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positive und negative Erfahrungen mit Pumpe
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limonika
Rang: Gastam 28.08.2005 19:14:26
Hallo,
ich habe seit 15 Jahren Diabetes (28 Jahre alt) und mein Arzt rät mir immer wieder zu einer Insulinpumpe. Mein HBA1c Wert ist gut, bei 6,2. Aber nur weil sich die Schwankungen meines Blutzucker ausgleichen.
Ich habe schon sehr viel Gutes über die Insulinpumpentherapie gehört und frage mich ob mir auch jemand ehrlich die Nachteile schildern kann. Mich stört dass ich dann ständig eine Nadel im Bauch haben werde und die Pumpe an meiner Kleidung fest machen muss. Außerdem wird die Pumpe mein Problem die BEs richtig einzuschätzen auch nicht lösen.
Trotzdem überlege ich momentan ernsthaft eine Pumpentherapie anzufangen.
Ich freue mich über alle Antworten, die mir bei meiner Entscheidung für die Pumpe helfen werden.
Danke
Monika -
Heidi
Rang: Gastam 29.08.2005 21:36:54
Hallo Monika,
ich habe die Pumpe nun seit fast zwei Jahren und möchte sie keinesfalls mehr missen..
Bin Typ I Diabetikerin seit 34 Jahren (heute 49 J). War auch jahrelang nicht zu überzeugen. Mein Diabetologe hat mich letztlich dann doch überredet. Habe vorab bei der Firma angefragt ob ich Informationen erhalten kann. Daraufhin wurde ich von einem Beauftragten der Fa. besucht und die Pumpe vorgeführt. Habe mir eine Beschreibung geben lassen und diese sehr intensiv gelesen. (Insulinpumpe Medtronic MiniMed PARADIGM unter www.minimed.de zu finden). War dann bei der Produkeinschulung bei meinem Diabetologen und der Übergabe bereits sehr gut vorbereitet. Habe die gesamte Einstellung und Änderungen dann in Absprache mit ihm zu Hause gemacht.
Verwende die Teflonkatheder und komme sehr gut damit zurecht. Frühere HbA1c Werte ca. 5,9 - 6,7 danach 5,6 - 6,3. Kenne eigentlich keine Nachteile sondern nur Vorteile. Gehe damit sowohl ins Bad als auch in die Sauna (Katheder bleibt drinn, Pumpe wird vorübergehend abgekoppelt). Man muss die Pumpe allerdings mental akzeptieren, dass kann aber etwas dauern.
Gruss
Heidi -
Kristin
Rang: Gastam 01.09.2005 17:34:51
Hallo!!
Ich bin 23 und habe Diabetes seit dem ich 14 bin meine Pumpe habe ich jetzt seit 6 Jahren. Ich möchte meine Pumpe nicht wieder hergeben. Die Nadel spürst du nur wenn sie nicht richtig sitzt und dann solltest du sie auswechseln.
Ich stecke meine Pumpe z.B. immer in den BH das ist sehr bequem und sie fällt nicht auf. sollte ich mal ein Oberteil anhaben wo man keinen BH drunter zieht dann mache ich sie mir mit den tollen Clips an der Hose fest.
Ich bin sehr gut eingestellt. Also ich möchte meine Pumpe nicht wieder her geben. von Kristin -
chris
Rang: Gastam 05.09.2005 23:57:31
Hallo,
auch ich habe gezögert. Bin 48, typ 1 diabetes seit 28 Jahren. Hatte Angst, immer auf die Pumpe angewiesen zu sein. Aber zum Glück habe ich mich überwunden. Fühle mich viel freier. Auch wenn der HbA1c-Wert Ok war (5,8-6.3)achte ich heute viel mehr auf Hypos. Ich habe meine Umgebung aufgeklärt und Positives erfahren. Hatte Angst, nicht mehr als Mann, sondern als Krüppel zu gelten. Aber das Gegenteil ist wahr. Mache mehr Sport und bin fit. Ich würde niemals mehr zurück, höchstens für Strandferien. Das kann man ja aber auch vorübergehend machen.
Denn Diabetiker bin ich so oder so. Aber mit Pumpe nicht schlimmer, sondern besser und freier.
Chris von chris -
liddlflaur
Rang: Gastam 09.09.2005 21:32:37
hallo monika,
ich bin seit fast 18 jahren diabetiker und über 6 jahre mit pumpe. so eine pumpe ist toll, soviel ist klar!!!
bis vor kurzem habe ich teflonkanülen verwendet, da sie flexibel sind und bei bewegungen nicht stören. jetzt probiere ich stahlkanülen. aber auch die stören mich nicht.
in der nacht liegt die pumpe neben mir im bett (ich schnalle sie mir nicht um den bauch).
heute habe ich z.b. einen rock und ein dünnes shirt getragen... tja, wo soll ich die pumpe befestigen? keine tasche! und in der pumpentasche am rock befestigt, zieht das den rock nach unten. also habe ich die pumpe heute morgen abgekoppelt und den tag über mit pen gespritzt.
was deine einschätzung der be betrifft, das kannst du nur üben. um ein auge für bestimmte mengen zu bekommen, kannst du dein essen eine weile lang abwiegen und es dann ohne waage versuchen. oder du versuchst die be zu schätzen und wiegst dein essen zur kontrolle.
ich hatte vor meiner pumpenzeit auch probleme mit schwankungen.
durch die individuelle und richtige einstellung der basalrate kannst du z.b. in der nacht gut und ruhig schlafen.
probiere es doch mal aus. man kann eine pumpe (glaube ich) auch zur probe bekommen.
die nachteile (wenn es wirklich welche für dich gibt) findest du heraus und wirst feststellen, dass die vorteile eindeutig überwiegen!!!
gruss
liddl von liddlflaur -
Regina
Rang: Gastam 27.09.2005 17:37:15
Hallo,
ich bin erst seit 4 Jahren Typ 1, 42 Jahre alt und habe inzwischen seit gut zwei Jahren eine D-Tron plus. Wegen eines ausgeprägten Dawn.-Syndroms und HBA 1c von >8 haben mein Diabetologe und ich nach recht kurzer Zeit den Pumpenantrag gestellt. Die Probezeit mit einer Kochsalzlösung parallel zur normalen Spritzerei hat so gut geklappt (von der Handhabung her) dass ich mich schnell für die Pumpe entscheiden konnte. Mein damaliger Freund hatte mehr Probleme, aber mir gings zunächst um meine Gesundheit. Ich trag sie in der Hosentasche oder im BH, das klappt gut. Die Nadel stört mich nicht, auch das Bewusstsein, von einer Maschine am Leben gehalten zu werden ist nicht ausgeprägt. Da ich aber sowieso technisch interessiert bin, konnte ich diese neue "Abhängigkeit" gut akzeptieren, zumal die 300-er Morgenwerte auch nicht der Brüller waren und insgesamt das Taschenschwein mit seinem Gegrunze doch das kleinere Übel ist.
Das einzige was mich schwer aufregt, ist die ständige Rezeptholerei. Als Privatpatientin ist das nicht nur lästig, sondern auch immer ein Haufen Bargeld, der bis zur Erstattung vorgestreckt werden muss. Ein Paket Katheter (die teilbaren) kosten 200 €, und damit komm ich n knappen Monat aus. Dazu kommen Adapter für 80 € die 10 Stück (oder so...), die Anschlussstücke zwischen Adapter und Katheter, Batterien, Sticks und last but not least das Insulin...
Hinzufügen muss ich noch, dass ich seit ich die Pumpe habe und mein HBA1c auf unter sechs ist, ungefähr 25 Kilo zugelegt habe. Davon sind jetzt 15 wieder runter, da ich die Ernährung ein bisschen von der Kohlenhydrate ad libitum- Linie zurückgefahren habe und anders esse. Der Insulinverbrauch ist seither auf durchschnittlich 32 iE am Tag zurückgegangen. Aber mit dem Zunehmen muss man rechnen, vor allem wenn man vorher einstellungsbedingt eher schlank war.
Lieben Gruß
Regina -
Jasmin
Rang: Gastam 02.10.2005 01:14:29
Das versteh ich nicht...
Warum nimmt man mit Pumpe zu?
Wenn man gleiches Insulin usw. verwendet...
Wuerde mich interessieren... hab´ auch seit paar Monaten Pumpe. Ich habe aber bzgl. Gewicht bisher nichts festgestellt!
gruss,
Jasmin -
mubi
Rang: Gastam 02.10.2005 15:27:42
Hi Monika!
Pumpe in deinem Alter ist gut, vielleicht willst du mal schwanger werden, spätestens dann ist Pumpi-Zeit. Statt stahlnadel empfehle ich Teflon, merkst du nix! und wenn du regelmäßig Pflaster wechselst und keine Allergie hast, auch das ist dann null problemo! Dein Zucker läßt sich genauer einstellen, wenngleich du mehr checken mußt, aber bei der Gelegenheit kannst du ja gleich deinen Ernährungskurs auffrischen. Hat dein Doc eine gute Ernährungsberatung an der Hand?? Frag mal die Krankenkasse, die geben schonmal was dazu, falls es extra geld kostet. Oder dein Doc lädt mal einen Vertreter ein, der dir die Pumpe schmackhaft macht? Nachteil ist der ständige zugang, wobei du dich dran gewöhnst und das ist echt halb so wild! Mehr checken, disziplin ist wichtig, sonst nimmst du zu!, weil eben zwischendurch mal was naschen geht schnell! Ich hab ne Minimed 511, bin sehr zufrieden damit, top service dazu. Gibt bestimmt noch neuere, aber da definiere erst mal, was deine Pumpe können sollte.
Pumpe für aktive Menschen- ein klares JA! von mubi -
peter
Rang: Gastam 04.10.2005 23:14:11
Unabhängig von der einstellung mit insulin hast du die möglichkeit eine pumpe auch einfach mal ein paar tage probezutragen, was ich auf jeden fall empfehlen würde. Da hast du die möglichkeit einfach mal zu testen wie die mit der ständig liegenden kanüle zurecht kommst, mit dem katheter und der pumpe. Und danach kannst du dann entscheiden was für dich überwiegt. Ich denke aber, dass für einen aktiven menschen, der auch oft unterwegs ist eine pumpe die bessere und einfachere lösung ist. Aber das muss auch jeder selber für sich entscheiden. Sprich doch einfach mal mit deinem arzt von peter