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Für Anke 2 - Zimt und Co
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Ines
Rang: Gastam 01.03.2005 08:54:09
Hallo Anke,
ich kann sehr gut verstehen, daß Du nach Alternativen zu den (bei uns) üblichen Medikamenten suchst. Medikamente haben gewönhlich immer irgendwelche Nebenwirkungen - Insulin behindert in größeren Mengen verabreicht das für TYPII-Diabetiker äußerst wichtige Abnehmen. Metformin verursacht u.a. Magenbeschwerden, Blähungen und Durchfall ... um nur 2 zu nennen.
Alle Ärzte sagen einem, man hat seinen Zucker hauptsächlich selbst in der Hand - und was ist da naheliegender, als bei der Ernährung anzufangen?
Keiner hat behauptet, daß man mit alternativen Produkten Diabetes heilen kann - wie es, wie man weiß, mit Insulin und co. auch nicht geht.
Aber man kann über die Ernährung seine BZ-Werte günstig beeinflussen und auch so einen Schritt zur Normalisierung beitragen, insbesondere bei TypII-Diabetikern. Und das gute: Die pflanzlichen Produkte haben im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen.
Pflanzliche Helfer sind:
- Gymnema (bei uns z.B. apimanu diabgymna ayurveda)
- Bockshornklee (Gewürz)
- Bittergurke
- Ginseng (wobei die trd. chinesischen Med. sagen, das wäre nicht überall und immer empfehlenswert)
- Aloe vera
- Heidelbeere (nur naturbelassen aus dem Wald oder Ökoladen)
- Koriander
- Feigenkaktus
Alles nachzulesen in dem Buch von Readers Digist "Diabetes - Erkennen , Vorbeugen, behandeln". Und ich glaube nicht, daß die Autoren, allesamt Ärzte, alle Scharlatane sind und im Auftrag irgendeiner Heilmittelmafia handeln .... ;o)
Ich habe sehr gute Erfahrung gemacht mit Dymnema. Was auch einfach ist - die genannten Gewürze einfach mehr in den Alltag einzubauen - ich würze z.B. meinen morgendlichen Hirsebrei immer mit Koriander.
Also einfach probieren und für Dich selbst feststellen, was bei Dir Wirkung zeigt - jeder Mensch ist ja bekanntlich anders. Auf Zimt z.B. reagiere ich absolut nicht.
Und: Diese pflanzlichen Mittel haben die Menschen in allen Erdteilen schon lange vor der Schulmedizin gekannt - warum sollten sie plötzlich schlecht sein?
Nur haben wir , und insbesondere die "Götter in Weiß" dies oft schon vergessen.
Liebe Grüße Ines -
Anke 2
Rang: Gastam 01.03.2005 18:24:36
Hi, Ines - dank Dir für die Antworten, auch zum Thema Zimt.
Heute Früh habich Dir schon mal geantwortet, doch WO ist die Nachricht geblieben????
Also, zum 2.X - Obst und co.
ja, ich kann`s nicht essen, Hab sofort ein irres Leeregefühl im Magen, als ob ich schon tagelang nix mehr gegessen hätte- ich könnte dann den gesamten Kühlschrank plündern. Ausserdem wird`s mir k..übel nach Obst, Rohkost oder Natur-Joghurt.
Deshalb schrieb ich ja auch , dass ich meinen Mann echt beneide, dieser Mensch wird tatsächlich richtig SATT von Obst und rohen Möhrchen.... Dauernd futtert er irgendwelche Rohkostsachen und ich... krieg schon Hunger vom Zuschau`n.
Deine Meinung zu den "Halbgöttern in weiß" kann, bzw. muss ich unterstreichen. Meine Güte, wie oft hab ich - zu Beginn meiner Beschwerden- ALLES geschluckt, was sie mir verordnet haben. War halt fest davon überzeugt, dass SIE ja schliesslich Fachleute sind und wer mußte oft genug die Konsequenzen tragen, ICH !!
Deshalb find ich`s nicht so abwegig, sich auf die Suche nach natürlichen Hilfsmitteln zu machen.
man muss es halt immer wieder versuchen...
so, mach`s gut - Anke 2 von Anke 2 -
Andreas
Rang: Gastam 01.03.2005 18:51:59
Hallo Ines und Anke 2!
Obwohl ich mich in Internetforen nur informativ zu Wort melden wollte, neige ich hier nun doch eher zum Kommentar.
Vorweg möchte ich sagen, dass ich euren Beiträgen voll und ganz zustimme.
Im Hintergrund steht für mich immer die Frage, woraus diese so verbreitete Abneigung gegen alternative Heilmethoden resultiert? Vielleicht begegnen wir auf der Suche nach der Antwort einer Form von Arroganz und Egoismus: ich bin gegen das, was ich nicht verstehe oder ich bin gegen das, was ich nicht erklären kann. Mit einer solchen Einstellung wäre jedoch jede Forschung zum Scheitern verurteilt und wir müssten wohl immer noch glauben, dass die Welt eine runde Scheibe ist..
Andererseits gibt es jedoch auch Anhänger von alternativen Heilmethoden, die Schulmedizin ablehnen und auch hier finden wir oftmals den gleiche Egoismus und die gleiche Arroganz. Was ist eigentlich so schlimm daran, beides zu tolerieren, anstatt immer wieder in einem grotesken Schlagabtausch zu enden?
Vielleicht neigen wir manchmal zu der Fehleinschätzung, ein Mittel gegen ein Symptom finden zu müssen, anstatt nach einem Mittel für einen Patienten zu suchen.
Wenn dann einer sagt, irgendwelche Tröpfchen hätten ihm geholfen und ein anderer behauptet das Gegenteil, dann ist es sicherlich falsch den einen oder den anderen, je nach Position, als Schwindler zu bezeichnen. Natürlich lassen sich auf so einer Basis wohl kaum wissenschaftliche Studien betreiben, aber brauchen wir denn unbedingt immer für alles eine Erklärung. Ich denke dabei an ein Schild, dass an der Eingangstür zu einer Heilpraktikerschule hängt. Darauf steht geschrieben: DER BEWEIS FÜR DAS KÖNNEN IST DAS TUN. Also warum reden wir immer nur darüber? Testen wir doch einfach die Wirkung von Zimt! Jeder, der es möchte und wer es nicht möchte, der schluckt eben eine andere Pille.
Zum Abschluss kommt dann wieder mein schlauer Spruch, der mich schon recht lange verfolgt: „Es ist nicht unsere Aufgabe zu glauben, was in Büchern steht, sondern Fragen zu stellen und Antworten zu suchen.“ Gerade als Diabetiker müssen wir lernen, unseren Weg zu finden, um mit der Krankheit (oder mit dem Symptom?) umzugehen. Und es ist immer wieder ärgerlich, sich mit Anbietern von Nahrungsergänzungsmitteln auseinandersetzen zu müssen, die Heilung versprechen und noch nie etwas von Typ 1 oder Typ 2 gehört haben. Es ist aber ebenso ärgerlich, wenn jemand die Verantwortung über seinen Körper in die Hände des behandelnden Arztes legt und damit auf ein großes Stück Lebensqualität verzichtet..
Herzliche Grüße
Andreas
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Anke 2
Rang: Gastam 02.03.2005 12:25:50
Hi, Andreas
Schön, dass Du so locker an das Thema rangehst Stimmt, man sollte die Leute selbst entscheiden lassen, ob sie ein Mittel testen wollen oder nicht.
Weißt Du, nach langen Jahren intensiver Behandlungen durch die Ärzteschaft hab ich den Entschluß gefasst, mich auch auf andere Wege einzulassen. Wie oft ist es mir passiert, dass ich dem Arzt die Medikamente genannt habe, die ich NICHT vertage und was bekam ich...genau die Inhaltsstoffe, die ich meiden muß!!
Kein wunder, dass das Vertrauen also langsam auf der Strecke blieb, oder? Hab mal fast ne Stunde mit nem Arzt geredet und ihm erzählt, ich könne kein Aspirin vertragen und, was riet er mir nach dieser Std. - beim nächsten Migräneanfall gleich die doppelte Dosis Aspirin zu schlucken.
Nun, dann wird man doch, wohl oder übel, auf die Naturheilmittelchen erst aufmerksam gemacht. Und so bin ich der Meinung, man sollte sich in dieser Richtung ebenfalls informieren und nicht nur auf die "Bomben" vertrauen.
Deshalb hab ich, bei einigen Beschwerden inzwischen auf Natur umgestellt - die ganzen chem. "Bomben" die ich schon geschluckt habe, haben doch eh nix gebracht, Noch nicht mal ne goldene Nadel der Pharmaindustrie....
Auf dem Grund auch die Frage nach dem guten alten Gewürz Zimt....
Wünsch Dir was - Anke 2 -
Arno
Rang: Gastam 02.03.2005 23:24:50
@ all
Allmählich habe ich auch den Eindruck, daß es überhaupt keine richtigen Ärzte mehr gibt.
Mit welchen diffusen Diagnosen ich da schon konfrontiert wurde, ist haarsträubend.
Ebenso das Herangehen an die Problematik ähnelte schon oft eher einem Rätselraten und Herumprobieren.
Aber was den Zimt u.Ä. Wundermittel betrifft:
Ich habe mich noch nie von solchen Werbekampagnen hinreißen lassen.
Aber natürlich werde ich auch erst einmal aufmerksam wenn Neues zum Thema Diabetes in den Medien breitgetreten wird .
Man sollte sich aber immer eine gesunde Skepsis bewahren und nicht gleich alles mitmachen und vor allem nicht Geld für unbewiesene Therapien ausgeben.
Erst gestern war im Fernsehen wieder von einem Chinesischen Wunderdoktor zu hören, der angeblich Querschnittsgelähmte
durch irgendwelche Zellimplantation in die Wirbelsäule wieder zum Laufen bringen könne.
Die Behandlung kostete einige Tausender.Mal noch von den erheblichen Risiken ganz abgesehen.
Aber, zurück in Deutschland, wurde seitens der Mediziner keine meßbare Veränderung festgestellt. Sprich auf einen definierten Reiz erfolgte keine Reaktion... Bloß dumm gelaufen?
Es wird allzuoft mit den Leiden von Menschen aus Geldgier Schindluder getrieben.Da werden Wunderwässer ,allemöglichen Heilsteine und ähnliches Zeugs für teures Geld den Menschen, die eine reale Chance erhoffen, aufgeschwatzt-letzlich ohne heilende Wirkung.
m.f.G.-bleibt skeptisch!
von Arno -
Ines
Rang: Gastam 03.03.2005 12:57:10
@Arno
Klar doch - ohne gesunde Skepsis wäre man doch verraten und verkauft. Man muß - ja eigentlich sowieso - alles kritisch hinterfragen und dann für sich selbst entscheiden, was für einen gut ist. Und man sollte sich logischen und naheliegenden Dingen nicht verschließen, auch wenn sie im ersten Moment ungewöhnlich erscheinen.
Und meine Erfahrung: In jedem Fall auch Ärztemeinungen kritisch hinterfragen.
Unlängst hat mir eine Bekannte, die in einem Diabeteszentrum arbeitet, gesagt : "Die meisten Ärzte wollen sowieso keine gesunde Patienten" - Das macht schon recht nachdenklich, obwohl ich da nun nicht alle über einen Kamm scheren will.
Gruß Ines -
Thomas2002
Rang: Gastam 03.03.2005 16:30:11
ein guter diabetiker ist ein informierter diabetiker. wer in der glücklichen lage ist mit tabletten auszukommen, sollte sich glücklich schätzen, dass seine haupttherapie in gesunder nahrung und sport in maßen besteht. zusatzmittel wie aloa vere sind keine substitution, auch wenn sie für eine dauer von 1-2 monate die medikamente vermindern. von Thomas2002