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Einschränkung im Polizei-, Feuerwehr- u. Rettungsdienst durch Diabetes?

  • Tim

    Rang: Gast
    am 19.04.2006 23:46:39
    Hallo
    Ich heisse tim bin 21Jahre alt!
    Ich bin gerade das erste mal auf diese seite gestossen,und ich finde einige meinungen gut aber es ist leider auch viel schwachsinn dabei.
    Kurz zu mir:
    Ich habe mit 16 jahren eine Ausbildung zum Bäcker gemacht mit dem hintergedanken einen Handwerklichen Beruf der ja Vorraussetzung für die Berufsfeuerwehr ist zu erlernen.
    Im 3 Ausbildungsjahr erkrankte ich leider am Diabetes Typ1.
    Da der Beruf des Feuerwehrmanns immer mein Traum war traf mich diese krankheit wie ein schlag!
    Mann bekommt immer die aussage man könnte mit Diabetes kein Beamter werden und ich finde diese aussage im häutigen zeitalter echt mehr als Arm.
    Ich möchte jetzt nicht auf mitleid machen aber es ist traurig das einem menschen ein Traum kapput gemacht wird weil mann da hin gestellt wird wie eine Tickende Zeitbombe.
    Ich bin mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wo ich nach der Diagnose auch direkt zur Atemschutztauglichkeitsuntersuchung musste und das komische dabei ist das ich unbeschrenkt TAUGLICH geschrieben wurde meine Frage ist jetzt wer Diskriminiert die Diabetiger jetzt so?sind es wirklich die Mediziner oder die Personalvorstände die nichts anderes zu tun haben als sich irgendwelche vorstellungen davon zu machen was Passieren könnte?
    Mir tut meine ausdrucksweise sehr leid aber ich bin Stinksauer darüber das mein lebenstraum wegen meiner Krankheit zerplatzt wie eine seifenblase!
    Mfg Tim
  • marc

    Rang: Gast
    am 16.01.2008 19:54:42
    ich möchte eine ausbildung bei der polizei anfangen,bin aber seit 7 jahren diabetiker typ1.
    meine bewerbung liegt nun schon in bamberg vor.
    ich bin mir aber unsicher ob ich eine chance als diabetiker habe.
    körperlich bin ich sehr fit,betreibe täglich sport.
    kann mir jemand sagen ob diabetis meine chancen einschränkt???
    vielen dank
    gruß an alle typ 1er.
    marc
  • Nicole

    Rang: Gast
    am 30.11.2008 21:43:57
    Hallo,
    ich habe seit 7 Jahren Typ-1 Diabetes. Mein HbA1c ist zwar nicht so gut wie der von Heiner, (dabei auch mal ein großes Lob für einen Wert von 6,5), dennoch schaffe ich es meinen Tag ohne schwere Unterzuckerungen bzw. Überzuckerungen zu bewältigen. Ich habe mich demletzt, weil ich die Schule nächstes Jahr mit dem Abitur abschließe auch beworben für den Rettungsdienst. Mir war von vorneherein klar, das ich wahrschienlich diesen Beruf nicht ausüben kann aufgrund meines Diabetes. Und so war es dann auch. Ich wurde abgelehnt. Ich habe dann nach dem genaueren Grund gefragt, und man hat mir gesagt, das es daran liege würde, das der Beruf keinen geregelten Tagesablauf hat.
    Das wundert mich immernoch. Was soll das denn heißen? Natürlich kann es sein das ich mich um z.b. 12:00 Uhr für mein Mittagessen spritze und dann kommt ein Einsatz rein, aber ich kann doch, (auch wenn das jetzt vielleicht dumm klingt) auf der Fahrt dahin etwas essen, und ausserdem habe ich doch immer einen Zucker in der Tasche.
    Auf der anderen Seite kann ich es auch verstehn, weil das vielleicht auch ein wenig zu riskant sein könnte. Was ich mich dann aber frage, ist warum man Leute, die während ihrer Dienstzeit Diabetes bekommen, drinbehält? Das klingt jetzt vielleicht fies, aber diese Leute haben doch weniger Erfahrung in Sachen Diabetes und sind noch lange nicht so gut eingestellt als jemand der schon seit Jahren Diabetes hat.

    Aber nochmal zurück, nach dieser Erklärung hat man mir dann gesagt, das ich mich für den Pflegedienst, z. B. als Krankenschwester ebenfalls nicht bewerben bräuchte, weil diese auch keinen geregelten Tagesablauf hätten??? Das ist mir auch ein Rätsel? Krankenschwestern wissen doch genau was für eine Schicht sie haben und können sich demnach auch richten.

    Mir ist klar, das Diabetiker einen strukturierten Tag brauchen, da sonst die Werte Achterbahn fahren, und auf Dauer der HbA1c natürlich auch steigt, aber warum dürfen Diabetiker dann auf dem Bau arbeiten, wo noch zusätzlich die schwere körperliche Belastung hinzukommt. Ausserdem dürfen Diabetiker doch auch in den OP und über 5-stündige Operationen durchführen.

    Ich fühle mich da doch schon diskriminiert, der Staat kennt doch meinen persönlichen Fall nicht und ich reagiere doch ganz anders auf verschiedene Werte als andere Diabetiker. Diese Regelungen sind meiner Meinung nach zu verallgemeinert. Da sollte man schon individuell die Tauglichkeit für den entsprechenden Job überprüfen.

    Grüße,
    Nicole
  • Nicole

    Rang: Gast
    am 01.12.2008 22:10:36
    Entschuldigung. Ich habe mich da verschrieben. Ihc meinte den HbA1c Wert von Erich.

    Sorry,
    Nicole
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 01.02.2009 15:43:52
    Hallo zusammen,
    ich muss sagen, das ein Dienst in der Feuerwehr mit Diabetis garnicht möglich ist.
    Ich was seit seit 1984 in der Jugendfeuerwehr Mitglied, bekam 1988 Diabetis und wurde auch erst ohne Probleme in den Aktiven Dienst unseres Löschzuges übernommen. 1993 war der Wehrführer plötzlich der Meinung Chronisch Kranke gehöhren nicht in die Feuerwehr. Zudem sie auch keinen Versicherungsschutz durch die Feuerwehrunfallkasse bekämen.Somit wurde ich dann kurzerhand, ich sag mal rausgeworfen!
    Ist es jemandem ähnlich ergangen ?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen !

    gruss
    stefan von Stefan
  • Jan

    Rang: Gast
    am 06.02.2009 19:43:53
    Hey allerseits,

    schön, dass es hier mal eine Seite gibt, wo über das Thema geredet wird.
    Ich bin 18 Jahre alt und habe seit 17 Jahren Diabetes Typ 1, heißt fast mein ganzes Leben lang. Ich trage eine Insulinpumpe (sehr zufrieden damit) und ich bin seit jetzt 1 Jahr in der Freiwilligen Feuerwehr im Aktiven Dienst (vorher 7 Jahre Jugendfeuerwehr).

    Was das mit dem Rettungsdienst angeht, so verstehe ich die Antwort auch nicht mit den Arbeitszeiten. Ich selbst mache eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker und habe auch eig NIE pünktlich Feierabend oder Pause etc. Ich übersteh den Tag aber trotzdem ohne zu niedrigen oder zu hohen Wert, das war aber auch schon während der Schule so, als ich noch mit dem guten alten "PEN" meinen Diabetes im Griff hatte. Ich hab NIE mein Messgerät mit gehabt und hatte 1mal in der 5ten Klasse eine Hypo die sich aber nur durch HÖLLISCHE KOPFSCHMERZEN auszeichnete.

    Des Weiteren habe ich bei der Freiwilligen Feuerwehr die Atemschutzvoraussetzung G26.3 locker bestanden. (hatte auch schon einen Lehrgang für Atemschutz ,nur kann ich an dem Termin leider nicht :-( )

    Außerdem habe ich gehört muss man den Diabetes nicht angeben, weil das irgendwie sonst ein Kriterium ist, das zum NICHT Einstellen führen kann und dass IRGENDWIE zum Rassismus gehört. Ich hab das mal so gelesen aber vielleicht weiß ja jemand genauer wie es RICHTIG ist und wann man den Diabetes angeben MUSS!?

    Nach meiner Ausbildung werde ich mich allerdings auch bei den Berufsfeuerwehren bewerben. Denn es heißt ja:
    WER KÄMPFT KANN VERLIEREN!
    WER NICHT KÄMPFT HAT SCHON VERLOREN!
    Immer hartnäckig sein ;)

    Wäre schön wenn jemand mal antworten könnte wie er das so sieht oder wenn er was genaueres weiß, wann man den Diabetes angeben MUSS.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Jan


  • Christoph

    Rang: Gast
    am 20.02.2009 15:34:02
    Hallo!
    Ohne mir jetzte wirklich jeden Kommentar gelesen zu haben (das ist ja mittlerweile schon ein Roman - ich habe alles überflogen, nachden erst 4 Beiträgen), möchte ich mich auch kurz zu Wort melden.
    Ich bin seit fast 12 Jahren Diabetiker. Wurde es mit 9. Vor einiger Zeit hatte sich also auch für mich die Frage nach einer Ausbildung - ob nun Studium oder Asubildung - gestellt.
    Ich war von der Idee der Bundespolizei angetan.
    Natürlich war es nicht möglich.
    Man sollte bei der Sache bedenken, dass der Durchschnittswert noch so gut sein kann und trotzdem IMMER ein erhöhtes Restrisiko besteht, zu entgleisen.
    In Fällen, in denen man tatsächlich Gebrauch von Waffen machen muss, wird der Adrenalinspiegel extram ansteigen. Dies hat bekanntlich zur Folge, dass mehr Energie verbraucht wird und der Blutzucker sinkt.
    Käme man noch dazu, nun Traubenzucker zu nehmen (was ja schon eine unveranwortbare Verzögerung darstellen kann), kann es auch leicht passieren, dass die Nieren - je nach Hormonausstoß in der Situation - schnell dagegensteuern und man hat einen Überzucker. (Bio 12/13te Klasse)
    Diesem entgegenzuwirken entzieht sich jeder Möglichkeit im Einsatz.
    Hinzu kommt die Möglichkeit einer Verletzung. Bei Blutverlust spielt der Blutzucker sowieso verrückt. Bei Gehirnerschütterungen (was bei der Bundespolizei sicher mal vorkommen wird) kann das ganze auch schon entgleisen. Allein ein Schnupfen kann den BZ schon schwanken lassen. Die Gefahr ist immer gegeben. Und Extremfälle sind bei der Polizei schnell an der Tagesordnung.
    Auch hier begibt man sich nicht nur selbst in Gefahr, sondern auch Kollegen, die versuchen, sich um einen zu kümmern.
    Ich bin seit 6 Jahren Pumpenträger und kann trotzdem nicht drum herum, den Richtlinien zuzustimmen. Selbst, wenn es für mich bedeutet, einen anderen Weg einschlagen zu müssen.

    Beste Grüße von einem Jungspund!
    ...Christoph
  • frank geb.61

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 21:19:55
    hallo allen an der seite intressierte.
    dem polizisten danke für die seite.

    für und wieder sei dahin gestellt. 5 Menschen 10 unterschiedliche meinungen.
    ich bin selber seid 20 jahren typ 1 diabetiker.
    ich bin begeisteter taucher, Motoradfahrer,sportschütze und jäger, beruflich bedingt fahre ich im jahr ca 50000km. da kommt eine menge zusammen. Ich habe in den zurückliegenden jahren auch schon mal eine (können auch 5 oder 6 gewesen sein) sich anbahnende hypos gehabt und im vorfeld erkannt. wie schon die betroffenden zuvor angemerkt haben sollte jeder seinen körper kennen und wissen was er sich zutraut. ich trage seid 4monaten eine pumpe, werte haben sich dadurch auch gebessert jedoch hat das jetzt wohl ein ende da die tk eine ersatzpumpe abgejehnt hat.
  • Markus Groß

    Rang: Gast
    am 03.06.2009 11:34:08
    Hallo Erich ich bin seit 2002 bei der Bundeswehr, Soldat auf Zeit für 8 jahre ende 2007 ist diabetis bei mir neu aufgetreten. Bei mir war es leider nicht so wie bei dir mir wurde die Führerscheinklasse F (Kettenfahrzeuge) in anführungszeichen aberkannt, ich sollte auf ce gehen das wurde mir auch verwährt. Musste sogar Nach Saarbrücken zum TÜV zur MPU hier wurde mir gesagt das Diabetiker in der Regel kein Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fahren dürfen. Des weitern wurde ich für das Fallschirmspringen untauglich geschrieben und Auslandseinsätze sind ein absolutes "No go"! Da ich jetzt kurz vor meinem Dienstzeitende stehe kommen wieder neue probleme ich würde gerne eine Umschulung bzw. Weiterbildung zum rettungsassistenten machen allerdings hat mir hier mein Truppenarzt gesagt das ich Militärisch eigentlich nicht mehr im sanitätsdienst arbeiten dürfte (bin in einer Luftlandesanitätskompanie) und jetzt versuch ich herrauszufinden ob ich das zivil darf deshalb bin ich auf dein eintrag gekommen mein hba1c liegt aktuel bei 6,2 % und mein doc ist auch zufrieden mit mir einen Hypo der mich umgehauen hat hatte ich noch nie. Ich muss dir recht geben das einzige was einen diabetiker von einem normal gesundem mensch unterscheidet ist die spritze und man kann ohne probleme damit leben und ich finde es wirklich schade das hier so ein hick hack darum gemacht wird. Viele grüße Markus

    Ps: wenn jemand hierzu lesetaugliche Links bzw. informationen etc. hat bitte via EMail melden von Markus Groß
  • Matthias

    Rang: Gast
    am 11.04.2010 02:47:18
    Hallo

    Hab seit 6 Wochen Diabetes und wollte eigendlich wen ich mit der Berufsfachschule fertig bin zur Berufsfeuerwehr. Vor kurzen hab ich gehört und gelesen das man mit D. Typ 1 nicht angenommen wird was ich eigendlich nicht verstehen kann . ( den wenn man z.B. seit 5 jahren in der Berufsfeuerwehr arbeiten , und dan Diabetes bekommt kann man so weiter machen . Das hat mir die Informationszentrale der BF Hamburg gesagt . )
    Ich sehe deswegen eig. kein Problem darin da man bei der Alamirung Traubenzucker o.ä. zusich nehmen kann zur Blutzuckererhöung , wenn man nun im Einsatz z.B. unter Atemschutz ist , ist man sowiso nur 15-20 min. unter Atemschutz anschließend muss man Trinken und die Flaschen wechseln . Zudem kann man dan ja auch sein BZ messen das in der Regel in ein paar Sekunden fertig ist und wenn er zu nidrig ist kann man ja wieder TZ. nehmen und wenn er zu hoch ist z.B 260 ist es eig. egal den während des Einsatzes geht der Blutzucker nach unten . ..... das ist meine Meinung dazu .



    meine Frage an euch .

    ich hab weiter unten gelesen das es in den USA oder GB Diabetes Als Diskriminierung anerkannt wird .

    F: Also könnte ich da zur Feuerwehr ?? ??

    Gruß

    Matthias