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Accu-Chek, Leben hinterm Mond
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Thommy
Rang: Gastam 15.03.2006 11:49:29
Hallo liebes Forum,
so langsam stösst es einem richtig sauer auf, wenn man die neusten Informationen von Roche liest
Ab 1.4.2006 soll die Pump Configuration Software, 10 EUR, für die SPIRIT erhältlich sein. Dazu gibt es ein serielles IR-Datenkabel für 21 EUR.
Nun frage ich mich ob die dort eigentlich hinterm Mond leben und unfähig sind etwas richtig zu machen. Ausser die Firmengelder zu verplempern.
1. Roche produziert die Spirit. Eine halbfertige Insulinpumpe. Das Indiviuell-Menü ist teilweise nur über die Software zu steuern. Aber die gibt es ja erst im April 2006.
2. Das IR-Datenkabel ist seriell. Nun muss man da extra einen Adapter zu haben, um dieses Kabel an den USB anzuschliessen. Dabei laufen heute die wenigsten Rechner noch mit seriellen Ports.
3. Für die von Accu-Chek angebotenen Infusionssets gibt es nicht eine einzige Einführhilfe. Bei anderen Pumpenherstellern ist das ein MUSS. Es kann das ja nun mal nicht jeder so ohne weiteres.
4. Stellt sich nun die Frage, ob ich dann zum Bearbeiten und Auswerten der gespeicherten Werte in der PUmpe nicht auch noch das SMART PIX brauche.
Alles in allem kostet die Kassen diese Pumpe ca. 3700 EUR. Und für dieses Geld sollte man eigentlich schon ein wenig mehr erwarten können wie nur eine halbfertige Insulinpumpe.
Geht es Euch auch so? Habt Ihr nicht auch das Gefühl, die sitzen da hinterm Mond? Würde mich interessieren was IHr darüber denkt.
Lieben Gruß
Thommy
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Boza
Rang: Gastam 16.03.2006 01:14:27
Mich hat es das ganze gelangweilt und kaufte mir das SMART PIX von denen.
Ist okay drucks mir einfach aus.
Mein Profil bleibt auch so bei meinem Spirit im PROFI modus. Ich brauche den Individuell. Beim Smart Pix einfach usb kabel einschliessen und fertig.
grüsse von Boza -
rosatulpe
Rang: Gastam 16.03.2006 09:13:18
Die Pumpenanbieter liegen im Wettstreit, wer stellt die tollste Pumpe her, am besten eine mit Internetanschluss und weltweites telefonnetz. Wer braucht das denn überhaupt. Die Pumpe soll Insulin abgeben und zwar in dem maße, wie ich es brauche, nicht mehr und nicht weniger. Das Individual-Menue bei der Spirit ist doch auch nur ein Überflüssiger Kropf. Wer braucht denn 5 Basalraten? Mit dem Profimenue kann ich doch auch alles machen. in 15 jahren Pumpentherapie habe ich alle Pumpen ( die es seit 1991 gibt ) ausprobiert. Die Spirit ist brauchbar, das 2 Pumpenkonzept ist super, mein BZ ist genauso gut wie zu Anfang der Pumpentherapie. Was die Pumpenhersteller so alles versprechen ist sowieso ein Witz, aber alle sind abhängig von den Behörden FDA und BfArm, die jedes Teil monatelang prüfen, ob man sich vielleicht damit umbringen kann. Und der,der früher dran ist oder schneller ist, ist patentrechlich im Vorteil, der hat gewonnen. Letztendlich hat das alles gar nichts mehr mit Diabetes und Therapie zu tun, sondern dient nur der juristischen Absicherung.
Eine Einstechhilfe ist modern geworden, damit der verwöhnte Pumpenträger seine Spritzenphobie pflegen kann, aber es ist teuer und ziemlich unnötig. Wenn mann seine Haut pflegt und das richtige Handling hat, braucht man diesen zusätzlichen Müll überhaupt nicht. Und ein Muss ist es schon gar nicht, ausser medtronic bietet das kein Pumpenhersteller an, und die Katheterhersteller sind auch nur konkurrierende Firmen, die nach der Kosten-Nutzen rechnung produizieren ,die für alles eine Zulassung brauchen, siehe oben.
Im Prinzip sind die Enduser schuld, die immer wieder was Neues haben wollen und die die Firmen zu diesem ungesunden sinnlosen Wettbewerb antreiben. Forschung und Entwicklung ist wichtig, aber bitte für WICHTIGE Hilfsmittel, ein FUNKTIONIERENDES Closed-Loop- System für den Endverbraucher, z.B.
Rosatulpe von rosatulpe -
Thommy
Rang: Gastam 16.03.2006 13:37:41
Hallo Rosatulpe,
ich schätze Deine Threads sehr. Sie sind informativ, sachlich und zeigen Deine Erfahrungen der letzten 25 Jahre.
Was ich jedoch sehr vermessen finde, ist einfach das DU schreibst:
(Zitat):Eine Einstechhilfe ist modern geworden, damit der verwöhnte Pumpenträger seine Spritzenphobie pflegen kann, aber es ist teuer und ziemlich unnötig. Wenn mann seine Haut pflegt und das richtige Handling hat, braucht man diesen zusätzlichen Müll überhaupt nicht.
Wieviele Pumpis hast du denn schon gefragt, wie sie mit dem Setzen der Katheter zurecht kommen? Bist Du Psychologe von Beruf, der Ängste therapiert? Woran machst Du diese Äusserung denn fest?
Sicherlich nur an dem was Du selbst an Dir feststellst und vielleicht mal von dem Einen oder dem Anderen gelesen oder gehört hast.
Die Kosten für die Einführhilfe von Medtronic liegen bei 40 EUR im Versandhandel. Und da es ein Hilfsmittel zum Gebrauch ist, wird es bei Spritzenphobie auch von der Kasse übernommen. Daran ist also nichts teuer. Eine Therapie-Sitzung bei einem Therapeuten kostet wesentlich mehr. Und da ist der Nutzen fraglich.
Die richtige Pflege der Haut ist schon im alten Rom erkannt und angewendet worden. Das hat also nichts mit dem Nutzen und dem Unnutz der Einführhilfe zu tun.
Weiter bietet nicht nur Medtronic eine Einführhilfe an. Sondern auch bei der Animas werden Infusionssets angeboten, die die Hilfe gleich mit in dem Set haben.
Zu den 5 Basalraten-Profilen kann ich auch nur sagen, das es einzig Deine eigene Meinung ist ob man sie braucht oder nicht. Wer viel Wechselschicht hat, der brauch auch mehr wie ein Profil. Denn die Stoffwechsellage verschiebt sich durch die Wechselschicht. Keine Anpassung der Rate hätte also Hypos zur Folge. Hier sagt man je Schicht ein Profil. Dann noch eins für Krankheit. Sind schon 4.
Es wurde geworben für die Spirit mit den drei Profilen Standard, Profi und Individuell. Bei letzterem vergaß man nur zu erwähnen das man es nur mit der Software nutzen kann, die aber noch nicht auf dem Markt ist.
Nun kommt die Software und es gibt wieder Anpasungen an Patient und Arzt. Ein Produkt, zwei Ausführungen.
Das benötigte Kabel ist seriell, somit nach heutigem Entwicklungsstand veraltert.
Wenn Nachfrage nicht das Angebot erhöhen würde, dann hätten wir bald ein armes Deutschland.
Ich gebe Dir Recht wenn Du sagst es sollen Innovationen auf dem Markt sein, mit großem Nutzen und wenig Aufwand.
Doch wir leben in einer Kapital-Gesellschaft. Hier zählen wir als Patient nicht mehr, nur noch der durch uns erzielte Gewinn. Oder bist Du schon zu einer Verabschiedung neuer Gesetzesvorlagen im Gesundheitswesen eingeladen worden?
Krankenkassen versuchen mehr und mehr mit Herstellern Verträge zu schließen. Um die Kosten gering zu halten. Glaubst Du, sie tun das für DEIN Bestes?
Mfg
Thommy
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Rosatulpe
Rang: Gastam 16.03.2006 14:38:38
Hallo Thommy, danke für Dein umfassendes Feedback. Gottseidank ist dies ein Forum, in dem man seine eigene Meinung ungeschönt schreiben kann. Danke auch für die Info bez. 5 Basalraten, ich wusste bisher wirklich nicht, wofür man die braucht. Dachte schon, das wäre auch so ein Trick des Herstellers um sich interessant zu machen. Ich brauch nur 2.
Ich bin keineswegs mit der Marketingstrategie des Herstellers einverstanden, nur rufe ich dort direkt an im Kundenservice und rege mich dort auf, sonst ändert sich ja nie was. Die haben mir gesagt, es dauert in der regel drei Jahre, bis sich was ändert, das ist doch ein Witz. Und in einem gebe ich Dir völlig recht, sowohl Kassen als auch Hersteller sind nicht unbedingt an meinem Wohlergehen interessiert, mehr an den ¤-Zahlen, die unterm Strich übrigbleiben. Und ein Kundenservice ist nicht dazu da um den Kunden zu helfen, sondern um sich juristisch abzusichern. Trotzdem brauche ich keine Einstechhilfe und ich kenne tatsächlich viele Pumpenträger, die sie auch nicht brauchen.
Zum Thema Psychotherapie muss ich Dir etwas wiedersprechen: Wenn mir der Zahn weh tut gehe ich zum Zahnarzt, da hole ich nicht die Zange aus dem Werkzeugkasten. wenn ich immer wieder mit bestimmten Dingen Probleme oder Ängste oder unangenehme Gefühle habe, oder wenn ich immer wieder an einem Punkt scheitere und erfolglos bin, und selbst mit meinen Mitteln und Fähigkeiten und meinem Wissen nicht mehr weiterkomme, versuche ich (Bevor ich irgend was Kaufe oder Medikamente nehme) mit Hilfe eines Profis etwas zu ändern. Dieser kennt dank seiner Ausbildung eine Menge Therapeutischer Wege, eine Besserung einzuleiten und eine verbesserte Situation zu erreichen. Da der Beginn einer Therapie frustrierend, erschütternd,schmerzhaft und peinlich sein kann, geben viele vorzeitig auf. Ein Therapieziel ist erst erreicht, wenn ma die Schwellen, Hürden und Mauern, die vorher alles vermasselt haben, überwunden sind. je älter man wird, desto länger dauert es und desto teuerer wird die Angelegenheit, aber das ist beim Zahnarzt genauso. da hat man einfach zu lange gewartet.
Diabetes ist (bei mir zumindestens) eine Psychosomatische Krankheit. Der verbesserte Umgang mit mir und meiner Umwelt hat meine gesundheitliche und auch meine seelische Situation mit Hilfe von Therapie entscheidend verbessert. Nur ich bin für mich verantwortlich, das macht unabhängig und deziemiert den Ärger über irgendwelche Versprechungen und Mängel ganz erheblich.
Rosatulpe
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Anno nym
Rang: Gastam 16.03.2006 16:27:12
Sorry aber Accu -Check ist ein Synonym für historische Pumpentechnik im Doppelpack mit automatischer Lebenszeitbeschränkung.
Wer ne Pumpe sucht, die sich am PC customizen lässt wählt am besten die Cozmo. Alles dabei. Alles gut.
Wer lieber zwei Pumpen mit jeweils zweijähriger Laufzeit möchte, die nichts besonderes kann, der bleibt am besten bei Roche alias Disetronic alias Hoechst...
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Thommy
Rang: Gastam 16.03.2006 17:43:02
Hallo Tulpe ;-),
jeder soll seine Meinung haben, das ist ja auch gut so. Denn sonst macht es auch weder Spaß noch Sinn, sich hier über Dinge auszulassen.
In der Tat, auch ich habe mich an den Hersteller gewendet, weil ich mit dem was Roche signalisiert und mit dem Ergebnis was unterm Strich rauskommt nicht zufrieden bin.
Die Einführhilfe ( naja ein schon zweideutiger Name für ein Produkt was Katheter plaziert) sollte schon im letzten Jahr genauer im Herbst erscheinen. Auf meine Anfrage bekam ich die Antwort, es wäre wohl kein Entscheidungskriterium für die Wahl der Pumpe, ob es eine Einführhilfe von Accu-Chek gibt, da ich ja auch die Infusionssets von medtronic nehmen kann. ( Also signalisiert Accu-Chek damit klar und deutlich, das Ihnen das egal ist, wo Kunden IHRE KATHETER beziehen. Finde ich ziemlich daneben.) Kunden von Medtronic würden auch die Sets von Accu-Chek bestellen.
Die Einführung der Einführhilfe sei für das letzte Quartal diesen Jahres geplant.
Nachdem ich diese Mail von Accu-Chek verdaut hatte, habe ich denen nur noch mitgeteilt, das ich kein weiteres Interesse an den Produkten aus einem Haus habe, wo der Kunde unwichtig ist, und man nur scharf auf die 3600 EUR von der Kasse ist. Bis heute habe ich keine Reaktion bekommen und werde mit Sicherheit meine nächste Pumpe woanders beziehen.
Denn es macht schon Sinn, eine Pumpe und das Zubehör bei einer Firma zu beziehen, die Interesse am Kunden hat und nicht nur an seinem Geld.
Die Indikation einer Therapie setzt immer da an, wo wie Du schon sagtest, andere Mittel und Hilfestellungen versagen oder nur schwer greifen. Bei einer Nadelangst oder Spritzenphobie greifen meist nur zeitintensive Sitzungen mit dem Ziel die Angst zu hemmen, oder gar das Auslösende Moment zu finden.
Manchmal hilft aber schon genau diese Einführhilfe um Patienten den Umgang zu erleichtern. Für mich war dieses Hilfmittel der Erfolg schlechthin und hat mir zu wesentlich mehr Qualität verholfen. Und es hat nur 56 EUR gekostet. (lach, ich bin ein sparsamer Patient)
Aber von Accu-Chek bin ich mehr als nur enttäuscht. Aber das ist ja wie mit einem Auto. Nicht jeder mag BMW oder Opel. Und manchmal erwischt man halt auch ein Montagsauto.
Deine anderen Beiträge finde ich ausgesprochen praxisnah und hilfreich, wenn ich auch nicht mit allem was anfangen kann. Eben der feine Unterschied der Menschen.
Lg
Thommy
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Rosatulpe
Rang: Gastam 17.03.2006 11:19:32
Hallo Thommy, ich verstehe jetzt dass Du eine Menge Ärger los werden willst. Aber warum bist Du beleidigt, weil Roche die Einstechhilfe nicht liefern kann, das hat doch eigentlich mit der Pumpe nichts zu tun? Was heisst : alles von einem Hersteller? ich bezweifle stark, dass die alles selbst herstellen, die schreiben doch nur AccuChek drauf. Aber egal, der kathetermarkt ist sehr eingeschränkt und eng und es gibt nicht viel Auswahl, da ist es doch gut, wenn Du einen gefunden hast, der für Deine pers. Bedürfnisse annähernd passt. Wenn du auf einem Hersteller bestehst, schränkst Du Dich nur zusätzlich ein, das ist doch gar nicht notwendig.
Ich habe jahrelang zu meiner H-tron den Qickset getragen, ( ohne Serter) weil der eine senkrechte Kunststoffnadel hatte und eine Kupplung direkt an der Einstichstelle, bis jetzt der FlexLink rausgekommen ist. Den finde ich ganz gut, aber der hat am Ansatz zum Luer eine Schwache Stelle. wenn der zu lange an der Ampulle ist, bricht er ab. Jetzt wechsel ich öfter den Schlauch ( bei der Hälfte der Ampulle), aber wenn ich in Urlaub fahre, nehme ich zur Sicherheit wieder das Qickset. mit der Pumpe hat das doch alles nichts zu tun.
Und mein Billardpartner trägt eine Minimed, aber er trägt nur Rapid KatheterNadeln, weil es die in den verschiedenen Nadellängen gibt, das ist doch o.k.
Vielleicht solltest Du einfach mal die Sache lockerer nehmen, sonst machst Du ir Dein Pumpenträgerdasein unnötig schwer, ist doch eh schon blöd genug. Sei froh, dass Du eine Lösung gefunden hast, ist doch egal von wem, musst ja keine Religion draus machen. Nichts für Ungut und ein fröhliches Wochenende wünscht Rosatulpe