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DMP - ja oder nein?
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Babette
Rang: Gastam 03.05.2005 13:33:43
Hallo Klaus,
vielen Dank für Deine Antwort. Darf ich das so interpretieren, daß du dich dafür entschieden hast?
Ich finde es sehr beruhigend zu wissen, daß man damit keine Verpflichtungen eingeht, aber wirkliche Vorteile sehe ich daraus auch noch nicht. Mir fehlen immer noch ein paar handfeste Gründe FÜR das Programm. Könntest du mir da vielleicht noch weiterhelfen?
Viele Grüße Babette
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klausdn
Rang: Gastam 03.05.2005 13:54:07
hallo babette, hallo alle,
fuer mich gibt es zwei vorteile:
da ichs nicht so dicke habe zahle im dez. 60e und bekomme die befreiung fuers naechste jahr.
mein doc weiss inzwischen dass ich austreten oder den doc wechseln kann, seitdem werde ich viel zuvorkommender behandelt.(vor allem von den vorzimmerdrachen)
der vorteil fuer die nicht muendigen dm-ler, und dass sollen 3/4 tel sein, die bisher bescheiden oder unzureichend behandelt wurden, gibt es eine (zugegeben nicht optimale) aber zumindest bessere versorgung.
auch die docs muessen bei dmp lernen , und wenn nur ein bisschen haengen bleibt, ist das fuer nichtinformierte besser als garnichts.
und die freie wahl des docs bleibt.
mfg klaus von klausdn -
Babette
Rang: Gastam 03.05.2005 18:34:55
Hi Klaus,
danke für die schnelle Antwort! Ich werde mir während der nächsten Woche (Kurzreise) alles nochmal genau durch den Kopf gehen lassen, das von Lilo empfohlene Büchein lesen und dann mit meinem doc und der KK reden. Dann werde ich dank eurer Mithilfe ganz sicher wissen, was ich will.
Nochmal vielen Dank an euch alle!
Babette -
peter
Rang: Gastam 05.05.2005 21:59:28
hey,
welcher kk hast du? ich bin bei der tk, und ich mache auch mit mit dmp. habe seit ende januar meine max beitrag geleistet, und bekomme jezt medizin, arztbesuche usw jetzt ohne eigene beitrag. meine sport bekomme ich auch grossenteils erstattet. also, fuer mich lohnt sich dmp. einfach mal mit deine kk reden.
l.g.
peter. -
Bea
Rang: Gastam 07.05.2005 17:55:25
Hallo an Alle,
bei mir wurde letztes Jahr Februar DM 2 festgestellt und mir wurde sofort von meinem neuen Hausarzt, der gleichzeitig - was ich zu dem Zeitpunkt nicht wußte - auch Diabetologe ist, dieses Programm unter die Nase gehalten. Ich habs durchgelesen, fand es gut und hab es wieder abgegeben. Meine KK, die AOK ( in die ich leider wg. Heirat kam) hat mir gleich eine hübsche neue Karte geschickt, damit ich alle Vorteile nutzen kann. Ich habe auch von Vorteilen nichts gemerkt. Bin auch seit einigen Monaten nicht mehr drin und gehe überhaupt nicht mehr zum Arzt, weil ich normal leben möchte und nicht auf Werte achten usw. Aber das nur nebenbei.
Es wurde darauf hingewiesen in dem Antrag, dass die Ärzte untereinander und mit den Krankenkassen zusammen arbeiten. Da war ich ganz erstaunt, denn ich dachte, das wäre selbstverständlich. Hab ich mich denn all die Jahre über geirrt?
Die Schulung, finde ich, hat mir nicht allzu viel gebracht. Sie fand bei meinem Diabetologen in der Praxis statt, die eine geschulte Arzthelferin machte. Es war nett gemacht, aber ich vermisse etwas, weiß nur nicht genau was.
Jetzt hab ich bei einem Besuch im Krankenhaus gesehen, dass dort auch Schulungen angeboten werden. Wisst Ihr, ob man noch eine zweite Schulung machen kann und die auch von der KK übernommen wird? Oder muss ich das bei meinem Hausarzt machen, mit dem ich eigentlich zufrieden bin, als Hausarzt, wenn es nicht gerad um Diab. geht.
Ich hab das mit den 60,- Euro nicht verstanden. Wofür muss man die denn bezahlen? Ich brauchte dafür bisher nichts bezahlen. Musste allerdings, weil ich an dem Programm nicht mehr teilgenommen habe, meine alte Karte abgeben und bekam wieder eine andere.
Ich glaube, ich fühle mich reichlich unaufgeklärt in dieser Hinsicht.
Liebe Grüße, Bea -
Oliver Fliesgen
Rang: Gastam 10.05.2005 17:14:21
Hallo,
@Bea
Du hast geschrieben:
"Bin auch seit einigen Monaten nicht mehr drin und gehe überhaupt nicht mehr zum Arzt, weil ich normal leben möchte und nicht auf Werte achten usw. Aber das nur nebenbei."
Heißt das, Du misst nicht, isst nicht Deinem DM entsprechend?
Wenn es das heißt, frage ich mich, was Du unter "normalem Leben" verstehst?
Das, was Du essen willst, auch essen?
Und die Folgen für die Deine Gesundheit und für das Gesundheitssystem (Kosten)?
Oder habe ich Dich da falsch verstanden?
Gruß
Oliver von Oliver Fliesgen -
Bea
Rang: Gastam 10.05.2005 21:10:07
Normal leben bedeutet für mich, dass ich so lang wie möglich "normal" essen kann. Was ich will, was mir schmeckt. Was hab ich davon wenn ich auf meine Werte achte und lebe dafür länger? So viel Spaß macht es mir hier auch nicht, da möchte ich wenigstens die Zeit, die ich hier verbringe, möglichst gut verbringen. Mit Folgeschäden habe ich mich lang genug bekloppt gemacht. Ich will leben und das ist halt meine Lebensqualität. Ich kann es nicht, morgens nur ein halbes Brötchen, irgendwann noch mal eins. Dann hab ich hunger und ich kann mich nicht konzentrieren und ich muss mich konzentrieren, sonst kann ich "gehen". Ganz nebenbei hab ich auch noch eine Psyche und die ist seit Jahren stark angeschlagen durch Depressionen und Ängste. Das alles bedeutet für mich zusätzlichen Streß, denn ich kann nicht nach Plan essen, das lässt mein Beruf nicht zu und auch die Lebensumstände.Du machst Dir Gedanken um das Gesundheitssystem??? Da gibts ganz andere Dinge die man zuerst streichen könnte, aber ich werd mich hüten, das hier anzusprechen. Im übrigen: ich hab eine Lebensversicherung, damit niemand für meine Bestattung aufkommen muss, damit mein Mann keine Unannehmlichkeiten hat und auch sonst ist einiges geregelt. Vom Sarg bis hin zu den Liedern in der Kapelle.
"Hast Du auch schon für Deine Bestattung vorgesorgt oder müssen das Deine Angehörigen machen oder etwa der Staat? Die Armen" (siehst Du, ich kann es auch). von Bea -
peter
Rang: Gastam 30.05.2005 19:03:23
hallo ihr da draussen,
wie ich schon am anfang des monats schrieb, ist dmp für mich eine geldsache. nicht nur für mich persönlich, sondern auch für meine kk. ich sehe es halt so: dmp soll der kk geld sparen. die meiste kosten enstehen nicht beim vorbeugen von folgeschäden bei dm-patienten, sondern bei der pflege von patienten die an den folgeschäden leiden. und da ich selber in der kk einzahle, bin ich auch daran interessiert das sämtliche kosten niedrig bleiben. ich bin typ 1, und folge die ict-therapie. und zwar sehr präzise!!! beim letzte mal war mein hba1c 4,9! ich spritze bis 8 mal am tag, und messe genau so viel. ich esse fast alles! von a wie apfelkuchen bis z wie zimtgebäck! alles nur in maße, und jeder be wird weggespritzt. also, erzähle mir nix von "nicht normal leben können". eine freundin von mir ist podologe, und die hat jeden tag mit den folgeschäden von dm zu tun. zehe, halbe füße, ganze füße, halbes bein, ganzes bein...AMPUTIERT...und manchmal OHNE BETÄUBUNG...!!!
und übrigens, in meine familie sind einige menschen an folgeschäden von dm verstorben: organversagen. ist wunderbar, kann ich ein jeder der seine dm nicht ernst nimmt, empfehlen. ich will hier keiner angst einreden, aber so ist der sachlage bei dieser krankheit. wer sein dm nicht ernst nimmt, landet gewiss im pdlegeheim. und hier kommen dann die kosten...
ich finde, dass wir froh sein solten, so ein gesundheidssystem zu haben. optimal organisiert ist es keineswegs, aber ich denke das wird noch kommen. dmp ist ne gute sache, und die 60 euro eigene betrag pro jahr ist ne klacks! besser als 1% vom bruto lohn. ich hatte schon ende januar 95 euro ausgegeben an praxisgebühr und medikamente. und stammkunde beim arzt kann vorteile haben: kaffee und kuchen während der wartezeit!
man KANN sehr gut mit dm leben, wenn man WILL!
wünsche euch alles gute da draussen!
liebe grüße,
peter. -
Bea
Rang: Gastam 04.06.2005 03:02:11
Hallo Peter,
schön, dass Du es alles so einhältst und einhalten kannst. Es gibt aber auch noch ein Leben ganz nebenbei und Du kannst mir nicht die Schuld geben, dass ich Deiner Krankenkasse zu viel Geld koste. Ich nehme nicht mal Medikamente wg. DM
Dann hast Du wohl eine gute Familie, ein schönes Leben ... was weiß ich was dazu gehört. Jeder lebt anders und so sollte es auch sein.
Wenn Du das so siehst, dann kann ich auch sagen, dass ich sauer auf die Menschen bin, die wegen ihrer Raucherei krank werden. Hast Du schon mal einen Raucher gesehen, der nicht hustet???
Dafür bezahl ich doch auch.
Oder die ganzen Untersuchungen wegen Schwangerschaften, Geburten (wo in den meisten Fällen nicht mal ein Arzt nötig wäre, sondern nur die Hebamme - das ist eine ganz natürliche Sache. Viel zu viel Kaiserschnitte werden durchgeführt weil das Kind schneller auf die Welt soll, modeerscheinung, schrecklich). Bei Risikoschwangerschaften ist es was anderes, wenn das Leben der Frau oder des Kindes in Gefahr ist.
Aber müssen Frauen, die auf natürlichem Weg nicht schwanger werden, sich unbedingt einer künstlichen Befruchtung hingeben? Was ist daran krank?
Was ist mit den Leuten, die einfach so über rot fahren oder laufen und sich diesen Gefahren bewusst aussetzen? Die werden auch auf "unsere Kosten" behandelt.
Ich bin 3 Jahre nicht beim Arzt gewesen, musste aber ZWANGSWEISE hin, weil das Gesetz es DANK FRAU SCHMIDT so bestimmt, weil ich eine Überweisung brauchte. Da mein neuer Hausarzt (anfang 2004) mich "kennenlernen " wollte (Kennenlernen ist beim Arzt nur sämtliche Werte in der Karte zu haben). Der stellte fest, dass ich DM II habe. Und? Ich bin zu nichts verpflichtet. Ich habe mein Alter erreicht, warum soll ich dann noch drauf achten was ich esse? Darf ich nicht so leben wie ich will? Ich bin eh schon eingeschränkt durch zwei andere Krankheiten, da möchte ich wenigstens nicht am Essen sparen, was für mich Lebensqualität bedeutet. Das wirst Du sicher nicht verstehen können, weil Du weder mein Leben noch meine Meinung teilst.
Und überhaupt: Ich will so sterben wie ich geboren bin - mit allem drum und dran.
Soll durch diese Grüppchen und Medikamente spritzen mein Leben verlängert werden? Das möchte ich nicht, denn ich möchte NATÜRLICH sterben, so wie meine Verwandten und mein Baby.
Für meine Beerdigung brauchst Du nicht aufkommen, das ist alles schon geregelt. Oder gibts da auch noch was wo Du Bedenken hast, es könne an DEIN Portemonnaie gehen? Das kannst Du mir gern mitteilen.
Bea
(die bis jetzt - 1.30 Uhr - auf ist - ist das auch gesundheitsschädlich?)
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Babette
Rang: Gastam 07.06.2005 14:22:19
Hallo Bea,
Du schreibst, Du hättest Dein Alter erreicht. Ich weiß zwar nicht, wie alt Du bist, aber ich meine, daß hier auch nicht die Jahre zählen sondern das, was Du durchgemacht zu haben scheinst. Nachdem ich Deinen letzten Eintrag gelesen habe, denke ich, daß Du schon mehr verloren hast als "nur" Dein Leben.
Ich wünsche Dir alles Gute und recht viel Kraft, um den "Rest" Deines Lebens auch noch zu bewältigen, wie lang er auch sein mag.
Liebe Grüße
Babette