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Orale Therapie versus Pen`s..
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Silvia Schwab
Rang: Gastam 14.10.2005 20:10:28
Hallo ihr Lieben,
hatte nun einen Termin bei einer Spezialistin. Sie rät mir gleich zu spritzen und es nicht erst mit oraler Therapie zu versuchen. Umsomehr als meine Leber ohnehin (auch nach langem nachforschen - immer noch ungeklärte) erhöhte Werte hat.
Sie erklärte mir, dass auf Basis meiner BZ Messungen der letzten (meiner ersten Dia-)Woche, es so aussieht als würde die Bauchspeicheldrüse mit der Zuckerverarbeitung beim essen noch ganz gut zurecht kommen, der Basis-Zuckerwert ist aber viel zu hoch und sinkt Nachts (auch nicht) ausreichend ab.
Ich hab mich noch nicht entschieden, erstmal das Amaryl mit nach Hause genommen, doch wie ich sehe - meine Angst vor Hypos (Hauptangst vor dem Spritzen), diese Gefahr ist bei Amaryl genauso gegeben.
Las auch einen Artikel aus einer Ärztezeitschrift, wo gesagt wird daß es der Drüse laienhaft ausgedrückt gar nicht gut tut, wenn sie eh schon labil auf diese Weie ausgequetscht wird und das Herzinfarktrisiko steige auch beträchtlich....
Langer Rede - kurzer Sinn, wer von euch spritzt, wer macht orale Therapie und wie seht ihr die Vor-und-Nachteile?
In einem anderen Forum wird über massivste Nebenwirkungen beim spritzen berichtet - wer von euch kann das bestätigen oder entkräften?
Danke für euer Feedback und eure Hilfe.
LG Silvia
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klausdn
Rang: Gastam 14.10.2005 23:43:32
hallo sylvia,
außer allergie gegen humaninsulin, ev die konservierung , hab ich noch von keiner nebenwirkung gehört.
und das ist nicht der normalfall
die oft genannte hypo ist für mich keine nebenwirkung, sondern eine falsche dosierung des medikaments, vergleichbar wenn ich statt 2 schlaftabletten 20 schlucke. wenn ich dann hops gehe ist das keine nebenwirkung sondern absicht oder blödheit.
mfg klaus von klausdn -
Silvia Schwab
Rang: Gastam 15.10.2005 00:15:31
Lieber Klaus,
danke für deine Antwort.
Wie verhinderst du Überdosierung?
Wie lernt man all das ohne erstmal in Hypos "reinzustolpern"...?
LG Silvia von Silvia Schwab -
klausdn
Rang: Gastam 15.10.2005 01:10:48
hallo sylvia,
da du zu anfang nur die basis stabilisieren sollst,
und anscheinend noch soviel eigeninsulin hast, um auf den Bolus(essensinsulin/normal oder kurzzeit)
verzichten kannst. ist die gefahr einer hypo gering.
und du hast die große chanse dich langsam rantasten zu können. viele auch ich sind mit ner totalen entgleisung voll ins insulin gesprungen.
langsam heißt einfach mit niedriger dosierung anfangen, und messen wie du morgens rauskommst
zu anfang ruhig mal um ca 2°° kontrollieren(das ist die zeit wo der körper am wenigsten insulin braucht.
der ideale zielwert 100, aber bitte mit dem handeisen die erlaubten schwankungen einkalkulieren+-17.
daher auch meine zahl 100. minus 17 ist keine hypo,
plus 17 ist nicht nach oben zu viel.
speziell bei lantus und levemir, nicht jeden tag steigern diese haben anlaufzeiten. also jede hektik rauslassen.
achtung mit steigender dosierung wird die wirkung stärker und die wirkdauer länger, aber so weit bist du noch nicht.
wenns möglich ist lass dir ne gute schulung verpassen. das ist für mich die , die mich anschließend selbständig handeln läßt.
wenns also nur ums füßewaschen,obst gemüse und fischessen geht, ists verlorene zeit.
zu hypos:
meine frau hat mehr panik davor als ich.
fast alle hypos kommen nach eigener blödheit
gespritzt und erzählt.. ... .. essen nein, plötzlich hab ich neben dem stuhl gesessen.
beim spritzen ne ader getroffen, statt gleich ne cola getrunken erst noch nen witz darüber gemacht.
nem freund gezeigt : meine 6ie kann ich beim einstellen hören selbst im dunklen, um ein haar zum essen nochmal 6 ie draufgedreht.
im frühjahr hatte ich für vier tage aber nur abends eigen insulin, das wußte ich nicht ...
aber solche fehler macht man nur einmal, und die brauchst du mit nur basis nicht zu fürchten.
nun isses nen roman geworden,
gute nacht ,mfg klaus
von klausdn -
Kalo
Rang: Gastam 16.10.2005 17:29:42
Hallo Silvia,
ich selbst habe auch die ersten Jahre "nur" oral therapiert und bin heilfroh, dass ich jetzt schon seit 16 Monate spritze. Nebenwirkungen sind mir nicht bekannt - im Gegensatz zu den Tabletten, da kannst Du oft die Wirkung auf Magen und Darm spüren.
Mit Tabletten kannst Du Deinen Diabetes nicht "beherrschen", es ist und bleibt in meinen Augen ein Glücksspiel, während Du mit Insulin "punktgenau" dosieren kannst.
Ich kann Dir also nur raten, gleich mit dem Insulin anzufangen und die Tabletten weg zu lassen. Da Du anscheinend nur Basal spritzen sollst, brauchst Du auch fast keine Angst vor Unterzuckerungen zu haben, wenn Du einmal Deine Dosis gefunden hast. Und da man die richtige Dosis findet, indem man sich "von unten" herantastet, wirst Du auch keine Hypos bekommen. Außerdem sind Hypos auch nichts schlimmes, denn normalerweise merkt man sie früh genug und kann mit Traubenzucker oder Cola gegensteuern. Da ich sehr "streng" spritze, komme ich auch ab und zu mal an die Grenze heran (bei mir so zwischen 50 und 60). Das merke ich aber sofort, indem ich anfange zu schwitzen, fahrig oder unruhig werde und leicht zittere. Dann schnell zwei Traubenzucker-Plättchen eingeworfen und noch 1-2 langsamwirkende BE gegessen und alles ist wieder i.O.
Da Du keinen Bolus spritzen sollst, ist auch eine Schulung m.E. nicht so wichtig. Sollte es aber dazu kommen, dass Du doch Bolus spritzen sollst, dann bestehe auf jeden Fall auf eine ordentliche Schulung. Die sollte ca. 1 Woche dauern (stationärer Krankenhausaufenthalt) und solche Themen wie "Grundlagen der Ernährung", "Bedeutung der Kohlenhydrate", "Grundlagen der verschiedenen Diabetestherapien", "Freie BE-Wahl unter ICT", "Anpassung der Insulindosis", "Diabetes und Sport" etc. beinhalten.
LG
Kalo -
Silvia Schwab
Rang: Gastam 17.10.2005 02:15:06
Danke für die Antworten, hab nun schon etwas mehr Mut bekommen auf Pen umzusteigen!
Alles Gute an alle!
LG Silvia -
Melissa
Rang: Gastam 19.10.2005 18:40:43
Hey,
ich hab seit 12 Jahren Diabetes und schon "fast" alles an Medikamenten durch. Ich kann nur sagen, dass das spritzen einiges besser macht. Klar, man muß sich pieksen, aber die Nadeln sind ja so dünn, man spürt es kaum. Du kannst damit einfach viel besser dosieren. Mit Tabletten hast Du immer die gleiche Dosis, egal was Du essen willst. Da ist man mit Insulin schon viel flexibler. Süßigkeiten, Kuchen oder sowas und auch Saft ging bei mir mit Tabletten gar nicht. Jetzt kann ich mir das auch mal gönnen und das find ich spitze! Also keine Angst vor der Nadel, das klappt! von Melissa -
Silvia Schwab
Rang: Gastam 20.10.2005 01:21:28
Danke fürs Mut machen....! Ab Freitag ist es dann soweit.....
LG Silvia