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Große Zehe - rot und fast unerträgliche Schmerzen
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karin
Rang: Gastam 25.05.2006 17:27:07
Hallo!
Ich schreibe hier für meine 87-jährige Oma. Sie hat seit sicher 15 Jahren Diabetes, sprizt Insulin.
Nun zum eigentlichen Problem.
Die Oma hat seit Wochen/Monaten eine tiefrote große Zehe. Die Schmerzen (nachts besonders schlimm) sind inzwischen kaum auszuhalten.
Bis vor einer Woche bestritt ihr Hausarzt, dass es vom Diabetes kommt; er wollte es schlicht nicht wahrhaben. Als ich mich letzte Woche mit ihm in Verbindung setzte, sprach er plötzlich ganz anders.
Nun meine Frage an euch, die ihr eine Ahnung davon habt.
Was kann man hier tun? Der Hausarzt sagt, sie bekommt schon alles zur Durchblutungsförderung, alle Möglichkeiten wären ausgeschöpft. Sprich: wir müssen abwarten, bis die Zehe abstirbt und amputiert wird - passiert vielen, meinte er flapsig.
Zweite Frage wäre: Was macht ein Diabetologe? Er ist doch dafür auch zuständig? Meine Mutter und die Oma sind der Meinung, in dem Alter kann der Arzt auch nix mehr tun. Ich halte das für Quatsch.
Was sagt ihr?
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klausdn
Rang: Gastam 25.05.2006 20:56:29
hallo,
was ich sage ? seltsamer doc !
warum ? es fehlt die diagnose !
erst wenn man weiß was es ist kann man was tun,
nix tun halte ich für schlamperei.
normalerweise sehen durchblutungsstörungen durch dm verursacht nämlich garnicht "rot" aus !
sie sind entweder im anfangsstadium bläulich, blau ,schwarz. das ist die reihenfolge. bei bläulich kann man was machen. bei schwarz nicht mehr.
normalerweise sind bei durchblutungsstörungen durch dm , auch die nerven geschädigt.
"dann tut es nicht höllisch weh"
wenn es durchblutungsstörungen sind , dann ein für unbeteiligte makaberer rat, nicht warten bis zur schweren infektion, dann gibt es oft wundheilungsstörungen.
wie im vorhergehenden schon geschrieben, der bz muß tip top sein.
und jetzt : bei rotem und schmerzendem zeh würde ich erst mal auf harnsäure untersuchen lassen, denn zum dm gesellt sich gerne gicht.
und dagegen läßt sich was nehmen.
wichtig ! auf alles glurtamat(maggi/fertiggerichte)
verzichten. achtung auch bei essensversorgung
durch großküchen.
mfg klaus von klausdn -
Sylvia
Rang: Gastam 25.05.2006 22:47:29
Hallo, helfen kann ich Dir leider auch nicht, da ich zum Glück für mich, noch nie sowas hatte, oder auch gesehen habe.
Ich würde mit Deiner Oma schnellsmöglich zu einem Diabetologen. Und dem Hausarzt würde ich was erzählen. Es ist doch ganz egal, wie alt man ist, allein die Schmerzen müssen weg, und wie schon hier erwähnt, es muss eine Diagnose gestellt werden. Ich finde sowas unverantwortlich. Also auch den Hausarzt wechseln. Deine Oma kann doch nicht (bis zu ihrem Tod, was nunja auch noch sehr lange dauern kann, zum Glück) nicht mit unerträglichen Schmerzen sein. Es kann ja auch was normales wie Rheuma sein, oder Gicht.
Ich würde auf jeden Fall sehr schnell abklären lassen, was es ist, (vielleicht ist es ja gar nicht wegen ihres Zucker´s)
Ich wünsche Deiner Oma alles Gute, und macht schnell, damit es nicht zu spät ist, falls es was schlimmes sein sollte.
Gruß Sylvia -
Karin
Rang: Gastam 29.05.2006 19:59:36
Danke für eure Infos!
Die Frage nach der Diagnose hat sich inzwischen erledigt. Meine Oma hat vergessen abends ihre Medikamente ein zu nehmen. Darunter ihre Schmerztablette. Die Schmerzen waren so unerträglich, dass sie endlich bereit war ins KH zu gehen.
Der junge diensthabende Arzt war sehr zielsicher und gründlich: Durchblutungsstörungen aufgrund der Diabetes. Morgen ist die Angioskopie. Meine Oma hat so eine Angst, dass sie sich ständig übergiebt. Nun hilft nur noch Daumendrücken, dass sie morgen die Arterie frei bekommen.
Danke für eure Hilfe!
Gruß K.