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Einschränkung im Polizei-, Feuerwehr- u. Rettungsdienst durch Diabetes?

  • Erich

    Rang: Gast
    am 14.11.2005 15:33:49
    Hallo

    Bin seit 18 Jahren im Polizeidienst (Bundespolizei-ehem.BGS) und im Januar mit Typ 1 diagnostiziert worden. Nach einer kleinen, fünfwöchigen Pause zu Hause machte ich zunächst 3 Monate eingeschränkt Dienst. Das heißt, ich durfte keine Dienstfahrzeuge fahren und keine Einsatzbereitschaft machen, hab aber schon wieder an Übungen teilgenommen oder Dienst auf der Einsatzzentrale gemacht, also Dienst mit Waffe. Seit 01.06. mache ich nun wieder ohne jegliche Einschränkung Dienst, d.h. ich fahre auch wieder sämtliche Einsatzfahrzeuge meiner Einheit. Das sind u.a LKW und Boote. Meinen Personenbeförderungsschein durfte ich auch behalten und bereits mit dieser Krankheit machte ich kürzlich die Ausbildung zum LKW-Ladekranführer. Bedingung seitens meiner Betriebsärztin war lediglich der quartalsweise Nachweis meines HBA1C (natürlich im grünen Bereich), stabile BZ-Werte sowohl nach oben und unten und die Auflage, jedes Jahr ein augenärztliches Gutachten erstellen zu lassen.
    Meine Frage ist nun: Wer aus den o.a. Berufsgruppen macht wie ich wieder uneingeschränkt Dienst und bei wem ging das ähnlich reibungslos ab wie bei mir. Bzw. wer hatte Anfangs wie ich keine Probleme bezüglich seines Berufes, später aber schon. Sei es durch veraltete Bürokratie oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Ich lese hier in den einzelnen Foren immer nur von Kollegen die Probleme haben bezügl. ihrer Dienstfähigkeit, habe auch schon den einen oder anderen Kommentar geschrieben, aber keine Antwort bekommen. Würde mich auch mal interessieren, weshalb es Probleme bei einigen gegeben hat. An der Krankheit selbst kann es nicht liegen, die kann man heute sehr gut behandeln, sehe ich ja an mir selber. Und sollten etwa irgendwelche Betonköpfe im Wege stehen, dann müssen die Beiseite geschafft werden und da helfe ich gerne mit, hab nämlich keinen Bock bei einem evtl. Dienststellenwechsel auf einen solchen zu stoßen. Überhaupt würde ich gerne mal mit einigen Vorurteilen bezügl. dieser Krankheit aufräumen, auch hier im Forum. Hab hier schon einige gute Tipps bekommen, nur diese ständige Heulerei was Diabetiker angeblich nicht können und dürfen nervt mich gewaltig. Ich kann immer noch alles und zwar wirklich alles machen wenn ich das will, nur nicht auf die Spritze verzichten. Nicht schön aber kann man halt nicht ändern (noch nicht zumindest). Also, meldet euch!

    Gruß an alle Diabetiker
    von Erich
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Heiner

    Rang: Gast
    am 16.11.2005 09:46:32
    Hallo Erich,
    vorab zu meiner Person, bin selbst seit 37 Jahren Typ 1 und Beamter, aber im Verwaltungsdienst. Ich habe also auch einige Kenntnisse, was Einstellungsvoraussetzungen betrifft und vor allem die uneingeschränkte Dienstfähigkeit. Die Kriterien sind zwangsläufig je nach Anforderungsprofil des Einsatzgebietes auch unterschiedlich. Als Beamter der Bundespolizei hälst Du dich ja sicherlich nicht nur auf eurem Dienstgelände auf, sondern fährst auch ausserhalb herum und dieses wohl auch im Schichtdienst. Zu allem Überfluss trägst Du dabei wahrscheinlich auch eine Dienstwaffe. D.h., dass das entsprechende Anforderungsprofil wesentlich höher ist, als in meinem Fall.
    Es freut mich für Dich, dass dein HBA1 im grünen Bereich liegt, wobei sich trefflich darüber streiten ließe, wo grün anfängt bzw. aufhört. Dieser grüne Bereich bietet keine Gewähr dafür, dass in den vorangangenen Monaten nicht auch einmal ein BZ im zu niedrigen bzw. zu hohen Bereich dabei waren. Wie verhälst Du dich in einem solchen Fall, wie jeder andere Diabetiker auch, Du steuerst dagegen. Kein Problem, solange der Normalfall gegeben ist. Was tust Du aber in einer beruflich kritischen Situation, in der vielleicht die Schusswaffe mit im Spiel ist? Sagst Du dann "Moment, 10 Minuten Auszeit, ich bin Diabetiker und habe eine Unterzuckerung!"?
    Entschuldige, wenn ich das so drastisch sage, aber ich halte Deine Einstellung für grob fahrlässig, verantwortungslos und realitätsfremd. Bei Anlegen entsprechender Kriterien von "veralteter Bürokratie" zu sprechen, halte ich für abwegig. Diese Kriterien wurden aufgestellt, um sowohl die betreffenden Leute als auch die Öffentlichkeit zu schützen und nicht um jemandem den beruflichen Werdegang zu verbauen. Wenn Du dich vor 18 Jahren als Diabeitker beim BGS beworben hättest, wärst Du von vorn herein abgelehnt worden. Wenn Du bisher noch keine Hypo hattest, bei der Du geistig vollkommen weggetreten warst und dich hinterher an nichts mehr erinnern kannst, sei froh. Sollte dies jedoch irgendwann einmal der Fall sein, wirst Du vielleicht Deine Meinung überdenken. Ich möchte keinem Diabetiker mit einer Schusswaffe in der Hand begegnen, dessen Bz. weit ausserhalb des "grünen Bereichs" liegt.
    Nichts für ungut,
    Heiner
  • etmariellsche

    Rang: Gast
    am 16.11.2005 16:18:56
    Hallo,
    erst mal möchte ich mitteilen, wie klasse ich es finde wenn jemand mit der Krankheit sehr diszipliniert umgeht, denn nur dann können wir viele Dinge wenn nicht sogar fast alles bewältigen.
    Ein grosses Kompliment an Erich.
    Habe mit keinem der o.g. Berufe zu tun, weiß aber auch von Fällen, die nur noch Innendienst schieben durften, allerdings weiß ich von diesen Menschen auch, dass sie nicht konsequent gewesen sind.
    Ich selber habe seit 5 Jahren Diabetes und auch leider meinen Job aufgeben müssen, wobei ich allerdings nicht sehr viel Zeit hatte Job und Krankheit abzustimmen, da mir meine Arbeitgeber ( ich bin kein Beamter )nicht ausreichend Zeit ließen.
    Ich habe kein Problem damit wenn ein gut eingestellter Diabetiker mein Leben retten würde, oder Dienst an der Waffe tut ( die Verantwortung Dienst an einer Waffe auszuüben, sollte jedem bewußt sein, auch den sog. Gesunden) Vorausgesetzt die Untersuchungen werden regelmäßig durchgeführt und kontrolliert und das ist ja wohl bei der Bundespolizei gegeben!? Davon gehe ich jetzt einfach mal aus.
    Lieben Gruss
    Marie
    von etmariellsche
  • Erich

    Rang: Gast
    am 16.11.2005 20:17:25
    Hallo Heiner,

    erst einmal vielen Dank für Deinen Kommentar. Liest sich zwar nicht sehr positiv aber ich bin für jegliche Kritik offen. Gerade die Punkte die Du ansprichst, geben mir immer wieder Anlass und Motivation, diese zu entkräften.
    Vorweg: Mein HBA sollte nicht höher als 6 liegen. Bei 6,5 liegt die noch zu vertretende Schmerzgrenze und hätte für mich zunächst eine gelbe Karte zur Folge. Derzeit liegt meiner bei 5,7. Meine durschnittlichen Messwerte (14 Tage Ø) sollten zwischen 80 und 120 liegen. Sind bei mir meistens zwischen 95 und 110. Aber das nur am Rande.
    Der Gefahr von Unterzuckerungen bin ich mir von Anfang an bewusst gewesen. Wie kommt es denn zu solch heftigen Unterzuckerungen? Für mich gibt es dafür nur zwei Gründe, lass mich aber gerne eines besseren belehren: A) Es wurde mehr Insulin injiziert, als für die Verstoffwechslung der zugeführten Kohlenhydrate notwendig B) Die körperliche Betätigung nach einer Injektion wurde bei der IE Berechnung nicht gebührend berücksichtigt
    Insulin und Alkohol schließ ich mal nicht mit ein. Wenn ich meinen Körper und seine Reaktionen doch genau kenne und weiß wie er auf Kohlenhydrate und Insulin reagiert, wieso sollte ich dann so heftig unterzuckern wie Du es oben beschreibst? Ich höre immer wieder von solchen Fällen und kann ehrlich gesagt nur noch den Kopf schütteln und sagen: Selbst schuld! Falls es eine Form von Typ 1 gibt, die schwerer in den Griff zu bekommen ist als mein Diabetes, klär mich bitte auf. Nach meiner Diagnose gab mir meine Betriebsärztin 8 Monate Zeit, um mich auf den sicheren Umgang mit dieser Krankheit einzustellen. Ich machte zwar Dienst, mir war aber absolut freigestellt wie ich diesen gestaltete. Ich bekam Teststreifen soviel ich wollte, konnte auf der Dienststelle kochen, im Internet surfen und trainieren, trainieren, trainieren, da mich die Krankheit ziemlich gerupft hatte. Zum Zeitpunkt der Diagnose hatte ich zehn Kilo verloren und bestand nur noch aus Haut u. Knochen. Ich hab mich bis zu 20-mal am Tag gemessen, klingt ein bisschen viel, aber ich wollte zu jedem Zeitpunkt wissen, wie mein Körper reagiert. Alles habe ich haarklein dokumentiert, einschließlich meiner körperlichen Betätigung nach einer Injektion und die BE sogar bis aufs Gramm genau. Meine Kameraden und Vorgesetzen waren von Anfang an informiert und haben mich genial unterstützt, gerade beim Sport. Ich habe zig Stunden auf dem Laufband und im Kraftraum verbracht und alle Arten von körperlicher Belastung simuliert. Nach 6 Wochen nahm ich wieder an den ersten Übungen teil, natürlich mit Waffe (selbstverständlich nicht geladen wie bei Übungen üblich). Auch hier wurde immer Rücksicht darauf genommen, wenn ich mal kurz ne Pause zwecks messen und protokollieren brauchte. Auch machte ich extremere Versuche. Einmal verzichtete ich 24 Stunden komplett auf Kohlenhydrate oder führte absichtlich eine Unterzuckerung herbei um ein Gefühl für mögliche Unterzuckerungen zu bekommen. Dabei war ich natürlich unter Aufsicht und immer in der Nähe meines gut sortierten Kühlschrankes. Nach weniger als vier Monaten hatte ich meinen HBA1c von 11,2 auf 6 gesenkt und ich durfte wieder ohne Einschränkung meinen Dienst verrichten. Ich bekam alle meine Führerscheine wieder und kurze Zeit später nahm ich an einem Einsatz teil. Ich hatte seither nie eine Unterzuckerung und musste auch keine Pause in Anspruch nehmen um dagegen zu steuern! Und ich werde alles dafür tun damit das so bleibt. Jetzt wirfst Du mir mangelnde Verantwortung vor? Mein privates sowie berufliches Umfeld konnte ich davon überzeugen, dass nicht alle Diabetiker regelmäßig Traubenzucker lutschend, zitternd und schweißüberströmt bis hin zur absoluten Handlungsunfähigkeit in der Ecke hocken und vielleicht noch zu vierzig-fünfzig Prozent schwerbehindert sind. In der Tat würde ich meine Meinung gewaltig überdenken, wenn ich mal so heftig unterzuckere, dass ich mich anschließend nicht mehr daran erinnern kann. Aber ich bin diszipliniert genug um dies zu verhindern. Nur weil einige das nicht sind, lass ich mir meinen beruflichen Werdegang nicht versauen.
    Ich denke, wozu Betroffene fähig sind muss endlich individuell entschieden werden und nicht mehr pauschal. So etwas empfinde ich persönlich als Diskriminierung und dagegen will ich was unternehmen.

    Das dazu und damit nicht genug, wo ich gerade mal beim Tippen bin. Hand aufs Herz: Hattest du schon einmal eine solch heftige Unterzuckerung wie du sie oben beschreibst? Und dann hast du womöglich noch einen Führerschein und fährst regelmäßig Auto? Wahrscheinlich benutzt du auch noch regelmäßig deutsche Autobahnen. Wenn ja prima, wenn nicht nehme ich dich jetzt mal als Beispiel. Es hat schon einige heftige Unfälle, die von Diabetikern im unterzuckerten Zustand verursacht wurden, gegeben. Stell Dir mal vor so etwas geschieht Dir in einer geschlossenen Ortschaft, mit einem von Fußgängern hoch frequentierten Bürgersteig und du semmelst da voll rein. Als erstes kämen dann die Kollegen von Polizei und Rettungsdienst, die versuchen würden, zu retten, was noch zu retten ist. Vielleicht käme auch noch die Feuerwehr und ein evtl. an Diabetes erkrankter Feuerwehrmann schneidet dich aus deinem Wrack. Neben unzähligen Prozessen wäre dein Führerschein garantiert weg. Es dürfte jedem PKW-Fahrer bekannt sein, dass ein Kfz auch schon bei geringen Geschwindigkeiten, zum absolut tödlichen Geschoß wird und damit zu einer potentiellen Waffe. Nehmen wir einmal an alle 6-8 Millionen Diabetiker in Deutschland (genaue Zahl weiß ich nicht ) wären PKW-Fahrer und nutzen ein Auto aktiv, dann müssten doch alle nach deinem allgemeinen Rechtsverständnis spätestens jetzt ihren Führerschein abgeben. So etwas könnte ja immer wieder passieren. Schließlich sind sie ja Führer von potentiellen Waffen. Stell dir mal vor was das wirtschaftlich für Folgen hätte? 6-8 Millionen Kunden gehen nicht mehr tanken, schließen keine Kfz-Versicherung ab, zahlen keine Kfz-Steuer mehr und kaufen auch keine neuen PKW. Der Schaden ginge in die Milliarden. An das Thema geht man daher doch besser gar nicht seitens der Behörden ran. Aber ich soll meine Dienstwaffe nicht mehr führen dürfen? Die trage ich übrigens nur passiv. Die stecke ich seit 18 Jahren vor Dienstbeginn in ein für Behörden vorgeschriebenes Holster und hol sie da nach Dienst, unverrichterter Dinge wieder raus (ich hoffe das bleibt auch so!). Sie dient mir nämlich nur im Notfall zum Schutz von Unschuldigen und meiner Eigensicherung.
    Noch ein Beispiel: Dr. Carsten Fischer ist praktizierender Chirurg und auch Typ 1 Diabetiker (Ex-Hockey Nationalspieler und Olympiasieger aber das nur am Rande). Zur Ausübung seines Berufes gehören Instrumente wie Skalpell, Knochensäge usw. (weiß leider nicht wie das in der Fachsprache heißt). Er operiert Menschen und das über Stunden. Würde er bis zur Handlungsunfähigkeit bei einer OP unterzuckern könnten seine Instrumente zu potentiellen, absolut tödlichen Waffen werden. Und er nutzt diese aktiv. Aber ist im Umgang mit seiner Krankheit absolut diszipliniert und bestimmt hervorragend in seinem „Handwerk“ ausgebildet. Sollte er sich auch seiner Verantwortung bewusst werden und besser als Kinderarzt praktizieren? Oder den OP-Kittel ganz an den Nagel hängen? Wie bereits erwähnt führe ich meine Waffe nur passiv und bin nachweislich hervorragend im Umgang mit Schusswaffen sämtlicher Art ausgebildet worden. Aber es sollten Diabetiker wie ich keine Waffen führen dürfen?
    Letztes Beispiel: Es gibt tausende Jäger und Sportschützen in Deutschland. Die meisten davon mit Waffenschein bzw. WBK (Waffenbesitzkarte). Keiner kann sagen wie viele davon an Diabetes erkrankt sind, weil diese nicht verpflichtet sind ihre Erkrankung zu melden. Es werden aber einige sein. Die Jäger die ich bisher kennen gelernt habe, hatten ein regelrechtes Waffenarsenal zu Hause. Teils Waffen mit Kalibern, die für die deutsche Polizei gar nicht zulässig sind. Die meisten Jäger sind nicht so gut an Waffen ausgebildet worden wie ich, dürfen diese auch mit Diabetes führen und leisten sich noch den Luxus, bei widrigen Wetterbedingungen während der Jagd zum Flachmann zu greifen. Aber ich sollte das Deiner Meinung nach nicht dürfen? (ich meine nicht den Flachmann!).
    Ich glaube nicht, dass ich grob fahrlässig, verantwortungslos und realitätsfremd handele. Im Gegenteil, die Krankheit hat mich noch mehr sensibilisiert. Wäre sie nicht im letzten Moment noch erkannt worden, wäre ich jetzt nicht das was ich jetzt wieder bin. Und damit das so bleibt, halte ich mich an den alten Polizeigrundsatz: Prävention vor Repression!

    So, fahre jetzt mit meinem PKW nach Hause, habe diese Zeilen nämlich alle direkt nach Dienst geschrieben. Dort trinke ich gemütlich ein Diätpils, will mir ja nicht meinen HBA versauen. Und meine Waffe lasse ich natürlich hier.

    In diesem Sinne,
    Erich


  • Erich

    Rang: Gast
    am 16.11.2005 20:18:48
    Du bist ein Engel ;-).

    Melde mich später mal! von Erich
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 16.11.2005 23:26:21
    hallo an alle,
    ich bin froh daß die entwicklung weitergeht, zunehmend mit dem fortschritt dmler ganz normal ins arbeitsleben zu integrieren, denn ein brittle-dmler der von hypo zu hyper und zurück bewegt, wird sich nicht als busfahrer bewerben.
    zu den bedenken mit der waffe hat erich ja schon geschrieben. und daß polizisten ihre waffe schon mißbraucht haben ist bekannt, nur das waren keine dmler.
    der letzte buszwischenfall- die lehrer haben im letzten moment eingegriffen, der fahrer war kein dmler.
    - was mich bei der deutschen bürokratie dabei noch verwundert, : die lehrer haben kein schreiben bekommen, daß sie eigentlich ohne persbefschein den bus nicht hätten lenken dürfen. - ;-))
    wer oft hypos hat und unkontrollierte(brittle ausgenommen) sollte dringend seine therapie überprüfen.
    ich habs schon geschrieben dmler können bei nachweis stabiler stoffwechselage, den taxi sogar den busschein machen.
    in usa gibt es viele privatpiloten mit dm, sogar verkehrspiloten, auch da hinkt deutschland
    hinterher.
    vor kurzem ist ein dmler um die erde geflogen.
    ohne hypo, es geht.
    und für uns dmler : im notfall, was könnte uns besseres passieren, als wenn der rettungsani dmler wäre? wenigstens einer der bescheid weiß.
    mfg klaus von klausdn
  • Erich

    Rang: Gast
    am 17.11.2005 00:22:38
    Danke Klaus!

    Habe gerade gelesen, daß in Großbritanien seit kurzem die Diskriminierung von chronisch Erkrankten (u.a. Diabetikern) in den o.a. Berufen verboten wurde. Und die USA sind generell bei so etwas wesentlich weiter, auch wenn ich nicht gerade ein Fan vom "Land of the free" bin. Wird Zeit, daß man hier auch umdenkt. Aber das schaffen wir auch noch!

    Gruß, zurück Erich
  • Heiner

    Rang: Gast
    am 17.11.2005 14:26:51
    Hallo Erich,
    hier meine erbetene Antwort. Ich glaube, man kommt bei derartigen Diskussionen automatisch vom „Hölzchen aufs Stöckchen“, wie man im Rheinland sagt und muss entsprechend aufpassen.
    Vorab einige Punkte, die vielleicht meine zugegebenermaßen etwas kritische Haltung erklären. Bei Dir wurde der Diabetes vor ca. 11 Monaten diagnostiziert. Du kennst nichts anderes als die Möglichkeiten der totalen Kontrolle des Diabetes mit allen sich auch aus den neuen Insulinen ergebenden Möglichkeiten und dem heutigen Wissen zu einer flexibleren Lebensgestaltung. Als bei mir der Diabetes festgestellt wurde, war ich 13 Jahre alt und ähnlich wie bei Dir war mein Gewicht ca 40 % unter dem Soll, der Bz. lag bei fast 700 und damit bin ich ca. 1 Jahr ohne zu wissen was los war rum gelaufen. Insulin vom Schwein, 2x täglich, Glaskolbenspritzen, wieder verwendbare Kanülen sterilisieren etc., Teststreifen – ein noch nicht realisierter Traum. Ich fuhr mit meinem Vater alle 4 Wochen ins Krankenhaus zum Test, das wars. Meine Umstellung auf den Pen erfolgte vor ca. 20 Jahren. Um diese Zeit kamen auch die ersten Teststreifen auf den Markt zum Preis von 0,90 DM/Stück und keine Kasse – sofern ich mich recht entsinne – bezahlte diese. Einfach gesagt: die Entwicklung der letzten 20 Jahre war rasant, davor war finsterste Steinzeit in fast jeder Hinsicht. Gegen Ende dieser Steinzeit hatte ich meine erste Hypo, bei der ich total weg war, zumindest geistig. Damals sagte mir eine Ärztin, das hinge mit der Gewöhnung des Körpers an Unterzuckerungen zusammen und der Körper würde die entsprechenden Alarmsignale nicht mehr aussenden. Insgesamt hatte ich 5 derartige Entgleisungen, die jeweils auf starkem physischen oder psychischen Stress beruhten.
    Auch für mich hat sich seither durch die Kontrollmöglichkeit und die neuen Insuline viel zum positiven geändert. Hinsichtlich meines HBA1 kann ich durchaus mit Dir mithalten. Aber selbst der beste Wert schließt eine oder auch mehrere massive Entgleisungen in der zurückliegenden Zeit nicht aus – die Ursachen hierfür können vielfältig sein.
    Ich habe ca. 30 Jahre lang intensiv Sport getrieben und bin dabei über die Schwimmerei nach einigen Jahren beim Volleyball gelandet. Dabei weiß man zwar, dass man Sport treibt aber die Intensität ist nicht immer vorher klar, weshalb ein Gegensteuern zwar möglich ist aber ob man genügend oder zu wenig vorher isst, weiß man evtl. erst wenn die Hypo einsetzt. Damals hörte man von den Ärzten noch, wenn eine Entgleisung, dann besser zu niedrig als zu hoch. Du betätigst dich, aufgrund der beruflichen Anforderungen zumindest, auch sportlich. Wenn Du dir dabei eine Muskel- oder Sehnenentzündung, einen Faserriss zuziehst, wirst Du evtl. merken, dass der Bz. dabei durchaus anfängt Achterbahn zu fahren und man Probleme bekommt, ihn wieder einzufangen. Ähnlich verhält es sich bei Entzündungen jedweder Art, grippalen Effekten und ähnlichen Dingen.
    Das Wissen über diese Dinge hat für mich die Konsequenz, dass ich z.B. vor jeder Autofahrt und bei längeren Fahrten alle 2 Stunden messe. Sollte es mir nicht gut gehen, fährt meine Frau.
    Soviel zu meiner Situation und meinen Erfahrungen. Auch ich könnte dazu noch vieles mehr schreiben, aber das würde wohl den Rahmen sprengen.
    Wahrscheinlich bin ich gedanklich manchmal noch zu sehr in der diabetischen Steinzeit behaftet und sehe deshalb einige Dinge etwas übervorsichtig. Aber auch als alter Sack mit 37 Jahren Diabetes lässt man sich ja durchaus von guten Argumenten und Enthusiasmus überzeugen. Aus heutiger Sicht der Dinge hast Du mich deshalb durchaus zumindest zu ca. 90 % überzeugt. Die verbleibenden 10 % sind für die Fälle, die durch Unvernunft und/oder Folge- bzw. Parallelerkrankungen wohl zwangsläufig durchs Rost fallen müssen.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du dir deinen Enthusiasmus, deinen guten HBA 1 und deine Betriebsärztin erhältst, je länger desto besser, denn diese bieten die Gewähr für ein langes und gutes Leben mit dem Diabetes. (Philosophie beendet)
    Eines noch zum Ende: jeder einzelne Diabetiker, dem in der Öffentlichkeit ein größeres Missgeschick (wie z.B. ein Unfall) aufgrund seines Diabetes widerfährt, reißt letztendlich alle Diabetiker mit in den Keller.
    Mit besten Grüßen
    Heiner
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 17.11.2005 14:39:33
    hallo alle, besonders heiner,
    finde dein post absolut gut, und möchte da du die zeit mit auskochen, monatliche kontrolle, wahrscheinlich auch sauerkraut und magerquark noch kennst,
    einige anmerkungen als noch älterer machen.
    ich habe damals chemie studiert, und kenne den dm hickhack von einem mitstudenten.
    wir hatten die möglichkeit den bz zu bestimmen, da wir die damals "modernsten" geräte zur verfügung hatten. als er das mal sagte, galt das als
    "majestätsbeleidigung" und die docs hätten ihn am liebsten ge--------.
    immer nach devise - hauptsache der patient hat angst-
    auch ich will die usa nicht in den himmel loben, aber die wissenschaftlichen erkenntnisse setzen sich dort wesentlich schneller durch
    als in amerika schon der bz gemessen wurde und dementsprechend gespritzt,( da kommt ict her),
    wurde in deutschland noch "10 jahre später von professoren darüber diskutiert ob patienten überhaupt ihren bz selbst messen dürfen"
    selbst heute gibt es noch hausdocs, die fragen warum man denn auch nach dem essen mißt.
    auf dem forum hier bei diskussion war ein post aus östereich, da hat der doc auf die frage nach den hohen bz werten geantwortet : messen sie nicht so oft dann sind sie nicht beunruhigt.
    es ist noch viel zu tun.
    mfg klaus von klausdn
  • Heiner

    Rang: Gast
    am 17.11.2005 15:08:12
    Hallo Klaus,
    sagen wir es doch einmal ganz hart, das Wissen vieler Ärzte hinsichtlich Diabetes bewegt sich immer noch auf dem von mir o.g. Niveau. Oft genug muss man froh sein, wenn die wissen, wie man Diabetes schreibt. Das Wissen über die Zusammenhänge, Erfordernisse, Folgeerkrankungen etc., was darf ich einem Diabetiker medikamentös verabreichen und was nicht, ist bei den meisten Fachärzten (Internisten nehme ich einmal wohlwollend heraus) nur rudimentär. Der Diabetiker, der sich mit seiner Erkrankung nicht so intensiv beschäftigen möchte, sucht sich meistens einen nichts ahnenden (wissenden) Mediziner als Hausarzt und wundert sich dann Jahre später über die Konsequenzen. Immerhin wird heute Diabetes als Krankheit und nicht mehr einfach als Mangelerscheinung eingestuft. So war es noch vor 30 Jahren oft.
    Ich habe das Glück, dass die Tochter meines Hausarztes selbst betroffen ist. Somit hat dieser Arzt eine entsprechendes Fachwissen, von dem ich nebebei profitiere.
    Gruß Heiner
  • Tim

    Rang: Gast
    am 19.04.2006 23:46:39
    Hallo
    Ich heisse tim bin 21Jahre alt!
    Ich bin gerade das erste mal auf diese seite gestossen,und ich finde einige meinungen gut aber es ist leider auch viel schwachsinn dabei.
    Kurz zu mir:
    Ich habe mit 16 jahren eine Ausbildung zum Bäcker gemacht mit dem hintergedanken einen Handwerklichen Beruf der ja Vorraussetzung für die Berufsfeuerwehr ist zu erlernen.
    Im 3 Ausbildungsjahr erkrankte ich leider am Diabetes Typ1.
    Da der Beruf des Feuerwehrmanns immer mein Traum war traf mich diese krankheit wie ein schlag!
    Mann bekommt immer die aussage man könnte mit Diabetes kein Beamter werden und ich finde diese aussage im häutigen zeitalter echt mehr als Arm.
    Ich möchte jetzt nicht auf mitleid machen aber es ist traurig das einem menschen ein Traum kapput gemacht wird weil mann da hin gestellt wird wie eine Tickende Zeitbombe.
    Ich bin mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wo ich nach der Diagnose auch direkt zur Atemschutztauglichkeitsuntersuchung musste und das komische dabei ist das ich unbeschrenkt TAUGLICH geschrieben wurde meine Frage ist jetzt wer Diskriminiert die Diabetiger jetzt so?sind es wirklich die Mediziner oder die Personalvorstände die nichts anderes zu tun haben als sich irgendwelche vorstellungen davon zu machen was Passieren könnte?
    Mir tut meine ausdrucksweise sehr leid aber ich bin Stinksauer darüber das mein lebenstraum wegen meiner Krankheit zerplatzt wie eine seifenblase!
    Mfg Tim
  • marc

    Rang: Gast
    am 16.01.2008 19:54:42
    ich möchte eine ausbildung bei der polizei anfangen,bin aber seit 7 jahren diabetiker typ1.
    meine bewerbung liegt nun schon in bamberg vor.
    ich bin mir aber unsicher ob ich eine chance als diabetiker habe.
    körperlich bin ich sehr fit,betreibe täglich sport.
    kann mir jemand sagen ob diabetis meine chancen einschränkt???
    vielen dank
    gruß an alle typ 1er.
    marc
  • Nicole

    Rang: Gast
    am 30.11.2008 21:43:57
    Hallo,
    ich habe seit 7 Jahren Typ-1 Diabetes. Mein HbA1c ist zwar nicht so gut wie der von Heiner, (dabei auch mal ein großes Lob für einen Wert von 6,5), dennoch schaffe ich es meinen Tag ohne schwere Unterzuckerungen bzw. Überzuckerungen zu bewältigen. Ich habe mich demletzt, weil ich die Schule nächstes Jahr mit dem Abitur abschließe auch beworben für den Rettungsdienst. Mir war von vorneherein klar, das ich wahrschienlich diesen Beruf nicht ausüben kann aufgrund meines Diabetes. Und so war es dann auch. Ich wurde abgelehnt. Ich habe dann nach dem genaueren Grund gefragt, und man hat mir gesagt, das es daran liege würde, das der Beruf keinen geregelten Tagesablauf hat.
    Das wundert mich immernoch. Was soll das denn heißen? Natürlich kann es sein das ich mich um z.b. 12:00 Uhr für mein Mittagessen spritze und dann kommt ein Einsatz rein, aber ich kann doch, (auch wenn das jetzt vielleicht dumm klingt) auf der Fahrt dahin etwas essen, und ausserdem habe ich doch immer einen Zucker in der Tasche.
    Auf der anderen Seite kann ich es auch verstehn, weil das vielleicht auch ein wenig zu riskant sein könnte. Was ich mich dann aber frage, ist warum man Leute, die während ihrer Dienstzeit Diabetes bekommen, drinbehält? Das klingt jetzt vielleicht fies, aber diese Leute haben doch weniger Erfahrung in Sachen Diabetes und sind noch lange nicht so gut eingestellt als jemand der schon seit Jahren Diabetes hat.

    Aber nochmal zurück, nach dieser Erklärung hat man mir dann gesagt, das ich mich für den Pflegedienst, z. B. als Krankenschwester ebenfalls nicht bewerben bräuchte, weil diese auch keinen geregelten Tagesablauf hätten??? Das ist mir auch ein Rätsel? Krankenschwestern wissen doch genau was für eine Schicht sie haben und können sich demnach auch richten.

    Mir ist klar, das Diabetiker einen strukturierten Tag brauchen, da sonst die Werte Achterbahn fahren, und auf Dauer der HbA1c natürlich auch steigt, aber warum dürfen Diabetiker dann auf dem Bau arbeiten, wo noch zusätzlich die schwere körperliche Belastung hinzukommt. Ausserdem dürfen Diabetiker doch auch in den OP und über 5-stündige Operationen durchführen.

    Ich fühle mich da doch schon diskriminiert, der Staat kennt doch meinen persönlichen Fall nicht und ich reagiere doch ganz anders auf verschiedene Werte als andere Diabetiker. Diese Regelungen sind meiner Meinung nach zu verallgemeinert. Da sollte man schon individuell die Tauglichkeit für den entsprechenden Job überprüfen.

    Grüße,
    Nicole
  • Nicole

    Rang: Gast
    am 01.12.2008 22:10:36
    Entschuldigung. Ich habe mich da verschrieben. Ihc meinte den HbA1c Wert von Erich.

    Sorry,
    Nicole
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 01.02.2009 15:43:52
    Hallo zusammen,
    ich muss sagen, das ein Dienst in der Feuerwehr mit Diabetis garnicht möglich ist.
    Ich was seit seit 1984 in der Jugendfeuerwehr Mitglied, bekam 1988 Diabetis und wurde auch erst ohne Probleme in den Aktiven Dienst unseres Löschzuges übernommen. 1993 war der Wehrführer plötzlich der Meinung Chronisch Kranke gehöhren nicht in die Feuerwehr. Zudem sie auch keinen Versicherungsschutz durch die Feuerwehrunfallkasse bekämen.Somit wurde ich dann kurzerhand, ich sag mal rausgeworfen!
    Ist es jemandem ähnlich ergangen ?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen !

    gruss
    stefan von Stefan
  • Jan

    Rang: Gast
    am 06.02.2009 19:43:53
    Hey allerseits,

    schön, dass es hier mal eine Seite gibt, wo über das Thema geredet wird.
    Ich bin 18 Jahre alt und habe seit 17 Jahren Diabetes Typ 1, heißt fast mein ganzes Leben lang. Ich trage eine Insulinpumpe (sehr zufrieden damit) und ich bin seit jetzt 1 Jahr in der Freiwilligen Feuerwehr im Aktiven Dienst (vorher 7 Jahre Jugendfeuerwehr).

    Was das mit dem Rettungsdienst angeht, so verstehe ich die Antwort auch nicht mit den Arbeitszeiten. Ich selbst mache eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker und habe auch eig NIE pünktlich Feierabend oder Pause etc. Ich übersteh den Tag aber trotzdem ohne zu niedrigen oder zu hohen Wert, das war aber auch schon während der Schule so, als ich noch mit dem guten alten "PEN" meinen Diabetes im Griff hatte. Ich hab NIE mein Messgerät mit gehabt und hatte 1mal in der 5ten Klasse eine Hypo die sich aber nur durch HÖLLISCHE KOPFSCHMERZEN auszeichnete.

    Des Weiteren habe ich bei der Freiwilligen Feuerwehr die Atemschutzvoraussetzung G26.3 locker bestanden. (hatte auch schon einen Lehrgang für Atemschutz ,nur kann ich an dem Termin leider nicht :-( )

    Außerdem habe ich gehört muss man den Diabetes nicht angeben, weil das irgendwie sonst ein Kriterium ist, das zum NICHT Einstellen führen kann und dass IRGENDWIE zum Rassismus gehört. Ich hab das mal so gelesen aber vielleicht weiß ja jemand genauer wie es RICHTIG ist und wann man den Diabetes angeben MUSS!?

    Nach meiner Ausbildung werde ich mich allerdings auch bei den Berufsfeuerwehren bewerben. Denn es heißt ja:
    WER KÄMPFT KANN VERLIEREN!
    WER NICHT KÄMPFT HAT SCHON VERLOREN!
    Immer hartnäckig sein ;)

    Wäre schön wenn jemand mal antworten könnte wie er das so sieht oder wenn er was genaueres weiß, wann man den Diabetes angeben MUSS.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Jan


  • Christoph

    Rang: Gast
    am 20.02.2009 15:34:02
    Hallo!
    Ohne mir jetzte wirklich jeden Kommentar gelesen zu haben (das ist ja mittlerweile schon ein Roman - ich habe alles überflogen, nachden erst 4 Beiträgen), möchte ich mich auch kurz zu Wort melden.
    Ich bin seit fast 12 Jahren Diabetiker. Wurde es mit 9. Vor einiger Zeit hatte sich also auch für mich die Frage nach einer Ausbildung - ob nun Studium oder Asubildung - gestellt.
    Ich war von der Idee der Bundespolizei angetan.
    Natürlich war es nicht möglich.
    Man sollte bei der Sache bedenken, dass der Durchschnittswert noch so gut sein kann und trotzdem IMMER ein erhöhtes Restrisiko besteht, zu entgleisen.
    In Fällen, in denen man tatsächlich Gebrauch von Waffen machen muss, wird der Adrenalinspiegel extram ansteigen. Dies hat bekanntlich zur Folge, dass mehr Energie verbraucht wird und der Blutzucker sinkt.
    Käme man noch dazu, nun Traubenzucker zu nehmen (was ja schon eine unveranwortbare Verzögerung darstellen kann), kann es auch leicht passieren, dass die Nieren - je nach Hormonausstoß in der Situation - schnell dagegensteuern und man hat einen Überzucker. (Bio 12/13te Klasse)
    Diesem entgegenzuwirken entzieht sich jeder Möglichkeit im Einsatz.
    Hinzu kommt die Möglichkeit einer Verletzung. Bei Blutverlust spielt der Blutzucker sowieso verrückt. Bei Gehirnerschütterungen (was bei der Bundespolizei sicher mal vorkommen wird) kann das ganze auch schon entgleisen. Allein ein Schnupfen kann den BZ schon schwanken lassen. Die Gefahr ist immer gegeben. Und Extremfälle sind bei der Polizei schnell an der Tagesordnung.
    Auch hier begibt man sich nicht nur selbst in Gefahr, sondern auch Kollegen, die versuchen, sich um einen zu kümmern.
    Ich bin seit 6 Jahren Pumpenträger und kann trotzdem nicht drum herum, den Richtlinien zuzustimmen. Selbst, wenn es für mich bedeutet, einen anderen Weg einschlagen zu müssen.

    Beste Grüße von einem Jungspund!
    ...Christoph
  • frank geb.61

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 21:19:55
    hallo allen an der seite intressierte.
    dem polizisten danke für die seite.

    für und wieder sei dahin gestellt. 5 Menschen 10 unterschiedliche meinungen.
    ich bin selber seid 20 jahren typ 1 diabetiker.
    ich bin begeisteter taucher, Motoradfahrer,sportschütze und jäger, beruflich bedingt fahre ich im jahr ca 50000km. da kommt eine menge zusammen. Ich habe in den zurückliegenden jahren auch schon mal eine (können auch 5 oder 6 gewesen sein) sich anbahnende hypos gehabt und im vorfeld erkannt. wie schon die betroffenden zuvor angemerkt haben sollte jeder seinen körper kennen und wissen was er sich zutraut. ich trage seid 4monaten eine pumpe, werte haben sich dadurch auch gebessert jedoch hat das jetzt wohl ein ende da die tk eine ersatzpumpe abgejehnt hat.
  • Markus Groß

    Rang: Gast
    am 03.06.2009 11:34:08
    Hallo Erich ich bin seit 2002 bei der Bundeswehr, Soldat auf Zeit für 8 jahre ende 2007 ist diabetis bei mir neu aufgetreten. Bei mir war es leider nicht so wie bei dir mir wurde die Führerscheinklasse F (Kettenfahrzeuge) in anführungszeichen aberkannt, ich sollte auf ce gehen das wurde mir auch verwährt. Musste sogar Nach Saarbrücken zum TÜV zur MPU hier wurde mir gesagt das Diabetiker in der Regel kein Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fahren dürfen. Des weitern wurde ich für das Fallschirmspringen untauglich geschrieben und Auslandseinsätze sind ein absolutes "No go"! Da ich jetzt kurz vor meinem Dienstzeitende stehe kommen wieder neue probleme ich würde gerne eine Umschulung bzw. Weiterbildung zum rettungsassistenten machen allerdings hat mir hier mein Truppenarzt gesagt das ich Militärisch eigentlich nicht mehr im sanitätsdienst arbeiten dürfte (bin in einer Luftlandesanitätskompanie) und jetzt versuch ich herrauszufinden ob ich das zivil darf deshalb bin ich auf dein eintrag gekommen mein hba1c liegt aktuel bei 6,2 % und mein doc ist auch zufrieden mit mir einen Hypo der mich umgehauen hat hatte ich noch nie. Ich muss dir recht geben das einzige was einen diabetiker von einem normal gesundem mensch unterscheidet ist die spritze und man kann ohne probleme damit leben und ich finde es wirklich schade das hier so ein hick hack darum gemacht wird. Viele grüße Markus

    Ps: wenn jemand hierzu lesetaugliche Links bzw. informationen etc. hat bitte via EMail melden von Markus Groß
  • Matthias

    Rang: Gast
    am 11.04.2010 02:47:18
    Hallo

    Hab seit 6 Wochen Diabetes und wollte eigendlich wen ich mit der Berufsfachschule fertig bin zur Berufsfeuerwehr. Vor kurzen hab ich gehört und gelesen das man mit D. Typ 1 nicht angenommen wird was ich eigendlich nicht verstehen kann . ( den wenn man z.B. seit 5 jahren in der Berufsfeuerwehr arbeiten , und dan Diabetes bekommt kann man so weiter machen . Das hat mir die Informationszentrale der BF Hamburg gesagt . )
    Ich sehe deswegen eig. kein Problem darin da man bei der Alamirung Traubenzucker o.ä. zusich nehmen kann zur Blutzuckererhöung , wenn man nun im Einsatz z.B. unter Atemschutz ist , ist man sowiso nur 15-20 min. unter Atemschutz anschließend muss man Trinken und die Flaschen wechseln . Zudem kann man dan ja auch sein BZ messen das in der Regel in ein paar Sekunden fertig ist und wenn er zu nidrig ist kann man ja wieder TZ. nehmen und wenn er zu hoch ist z.B 260 ist es eig. egal den während des Einsatzes geht der Blutzucker nach unten . ..... das ist meine Meinung dazu .



    meine Frage an euch .

    ich hab weiter unten gelesen das es in den USA oder GB Diabetes Als Diskriminierung anerkannt wird .

    F: Also könnte ich da zur Feuerwehr ?? ??

    Gruß

    Matthias
  • MIke

    Rang: Gast
    am 19.05.2010 18:27:58
    "ich bin selber seid 20 jahren typ 1 diabetiker.
    ich bin begeisteter taucher, Motoradfahrer,sportschütze und jäger,"

    Bin seit 40 Jahren Typ 1 Diabetiker, Motorradfahrer, Fallschirmspringer, GK-Sportschütze und ehemaliger US Soldat (12 Jahre US Army).
  • Blume

    Rang: Gast
    am 17.06.2010 19:51:12
    Lieber Erich ich bin Diabetiker Typ 1 mein HB1C Wert liegt bei 7,3 und das ist für mich ein guter Wert.
    Ich bin seit 2 Jahren im voläufigen Ruhestand. Im Dienst kam ich wegen der Schichtdienste und der fast täglichen Aufregung nicht unter Hb1C 9,5
    Wenn ich das so lese, was Du schreibst dann beglückwünsche ich Dich. Du scheinst ein art super Diabetiker zu sein wenn alle so wären dann hätte man diese Krankheit voll im Griff.
    Ich glaube Du hast das Zeug die Pension auf normaler Weise zu Erreichen.
    Ich habe schon von Fällen gehört in denen Diabetiker ihre Krankheit so ausleben aber war überrascht über Deinen Text. Bitte denke daran dass nicht alle Menschen das so können wie Du.
    Ein Beispiel für eine Unterzuckerung schlimmer Art möchte ich Dir noch kurz schreiben. Ich hatte im Dienst mein Bedarfsinsulin gespritzt denn ich wollte ein
    Brot essen leider bildete sich beim insulinspritzen eine art Tasche unter der Haut und das Insulin gelang nicht in den Blutkreislauf als ich das bemerkte ( ich konnte auf Grund eines Einsatzes nicht gleich messen ) war mein Blutzucker auf 350 ml/dl das anschließende Spritzen brachte sinkenden Zucker aber das vorher gespritze Insulin kam nun nach mehren Stunden auch ins Blut und ich unterzuckerte bis auf 22 ml/dl und war nicht mehr Diensttauglich das sofort zugeführte Traubenzucker brauchte eine halbe Stunde um den BZW auszugleichen.
    Seit ich nach 23,5 Jahren im aktiven Polizeidienst ausgeschieden bin ist alles besser geworden. Ich hoffe das Dir soetwas nicht passiert aber ich denke Du bist einfach ein Vorbild und eine Art super Patient den sich jeder Arzt und Dienstherr wünscht. Weiter so und alles Gute Gruß Guido
  • Anonym

    Rang: Gast
    am 10.08.2010 14:50:49
    Um eines klar zustellen wenn du Polizist bleiben willst mit Diabetes 1 oder 2 muss du in der Dienstleitung ganz gute Freunde und Fürsprecher haben. Ein anderes ist deine Laufbahnbefähigung ( mD oder gD oder hD) bei den beiden letztgtenannten wird es für dich eigentlich keine Schwierigkeiten geben. Ansonsten hast du schlechte Karten.
    Mittlerern Dienst gibt es wie Sand am Meer und da kann man auch auf solche Leute ganz gut verzichten. Für die anderen Laufbahnen findet sich immer ein Posten und da gibt es kaum Einschränkungen.
    Ich habe vor ein paar Jahren diese Seite gefunden und habe eigentlich gestaunt das Erich mit der selben Krankheit und bei der selben Firma( BPOL/BGS) so viel Glück hatte. Mir war solche Glück nicht beschieden worden.Schluß letztendlich Umschulung zum Verwaltungsbeamten neue Dienststelle, finanzielle Einbußen, usw.
    Da sieht man mal wieder, was der vom Grundgesetz her garantierte Gleichbehandlunggrundsatz in ein und der selben Firma wert ist ( das in einer Behörde die Recht unhd Gesetz garantiern und durchsetzen soll).
    Aber wie gesagt das Ganze interessiert niemanden wenn du mittelerer Dienst bist.

    MfG
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.11.2012 10:44:31
    Hallo an alle,

    Zunächst meine Frage an euch: Ich bin gerade mit der Beantragung einer Waffenbesitzkarte für eine 9mm Kurzwaffe zu Gange.
    Beruflich bin ich Schießlehrer im Vollzugsdienst und daher auch Waffenträger. Hat jemand von euch Erfahrungen mit der WBK-Beantragung als Diabetiker Typ I??? Musstet ihr zusätzliche Gutachten, Bescheinigungen o.ä. einreichen? Vielleicht habe ich ja Glück und es schreibt sogar jemand aus Brandenburg.
    Dann noch ein paar persönliche Anmerkungen:
    Vielen Dank zunächst für die guten Beiträge zu den Themen. Ich selber bin wie gesagt Schieß- und Rechtslehrer. Und habe meinen Job bei der Polizei dank Diabetes verloren und bin nun bei einer andern Behörde gelandet.
    Dass von allen, die hier schreiben nicht alle eine juristisch einwandfreie Lösung in der Tasche haben ist doch wohl klar, aber es geht hier ja auch um persönliche Erfahrungen (soviel zu denen, die hier etliches als QUATSCH bezeichnen!!!).


    Mit einem lieben Gruss @ alle,
  • Tommy

    Rang: Gast
    am 03.02.2014 17:00:43
    Hallo ich bin es der Tommy bin 35 und habe das schon seit 19 Jahren. Ich bin auf dem Bau großgeworden. Gibt kaum eine Maschiene, die ich nicht fahren kann. Beim Turmdrehkran Gab es keine Ausbildung zwecks Zucker. Ich hätte ja leicht sagen können bin Gesund. Das ist aber immer ne Frage der Versicherung. Sie machen das verständlicher Weise nicht mit. Bis jetzt im Bau hab ich das immer trotzdem gemacht. Ich find es schade das die Pfharmakonzerne den Fortschritt der Heilung mit Ihrem fielen Geld aufhalten. Sie sagen unserer Krankenkasse, was zu tun sei. Also weiter machen, auch wenn es kein Spaß macht mit solchen Ekoisten im hintergrund. Viel Glück
  • Robin

    Rang: Gast
    am 26.02.2014 00:21:35
    Hallo zusammen, ich bin Robin 24 Jahre jung und habe seit nun mehr 15 jahre DM Typ I
    und bin 2007 der FFw begrtreten und mit erfolg! Nun ja es gibt natürlich die kleine einschränkung mit der G26 (tragen von Atemschutzgeräten und arbeiten an Absturzgefährdeten stellen)
    Mittlerweile bin ich Truppführer mit allen Ausbildungen die man dafür halt braucht inkl. Dienstzeit
    und habe sogar mit 23Jahren meinen Personenbeförderungsschein gemacht und bekommen, also alles ne frage der Einstellung.

    Jetzt mal eine Frage an euch: Ich will den nächsten schritt wagen und mich bei der BF bewerben hat da event. jmd erfahrung oder kennt ihr jemanden der mit Diabetes bei der Berufswehr ist?
    (zur info hab nen Schwerb. Ausweis GdB: 50%, die Bundeswehr hat mich darauf hin abgelehnt)
    Danke im Vorraus Robin
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 20.10.2014
    am 20.10.2014 21:14:28
    Hallo, endlich findet man mal ein passendes Thema. Zwar schon älter aber egal, vielleicht kann man dieses Thema ja wieder zum Leben erwecken. Also ich bin Hannes, 16 Jahre alt und habe schon seit über 13 Jahren Diabetes Typ 1. Ich besitze seit ca. 8 Jahren eine Insulinpumpe, wobei das ab und zu immer so ein Verhandlungsakt mit der Krankenkasse sein kann, da die BZ-Werte in dem Alter auch mal durch Wachstumshormone o.Ä. unvorhersehbar schwanken können. Trotzdem habe ich außer 1/2 Zwischenfällen im frühen Kleinkindalter noch keine Hypos mit Bewusstseinsverlust gehabt. Außerdem spüre ich das sofort, wenn der Blutzucker unter 60/70 mg/dl rutscht.

    Nun rückt natürlich auch die Berufswahl nach dem Abi immer näher. Ich bin nicht der Typ für tagtägliche Büroarbeit und kann auch in meiner Freizeit trotz der "Krankheit" (die ich persönlich garnicht mehr als Krankheit ansehe) so gut wie an allem teilnehmen, wie jeder andere Mensch auch. Zudem sind wir doch alle nicht perfekt, im Normalfall hat jeder irgendwo eine und selbst noch so kleine Krankheit oder Macke. Deshalb finde ich das oft auch ziemlich erniedrigend, wenn man als Diabetiker als "behindert", "schwer krank" oder minderwertig angesehen wird. In den letzten Jahren hat sich so viel an der Diabetes-Therapie geändert, da brauch/darf man Diabetiker nicht mehr benachteiligen. Egal ob in der Berufswahl, Schule oder Sonstiges. Diese ganzen Richtlinien von wegen Diabetiker dürfen das und das nicht machen sind doch sowieso veraltet und wurden noch nicht aktualisiert.

    Beispiel:
    Wieso darf ein knapp 70-Jähriger, übergewichtiger, dauernd keuchender Busfahrer noch einen Schulbus fahren und bei einem Diabetiker würde es heißen, die Gefahr einer Unterzuckerung wäre viel zu hoch??? Da stimmt doch was nicht. Wer garantiert denn, dass der Busfahrer nicht jeden Moment einen Herzinfarkt bekommt oder im Straßenverkehr noch voll reaktionsfähig ist?

    Zurück zur Berufswahl: Ich habe auch mal über die Berufsfeuerwehr nachgedacht. Werde auch höchstwahrscheinlich demnächst in den aktiven Dienst der freiwilligen Feuerwehr eintreten. Dort meinte einer mit bereits 26 Dienstjahren in der freiw. Feuerwehr zu mir, dass er selber auch kein Problem damit hätte wenn jemand mit Diabetes ein AGT wäre. Mit einziger Einschränkung, dass man denjenigen vielleicht nicht unbedingt z.B. bei einem Wohnungsbrand als Ersten in den Angriff schicken müsste. Jedoch ist das ja bei der Berufsfeuerwehr immernoch etwas anders. Man liest zwar auch von Einzelfällen im Internet aber hauptsächlich negatives, da sich die Berufsfeuerwehren auch immer nur die Besten rauspicken und wenn dann einer mit Diabetes ankommt wird der schon gleich aussortiert. Zwar liegt die Entscheidung auch hauptsächlich am Arzt, der die Erlaubnis zur G26.3 ausstellt, aber da reagieren die Ärzte angeblich auch immer verschieden.

    Da man ja für die Berufsfeuerwehr sowieso eine handwerkliche Ausbildung oder Studium braucht, frage ich mich wirklich ob man überhaupt das Risiko eingehen kann, wenn es schon große Probleme bei der Einstellung von Diabetikern gibt. Trotzdem kann man an den aktuellen Richtlinien nichts ändern, wenn es niemand mit Diabetes versucht. Irgendwann müssen die Berufsfeuerwehren sowieso ihre Regeln lockern, wenn die unbedingt eine Frauenquote von über 5% haben wollen oder keine "perfekten" Leute mehr finden.

    Wie denkt ihr über das Thema und was könnt ihr so an gemachten Erfahrungen berichten?
    Wäre mal sehr interessant, Erfahrungen Anderer hier zu lesen.
    MfG Hannes
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    am 21.10.2014 07:13:25
    Lieber Hannes
    Deine Überlegungen haben sehr viel Richtiges an sich. Ich bin der Überzeugung, dass bei der Risikoabschätzung die Situation des einzelnen Diabetikers individuell betrachtet werden muss. Das Auftreten von Hypoglykämien ist tatsächlich sehr unterschiedlich. Auch bei der Hypowahrnehmung gibt es wesentliche Unterschiede. (Ich bin seit rund 25 Jahren Diabetiker T1 mit Insulin. Nach wie vor habe ich eine sehr ausgeprägte Hypoempfindung, auch ein schnelles Absinken des Blutzuckers merke ich sehr schnell. Bisher ist es noch nie zu irgendwelchem Zwischenfall gekommen).
    Ich gehe mir die einig, dass der Ausschluss von Diabetikern bei einigen Berufen überdacht und individuell angepasst werden sollte. Der Lösungsansatz kann aber meines Erachtens nicht darin bestehen, dass zB. Bei der Berufsfeuerwehr Diabetiker nicht als Erste an den Brandherd geschickt werden sollen. Wenn ein Diabetiker diesen Beruf ausübt, soll er ihn auch ganz normal, wie alle Anderen ausüben.
    In meinem engeren Bekanntenkreis gibt es einen Diabetiker, welcher seit 8 Jahren bei einem Rettungsdienst arbeitet, bisher völlig komplikationslos. Ein weiter Kollege arbeitet bei einer körperlich stark geforderten Sondereinheit der Polizei (bei ihm trat der Diabetes auf, als er bereits bei der Polizei arbeitete). Er erfüllt seinen Polizeidienst ohne jegliche Einschränkungen, wie jeder Andere auch.
    Zwischenzeitlich sind auch mehrere Spitzensportler bekannt, welche mit einem Diabetes leben und so zeigen, dass auch mit Diabetes sehr vieles möglich ist.
    Leider kenne ich aber auch Diabetiker (einer davon ist Lastwagenfahrer), welche kaum mehr eine Hypowahrnehmung besitzen und so tatsächlich eine Gefahr darstellen können.
    Ich vertrete die Meinung, dass beim heutigen Wissen um Diabetes und mit den modernen Insulinen die Situation wirklich überdacht werden muss.
    Solange es nach wie vor Diabetiker gibt, die aufgrund des Diabetes (ohne Folgeerkrankungen) einen Schwerbehindertenausweis mit einer möglichst hohen GdB anstreben, kann nicht verübelt werden, wenn der Diabetes als Behinderung definiert wird.
  • Bild User
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    am 21.10.2014 10:44:06
    Hilfreich zur individuellen Diabetes-Bewertung wäre dann allerdings schon, wenn die Medizin den Diabetes nicht ausschließlich als schwere chronische und sich selbst verschlimmernde Krankheit darstellen und den Grad der Verschlimmerung an der notwendigen Medikation festmachen würde.

    Ideal wäre in meinen Augen die Darstellung der gesamten möglichen Bandbreite von der leichten und unabhängig von der Medikation voll gesund leistungsfähig ausgleichbaren Behinderung bis hin zur schweren sich selbst verschlimmernden und Gesundheit und Leistungsfähigkeit zunehmend einschränkenden Krankheit.

    Damit die Allgemeinheit und z.B. auch der "Beamtengesetzgeber" die Möglichkeit der voll gesund leistungsfähig ausgleichbaren Behinderung ähnlich real auf den Schirm bekäme, wie diabetische Prommis, die im Zuckerschock in ner Pfütze ersaufen, müsste sich die Medizin allerdings auch zur systematischen Anleitung (lehrgangsmäßig aufbereitet, was sich Erich wie im Eingangsbeitrag selbst erarbeitet hat) zum voll gesunden Behinderungs-Ausgleich öffnen.

    ….....................................................................................................................
    Dank an die Medizin, die ihr Wissen längst demokratisch mit uns allen teilt ;)