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Open Source Insulin Pumpe

  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 06.04.2006 15:11:46
    Hallo zusammen,

    da es momentan keine am Markt erhältliche Pumpe gibt, die meinen Ansprüchen genügt und die Entwicklungen in deisem Bereich sehr schleppend voran gehen, dachte ich an die Entwicklung einer Open Source Pumpe.

    Eine entsprechende technologische Basis lässt sich für wenig Geld zusammenstellen. Die aktuellen Pumpen sind ja keien Supercomputer sondern recht trivial gestrickt. Es sollte also absolut kein Problem sein einen Microdosierpumpenhersteller zu überzeugen.

    Den Rest erledigt die Open Source Basis der Pumpe. Wenn z.B. jemand eine Essenserinnerung zu einerm voher definierten Spritz Ess Abstand möchte, dann läd er das entsprechende "Applet" einfach auf seine Pumpe.

    Wer hätte Lust sich auch an solch einer Pumpe zu beteiligen und mit zu entwickeln?

    Grüße

    von Ulrich
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 06.04.2006 17:00:06
    Hallo

    Schoenes Idee, Software kein Problem.

    Haengt am Testverfahren in EU und Duitsland, kostet ca. 250.000 Euri um ein Zulassung zu bekommen, leider.

    Selbst jede Software Update im Pumpe braucht in Deutschland ca. 8 Monate um ein Zulassung zu bekommen.

    MfG

    Hajo Janse
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 06.04.2006 18:44:35
    Na wenn der Benutzer das aber selbst in die Hand nimmt mit dem Update, bzw. der Extension dann sollte das doch zulassungstechnisch kein Problem sein.
    Und wo ist die Sicherheit höher als in ein Open Source Project?

    Gruß von Ulrich
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 06.04.2006 21:24:42
    Problem ist Krankenkasse bezahlt nicht. von Hajo Janse
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 07.04.2006 23:30:15
    Also ich finde die Idee sich an der Entwicklung einer I-Pumpe ideentechnisch zu beteilligen einfach genial.

    Pumpen sollten mehr können als der Träger, derzeit muss man die meisten Funktionen einfach "abschalten"...

    Grüße, Daniela
  • Christoph

    Rang: Gast
    am 11.04.2006 17:46:42
    Ich finde die Idee auch gut. Habe leider einige Befürchtungen: OpenSource klingt immer nach "selbstprogrammiert". Welche Firma kann und will dieses Risiko tragen, daß jemand - nur weil er zu blöd war die Pumpe richtig zu bedienen - die Firma auf irgendwas, insbesondere Programmierungsfehler der Pumpe verklagt.
    Woher sollte man die Hardware nehmen?
    Vielleicht kann man ja eine virtuelle Pumpenhardware im Netz programmieren und die Software dann um diese "Hardware" herum entstehen lassen. Diese Pumpensoftware stünde dann unter der GPL oder was auch immer und könnte (jaja, träum weiter) von einer Firma wie Medtronic, Roche, Smith... verwendet werden.
    Was haltet ihr von dieser Idee?

    Was ich weitaus realistischer finde, ist ein Opensource-Meßgerät inkl. Auswertung am PC. Was soll das Gerät können?
    * Messen!
    * mit Datum und Urzeit den Messwert aufnehmen können.
    * der Messung soll ein Kommentar hinzugefügt werden können. Frei oder a la OneTouch Ultra smart mit vordef. Buttons.
    * einen Rückblick auf vergangene Daten erlauben (Tagebuch für Einfallslose ;-)
    * das ganze USB-Stick als CSV-Datei speichern.
    * das Gerät bitte in klein und gaaaaanz stabil und ohne schnickschnack. Den darf es dann in der Software geben.

    Was soll die Software können?
    * alles, was die anderen auch können.
    * nichts, man könnte Excel/Gnumeric nehmen.
    * das ganze könnte auf einem Webserver laufen, wo man Daten sammeln könnte und weiterverarbeiten könnte. Als plugin für typo3 z.B.
    (womit sich auf lange Sicht sogar eine Finanzierung der Sache ergeben könnte. Was meint ihr, was unsere Meßdaten wert sind?! Warum soll man die paar Zahlen nicht auch vergolden können. Bitte nicht falsch verstehen. Es ist halbironisch gemeint!)

    Ideen, Komentare dazu?

    Gruß, Christoph

  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 11.04.2006 22:30:35
    Hallo

    Er besteht schon Software die auf dem Server geladen worden.

    Ich bin dabei eine neue Software zu entwicklen, die denke Ich viele Bedurfnisse von Diabetiker erfuellt.

    Leider sind meine Programmieren jetzt mit "bezahlte" Projekten zu gedeckt, so es Verspaetet sich was.

    Habe mit mehrere Pumpen hersteller gesprochen um eine bessere Pumpe Bedienung zu machen, aber so lange die Pumpe sich gut verkaufen ist leider dass Interesse nicht so hoch.

    BR/

    Hajo Janse
  • sera

    Rang: Gast
    am 20.04.2006 19:10:52
    Hallo Hajo Janse,

    sowas wäre riesig.
    Es gibt so viel, was man nützliches einbauen könnte, zu deiner Idee hinzu z.B. einen individuell einstellbaren Bolus-Split (dieser Combo-Bolus mit sofortiger Gabe und der verzögerten Abgabe mag einem Typ2 genügen, als Typ1 bräuchte man noch andere Optionen). Auch könnte man die Bedienbarkeit mit wenig Aufwand um einiges verbessern, was hier ja schon genannt wurde.

    Wie ist das eigentlich, wenn ich meine Pumpe in Eigenregie softwarertechnisch ummodeln würde, damit wäre ja die 4-Jahres-Garantie nicht mehr gegeben oder?

    Es wurde angesprochen, dass sich hier wer diesbezüglich bereits mit den einzelnen Firmen in Verbindung gesetzt hat. War Medtrust auch dabei? Was für konkrete Aussagen liegen da vor?

    Mich würde es brennend interessieren, wie weit diese Ideen fortgeschritten sind gemäß ihrer Umsetzung, selbst wenn sich die Softwareumstellung- bzw. Entwicklung auf einzelne Interessierte im Selbstversuch beschränken würden, ich bin dabei.

    Viele Grüße
    Eva
  • Eva Friedrich

    Rang: Gast
    am 20.04.2006 19:58:33
    Oh, weh. Adressat war natürlich der Eröffner dieses Threads, sorry Ulrich.

    Ich war nur so hin und weg darüber, dass sich endlich Leute mit ähnlichen Ideen zu Wort melden.

    Viele Grüße
    Eva von Eva Friedrich
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 25.04.2006 13:10:20
    Hallo Eva,

    also die Garantie ist garantiert kein Problem bei der Sache:

    1. An der Hardware werden keine Änderungen vorgenommen. -> Kein Garantieverlust

    2. jedliche zusätzlich eingespielte Funktion lässt sich in einem Administrationsmodus löschen. Die Funktionen sind vergleichbar mit Java Midlets und tangieren das eigentliche OS der Pumpe nicht.

    Verglichen mit einem Handy verlierst Du hier ja auch nicht die Garantie, weil Du eine Anwendung installierst.

    3. Die Zulassung ist wohl eher das Problem:
    Kostenpunkt: 250 000 Euro - da könnte ich mir aber vorstellen, dass die Krankenkasssen ein gehöriges Interesse hätten, die Zulassungskosten zu übernehmen bzw. mitzufinanzieren.

    Grüße
    Ulrich



  • Antje

    Rang: Gast
    am 04.05.2006 14:18:48
    Hallo,

    ich finde die Idee sehr gut, ich würde auch persönlich mit daran arbeiten. Allerdings sind mir die eventuellen rechtlichen Probleme "nicht ganz geheuer", da sollte man vorher alles ganz genau prüfen. Aber insgesamt eine tolle Idee, am besten wäre eine Software, die plattformunabhängig (deswegen ist die Idee mit Java sehr gut, mit Plattform meine ich jetzt nicht das BS, sondern die Chips der Pumpen) funktioniert und die beliebig erweiterbar ist. Ich hoffe, noch weiter von der Idee zu hören/lesen!

    Viele Grüße

    Antje
  • hajo.janse

    Rang: Gast
    am 08.05.2006 21:27:01
    Hallo Ulrich,

    Leider gibt es ein grosse problem, deine Ideen sind nicht slecht.

    Im Pumpe steckt ein Embedded Chip.

    Nachteilen:

    Keine Processor fuer Programme, keie extra Speicherplatz, alles s.g. Embedded.

    Mann mussteine komplet neue Hardware entwicklen.

    Leider.

    MfG

    Hajo von hajo.janse
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 09.05.2006 14:21:23
    Auch in der "Entwicklung" dieser Hardware sehe ich keine Schwierigkeiten.

    Es gibt genügend Hersteller von Microdosiertechnik und die freuen sich sicher über einen neuen Abnehmer...


    Grüße von Ulrich