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DMP - ja oder nein?

  • Babette

    Rang: Gast
    am 29.04.2005 21:21:20
    Hallo,
    Ich habe seit letztem Jahr dm typ2 - bin also noch relativ neu hier. Habe eine sehr gut informierte Ärztin, die mich meiner Meinung nach auch optimal betreut. Mein Wissen über dm habe ich außer von ihr aus Büchern, dem Internet und diesem und anderen Foren. Ich komme mit Metformin bestens zurecht, messe meinen Blutdruck und -zucker selbst - letzterer ist selten über 100 - habe seit der Diagnose 18 kg abgenommen und fühle mich "sauwohl".Mein doc hat immer Zeit für jede noch so dumme Frage.

    Nun bekomme ich einen Brief von meiner KK mit dem Angebot der Teilnahme an einem DMP. In diesem Schreiben wird mir nun die bestmögliche Behandlung, eine Zusammenarbeit meiner Ärztin mit meinen anderen Docs (tut sie sowieso), eine spürbar verbesserte Lebensqualität (?), jährliche Augenuntersuchungen (ich gehe sowieso alle 3-4 Monate zu meinem Augendoc wegen einer anderen Sache und da sie weiß, daß ich dm-ler bin, wird das natürlich immer mit kontrolliert!) und anderes versprochen. Das einzige, was mir sinnvoll erscheint, ist die 60 ¤-Klausel.

    Wenn ich nun also dieses "hochwertige medizinische Versorgungsprogramm" nicht in Anspruch nehmen würde, stünde mir dann nur noch eine Behandlung 2. Klasse zu?

    Ich weiß, daß ich das jetzt bewußt etwas provozierend gefragt habe. In diesem Forum habe ich so nebenbei auch mitgekriegt, daß eure Meinungen übers DMP sehr unterschiedlich sind. Aber könntet ihr mir trotzdem bitte ein wenig bei der Entscheidung helfen, indem ihr mir etwas klarer als dieser KK-Brief die Vor- und Nachteile eines DMP aufzeiget?

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Eure Babette
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 30.04.2005 09:25:36
    Hi Babette,

    das Thema wurde ja hier schon diskutiert. Du schriebst:

    "Wenn ich nun also dieses "hochwertige medizinische Versorgungsprogramm" nicht in Anspruch nehmen würde, stünde mir dann nur noch eine Behandlung 2. Klasse zu?"

    Im Gegenteil. Patienten ohne DMP können ihre Therapie frei wählen, z.B. was Insuline angeht, während DMP das Hauptziel hat, Kosten zu sparen. Siehe die offenbar jetzt "flächendeckende" Therapie mit Metforminbei neu entdeckten Typ 2 - davon ist ein Bekannter soeben mit schweren Nebenwirkungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Es hatte sein Blutbild geschädigt. Leber- und Nierenwerte sollten permanent überprüft werden. Es kann eine gefährliche Übersäuerurng des Körpers drohen.

    Lies doch mal das Büchlein "Das Diabetes-Komplott" von der Berliner Diabetologin Dr. Elke Austenat, dann weißt Du mehr.

    Durch die Therapie mit altmodischen Med. wird vielen Patienten eine bessere Versorgung vorenthalten und ihnen jahrelanges Leid zugefügt, das letztlich zu viel höheren Kosten führen wird.

    Das Sparmodell meiner TK ist es mir nicht wert, mich selbst zu schädigen. Ich bin bei meinem Diabetologen bestens aufgehoben. von Lilo
  • Babette

    Rang: Gast
    am 30.04.2005 13:20:22
    Hi Lilo,
    danke für deine Antwort. Sie bestätigt meine Zweifel. Da ich in dem gesamten Schreiben meiner KK nur Allgemeinfloskeln und keine wirklichen Vorteile (außer 60 ¤, aber meine Gesundheit ist mir mehr wert als 60 ¤) gefunden habe, bin ich natürlich reichlich skeptisch. Ich werde mir umgehend das Büchlein, das du mir empfohlen hast, besorgen!

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Babette
  • Thomas2002

    Rang: Gast
    am 30.04.2005 22:17:42
    wenimmer du fragst, wirst du nur einzelmeinungen zuhören bekommen. frage deine ärztin, was sie zum dmp zu sagen hat, wann für sie eine umstellung zu alternativen behandlungsmethoden vor hat. die gleichen fragen an deine kk.

    mich hat das "evidenzbasierte" vorgehen gestört. nach einem interview mit meiner kk bin ich kontra dmp von Thomas2002
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 01.05.2005 10:41:54
    Wenn man dann noch liest, daß Prof. Sawicki, nunmehr Leiter der Behörde von Ulla Schmidt, die die richtigen Therapien beurteilen soll, sich wundert, warum Diabetiker offenbar so wild darauf hin, sich täglich mehrmals in den Finger zu pieksen, na ja, dann weiß man, was man davon zu halten hat. von Lilo
  • Babette

    Rang: Gast
    am 01.05.2005 12:48:03
    Hallo Lilo,
    tja, unqualifizierte Äußerungen liest und hört man von diesen Damen und Herren ja reichlich. Das erinnert mich immer an diesen uralten Witz: "Rauchen schadet der Gesundheit nicht!!" gezeichnet Dr. Marlboro!
    Ich habe mir das empfohlene Büchlein sofort bestellt, und bin schon sehr gespannt darauf.
    Liebe Grüße
    Babette
  • Babette

    Rang: Gast
    am 01.05.2005 12:54:38
    Hi Thomas,
    diese Einzelmeinungen sind gerade das, was mich als relativen Neuling in diesen Dingen ja interessiert.Natürlich werde ich noch die Meinungen meiner Ärztin und der KK einholen; aber davor wollte ich mich schon etwas kundiger machen und mir eine eigene Meinung dazu bilden - zumindest teilweise. Schließlich geht es ja um meine Zukunft!
    Vielen Dank für deine Hilfe und noch einen schönen Sonntag!
    Babette
  • Thomas2002

    Rang: Gast
    am 01.05.2005 20:02:51
    ich habe das dmp nicht gemacht, da evidenzbasiertes vorgehen - nach allem, was ich an informationen bekommen habe - nichts anderes bedeutet, dass neuere behandlungsmethoden nur sehr langsam durch das dmp akzeptiert werden. was mich auch stört, ist, dass ein diabetiker ein hba1c von 7 zugemutet wird, ein gesunder jedoch einen deutlich gerinferen wert hat. meine weitere behandlung steht und fällt mit mir und meinem diadoc. wenn ich seine behandlungsansätze nicht mehr verstehe, gehe ich zum nächsten. und wenn es mitten in der umstellung ist. mein diadoc hätte das dmp zähneknirschend mitgemacht. wahr der meinung, dass es damals nur reine bürokratie wahr.

    allerdings musst du deinen ansatz nach deinen möglichkeiten und präferenzen wählen. von Thomas2002
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 02.05.2005 19:34:51
    hallo babette und alle,
    schreibe erst heute da heute shg und die kk vertreterin da war.
    1. mit der unterschrift zum dmp bist du an nichts gebunden.
    2. du kannst jederzeit wieder absagen.
    3. wenn der doc dich nicht optimal behandelt , kannst du den doc wechseln.
    4. die ziele legt man gemeinsam fest.
    wenn der doc nicht so will: wechseln / austreten.
    ich sehe da keine probleme.
    mfg klaus von klausdn
  • Babette

    Rang: Gast
    am 03.05.2005 13:24:49
    Hi Thomas,
    einen hba1c von 7 für zumutbar zu halten, find ich schon ganz schön heftig.
    Fahre jetzt erst mal ne Woche weg und danach werd ich meinen doc und die KK ansprechen. Bin echt gespannt, was die mir dazu sagen!
    Babette
  • Babette

    Rang: Gast
    am 03.05.2005 13:33:43
    Hallo Klaus,
    vielen Dank für Deine Antwort. Darf ich das so interpretieren, daß du dich dafür entschieden hast?
    Ich finde es sehr beruhigend zu wissen, daß man damit keine Verpflichtungen eingeht, aber wirkliche Vorteile sehe ich daraus auch noch nicht. Mir fehlen immer noch ein paar handfeste Gründe FÜR das Programm. Könntest du mir da vielleicht noch weiterhelfen?
    Viele Grüße Babette
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.05.2005 13:54:07
    hallo babette, hallo alle,
    fuer mich gibt es zwei vorteile:
    da ichs nicht so dicke habe zahle im dez. 60e und bekomme die befreiung fuers naechste jahr.
    mein doc weiss inzwischen dass ich austreten oder den doc wechseln kann, seitdem werde ich viel zuvorkommender behandelt.(vor allem von den vorzimmerdrachen)
    der vorteil fuer die nicht muendigen dm-ler, und dass sollen 3/4 tel sein, die bisher bescheiden oder unzureichend behandelt wurden, gibt es eine (zugegeben nicht optimale) aber zumindest bessere versorgung.
    auch die docs muessen bei dmp lernen , und wenn nur ein bisschen haengen bleibt, ist das fuer nichtinformierte besser als garnichts.
    und die freie wahl des docs bleibt.
    mfg klaus von klausdn
  • Babette

    Rang: Gast
    am 03.05.2005 18:34:55
    Hi Klaus,
    danke für die schnelle Antwort! Ich werde mir während der nächsten Woche (Kurzreise) alles nochmal genau durch den Kopf gehen lassen, das von Lilo empfohlene Büchein lesen und dann mit meinem doc und der KK reden. Dann werde ich dank eurer Mithilfe ganz sicher wissen, was ich will.
    Nochmal vielen Dank an euch alle!
    Babette
  • peter

    Rang: Gast
    am 05.05.2005 21:59:28
    hey,
    welcher kk hast du? ich bin bei der tk, und ich mache auch mit mit dmp. habe seit ende januar meine max beitrag geleistet, und bekomme jezt medizin, arztbesuche usw jetzt ohne eigene beitrag. meine sport bekomme ich auch grossenteils erstattet. also, fuer mich lohnt sich dmp. einfach mal mit deine kk reden.
    l.g.
    peter.
  • Bea

    Rang: Gast
    am 07.05.2005 17:55:25
    Hallo an Alle,

    bei mir wurde letztes Jahr Februar DM 2 festgestellt und mir wurde sofort von meinem neuen Hausarzt, der gleichzeitig - was ich zu dem Zeitpunkt nicht wußte - auch Diabetologe ist, dieses Programm unter die Nase gehalten. Ich habs durchgelesen, fand es gut und hab es wieder abgegeben. Meine KK, die AOK ( in die ich leider wg. Heirat kam) hat mir gleich eine hübsche neue Karte geschickt, damit ich alle Vorteile nutzen kann. Ich habe auch von Vorteilen nichts gemerkt. Bin auch seit einigen Monaten nicht mehr drin und gehe überhaupt nicht mehr zum Arzt, weil ich normal leben möchte und nicht auf Werte achten usw. Aber das nur nebenbei.

    Es wurde darauf hingewiesen in dem Antrag, dass die Ärzte untereinander und mit den Krankenkassen zusammen arbeiten. Da war ich ganz erstaunt, denn ich dachte, das wäre selbstverständlich. Hab ich mich denn all die Jahre über geirrt?
    Die Schulung, finde ich, hat mir nicht allzu viel gebracht. Sie fand bei meinem Diabetologen in der Praxis statt, die eine geschulte Arzthelferin machte. Es war nett gemacht, aber ich vermisse etwas, weiß nur nicht genau was.
    Jetzt hab ich bei einem Besuch im Krankenhaus gesehen, dass dort auch Schulungen angeboten werden. Wisst Ihr, ob man noch eine zweite Schulung machen kann und die auch von der KK übernommen wird? Oder muss ich das bei meinem Hausarzt machen, mit dem ich eigentlich zufrieden bin, als Hausarzt, wenn es nicht gerad um Diab. geht.

    Ich hab das mit den 60,- Euro nicht verstanden. Wofür muss man die denn bezahlen? Ich brauchte dafür bisher nichts bezahlen. Musste allerdings, weil ich an dem Programm nicht mehr teilgenommen habe, meine alte Karte abgeben und bekam wieder eine andere.

    Ich glaube, ich fühle mich reichlich unaufgeklärt in dieser Hinsicht.

    Liebe Grüße, Bea
  • Oliver Fliesgen

    Rang: Gast
    am 10.05.2005 17:14:21
    Hallo,
    @Bea
    Du hast geschrieben:

    "Bin auch seit einigen Monaten nicht mehr drin und gehe überhaupt nicht mehr zum Arzt, weil ich normal leben möchte und nicht auf Werte achten usw. Aber das nur nebenbei."

    Heißt das, Du misst nicht, isst nicht Deinem DM entsprechend?
    Wenn es das heißt, frage ich mich, was Du unter "normalem Leben" verstehst?
    Das, was Du essen willst, auch essen?

    Und die Folgen für die Deine Gesundheit und für das Gesundheitssystem (Kosten)?

    Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

    Gruß
    Oliver von Oliver Fliesgen
  • Bea

    Rang: Gast
    am 10.05.2005 21:10:07
    Normal leben bedeutet für mich, dass ich so lang wie möglich "normal" essen kann. Was ich will, was mir schmeckt. Was hab ich davon wenn ich auf meine Werte achte und lebe dafür länger? So viel Spaß macht es mir hier auch nicht, da möchte ich wenigstens die Zeit, die ich hier verbringe, möglichst gut verbringen. Mit Folgeschäden habe ich mich lang genug bekloppt gemacht. Ich will leben und das ist halt meine Lebensqualität. Ich kann es nicht, morgens nur ein halbes Brötchen, irgendwann noch mal eins. Dann hab ich hunger und ich kann mich nicht konzentrieren und ich muss mich konzentrieren, sonst kann ich "gehen". Ganz nebenbei hab ich auch noch eine Psyche und die ist seit Jahren stark angeschlagen durch Depressionen und Ängste. Das alles bedeutet für mich zusätzlichen Streß, denn ich kann nicht nach Plan essen, das lässt mein Beruf nicht zu und auch die Lebensumstände.Du machst Dir Gedanken um das Gesundheitssystem??? Da gibts ganz andere Dinge die man zuerst streichen könnte, aber ich werd mich hüten, das hier anzusprechen. Im übrigen: ich hab eine Lebensversicherung, damit niemand für meine Bestattung aufkommen muss, damit mein Mann keine Unannehmlichkeiten hat und auch sonst ist einiges geregelt. Vom Sarg bis hin zu den Liedern in der Kapelle.
    "Hast Du auch schon für Deine Bestattung vorgesorgt oder müssen das Deine Angehörigen machen oder etwa der Staat? Die Armen" (siehst Du, ich kann es auch). von Bea
  • peter

    Rang: Gast
    am 30.05.2005 19:03:23
    hallo ihr da draussen,

    wie ich schon am anfang des monats schrieb, ist dmp für mich eine geldsache. nicht nur für mich persönlich, sondern auch für meine kk. ich sehe es halt so: dmp soll der kk geld sparen. die meiste kosten enstehen nicht beim vorbeugen von folgeschäden bei dm-patienten, sondern bei der pflege von patienten die an den folgeschäden leiden. und da ich selber in der kk einzahle, bin ich auch daran interessiert das sämtliche kosten niedrig bleiben. ich bin typ 1, und folge die ict-therapie. und zwar sehr präzise!!! beim letzte mal war mein hba1c 4,9! ich spritze bis 8 mal am tag, und messe genau so viel. ich esse fast alles! von a wie apfelkuchen bis z wie zimtgebäck! alles nur in maße, und jeder be wird weggespritzt. also, erzähle mir nix von "nicht normal leben können". eine freundin von mir ist podologe, und die hat jeden tag mit den folgeschäden von dm zu tun. zehe, halbe füße, ganze füße, halbes bein, ganzes bein...AMPUTIERT...und manchmal OHNE BETÄUBUNG...!!!

    und übrigens, in meine familie sind einige menschen an folgeschäden von dm verstorben: organversagen. ist wunderbar, kann ich ein jeder der seine dm nicht ernst nimmt, empfehlen. ich will hier keiner angst einreden, aber so ist der sachlage bei dieser krankheit. wer sein dm nicht ernst nimmt, landet gewiss im pdlegeheim. und hier kommen dann die kosten...

    ich finde, dass wir froh sein solten, so ein gesundheidssystem zu haben. optimal organisiert ist es keineswegs, aber ich denke das wird noch kommen. dmp ist ne gute sache, und die 60 euro eigene betrag pro jahr ist ne klacks! besser als 1% vom bruto lohn. ich hatte schon ende januar 95 euro ausgegeben an praxisgebühr und medikamente. und stammkunde beim arzt kann vorteile haben: kaffee und kuchen während der wartezeit!

    man KANN sehr gut mit dm leben, wenn man WILL!

    wünsche euch alles gute da draussen!

    liebe grüße,

    peter.
  • Bea

    Rang: Gast
    am 04.06.2005 03:02:11
    Hallo Peter,

    schön, dass Du es alles so einhältst und einhalten kannst. Es gibt aber auch noch ein Leben ganz nebenbei und Du kannst mir nicht die Schuld geben, dass ich Deiner Krankenkasse zu viel Geld koste. Ich nehme nicht mal Medikamente wg. DM
    Dann hast Du wohl eine gute Familie, ein schönes Leben ... was weiß ich was dazu gehört. Jeder lebt anders und so sollte es auch sein.

    Wenn Du das so siehst, dann kann ich auch sagen, dass ich sauer auf die Menschen bin, die wegen ihrer Raucherei krank werden. Hast Du schon mal einen Raucher gesehen, der nicht hustet???
    Dafür bezahl ich doch auch.
    Oder die ganzen Untersuchungen wegen Schwangerschaften, Geburten (wo in den meisten Fällen nicht mal ein Arzt nötig wäre, sondern nur die Hebamme - das ist eine ganz natürliche Sache. Viel zu viel Kaiserschnitte werden durchgeführt weil das Kind schneller auf die Welt soll, modeerscheinung, schrecklich). Bei Risikoschwangerschaften ist es was anderes, wenn das Leben der Frau oder des Kindes in Gefahr ist.
    Aber müssen Frauen, die auf natürlichem Weg nicht schwanger werden, sich unbedingt einer künstlichen Befruchtung hingeben? Was ist daran krank?
    Was ist mit den Leuten, die einfach so über rot fahren oder laufen und sich diesen Gefahren bewusst aussetzen? Die werden auch auf "unsere Kosten" behandelt.

    Ich bin 3 Jahre nicht beim Arzt gewesen, musste aber ZWANGSWEISE hin, weil das Gesetz es DANK FRAU SCHMIDT so bestimmt, weil ich eine Überweisung brauchte. Da mein neuer Hausarzt (anfang 2004) mich "kennenlernen " wollte (Kennenlernen ist beim Arzt nur sämtliche Werte in der Karte zu haben). Der stellte fest, dass ich DM II habe. Und? Ich bin zu nichts verpflichtet. Ich habe mein Alter erreicht, warum soll ich dann noch drauf achten was ich esse? Darf ich nicht so leben wie ich will? Ich bin eh schon eingeschränkt durch zwei andere Krankheiten, da möchte ich wenigstens nicht am Essen sparen, was für mich Lebensqualität bedeutet. Das wirst Du sicher nicht verstehen können, weil Du weder mein Leben noch meine Meinung teilst.

    Und überhaupt: Ich will so sterben wie ich geboren bin - mit allem drum und dran.
    Soll durch diese Grüppchen und Medikamente spritzen mein Leben verlängert werden? Das möchte ich nicht, denn ich möchte NATÜRLICH sterben, so wie meine Verwandten und mein Baby.

    Für meine Beerdigung brauchst Du nicht aufkommen, das ist alles schon geregelt. Oder gibts da auch noch was wo Du Bedenken hast, es könne an DEIN Portemonnaie gehen? Das kannst Du mir gern mitteilen.

    Bea
    (die bis jetzt - 1.30 Uhr - auf ist - ist das auch gesundheitsschädlich?)


  • Babette

    Rang: Gast
    am 07.06.2005 14:22:19
    Hallo Bea,

    Du schreibst, Du hättest Dein Alter erreicht. Ich weiß zwar nicht, wie alt Du bist, aber ich meine, daß hier auch nicht die Jahre zählen sondern das, was Du durchgemacht zu haben scheinst. Nachdem ich Deinen letzten Eintrag gelesen habe, denke ich, daß Du schon mehr verloren hast als "nur" Dein Leben.
    Ich wünsche Dir alles Gute und recht viel Kraft, um den "Rest" Deines Lebens auch noch zu bewältigen, wie lang er auch sein mag.

    Liebe Grüße
    Babette
  • peter

    Rang: Gast
    am 08.06.2005 22:33:27
    hallo bea,

    es tut mir leid, das du deine erfahrungen im leben so machen musstest, so wie du sie beschrieben hast. ich weiss, es ist kein tolles gefühl wenn ein leben überwiegend von solche erfahrungen geprägt ist. ich weiss auch, dass es viele menschen genau so geht. irgendwie haben wir alle ein gepack mit zu schleppen. was für den einen einfach ist um weg zu stecken, ist für den anderen der horror. gottseidank sind wir menschen alle verschieden; die stärkeren können die schwächeren mit durch ziehen, egal um welches problem es dabei handelt.

    aber zurück zum thema: liebe bea, auch ich wird eines tages nicht mehr sein. das ich also sterbe ist sicher. nur, wenn ich jetzt der art meinen tod beeinflüssen kann, bin ich doch blöd wenn ich es nicht machen würde. ich habe von nahe mitbekommen was die folgen von eine, jetzt verzeih mir dieses wort, schlampige umgang mit diabetes sein kann, und ich muss dir sagen, so will ich nicht sterben. es war für den menschen eine leidensweg. nicht mehr in der lage sein für sichselbst zu sorgen, immer abhängig von der güte andere menschen und familie. schmerzen ohne ende. nein danke, bea, ich möchte sowas nicht. aber ein jeder soll so entscheiden wie er oder sie möchte. ich habe mich eindeutig für DMP entschieden, da ich hier eine möglichkeit sehe, meine lebensqualität bis auf längere termin beibehalten zu können.

    liebe bea, ich wünsche dir alles gute, und möge alles so geschehen wie du es dir wünscht.

    peter.