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Um wieviel senkt Metformin den BZ?
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Maria
Rang: Gastam 14.01.2006 22:41:39
Hallo,
bin neu hier. Habe einiges schon über D. gelesen. Bin Typ II seit 6 Wochen. Bekomme Metformin 1000mg. Morgens eine und abends eine.
Habe jetzt angefangen mein BZ zu messen. Morgens nüchtern 80mg - 110 mg. (Vor Metformin-Einnahme) Nach dem Mittag-Essen (1-2 h danach) mal 140mg mal 178 mg. (max.) Wie gesagt alles mit Metformin.
Wie wäre es ohne Metformin. Schlimmer? Wesentlich schlimmer? Kann ich bei diesen Werten Metformin weglassen. Bin ich überhaupt Diabetiker? Um wieviel mg / je Messung senkt Metformin den BZ.? Senkt Metformin eigentlich den BZ. Erhöht es nicht "nur" die Sensibilität der Zellen?
Fragen über Fragen. Pardon! Aber vieles kann man hier im Forum lernen aber manches eben doch nicht.
Maria -
Thomas2002
Rang: Gastam 15.01.2006 17:19:01
die wirkung des metformin beruht auf der hemmung der zuckeraufnahme und der glucoseneubildung sowie die verminderung der insulinresistenz. es gibt keinen direkten zusamenhang zwischen der metformindosis und dem gewünsten blutzuckerspiegel. dieses ist eine kombination aus dosis, der glykämischen last und dem glykämischen index von Thomas2002 -
Maria
Rang: Gastam 16.01.2006 02:40:13
Das heißt, wenn ich Metformin weglasse, bleiben meine Werte so?
Sind das jetzt Werte einer Diabetekerin?
Maria. -
Elsbeth
Rang: Gastam 16.01.2006 09:31:45
Hallo Maria,
Metformin wird übergewichtigen Diabetikern verordnet. Es senkt nicht den BZ, sondern manipuliert die Verdauung und kann so für niedrigere Werte sorgen. Nebenwirkungen: Blähungen, Durchfall, u.U. gefährliche Übersäuerung des Körpers.
Deine Werte sind nicht die eines Nichtdiabetikers/Gesunden, der hätte Werte unter 100, auch nach dem Essen.
Vermutlich hast Du keine Schulung bekommen. Am besten läßt Du Dich zum Diabetologen überweisen. von Elsbeth -
thomas2002
Rang: Gastam 18.01.2006 00:23:53
>Das heißt, wenn ich Metformin weglasse, >bleiben meine Werte so?
nein. metformin ändert deinen blutzuckerspiegel dadurch, dass es teile des blutzuckers nicht durch den darm lässt. und es hindert die neubildung des zuckers aus tierischer stärke durch glukagon. diese tierische stärke wurde aus überschüssigem blutzucker gebildet, und dient normalerweise als schneller energieträger für fluchtverhalten.
es gibt aber keinen mathematischen zusammenhang, der sagt, dass 500mg metaformin den blutzucker um einen bestimmten betrag senkt.
>Sind das jetzt Werte einer Diabetekerin?
du nimmst seit 6 wochen eine recht hohe dose metformin ein. das heisst, dass metformin in deinen körper einen bestimmten spiegel aufbauen konnte. die 178 mg/dl sind für einen stoffwechselgesungen zu hoch. wenn es öfters passiert, musst du deinen arzt dazu bekommen, dass er dir insulin verschreibt. google dazu ict. von thomas2002 -
Tina
Rang: Gastam 21.01.2006 14:30:32
Hallo,
immer wieder lese ich in diesem Forum, dass man zur Behandlung mit Insulin rät - warum eigentlich ????
Es gibt eine Fülle von Medikamenten, die man bei Diabetes geben kann, sind die alle so wirkungslos ????
Ich dachte auch immer, nur Typ 1 wird mit Insulin behandelt, wie verhält sich das denn ?
Medikamente verlieren ja in der Regel ihre Wirksamkeit, wenn sie lange eingenommen werden - tritt denn nicht bei Insulin der gleiche Effekt eines Tages ein ???
Fragen über Fragen, aber ich lern`s sicher noch :-)
Liebe Grüsse,
Tina -
rudi
Rang: Gastam 21.01.2006 19:21:49
hallo tina,
grundsätzlich ist mal einges bei einem fachmann >diabetologen< festzustellen, bevor man schlüsse zieht.
typ 1 benötigt absolut insulin zur lebenserhaltung.
typ 2 benötigt insulin, wenn seine eigene produktion nicht ausreicht.
die meisten typ 2 diabetiker (wie ich seit über 5 jahren) produzieren
noch genügend. aber der stoffwechsel ist so gestört, dass das insulin nicht verwertet werden kann.
da kann man mit ernährungsumstellung,
bewegung und tabletten noch einiges bewirken.
aber nur wenn man das eindeutig abklärt.
die meisten ärzte doktern da rum und versuchen mit tabletten einzugreifen wo längst insulin angesagt wäre.
sehr wichtig ist bei diabetes die richtige therapie, da lohnt sich der weiteste weg.
gruss rudi -
thomas2002
Rang: Gastam 22.01.2006 23:02:59
es wird auch die theorie vertreten, dass insulin sofort verabreicht wird. dies würde die bauchspeicheldrüse entlasten, und die ausschüttung des proinsulins vermindern, welches zur komorbidität beiträgt. von thomas2002