darüber Bescheid. Du solltest wirklich zusehen, das dein Vater einen Diabethologen aufsucht, der ihn auch in dieser Richtung schult. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, und laß nicht locker, dein Vater wird es dir später einmal danken. von Sabine -
mämchen
Rang: Gastam 05.09.2006 00:05:09
Hallo,
mal provokativ andersrum gefragt: hat dein Vater dich auch lieb? Wenn ja, hat er noch nicht darüber nachgedacht, dass er mit seiner Ignoranz seine Gesundheit bewußt schädigt und du vielleicht später mal seine Pflege übernehmen musst.... Kann er das wirklich wollen? Ich wollte meinen Kindern das nicht aufbürden!
Vielleicht ist er ja wirklich in einer depressiven Phase, und dass er wirklich, wie Marina, ganz allein für sich sein will kann ich mir einfach nicht vorstellen. MMöglicherweise bräuchte er erst mal eine psychologische Therapie, um herauszufinden, warum er sich so abschottet, und vielleicht gewinnt er dann auch wieder Lust am Leben und Verant-wortungsgefühl für seine Gesundheit und auch seine Familie.
Ich wünsche Euch die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt für ein gutes Gespräch.
Viel Erfolg! von mämchen -
Marina
Rang: Gastam 05.09.2006 18:18:13
Frag ihn erst, ob ER WIRKLICH will.
Es bringt nichts wenn er es nur DIR ZULIEBE macht.
Würdest Du das wollen?
Anscheinend ja.
Ich hab es damals auch erst ÜBER MICH ERGEHEN lassen. Jedes Wochenende waren sie hier. Das hat nur noch genervt. Ich bin wirklich froh, jetzt meine Freiheit zu haben.
Niemand quatscht mich zu, daß ich doch ...dies ...und das machen sollte.
Laß Deinem Vater die Freiheit, selbst bestimmen zu können. Bestimme nicht, was DU GERN HÄTTEST, er ist kein dummes Kind und leidet auch nicht an Alzheimer oder anderen Erkrankungen, wo man einen Vormund braucht.
Wenn Du meine Tochter wärst, hätte ich dich schon längst rausgeschmissen. Vielleicht fühlt sich Dein Vater ja nur allein und freut sich über Unterhaltung und läßt es deswegen über sich ergehen.
Aber wenn Du die Augen aufmachst, müßtest Du erkennen können was er will. von Marina -
sylvia
Rang: Gastam 05.09.2006 20:23:52
Ich kann nur sagen, wenn ich meine Ruhe haben will, dann kann ich das sagen, so auch der Vater. Wenn er aber nichts sagt, dann will er es wahrscheinlich auch nicht. Wenn es mein Vater wäre, würde ich mit ihm darüber sprechen, und sollte er dann so egoistisch sein, dass er sich nicht helfen lassen will, erst dann würde ich ihn in Ruhe lassen. Er kann nicht erwarten, dass er evtl. später gepflegt wird, denn als Tochter muss man sich nicht hingeben, nur weil man die Tochter ist.
Ich würde raten, ein Gespräch zu suchen, und ihn genau auf seine Wünsche hinweisen, denn mahr kann man glaube ich nicht machen. Entweder wacht er auf, und geht mit der Tochter zum Arzt, oder er wird an seinen Spätfolgen evtl. sterben.
Das er seine Ruhe will, (wie Marina glaubt) das glaube ich nicht. Es kommt auch immer darauf an, wie man mit jemanden spricht. Wenn man helfen will, kann man nur helfen, wenn man ihm keine Vorwürfe macht. Wir als Diabetiker wollen auch nicht hören, hättest du das anders gemacht, dann wären deine Werte besser. Sondern konkrete Hilfe, zumindest geht es mir so.
Ich wünsche Dir will Glück, dass sich Dein Vater ausspricht, was er evtl. will. Bemuttere ihn nicht, aber sag ihm Konkret was Sache ist, und das du Dir Sorgen machst.
Gruß Sylvia von sylvia -
Seibel
Rang: Gastam 05.09.2006 21:45:34
Das stimmt!
Ich bemuttere ihn wirklich nicht, aber viele Sachen kann er auch nicht wissen. Ich mache mich z. B. oft im Internet schlau, weil man viele hilfreiche Infos erhält.
Ich werde einfach noch einmal mit ihm sprechen und ihm den Tip geben, sich einfach mal bei der KK zu erkundigen und nach Fußpflege usw. zu fragen. Ich werde ihm das auch mit den Schuhen erzählen, was er dann daraus macht, ist seine Sache. Wie schon gesagt, er ist erwachsen. Aber nicht nur die Eltern machen sich um ihre Kinder Sorgen, nein auch die Kinder um die Eltern! So ist das Leben!
Wie würdest Du ihm diese Tips geben?
Viele Grüße -
Marina
Rang: Gastam 06.09.2006 02:32:11
Sprich OFFEN mit ihm und bitte ihn Dir die Wahrheit zu sagen, was ER WILL
zu Silvia: wieso ist es egoistisch wenn er nicht will? Es ist egoistisch wenn sich jemand sorgen macht. Auch trauer ist egoistisch. Und wenn ihr das nicht versteht, könnt ihr auch weder eure mitmenschen verstehen, noch tiefere gefühle haben/entwickeln.
ICH bin traurig
ICH habe das angeboten, aber er hats nicht angenommen
ICH will daß er das und das macht
ICH werde das regeln
ICH möchte ihn/sie nicht verlieren
ICH immer nur ICH
ICH bin alleine wenn er sich nicht helfen läßt
Verstehst du jetzt? von Marina -
Laura
Rang: Gastam 12.09.2006 13:06:07
Zu Marina:
Bevor du hier nur rummeckerst, solltest du vielleicht mal brauchbare Tipps geben. Eben gerade weil du auch in der Situation bist, in der ihr Vater ist!
Und nur weil du keine Hilfe, Unterstützung und Sorge haben wolltest, heißt das noch lange nicht, dass jeder Menschmit Diabetes so ist!!!
Zum Thema:
Das ist sicherlich eine schwere Situation und irgendwo hat Marina ja Recht, dass ein bisschen Egoismus dabei ist, weil man einen geliebten Menschen eben nicht verlieren möchte. Aber für mich gibt es zwei verschiedene Arten von Egoismus: positiven und negativen. Und dieser hier gehört eindeutig zum positiven! Schließlich möchtest du deinem Vater helfen, damit er nicht mehr leiden muss und es einfacher hat!
Ich kenne es von meinem Vater, er möchte auch nie zum Arzt gehen auch wenn er richtig am Boden ist (er hatte Krebs und ist deswegen nicht mehr so belastbar). Aber wir "zwingen" in quasi dazu, mehr auf sich zu achten und das nicht immer zu leicht zu nehmen. Vielleicht braucht dein Vater das auch?!
Ich wünsche dir alles Gute!! von Laura -
Seibel
Rang: Gastam 12.09.2006 21:37:10
Hallo Laura!
Da muss ich Dir Recht geben. Vielen Dank, dass Du das genauso siehst.
Was hast Du Deinem Vater gesagt? Die richtigen Worte zu finden ist wirklich schwer....
Gruß -
Marina
Rang: Gastam 13.09.2006 00:08:16
Hallo Laura,
da hast Du recht. Aber hier hat eine Schreiberin geschrieben, daß sie ihrem Vater zu Weihnachten Schuhe schenken will. Er weigert sich wohl auch, Medikamente zu nehmen und zum Arzt zu gehen.
Der Vater will aber nicht. Warum wird er gezwungen? Dieser Mann hat doch einen eigenen Willen. Er ist eineigenständiger Mensch.
Ich versuche nur, hier seine Meinung zu vertreten und der Schreiberin die Augen zu öffnen, daß sie es mit einem lebendigen Menschen zu tun hat und nicht mit einer Puppe, die sie als Kind wohl so behandelt hat.
Ich finde es unglaublich was für Meinungen hier die meisten haben.
Stell Dir mal vor, du wärst gefesselt, kannst nicht gehen und sie würden Dir den Mund aufreißen und Medikamente rein werfen.und zum trinken gezwungen. Wie würdest Du Dich fühlen? Würdest Du sagen "hey, gut gemacht, freu mich schon auf nächstes mal" ?
Oder hättest Du Angst vor dem nächsten mal, wenn sie wieder alle über dich herfallen? Sie waren bei mir alle egoistisch und das sind sie wohl bei dem armen Mann auch. Er tut mir von Herzen leid und ich werde für ihn beten, daß ihm nicht das gleiche widerfährt wie mir.
Bei Kritik habe ich noch mal was dazu geschrieben, falls es dich interessiert.
Ich wünsche Dir ein gutes, ungezwungenes Leben in Frieden und mit viel Freude.
Marina -
Seibel
Rang: Gastam 13.09.2006 02:01:02
Hallo Marina!
Nicht böse gemeint, aber ich glaube, dass Du überhaupt keine Ahnung hast, was es heißt, jemanden von ganzem Herzen zu lieben! Natürlich lasse ich meinen Vater die Freiheit, denn er ist alt genug. Sorgen? Ja, kennst Du nicht den Spruch:
Kleine Kinder, kleine Sorgen - Große Kinder, große Sorgen!????????????
Schade, dass Du nicht erkennst, um was es hier überhaupt geht.
Schuhe!? Ja, ich möchte meinem Vater etwas gutes tun und stehe dazu!!!!! Hast Du damit ein Problem????
Ich verstehe nicht, warum Du Dich hier so aufregst, ich glaube, dass Du wirklich mal eine Therapie benötigst.
Egoismus??? Weißt Du, jeder Mensch versteht unter Egoismus etwas anderes! Nur zur Info: Ich konnte damals meine Puppen teilen u. hatte kein Problem damit! Ich finde, dass Du keinerlei Hilfe bist, im Gegenteil, ich finde das Du Hilfe benötigst! -
Marina
Rang: Gastam 13.09.2006 21:06:09
Warum regst Du dich so auf?
Dir bin ich keine Hilfe, das stimmt.
Aber DU hast keine Ahnung wie es ist wenn man zu etwas gezwungen wird.
Wenn Dein Vater das möchte, dann ist es doch ok, dann ist es SEIN WILLE.
Aber im Moment scheint es nur Deiner zu sein, den Du über alles stellst.
Oder hast Du ihn mal gefragt, ob er will? WIRKLICH will, oder ob es nur Deine "Überredungskunst" geschafft hat.
Ich weiß was es heißt einen Menschen von ganzem Herzen zu lieben. Meine Liebe ist mit ihm beerdigt worden.
Er war 5 Jahre jung. von Marina -
Seibel
Rang: Gastam 13.09.2006 22:16:42
Hallo Marina
... das ist wirklich sehr traurig! Vielleicht wolltest Du deswegen gern allein mit Dir sein, um alles besser zu verarbeiten!?
Mein Vater ist Jahrgang 52 und einfach noch zu jung dafür! Er hat zusätzlich noch Asthma und ich glaube schon das er froh ist uns Kinder zu haben. Ihm ist nicht langweilig, er genießt die Zeit mit uns.
Ich finde, Du solltest wirklich viele Dinge anders sehen und ein bisl mehr nach vorn schauen! Bist Du denn jetzt immer allein????? Das ist auch nicht schön!!!!! -
Marina
Rang: Gastam 16.09.2006 00:12:08
Hallo "Anonym"
natürlich wollte ich hin- und wieder allein sein um vieles verarbeiten zu können. Aber als die sogenannte vorgeschobene "Sorge" von allen übermächtig wurde, hab ich denen einen Riegel vorgeschoben.
Ich will allein sein, da geht es mir einfach besser. Es ist ja nicht so, daß ich nur zu Hause hänge. Ich gehe gern raus, in die Stadt, in den Park. Aber eben allein. Ich bin froh, daß es so ist.
Natürlich kann ich von keinem verlangen mich zu verstehen. Ebenso kann von mir keiner verlangen, daß ich verstehe, wenn jemandem ein Arm oder ein Bein zu viel ist (psychische Krankheit). Es gibt Menschen, die sich mit einem Körperteil weniger glücklicher fühlen. Warum auch immer.
Ich wiederum wäre mit einem Körperteil mehr glücklicher, besser noch anderthalb.
Ich bin auch Jahrgang 52 und habe Asthma und leichte Arthrose. Fürs Asthma nehme ich immer ein Pulver und Sprays. Eine Zeitlang mußte ich Cortison bekommen, wenn Theophyllin nicht mehr half. Es war nur so nervig wenn der Arzt kam und immer für die Spritze eine halbe Stunde brauchte.
Aber auch die Zeiten sind vorbei.
Es ist so, daß ich gern allein bin unter vielen Menschen. Also am besten nachmittags mitten in der Stadt. Auch habe ich schon Angebote angenommen von der Kirche, die schöne Reisen und Ausflüge machen, wo ich aber auch immer gern allein bin. Ich mag nur gern zuhören was andere erzählen. Sie dürfen mich eben nur nicht auf meinen Lebensstil oder meine Medikamente ansprechen. Ich mag nicht wenn man in mein Leben pfuscht. Das hat meine Mutter damals gemacht und das werde ich ihr niemals verzeihen können.
Es ist schön wenn Du Dich um Deinen Vater kümmerst. Ich wußte nicht, daß er es möchte. Hatte es nicht herauslesen können. Bitte entschuldige, dann hätte ich anders reagiert. Aber vielleicht kannst Du mich ein wenig verstehen, das wäre schön.
Liebe Grüße, Marina