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Steigende Werte trotz Insulin
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Susanne
Rang: Gastam 31.03.2006 13:42:54
Hallo!
Ich frage für meinen Vater, der schon seit 25 Jahren Typ2 Diabetes hat und seit etwa 15 Jahren Insulin spritzt (26 und 30 Einheiten Humalog oder so ähnlich) und zusätzlich gilbenclamid-Tabletten bekommt.
Obwohl er an seiner Ernährung nichts geändert hat und auch seine Lebensgewohnheitnen gleich sind steigen seine Werte langsam an (öfter mal über 200, Nüchtenwerte um 150), immer wieder spritzt er ein bisschen mehr, aber die Werte werden totzdem schlechter. Was könnte man machen, was kann ich dem Arzt verschlagen? Der Arzt ist sehr zögerlich hat das Insuin erst verschrieben als es meinem Vater sehr schlecht ging und ich fürchte,d er wartet auch diesmal bis gar nichts mehr geht bevor er was macht.
Susanne -
Fuchs
Rang: Gastam 31.03.2006 14:55:13
Zunächst möchte ich den Tipp geben, dass solche grundlegen Fragen (über die Verschreibung, den Umgang und die Dosierung von Insulin) nicht in einem Forum abgehandelt werden können. Erste und mit Abstand beste Anlaufstelle bleibt ein engagierter und fähiger Diabetologe. Und damit meine ich nicht irgendeinen vielleicht netten und bemühtem langjährigen Hausarzt oder Allgemeinmediziner, der das so nebenbei macht, sondern eine wirklich kompetente diabetologische Schwerpunktpraxis.
Zweitens ist es absolut nicht unüblich, das Insulinmengen mit der Zeit zunehmen oder sonstwelchen Schwankungen unterliegen. (Das kann mit dem alter, dem Gewicht, der Schilddrüse oder anderen Krankheiten zusammenhängen.) Dennoch rate ich dringend davon ab, ohne wirkliche praktische Kenntnis von der Materie selbst die Insulindosis merklich zu verändern. So etwas kann manchmal böse ausgehen.
Gute Besserung...
Fuchs
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Lovely
Rang: Gastam 31.03.2006 16:31:27
Ergänzend zu Fuchs Beitag ein Link mit Diabetologen:
http://diabsite.de/wegweiser/adressen/diabetologen/index.html von Lovely -
klausdn
Rang: Gastam 31.03.2006 20:15:27
hallo susanne,
wenn dein vater zweimal spritzt, ist es garantiert mischinsulin 25/75 oder 30/70. und bei den mengen kann eine erhöhung um eine einheit mm nach nicht gefährlich sein, denn dann währe eineinhalb statt zwei scheiben brot zum essen auch gefährlich.
trotzdem kann man doch mit dem doc mal sprechen notfalls per telefon. denn auf ict umschulen klappt garantiert nicht mehr nach der langen zeit ct.
mfg klaus von klausdn -
thomas2002
Rang: Gastam 01.04.2006 03:16:22
hallo @alle, klaus,
mischinsulin heisst doch ct, oder? warum kein ict? vorallem bei den werten!
ausserdem verstehe ich nicht, wieso ein sulfonylharnstoffabkömmling mit insulin verabreicht wird.
ich würde mir eine 2te unabhängige meinung einholen.
was allerdings passieren kann, ist, dass mit zunehmendem alter die grenzwerte eines blutzuckerspiegels, die es als zu unterschreiten gilt, aufgeweicht werden. von thomas2002 -
Reinhard
Rang: Gastam 01.04.2006 10:09:58
Ich kann mich nur den Äußerungen von Fuchs anschließen. Die Adressen von Diabetologen stehen mittlerweile im Branchen-Telefonbuch. von Reinhard -
klausdn
Rang: Gastam 01.04.2006 13:34:26
hallo an alle,
hallo thomas , der vater von susanne spritzt seit 15 jahren nach ct, wie soll er jetzt auf ict umgestellt werden ?
nur als allgemeine information, selbst namhafte kliniken sind nicht in der lage jüngeren menschen eine sinnvolle ict beizubringen, und beschränken sich auf die verteilung von spritzplänen, und allgemeinen warnhinweisen. "das ist auch keine ict" sondern auch nur ct mit mehreren insulinen. wenn ich feste spritzpläne , feste essenszeiten, feste be mengen, vorgeschrieben bekomme ist das "ct" !!.
dafür braucht man keine schulung sondern ne einweisung von 10 minuten. dafür braucht man keine verschiedenen insuline sondern kann genauso mischinsulin nehmen.
zudem möchte ich für viele die ct verteidigen, für viele ältere mernschen ist ict viel zu kompliziert und unübersichtlich, wenn sie also mit ct gute werte bei für sie zufriedenstellender lebensqualität erreichen,
ist dagegen(nach meiner meinung) doch nichts
eizuwenden.
mfg klaus von klausdn -
thomas2002
Rang: Gastam 01.04.2006 23:19:55
hallo klaus,
ich akzeptiere, dass ct bei menschen mit einem tagesablauf mit stechuhr gute werte produzieren kann. es ist mir auch bewust, dass die meisten 1er nach der manifestation ihres diabetes nicht genug zeit haben, sich wg ketoazidose eine gescheite klinik zum einstellen zu suchen. die ct spiegelt jedoch nicht die lebensrealität der meisten menschen wieder.
in wieweit die spritz-futter-therapie einer sozialen und/oder geistig-intelektuellen notwendigkeit gehorcht, ist festzustellen, und ist bei einer verschlechterung der werte zu überprüfen.
@alle
worin die vergabe der tabletten begründet sein könnten, erschließt sich mir jedoch nicht.
es gilt m.e. mit arzt und patient zu klären, warum auch die pillen genommen werden, welche insulintherapie unter ganzheitlichen gesichtspunkten verschrieben werden soll.
die frage nach einer diabetologischen schwerpunktpraxis stelle ich einfach mal in den raum. von thomas2002 -
Susanne
Rang: Gastam 02.04.2006 20:04:22
Hallo!
Also um genauer zu werden: Mein Vater ist sicher nicht in der Lage eine ICT zu packen - immerhin kanner sich schon so kaum alleine versorgen, kauft alles was es an der Haustür gibt und hat in den kletzten vier Monaten zwei ernsthafte Versuche unternommen, die Küche abzufackeln. Herzlich willkommen im Alltag einer pflegenden Angehörigen. Ich kann ja zwei Spritzen am tag gut überwachen, das geht ja noch, und wenn er die 10 verschiedenen Tabletten mal zwei Stunden später nimmt als sonst ist es nicht so dramatisch, aber wenn ich jetzt vor jeder MAhlzeit messen muss, nach jeder MAhlzeit berechnen was nachgespritzt werden muss und gleichzeitig aufpassen muss, wie viele Salzstangen und Kekse er zwischendurch noch futtert brauche ich langsam ne Aushilfe zur Unterstützung. Meine Tage haben schließlich auch nur 24 Stunden und wenn ich endlich Arbeit finde, um nicht demnächst finanziell baden zu gehen wird meine Zeit noch knapper.
Der Arzt - alle bisherigen Versuche, ihn zu einem anderen Arzt zu bringen waren vergeblich. Er hat sämtliche Behandlungsansätze sofort in Zweifel gezogen und verweigert, oder er hat schon im Vorfeld erklärt, da nicht hin zu wollen. Als ein anderer Arzt ihnd ann mal gesehen hatte und wegen seiner Schrullen zum Neurologen schicken wollte hat er erklärt, er sei doch nciht dement und wollte wieder zu seinem alten Hausarzt. Zwingen aknn ich ihn nicht, auch wennder HAusarzt jetzt schon mehrere PAtzer begangen hat - einmal hat er KAlium verschrieben, trotz erhöhter KAliumwerte in einem Blutbild,d as erst sechs Wochen alt war, einmal hat er ernsthafte Herzrythmusstörungen so lange runtergespielt, bis mein Vater als Notfall ins Krankenhaus musste, und als der Herzschrittmacher endlich drin war, hat er es nciht für nötig empfunden, die Medikamente entsprechend anzupassen,w as zu einem neuen Krankenhausaufenthalt führte - wo dann zwei Tabletten weg gelassen wurden und eine neue dazu kam.
Was die Sulfonylharnstoffe angeht - keine Ahnung,was die bringen sollen, aber offenbar schaden sie auch nicht.
Nur was mache ich jetzt? Einfach sagen,e r soll eben ein paar Einheiten mehr spritzen oder habt ihr eie anderen vorschlag den ich seinem Arzt unterbreiten kann? Denn der hat nicht vor, deswegen was zu unternehmen,d er wartet eher den nächsten Schlaganfall ab. Irgendwas neues kommt da nie - ich würde zu diesem Arzt ja nciht mal gehen,w en ich nur ne NEbenhöhlenentzündung hätte, aber zwingen kann ich meinen VAter auch nicht, und mir fehlt die KRaft über mehr als zwei themen gleichzeitig zu diskutieren. Mir reichen im Moment "hör auf zu kochen damit das Haus nicht abbrennt" und "helf uns beim Beantragen von Pflegegeld" voll und ganz.
Susanne