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Zucker testen
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Zacharias
Rang: Gastam 05.01.2011 14:34:28
Hi,
ich habe sehr oft starke Probleme mit Unterzuckerung speziell morgens ca. 2Std. nach dem Frühstück. Nun hat mir meine Ärztin ein Zuckermessgerät mit nachhause gegeben. Ich soll mal über einen längeren Zeitraum meinen Zucker messen. Nun Hab ich heute damit begonnen vor dem Frühstück hatte ich einen Wert von 96. Dann 1,5 Stunden später 114 und weiter 30min. später (also insg. 2Std. nach dem Frühstück) einen Wert von 55 und genau so fühlte ich mich auch! Also zittrig Schwindlig so leicht und difus im Kopf. Hab dann erstmal einen Youghurt gegessen, dann gings mir besser.
Nun bin ich total unerfahren darin in welchen Abständen man normalerweise mißt und wie oft am Tag. Vor und nach jeder Mahlzeit? Zählen da auch Zwischenmahlzeiten wie ein Youghurt o.ä. dazu? Ich muß darüber ja ein Tagebuch führen und da sollte ich schon wissen wann man mißt und wie oft. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Liebe Grüße Zacharias -
Jürgen
Rang: Gastam 05.01.2011 15:01:18
Am höchsten steigt der Zucker meistens 1 Stunde nach dem Essen, und am tiefsten sinkt er meistens 2-3 Stunden nach dem Essen.
Was nimmst Du an Medi zum Blutzucker-Senken? von Jürgen -
Zacharias
Rang: Gastam 05.01.2011 16:09:12
Ich nehme keinerlei Medikamente. Wie gschrieben ist mein Problem, daß ich ca. 2Std. nach dem essen starken unterzucker bekomme. Nüchtern hatte ich ja 96.
Gruß Zacharias -
eh
Rang: Gastam 05.01.2011 16:28:52
Du nimmst keinerlei Medikamente? Auch kein Insulin? Wie kannst du dann in einen Unterzucker kommen?
Das muß andere Gründe haben als "nur" Diabetes. von eh -
Jürgen
Rang: Gastam 05.01.2011 16:52:05
Vielleicht?
Eine alimentäre Hypoglykämie ist etwas, das es eigentlich gar nicht geben kann und das traditionell von vielen Ärzten als Patientenspinnerei abgetan wird. Warum? Weil ein großer Teil der Betroffenen häufig bis auf diese Berichte (die Hypo ist ja beim Besuch in der Sprechstunde längst wieder vorbei) von für sie unerklärlichen Unterzuckerungen abgesehen völlig unauffällig ist. Warum sollten diese Menschen unterzuckern? Und weil der restliche Teil der Betroffenen Diabetes Typ2 ist und weil Typ2 nun einmal fachoffiziell damit erklärt wird, dass der insulinresistent sei und damit seine Insulinproduktion überfordere. Völlig unmöglich also, dass da überhaupt eine Situation entstehen könnte, in der zu viel eigenes Insulin aktiv sein und der krankhaft zu hohe Blutzucker plötzlich ohne medikamentöse Einwirkung viel zu tief absinken könnte. - So weit die weißkittelige Fachtheorie.
Dem stehen immer mehr bewusste Erfahrungen aus dem betroffenen Erleben gegenüber. Bis hinunter zu 30 mg/dl reichen die Berichte, die ich kenne. Aber wie können so niedrige Verlaufstäler überhaupt zustande kommen? Dazu müssen wir einen neugierigen Blick hinter den Fachvorhang vom Insulinresistenzmythos wagen und schauen, was die Medizin seit den 30ger Jahren des vorigen Jahrhunderts weiß: Dass nämlich 2 voneinander offenbar weitgehend unabhängige Steuersysteme gesund dafür sorgen, dass unser Blutzucker sich unter allen Umständen in einem erstaunlich flachen & niedrigen Rahmen bewegt.
Da ist einmal das immer laufende basale System. Immer wenn der Zucker im Blut, das die Insel- oder Betazellen versorgt, einen oberen Schwellenwert überschreitet, geben die mehr Insulin aus. Immer wenn er einen unteren Schwellenwert unterschreitet, geben die weniger Insulin aus. Und genau dazu passend geben die Alphazellen eben umgekehrt bei Überschreiten eines oberen Schwellenwertes weniger und bei Unterschreiten eines unteren mehr Glukagon aus, das die Leber zur Zuckerausgabe stimuliert. Auf diese Weise verläuft der Blutzucker ohne Futterinput in einer leicht gewellten Linie zwischen oberem und unterem Schwellenwert zwischen etwa 60 und 65 bis etwa 80 und 85 mg/dl.
Und da ist zum zweiten das alimentäre System, das immer dann zusätzlich in Aktion tritt, wenn alimentiert, also Futter einverleibt wird. Da bestellt nämlich die Glukose, wenn sie im Darm angekommen ist und kurz vor ihrem Übergang in den Blutkreislaus steht, mit Hilfe einer Gruppe von Darmhormonen, den Inkretinen, erstaunlich passend zu ihrer jeweiligen Menge die notwendige Menge Insulin. Auf diese Weise treffen die Glukose und ihr Insulin direkt in der Pfortader zusammen und werden schon in der Leber zum größten Teil so passend verarbeitet, dass der Blutzucker, den wir aus dem Tropfen am Finger messen, nur vergleichsweise unwesentlich bis max an 140 ansteigt. Dieser geringe Anstieg wird dann vom basalen System innerhalb kurzer Zeit vollständig ausgeglichen.
Zur alimentären Hypo kommt es nun, wenn das alimentäre Stuersystem versagt. Dann fehlt das Insulin zum Empfang der neu gegessenen Glukose im Blutkreislauf, und der Blutzucker stürmt erst einmal himmelwärts. Dieser Anstieg aktiviert zunehmend das basale System, das nun eben mit Verzögerung dafür sorgt, dass entsprechend dem BZ mehr Insulin ausgeschüttet wird. Dabei liegt ein gewisser Nachlauf in der Natur dieser Art der Steuerung, so dass bei Erreichen des normalen BZ noch länger mehr Insulin ausgegeben wird und so der BZ tiefer als normal absinkt. Faustregelmäßig umso tiefer, je höher er zuvor angestiegen war.
Und daraus ergibt sich sofort auch die einfachste Möglichkeit, eine alimentäre Hypo von vornherein zu vermeiden: Man wählt Futterart und -menge so, dass der BZ nicht bis kaum über den gesunden Rahmen hinaus ansteigt :-)
Guten Erfolg! Jürgen -
peter
Rang: Gastam 05.01.2011 18:35:09
eigentlich hat jürgens beitrag alles erklärt deiner nichts.
und wenn jürgen wie du meinst keine ahnung hat, dann hat das ddz in düsseldorf auch keine denn die sind komischerweise jürgens meinung.
http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/archiv_2303.htm
also schreib an herrn scherbaum und kläre ihn auf. -
Rainer
Rang: Gastam 05.01.2011 18:47:40
Hallo Zacharias,
für dich wäre interessant zu wissen, wie hoch der BZ in der Spitze ansteigt. Beim Nichtdiabetiker tritt die BZ-Spitze nach ca. 45 Minuten auf, den normalen Verlauf kannst du dir hier www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php (blaue Kurve) ansehen.
Miss also mal den Wert nach einer 3/4 Stunde und sieh nach wie hoch der wird. Falls du die BZ-Spitze genauer erwischen willst, dann miss nach 40 Min. und dann so lange aller 5 Minuten weiter, wie der BZ ansteigt. Wenn die BZ-Spitze bei 180 oder darüber liegt, dann handelt es sich um die allimentäre Hypoglykämie: wegen des hohen BZ wird zunächst zuviel Insulin ausgeschüttet, durch welches dann der BZ viel zu weit abgesenkt wird. Wann der BZ zu niedrig ist, das merkst du ja. Den Wert kannst du dann für das Messprotokoll auch noch messen.
Was du gegen die allimentäre Hypoglykämie machen kannst, das hat dir Jürgen schon geschrieben. Du musst die KH so weit reduzieren, dass der BZ in der Spitze möglichst unter 140 bleibt. Wie viel Brötchen, Nudeln, Kartoffeln, Zucker u.s.w. du dann noch essen darfst, dass musst du mit dem BZ-Messgerät herausfinden.
Beste Grüße, Rainer -
Jürgen
Rang: Gastam 06.01.2011 01:43:39
Moin Anonymus ;-)
BZ-Bewegungen im Rahmen von 15-20 Minuten um z.B. 200mg/dl zu den Zeiten und Gelegenheiten, zu denen der BZ sich bewegt, sind keineswegs selten.
UND auch die Professoren und Doktoren im DDZ haben sich ihre Kenntnisse angelesen - zum großen Teil mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus den selben Quellen, wie ich.
Allerdings haben sie praktisch keine Info und Erfahrung zum Anleiten zum gesunden BZ, denn der hat in der Diabetologie noch keine Stellenwert.
Auf einen guten Rest von 2011,
Jürgen -
eh
Rang: Gastam 06.01.2011 13:09:26
@Jürgen
Jetzt geht's aber los. Bis jetzt hat mich deine Überzeugung, der einzige Mensch zu sein, der was von Diabetes versteht, eher belustigt, aber was du mittlerweile von dir gibst, das scheint einer Art Größenwahn entsprungen zu sein:
Zitat:
UND auch die Professoren und Doktoren im DDZ haben sich ihre Kenntnisse angelesen - zum großen Teil mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus den selben Quellen, wie ich.
Allerdings haben sie praktisch keine Info und Erfahrung zum Anleiten zum gesunden BZ, denn der hat in der Diabetologie noch keine Stellenwert.
Zitat Ende
Glaubst du wirklich, daß Ärzte sich ihre Kenntnisse ANLESEN, noch dazu aus dem Internet wie du es tust?
Außerdem haben sie sehr wohl Erfahrung zum Anleiten eines gesunden BZ. Daß sie deine selbsternannten "Grenzwerte" für Nonsens halten, hat wohl seinen Grund. Abgesehen davon, langeweilen deine endlosen Ausführungen einen gstandenen Diabetiker einfach, während sie einen Neuling erschrecken und verwirren.
Allmählich wirst du zu einer öffentlichen Gefahr.
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Jürgen
Rang: Gastam 06.01.2011 13:53:29
Moin Erika,
ALLE fachmedizinischen Erkenntnisse werden seit Jahrzehnten zuerst in weltweit anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht. Zur Buch- und vor allem zur Lehrbuchform brauchen sie von dort 5-10 Jahre.
Seit sich das Internet etabliert hat, sind die medizinischen Fachschriften dort alle präsent, und zwar zunächst im geschützten Bezahl-Modus. Und in dem Zeitrahmen, in dem sie auch in Buchform erscheinen (würden), und immer häufiger auch sehr viel früher können wir die wesentlichen Teile der Inhalte auch in frei zugänglichen Arbeiten lesen.
99,9% seiner Ausbildung verbringt ein Diabetologe mit der Diagnose und Behandlung von diabetischen Folgekrankheiten. Die BZ-Einstellung hat darin keine 10 Stunden und beschränkt sich auf die das Spiel zwischen zu hohem 1c, dann mehr senkende Medis, und zu vielen Hypos, dann weniger BZ-senkende Medis. Dazu die einfache Steigerung von Metformin + SHs + immer mehr + Insulin > immer mehr Insulin. Alle weiteren Medis werden je nach GKV-Lage dazwischen eingeordnet oder ausgeklammert.
Für die Anleitung zum absolut gesunden BZ (genau meine selbsternannten Grenzwerte, wie Du so nett schreibst), der werdenden Müttern mit Diabetes bei Androhung einer Totgeburt fachoffiziell dringend angeraten wird, haben Diabetologen bis heute NULL Ausbildung. Da sind ALLE die unter uns, die regelmäßig 1c 5und bringen, sehr viel erfahrener.
Auf einen guten Rest von 2011,
Jürgen -
eh
Rang: Gastam 06.01.2011 18:46:10
@Jürgen
Ich habe nicht erwartet, daß du Einsicht zeigst, dazu bist du viel zu verbohrt.
Immerhin solltest du überlegen, wer wohl die Artikel in den Fachzeitschriften schreibt, das sind doch eher Mediziner als Leute, die in Internetforen posten.
Außerdem solltest du nicht alles glauben, was du irgendwo liest. Es kommt sehr auf die Zeitschrift an, in der der Artikel veröffentlicht wird. Ich habe 20 Jahre in einem Forschungsinstitut gearbeitet, ich kenn die Materie.
Alles im Internet für bare Münze zu nehmen und sich auf Grund dessen für einen Experten zu halten, das bring nur ein sehr schlichtes Gemüt fertig. -
havier
Rang: Gastam 06.01.2011 22:27:32
um mal wieder was zum Thema beizutragen...
@Rainer: ich frag mich grad wie misst denn ein Franzose ? ;-)
Ich meine natürlich wenn ich zB. an einem ausgiebigem Menü teilnehme, sagen wir mal mind. 1 Std Esszeit.
Wird die Kurve dann flacher bzw. breiter ?
von havier -
Rainer Zander
Rang: Gastam 07.01.2011 11:05:09
Hallo Havier,
wer sich überwiegend mit französischen Menus ernährt, der braucht sich über T2-Diabetes und BZ- Messung überhaupt keine Gedanken zu machen.
Eine bessere Ernährung um den BZ flach zu halten gibt es nicht. Mit den kleinen Mengen, Pausen dazwischen, ausgewogen, nicht fettreduziert, ein Glässchen Wein dazu, Süßspeisen zum Schluss ... befolgen sie alle Empfehlungen, die man jemanden zur Vermeidung von Diabetes geben könnte. Bei so einem Menu kann der BZ nicht Achterbahn fahren.
Rainer
von Rainer Zander -
havier
Rang: Gastam 07.01.2011 17:07:32
@Rainer: So oft kommt das bei mir nicht vor obwohl ich das eigentlich liebe.
Nun nehme ich zum Essen je nach Fall Tablette.
Weihnachten klappte das bei gut 2 Std Esszeit prima. Silvester, inetwa gleiche Zeremonie mit gleichem Essen liefen die Werte aus dem Ruder.
Scheint wohl wie so oft zu sein: Gleiche Bedingungen ergeben nicht unbedingt gleiche Messwerte.
* Die Druckwelle der Böller .... ??? :-) *
von havier -
Jürgen
Rang: Gastam 07.01.2011 20:20:51
Moin havier,
nicht die Druckwelle, sondern bestimmt die lilaren. Hatte das Vergnügen, unserer gerade 2 Jahre jungen Enkelin die akustischen und optischen Mitternachts-Effekte zu kommentieren, so grün und rot und blau "und lila auch", wurde dann mehrfach angemerkt ;-)
Aber mal im Ernst: Die künstlichen Pankreas-Projekte, die bei Gelegenheit auf den Markt kommen, mussten alle lernen, den Vorlauf der jeweils letzten 4-5 Stunden zu berücksichtigen, um einigermaßen zuverlässig passend Insulin ausgeben zu können. Ganz einfach weil die gleiche Situation mit verschiedenem Vorlauf halt eben verschiedene Ergebnisse bringt.
Auf einen guten Rest von 2011, Jürgen -
havier
Rang: Gastam 08.01.2011 01:25:00
hallo Jürgen,
"die lilaren..." .... ich wollte gerade googeln als ich " "und lila auch.." las ;-)
"Die künstlichen Pankreas-Projekte"
klingt interessant. Das hört sich so nach Simulation an. Jetzt muss ich aber doch noch googeln.
* ich bin kein Simulator *
von havier -
Jürgen
Rang: Gastam 08.01.2011 01:32:24
hier hast Du die vorderste Front
http://www.artificialpancreasproject.com/ von Jürgen